In Wien beginnen die Verhandlungen der Nato-, mit den Warschauer-Pakt-Staaten über die Reduzierung der konventionellen Streitkräfte.
Damit soll ein Ende des unerträglich gewordenen Wettrüstens eingeleitet werden. Was den Verhandlungsführern der Nato-Staaten nicht klar ist, ist die Tatsache, dass die sozialistischen Staaten längst an ihrem Limit angelangt sind. Die Rüstung hat die Substanz ihrer Volkswirtschaften bereits aufgefressen. Die Noch-Volksrepublik Polen hat einseitig bereits mit der Verringerung ihrer Soldaten begonnen.
In Anbetracht dessen, in welcher Situation sich die Welt während des Kalten Krieges befunden hat, verwundert es schon, dass die heutige Krise immer schriller als die Schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet wird. Auffällig ist, wie wenig die Öffentlichkeit über die Fakten weiß, die hinter den Krisenerscheinungen stecken. Warum genau muss die Hypo- Real- Estate koste, was es wolle, gerettet werden? Das wüsste man schon gern ein wenig genauer. Es wird nicht offen gelegt, was genau schief lief, warum alle Warnzeichen übersehen wurden und warum die politischen Kontrollmechanismen so eklatant versagt haben. Wenn die Politiker bisher in den Aufsichtsgremien versagt haben, warum sollen sie in neu zu schaffenden Aufsichtsgremien eigentlich erfolgreicher sein?
Die Öffentlichkeit wird immer noch mit dem Hin-, und Her in Sachen Opel beschäftigt. Warum sollen die Steuerzahler die Überproduktion von Autos mit ihrem Geld aufrechterhalten?
Ist nicht die eigentliche Frage , ob es auch faule, d.h. überlebte Arbeitsplätze gibt, die man nicht mit allen Mitteln erhalten sollte?
