Vera Lengsfeld / 03.01.2015 / 15:01 / 18 / Seite ausdrucken

Senatorin Kolat und die Demo- App für Linksradikale und Islamisten

Während sich in Berlin kürzlich eine neue Linksradikale Gruppierung gegründet hat, die sich auflösende Splittergruppen aus diesem Milieu auffangen und zusammenführen will, konnte sie sich besonderer indirekter Unterstützung erfreuen. Die Berliner Senatsverwaltung für Integration unter Leitung von Frau Dilek Kolat (SPD) soll bei der Finanzierung der Entwicklung einer kostenlosen Smartphone-App geholfen haben, mit der man sich binnen kürzester Zeit über Push-Mitteilungen zu Gegendemonstrationen gegen angemeldete Kundgebungen zusammenfinden kann.

Ziel sei die Mobilisierung großer Menschenmengen gegen die als “rassistisch” bezeichneten Proteste besorgter Bürger in Bezug auf die Flüchtlingspolitik.  Die Frage ist, ob eine solche App wirklich in einem Zusammenhang mit dem Aufgabengebiet der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen steht, oder ob es sich um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme außerhalb des Kompetenzbereichs der Senatorin gehandelt hat.

Am 5. Januar könnte diese App erstmals in Aktion treten, wenn auch in Berlin gegen die chaotische Flüchtlingspolitik demonstriert werden soll, denn von der gewaltbereiten Antifa scheinen sich die Initiatoren bewusst nicht abzugrenzen. Mehr noch, man muss befürchten, dass die App auch deshalb entwickelt wurde, um der Antifa die Organisation zu vereinfachen.

Selbst wenn die Initiatoren diese Gefahr übersehen haben sollten, könnte die App von der Antifa verwendet werden. Dann hätte der Berliner Senat mit Steuergeld gesetzeswidrige Aktionen einer verfassungsfeindlichen und gewalttätigen Gruppe unterstützt.

Diese App soll es auch in englischer und türkischer Sprache geben und könnte somit auch von den antisemitischen, islamistischen Gruppierungen genutzt werden, die im vergangenen Sommer in Berlins Straßen lautstark Präsenz zeigten. Welcher Beitrag zur Integration soll damit geleistet werden?
Last not least stellt sich die Frage, wie Senatorin Kolat zum Grundgesetz steht, in dem das Recht der freien Meinungsäußerung und der Versammlungsfreiheit verankert sind? Außerdem ist die Störung oder Blockierung angemeldeter Kundgebungen strafbar. Die App kann somit als Hilfsmittel zum Gesetzesbruch angesehen werden. Wie ist die Förderung einer solchen App mit den Pflichten einer Senatorin zu vereinbaren?

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Markus Hahn / 03.01.2015

“Es ist weder undemokratisch noch verboten gegen angemeldete und genehmigte Demonstrationen eine Gegendemonstration zu organisieren. “ Selbstverständlich, Herr Faulenbach. Aber wenn eine erkennbar ihrer religiösen Peergroup verbundene Berliner Senatorin infrastrukturell und inhaltlich solche linken “antifaschistischen” und “antirassistischen” Gegendemonstrationen (die notorisch gewalttätig verlaufen) von Amts wegen unterstützt, könnte man fast zum PEGIDA-Anhänger werden, meinen Sie nicht?!

Frank Jankalert / 03.01.2015

Die Flüchtlingspolitk ist schon deswegen chaotisch, weil es sich bei der in Frage stehenden Gruppe eben zu 75% nicht um Verfolgte oder Vertriebene aus Krisengebieten handelt sondern um illegale Einwanderer. Sie pauschal Flüchtlinge zu nennen, ist ein stillschweigendes Abkommen der deutschen Presse. Es kommt recht nahe an eine Lüge heran. Chaotisch ist die Asylpraxis auch deshalb, weil unsere Politik den Bruch des Dubliner Abkommens akzeptiert, bzw. sogar freudig willkommen heißt, wenn man die politische Linke betrachtet. Das Handeln von Kolat, könnte jenseits der politischen Legalität liegen. Die Kombination Islam und Linksextremismus hat viel Gefährdungspotential.

Hein Tiede / 03.01.2015

“Noch hat nicht nur die politische Rechte das Recht Demonstrationen zu organisieren.” Umgekehrt wird ein Schuh draus. Seit Jahrzehnten demonstriert die Linke in diesem Land. Sie leistet sich Gesetzesbrüche, die kaum verfolgt werden (sit ins, schottern, Nötigung, Störung des Eisenbahnverkehrs, Zerstörung von Schaufenstern, Hausbesetzungen - Rote Flora, usw.) Der Bundestagsvizepräsident beteiligt sich an Sitzblockaden gegen eine genehmigte Demonstration. “§ 21 Versammlungsgesetz: Wer in der Absicht, nicht verbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.” Hat es gegen diese Demonstrationen je Gegendemonstrationen gegeben? Ist je ein mahnendes Wort von den Kanzeln gesprochen worden? Hat je ein Minister von einer “Schande für Deutschland” gesprochen?

Gerhard Opitz / 03.01.2015

Herr Faulenbach, vieleich ist es gerade die Erfahrung die Frau Lengsfeld veranlasst, solche Fragen zu stellen! Sie hatt ja nicht nur die Wendezeiten erlebt, sondern auch die Tage, wo noch in der DDR von staatlicher Seite sogenannte Winkelemente ausgereicht wurden, und Demonstranten mit Bussen zu Örtlichkeiten gekarrt wurden, um die bei der Staatsführung gewollte mediale Wirkung zu entfalten. Heute ist zwar vieles durch das Internet einfacher, aber auch anders geworden! Was wir aber aus der Vergangenheit gelernt haben dürften, ist die Tatsache, daß staatliche und mediale Neutralität bei Durchführung(!) von Demonstrationen von rechts und links wünschbar wären. Das schließt eine begleitende oder anschließende Wertung und Stellungnahme in keinster Weise dabei aus! Oder schwebt Ihnen eine staatliche Ausgabestelle von Wassernudeln als Winkelement vor, um gleichzeitig des Volkes Position zu zeigen und trotzdem ernsthafteren Verletzungen vorzubeugen? Wer versucht einen Ölbrand mit Wasser zu löschen, anstatt mit Schaum den Sauerstoff zu enziehen, verursacht nicht nur eine Stichflamme! Nein, er bespritzt sich dabei vieleicht noch schmerzlich!

Axel Wahlder / 03.01.2015

Diese Gefahr wurde nicht übersehen, sondern bestellt. Hochachtungsvoll, W.

Jürgen G. Osterode / 03.01.2015

In nun schauen Sie sich das Elend in den Flüchtlingscamps im nahen Osten an. In Quatar, Saudi-Arabien und den Emiraten. Dann können Die vielleicht ermessen, warum wir unserer Menschenpflicht nachkommen müssen alle hier aufzunehmen. Besonders wegen unserer Vergangenheit.

Karl Krähling / 03.01.2015

Werter Herr Faulenbach! Frau Lengsfeld hat sehr wichtige Fragen gestellt, auf deren Problematik sie leider nur sehr unzureichend eingegangen sind. Dafür haben sie Banalitäten erläutert, die niemand in Frage stellt. Natürlich sind unter Pegida-Demonstranten ebenso Rassisten wie sich diese in jeder anderen Demonstration finden, natürlich auch in den von Linken organisierten. Dass Rassisten mitlaufen ist kein Beleg für die ethische Qualität einer Demonstration - weder einer von Rechts noch von Links oder der der Mitte oder sonst einer geographischen Richtung, sofern kein Straftatbestand der Volksverhetzung begangen wird wie bei den Antiisraeldemonstrationen, die überwiegend von Linken besucht wurden. „Noch hat nicht nur die politische Rechte das recht Demonstrationen zu organisieren.“ Ist Ihnen entgangen, dass die Straße seit Jahrzehnten von Linken beansprucht wird, die Demonstrationen „Rechter“ - oder das was sie dafür halten, mit Gewalt zu verhindern suchen?

Dirk Ahlbrecht / 03.01.2015

Lieber Herr Faulenbach, wenn Häuser am anderen Ende ihrer Straße zu brennen beginnen, dann gehen Sie wieder ins Haus, weil Ihres ja noch nicht betroffen ist? Das finde ich bemerkenswert. Respekt für Ihre diesbezügliche Gelassenheit. Ich finde es darüber hinaus erstaunlich, dass Sie nichts dabei finden, wenn eine gewählte Senatorin mittels der besagten App in dieser Weise in bürgerliche Grundrechte einzugreifen gedenkt. Wohlgemerkt: Wir reden hier nicht von einer Partei, sondern von einer Berliner Senatorin. Und selbst wenn Frau Kolat solches über ihre Partei, die SPD, in Gang gesetzt hätte, dann steht dem immer noch das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit entgegen. Frau Lengsfeld weist in diesem Zusammenhang völlig zu Recht auf die Strafbarkeit hin, die das Blockieren bzw. Verhindern von ordnungsgemäß angemeldeten Demonstrationen eigentlich zur Folge haben sollte. Das die deutsche Justiz dies nicht durchzusetzen gedenkt, steht freilich auf einem anderen Blatt. Diese App, Herr Faulenbach, ist ein eklatanter Verstoß gegen die Neutralitätspflicht, der Frau Kolat als Berliner Senatorin eigentlich verpflichtet sein sollte. Um es noch deutlicher zu sagen: Hier finanzieren steuerzahlende Bürger (bei PEGIDA sind wohl nicht wenige darunter) eine App, die dafür sorgt, nämlich diesen Bürgern elementare Grundrechte zu verwehren bzw. entsprechend einzuschränken.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Vera Lengsfeld / 16.05.2024 / 06:25 / 110

Die tägliche Gewalt gegen Bahn-Mitarbeiter. Ein Notruf im Wortlaut

Gewalt gegen Politiker ist das große Thema. Worüber nach wie vor kaum gesprochen wird, ist die alltägliche Gewalt, der die Bürger unseres Landes inzwischen ausgesetzt sind. Ein…/ mehr

Vera Lengsfeld / 13.05.2024 / 16:00 / 17

Im Moralgefängnis

Das Virus, das unsere Gesellschaft befallen hat, heißt Moralitis. Es ist ein kulturelles Virus, das die Gesellschaft schädigt, wie ein biologisches Virus den Körper. Wahrlich,…/ mehr

Vera Lengsfeld / 12.05.2024 / 12:00 / 13

Harald Martenstein auf Schloss Ettersburg

„Und sind wir auch regiert von Nieten, wir lassen uns das Lachen nicht verbieten“.  Schloss Ettersburg ist immer eine Reise wert. Nachdem der Musenhof Anna…/ mehr

Vera Lengsfeld / 21.04.2024 / 10:00 / 34

„Der General muss weg!” Der Fall Siegfried Buback

Als ich noch in der DDR eingemauert war, hielt ich die Bundesrepublik für einen Rechtsstaat und bewunderte ihren entschlossenen Umgang mit den RAF-Terroristen. Bis herauskam,…/ mehr

Vera Lengsfeld / 11.03.2024 / 16:00 / 20

Wie rettet man eine Demokratie?

Warum lässt die schweigende Mehrheit zu, dass unter dem Schlachtruf, die Demokratie und das Grundgesetz zu verteidigen, beides ausgehöhlt wird? Was man ganz einfach tun…/ mehr

Vera Lengsfeld / 06.02.2024 / 12:00 / 38

Wie man Desinformation umstrickt – und noch schlimmer macht

Wenn man gewisse „Qualitätsmedien" der Fehlberichterstattung und Manipulation überführt, werden die inkriminierten Texte oft heimlich, still und leise umgeschrieben. Hier ein aktuelles Beispiel.  Auf diesem Blog…/ mehr

Vera Lengsfeld / 04.02.2024 / 15:00 / 20

Die Propaganda-Matrix

Die öffentlich-rechtlichen Medien und die etablierten Medien leiden unter Zuschauer- und Leserschwund, besitzen aber immer noch die Definitionsmacht. Das erleben wir gerade wieder mit einer Propaganda-Welle. …/ mehr

Vera Lengsfeld / 02.02.2024 / 06:05 / 125

Wie man eine Desinformation strickt

Am 30. Januar erschien bei „praxistipps.focus.de“ ein Stück mit dem Titel: „Werteunion Mitglied werden: Was bedeutet das?“ Hier geht es darum: Was davon kann man davon…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com