Gerd Buurmann, Gastautor / 11.10.2020 / 14:00 / Foto: Tim Maxeiner / 63 / Seite ausdrucken

Selbstmord aus Angst vorm Tod – eine Anleitung

Tapfer im Nirgendwo fasst das Amtsblatt der Stadt Köln mit der Sondernummer 76 vom 9. Oktober 2020 zusammen. Folgende Verhaltensregeln gelten in Köln:

Nr. 1: In der Öffentlichkeit darf sich maximal eine Gruppe von 5 Personen treffen.

Nr. 2: In allen Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen der Stadt Köln, muss eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, ebenso in der Altstadt, auf den Kölner Ringen sowie auf dem linksrheinischen Rheinufer zwischen Mülheimer Brücke und Südbrücke und auf dem rechtsrheinischen Rheinboulevard.

Nr. 3: Die Mund-Nase-Bedeckung muss ebenfalls auf Märkten, in Hochschulen, bei außerschulischen Bildungsveranstaltungen, in Bibliotheken, bei Kulturveranstaltungen, bei Sportveranstaltungen, sowie bei sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen innerhalb geschlossener Räume getragen werden. Dies gilt auch am Sitzplatz und zwar unabhängig davon, in welchen Verhältnis die Personen zueinander stehen, selbst wenn die Abstände von 1,5 Metern eingehalten sind oder die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

Nr. 4: Die Mund-Nase-Bedeckung muss ebenfalls in Zoos, Botanischen Gärten, Garten- und Landschaftsparks sowie auf Ausflugsfahrten mit Schiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen und ähnlichen Einrichtungen getragen werden.

Nr. 5: Die Mund-Nase-Bedeckung ist ebenfalls bei religiösen Zusammenkünften zu tragen. Das gemeinsame Singen ist verboten. Das Vorsingen ist erlaubt.

Nr. 6: Von 22 Uhr ist 6 Uhr ist das Trinken von Alkohol im öffentlichen Raum verboten. Ausgenommen hiervon ist der Konsum von alkoholischen Getränken im konzessionierten Bereich von Gaststätten, einschließlich Außengastronomie, während der jeweiligen Öffnungszeiten. 

An Wochenenden ist das Trinken von Alkohol an folgenden Orten 58 Stunden lang verboten und zwar von freitags, 20 Uhr bis montags, 6 Uhr: Kölner Altstadt, Stadtgarten und Umgebung, Brüsseler Platz und Umgebungsstraßen, Schaafenstraße und Umgebung, Zülpicher Viertel und Rheinpromenade rechtsrheinisch.

Nr. 7: In der Gastronomie ist stets die besondere Rückverfolgbarkeit der Gäste sicherzustellen. Das heißt, die Gastronomin bzw. der Gastronom hat selbst oder durch Personal Name, Anschrift, Telefonnummer sowie die Dauer der Anwesenheit und zusätzlich durch einen Sitzplan zu erfassen, welche anwesende Person
wo gesessen hat. Die Daten sind nach dem Besuch für vier Wochen aufzubewahren.

Nr. 8: Für die Erfassung der Daten verantwortliche Person hat die gemachten Angaben unverzüglich auf Vollständigkeit und insbesondere auf offensichtlich missbräuchliche Angaben zu kontrollieren.

Nr. 9: Für Kulturveranstaltungen, Messen und Märkte wird die zulässige Anzahl an Zuschauenden auf ein Drittel der Regelauslastung beschränkt. Für Sportveranstaltungen wird die zulässige Anzahl an Zuschauenden auf ein Fünftel der Regelauslastung. Bei allen Veranstaltungen dürfen es jedoch höchstens 1.000 Teilnehmende sein. Bei standesamtlichen Trauungen sind maximal 25 Gäste zugelassen.

Nr. 10: Bei Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen ist die besondere Rückverfolgbarkeit und im Freien die einfache Rückverfolgbarkeit sicherzustellen. 

Nr. 11: Für Kulturveranstaltungen, Sportveranstaltungen und Teilnehmende an
sonstigen Versammlungen gilt, dass auch bei Sicherstellung der besonderen Rückverfolgbarkeit ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen allen Personen einzuhalten ist, es sei denn, es handelt sich um Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner, um Personen aus maximal zwei verschiedenen häuslichen Gemeinschaften, um die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen oder um zwingend notwendige Zusammenkünfte aus betreuungsrelevanten Gründen.

Nr. 12: Der Betrieb von Zoologischen Gärten und Botanischen Gärten ist nur
gestattet, wenn unverzüglich nach Inkrafttreten dieser Allgemeinverfügung ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorgelegt wird.

Nr. 13: Die Anzahl von gleichzeitig in einem Geschäftslokal anwesenden Kundinnen und Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen. 

Nr. 14: Kontaktsport darf nur in einer Gruppe von maximal 30 Personen ausgeübt werden.

Nr. 15: Die Größe von Tagesausflügen, Ferienfreizeiten, Stadtranderholungen und Ferienreisen für Kinder und Jugendliche wird auf zehn Personen beschränkt.

 

Foto: Tim Maxeiner

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Leserpost

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Elias Schwarz / 12.10.2020

Die Kölner haben ihre Oberbürgermeisterin vor kurzem wiedergewählt. Also, sie wollen das.

JoachimKaleja / 11.10.2020

...ja hat sich das bei den „Katholikischen“  immer noch nicht rumgesprochen ? : er jiebt käinen lieben Jott !  ( und wenn doch ,  dann is dat zumindest äin Arschloch !

Jürgen Fischer / 11.10.2020

Köln, super, ist da nicht Armlängen-Reker noch bzw. wieder Bürgermeisterin? Leute, ich will keine Klagen hören, jedenfalls nicht von den Kölnern. Die haben diese kieseldumme Person nämlich gewählt. Zum zweitenmal. Muss man nicht weiter kommentieren.

Ruth Rudolph / 11.10.2020

@Arthur Duszyski Sie werden es nicht glauben, dieses Szenario habe ich kürzlich geträumt. Frau M. steht auf einem Podest vor dem Reichstag, davor stehen tausende Menschen. Sie ruft in Göbbelsmanier” Wollt ihr den totalen “Lockdown”? Und wie seinerzeit im Sportpalast jubeln die Menschen Beifall. Ich bin schweissüberströmt aufgewacht, hatte minutenlang Herzrasen , konnte dann nicht mehr einschlafen. Irgendwann dachte ich dann, ist das so abwegig?

herbert binder / 11.10.2020

Eine Hochblüte und ein Riesen-Bohei:  Eine Rotzfahne hat Konjunktur, und was für eine. Mich erinnert dieser Artikel stark an ein anderes Produkt, das ebenfalls Kleinkindern oktroyiert wurde - sowohl den echten als auch den so definierten -, nämlich Pampers. Was mir allerdings ein Rätsel ist und bleiben wird, wie es Auslauf-Modelle schaffen konnten, die höheren Ränge der Charts besetzt zu halten. Aber vielleicht wiederholt sich hier nur Geschichte, gab es doch schon vor hundert Jahren die wilden und verrückten Zwanziger. Das kann ja alles noch schwer “heiter” werden.

Stephan Maillot / 11.10.2020

Es mag zynisch klingen, aber vielleicht ist diese neue Entwicklung gar nicht so schlecht. Das Volk lässt sich diesen Müll von Verordnungen halt auch bieten. Und dafür wird es im Frühjahr die Quittung erhalten, in Form eines dann politisch und psychologisch weitgehend ruinierten Landes. Im Nachhinein wird da schon der Gedanke sein, dass man sich früher gegen diese destruktive Politik hätte zur Wehr setzen sollen, und das ist volkspädagogisch - für ein “Gehorcher-Volk” wie die Deutschen - vielleicht nicht so falsch.

K. Schmidt / 11.10.2020

Ich wußte schon lange, dass Köln keine Zukunft hat. Klingt wie Tschnernobyl eine Woche nach dem GAU.

Chr. Kühn / 11.10.2020

Ich war gerade eine Woche im Radlurlaub, vom Allgäu über Bodensee und Schwarzwald nach Freiburg. Ohne internetfähiges Handy, also von dem ganzen Verschärfungsblödsinn wenig mitbekommen. Ist aber nur wegen Trump, gell?! Wenn ich die Menge an Leuten sehe, die auch im Freien eine Maske tragen und mich scheel anschauen, weil ich keine trage…ja, denen ist eigenständiges Denken wohl zu…ja was? Anstrengend? Und im Gasthaus kann ich den Unwillen, mich als Einzelgast, der aber einen 4er-Tisch belegt, bewirten zu müssen, fast mit den Händen greifen. Oder daß ich auf dem Freideck einer Bodenseefähre, wo neben mir noch drei andere Leute in 5 m und mehr Entfernung sitzen, und in guter Wind weht, trotzdem ermahnt werde, die Maske auch über die Nase zu ziehen. Na ja, nicht mehr lange, und es heißt bei mir “Macht Euren Dreck alleene, ich bleeb’ daheeme.” Gehirnamputierte, allesamt. Mann-mann-mann…

Peter Wachter / 11.10.2020

Oh, oh oh, das Alles gilt dann aber nur für Menschen mit Einschränkungen (also Behinderte, z.B. Blinde) oder Rentner (w,m+d), den sonst gibt es Zustände wie, s.h. YT:” Ungeladene Party-Gäste zerstören ein Auto und schmeißen Flaschen auf Polizisten | Hamburg”.

Enrique Mechau / 11.10.2020

Stalin, Hitler, Mao hätten ihre wahre Freude an dieser Orgie von Geboten, Verboten etc. etc. und ihre Nachfolger wie Frau M. sind erfreut, wenn wie in ihrer Jugend überall Schlangen vor Geschäften, Ämtern etc. stehen. Die Terrorisierung der Bevölkerung durch jeden Nasenpopel der Politik finden weiter statt und wir werden sie NIE mehr los. Es ist so weit, dass ich keinem Politiker, egal welcher Partei er angehört; noch diesen sogenannten Experten, Wissenschaftlern und den staatlichen Instituten; noch irgendein Wort Glaube von dem was sie uns im täglichen Schmierentheater oktroyieren. Viele sind gnadenlose Opportunisten, oder sie verdienen königlich an dieser von den regierenden Politbaronen und ihren Hofschranzen angezettelten “Pandemie”. Hätte man dieses Virus als Grippevirus benannt, hätten die meisten von uns sie schon gehabt. Es wären, wie immer, einige daran verstorben und das wäre es gewesen. Aber dann hätte man nicht jeden Unsinn per Allgemeinverordnung durchsetzen, endlich durchregieren können und der deutsche Michel wäre nicht in Schockstarre gefallen. Es hätte keinen Lockdown gegeben und nach ein paar Wochen wäre der Alltag zurückgekehrt. Dazu nun noch innerdeutsche Reisebeschränkungen (wie früher in der Sowjetunion und später in der DDR) sowie einen – ach sagen wir einfach Bayern - der scharfe Strafen von 250 € bundesweit fordert (er will Kanzler werden). Ich bin gespannt, wann die ersten Internierungslager für Unbotmäßige eingerichtet werden (Menden hat ja sowas ähnliches) und wann die ersten von willfährigen Richtern verknackt und nach Hohenschönhausen gebracht werden. Die hässliche Fratze der Diktatur des Volkes ist schon über uns und das war es dann mit der Demokratie in der Bundesrepublik.

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