
“Fußballernde Frauen laufen zu langsam, foulen nicht brutal genug, haben keinen richtigen Wumm im Schussbein. Fußball geht anders.” Was der gute Herr Röhl mal wieder vergisst , ist die Tatsache, dass “fußballernde Frauen” schneller laufen und einen erheblich größeren “Wumm im Schussbein” haben, als 95% der männlichen Bevölkerung Deutschlands. Und was die Fähigkeit zum richtig brutalen Foul betrifft, wussten sie, dass viele Frauenfussballvereine extra für diesen Zweck Trainings-Dummies mit ihrem Gesicht angeschafft haben? Na dann, fröhliche Weihnachten. :D
Wer sich je darüber gewundert hat, was den Wolfgang Röhl, anstatt einfach mal still zu sein, so antreibt, der findet einen Hinweis in diesem Artikel: Es ist die Sehnsucht nach einer überschaubaren Welt, die Sehnsucht nach einer Zeit, in der man mit “Blutgrätsche und Körpercheck” noch Fußballspiele gewinnen konnte, eine Zeit, in der Herren Herrenwitze machten über Fußball spielende Frauen, eine Zeit, in der jeder körperliche Kontakt zwischen Männern unter dem Verdacht des “Schwulseins” stand, kurz: die Zeit, in der Röhl jung war.
Den Schirmherrn könnte doch Rösler machen. Der geht doch jetzt zum Schweizer Wirtschaftsforum.
Sandbahnrennen ist ein extrem aufregender und spannender Sport, weit mehr als Formel 1. Um diese irgendwie aufregend zu finden, muß man schon auf schwere Unfälle hoffen. “Frauenfußball”: niemand zwingt Herrn Röhl, irgendetwas anzusehen. Seine Überheblichkeit ist aber albern. Er kann sicher sein, daß er als Teilnehmer in einem Spiel der führenden Vereins- oder Nationalmannschaften nach 10 Minuten halbtot vom Platz getragen werden müßte.
Marina Weisband. Oder dürfte die nur als Maskottchen durchgehen?
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