Dushan Wegner, Gastautor / 07.09.2018 / 06:11 / Foto: Malene Tyssen / 55 / Seite ausdrucken

Schweden, Bayern, Sachsen: Hochmut kommt vor dem Rechtsruck

An beiden Seiten des Kobraschädels sitzen die Giftdrüsen. Die Zähne der Kobra haben Rillen und wenn sie zubeißt, spritzt sie ihr Neurotoxin in den Körper des Opfers. Das Gift greift lähmend ins Nervensystem ein, bis hin zur Lähmung des Atems, was natürlich zum Tod führen kann – und soll.

Es geschah einmal, so erzählt die Legende, dass die Verwalter von Britisch-Indien die Zahl der Kobras in Delhi reduzieren wollten. Ein britischer Gentleman, der auf dem Weg zum Gentleman’s Club von so einer Kobra gebissen und gelähmt würde, könnte sich vom Schmerz zu einem oder zwei derben Flüchen verleiten lassen, und das wäre nicht gentlemanlike, und das kann keiner wollen. Also musste etwas gegen die Kobras getan werden.

Die britische Verwaltung setzte einen Preis für getötete und abgelieferte Kobras aus. Das sollte die Leute doch motivieren und so das Problem lösen!

Es funktionierte auch, also in dem Sinne, dass Menschen das tun, wofür sie bezahlt werden. Die Inder waren kluge Leute, und sie machten sich dran, Kobras zu züchten, die sie den Briten dann tot ablieferten, um ihre Prämie zu kassieren.

Irgendwann begriffen auch die britischen Gentlemen, dass ihre Strategie nicht aufging, und sie stellten die Belohnungen wieder ein. Was sollten nun aber die Kobrafarmer mit ihren Kobras anstellen? Sie entließen die Tiere einfach in die Straßen, so dass es nach der genialen britischen Maßnahme mehr Kobras gab als zuvor. Heimlich soll der eine oder andere Gentleman zwischen zwei Schlücken vom Tee gemurmelt haben: "What a bloody mess!"

Regierungshandeln in einem „feministischen“ Land

Sich als Mann selbst "Feminist" zu nennen, ist zuverlässiges Zeichen sexueller und/oder sozialer Verzweiflung – sich als komplette Regierung "feministisch" zu nennen, ist ein Zeichen ganz eigener Konstellationen. Die schwedische Regierung nennt sich stolz "A Feminist Government". So etwas ist natürlich genau das "virtue signalling", dem sich der Freund ideologischer Uniformen heute gern anschließt.

Das Regierungshandeln in einem "feministischen" Land folgt eigenen Regeln. Ein Beispiel: 2016 stellte man fest, dass Männer häufiger im Auto fahren und Frauen häufiger zu Fuß gehen. Im November dann schneite es ganz doll, wie jeden Winter in Schweden. In Stockholm mussten die Straßen geräumt werden, und der real existierende Staatsfeminismus beschloss, die Männer für ihre männlichen Tätigkeiten wie zur-Arbeit-Fahren oder Krankenwagen-Steuern zu bestrafen. Bevor man die Straßen vom Schnee räumte, befreite man zuerst in aller Seelenruhe die Gehwege vom Schnee, und schaute zu, wie der Autoverkehr und damit ganz Stockholm im Schneechaos versank. Weil die Stadt vom weißen Himmelsgold blockiert war und es frecherweise weiter schneite, konnten eben auch die Gehwege bald nicht mehr geräumt werden.

Selbst Publikationen, denen sonst linke Bauchgefühlpolitik kaum irrational genug sein kann, erschienen amüsiertIm November konnten wir in Stockholm sehen, wohin der Staatsfeminismus führt: ins Schneechaos. Andere Kommentatoren schmunzeln weniger: Von „Schneechaos” war die Rede. Auch viele Gehwege waren interessanterweise nicht geräumt worden. Spitäler füllten sich mit Menschen, die sich bei Stürzen verletzt hatten. Ein Kommentator stellte in der großen bürgerlichen Zeitung „DN” fest, dass just Frauen, darunter seine eigene, die häufigsten Opfer der „feministischen Schneepolitik” wurden: „Hunderte Menschen, vor allem ältere Frauen, liegen mit Brüchen in Krankenhäusern, mit Schmerzen und unsicheren Genesungsaussichten. Die Ältesten werden vielleicht nie wieder gesund und müssen den Rest ihres Lebens im Rollstuhl verbringen.”

Wie so oft bei emotionsgesteuerter Politik, gehen die Befürworter einer "feministischen Regierung" mindestens implizit davon aus, dass wie durch Magie genau jene Konsequenzen ihrer Handlungen eintreten werden, die sie sich wünschen, unabhängig von Naturgesetzen, Kausalität und Psychologie – und nicht die absehbaren Folgen, welche die Experten vorhersagen, besonders, wenn diese Experten "alte weiße Männer" sind. Magische Logik des Gutmenschen: "Eine Handlung, die sich im Moment moralisch anfühlt, muss zwingend zu einem Ergebnis führen, das sich ebenfalls moralisch gut anfühlt."

Die Realität soll sich den Gefühlen beugen

Gefühlsmachtmenschen haben sich durch die populistische Kraft ihres Wunschdenkens in lukrative Machtpositionen gehievt, und sie unterliegen dem für das ganze Land folgenreichen Irrtum, der Rest der Realität würde sich ebenso ihren Gefühlen beugen.

In Schweden werden also die Gehwege zuerst geräumt; es werden Musicfestivals ohne Männer veranstaltet, und so wird im Namen des Feminismus die Geschlechtertrennung des Mittelalters wieder eingeführt; Schüler werden dressiert, "es" statt "er" oder "sie" zu sagen; eine Gewerkschaft richtet ein Beschwerdetelefon ein, wo Frauen sich beschweren können, wenn Männer ihnen etwas erklären ("Mansplaining"), und während Feministinnen einander mit immer absurderen Maßnahmen in der Bekämpfung des "alten weißen Mannes" zu überbieten suchen, weigert sich die tatsächliche Realität stur, der gefühlten Realität zu folgen.

Um es poetisch zu formulieren: Schwedische Feministinnen haben den starken, schützenden Rittern erfolgreich verboten, starke, schützende Ritter zu sein. Weniger erfolgreich waren sie beim Versuch, durch feministische Zaubersprüche auch die bösen Kerle verschwinden zu lassen, vor denen die starken Ritter sie doch schützen sollten.

Weniger poetisch beschreibt etwa der Deutschlandfunk das Land Schweden:

"In Sachen Gleichberechtigung ist es weiter als viele andere europäische Länder, neue Technologien werden dort in Windeseile adaptiert, die Menschen sprechen fast alle sehr gut Englisch. Rote Holzhütten, Astrid-Lindgren-Erzählungen und der niedliche Akzent, den man aus der Werbung kennt, verleihen dem Land außerdem ein unschuldiges Image. Doch wenn heute von Schweden die Rede ist, bestimmen immer häufiger die Worte Kriminalität, Gewalt, Mord den Diskurs."

Im postfeministischen Feminismus ist es Usus, Gewalt von Männern nur dann als solche wahrzunehmen, wenn sie von Weißen ausgeübt wird. Doch selbst Ultrafeministinnen können kaum noch leugnen, dass ein guter Teil der Gewalt in Schweden von Männern aus archaischen, weit südlicheren Kulturen ausgeübt wird.

Selbst spiegel.de schreibt:

"Morde und Gewalt erschüttern seit Monaten Schwedens Großstädte. Die Täter haben oft einen Migrationshintergrund." Man beachte den direkt anschließenden Folgesatz: "Rechtspopulisten könnten bei der Wahl stärkste politische Kraft werden". Dadurch, dass dieser Teaser-Satz nach den vorherigen beiden Sätzen steht, wird eine mögliche Kausalität angedeutet. Die "Rechtspopulisten" werden womöglich stärkste Kraft werden, weil von einigen jener, "die noch nicht so lange in Schweden sind", konkrete Gefahr ausgeht.

Immer mehr Bürger wollen nicht mehr zusehen

Im Text "Eine Abrissbirne schwingt umher in Europa" schrieb ich: Sind ein Viertel der Schweden jetzt "Rechte" geworden (also im modernen, negativen Sinn)? Vielleicht sind auch immer mehr Schweden es einfach nur leid, dass Schießereien so häufig wurden, dass sie nicht einmal mehr in den Nachrichten berichtet werden, und dass in immer mehr Ländern davor gewarnt wird, man möchte bitte keine "schwedischen Verhältnisse" haben. 

Nicht nur schwedischen Feministinnen erscheint das Männliche an sich giftig und gefährlich wie eine Kobra. Also setzten sie an, alles auszurotten, was irgendwie männlich erscheint. Es hatte, ähnlich wie die Kobrajagd der Briten damals, unerwünschte Begleiterscheinungen. Es gibt sehr problematische Folgen des umherhüpfenden Spontanfeminismus. Auf der Jagd nach dem letzten "male gaze" und "gender bias", also eher weichen Feinden, hat man glatt keine Zeit (und wohl auch keinen Mut) gehabt, die tatsächlichen Fälle eines überbordenden Machismo anzugehen.

Immer mehr Bürger des einstigen Vorzeigestaates Schweden wollen nicht mehr zusehen, wie ihr Land zum politisch korrekten Failed State wird. Es gibt viele Gründe, warum ein Staat scheitern kann, und im 21. Jahrhundert kommt der Grund „politische Korrektheit“ hinzu.

Selbst linke Medien erkennen an, dass der abzusehende Wahlerfolg stramm rechter Kräfte wesentlich eine Folge brutalstmöglich scheiternder Integration ist. Hier und da sehen wir erste, bald verhungernde Schwalben der zarten Selbstkritik ("Wir waren zu naiv"), doch insgesamt ist die Linke weit davon entfernt, ihre kausale Rolle bei der Ausbreitung importierter Gewalt und damit mittelbar bei der Stärkung konservativer bis stramm rechter Player anzuerkennen. Die "feministische Regierung" dachte, Schweden müsste an ihrem moralischen Wesen genesen, Schweden will das aber immer weniger. Es wird zum Muster in Europa: Hochmut kommt vor dem Rechtsruck.

Europa lernt – und das gibt Anlass zur Hoffnung

Als die Briten die Kobras von Delhi bekämpfen wollten, gingen sie (ähnlich wie Kommunisten) von blauäugigen Illusionen über das Wesen der menschlichen Seele aus. Als die schwedischen Feministinnen auch die letzten Spuren des Männlichen auszurotten ansetzten, gingen sie von einem absurden Weltbild aus, in das sie sich selbst hineingesteigert hatten. Sie hatten vergessen, dass es gute und zugleich "tough" Männer braucht, um die bösen Männer in Schach zu halten.

Es ist ein Pendel, das in und über Europa schwingt. Nach Jahren zerstörerischen linksgrünen Wahns schwingt es ein nach rechts. Sicher, es macht manchen Angst, wieder deutlich rechte Töne zu hören (und ich bin einer von denen, die schon mal die Augen weit aufreißen und erstarren), doch man muss zugleich zugeben: Im Vergleich zum heute als normal geltenden linksgrünen Suizidalismus ist der reale Rechtsdrall in Europa eher moderat.

Deutschland hatte ehemalige linke Steinewerfer und mindestens einen ehemaligen Kommunisten als Minister. Deutsche Politik hofiert linke Deutschlandhasser. Journalisten, unter anderem beim regierungsnahen TV, sympathisieren öffentlich mit der Antifa und damit implizit mit derem linken Straßenterror. Minister und selbst der deutsche Bundespräsident machen Werbung für Linksextreme, die Gewalt gegen Polizisten propagieren. Das, was in Deutschland und Europa an "rechten" Bewegungen stattfindet, ist im Vergleich zum real existierenden Linksgrüntum noch beruhigend moderat.

Die Briten in Indien haben irgendwann ihren Irrtum anerkannt, und sie hörten damit auf, unbeabsichtigt die Vermehrung der Kobras zu fördern. Ich sehe die Pendelschwünge, und auch ich habe Sorge. Noch größer wäre meine Sorge allerdings, wenn es sie nicht gäbe. Dass es in Europa gerade politisch etwas wild ist, das zeigt vor allem eines: Europa lernt – und das gibt Anlass zur Hoffnung.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf dushanwegner.com.

Dushan Wegner (geb. 1974 in Tschechien, Mag. Philosophie 2008 in Köln) pendelt als Publizist zwischen Berlin, Bayern und den Kanaren. In seinem Buch „Relevante Strukturen“ erklärt Wegner, wie er ethische Vorhersagen trifft und warum Glück immer Ordnung braucht.

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Werner Arning / 07.09.2018

Da passt etwas nicht zusammen. Feministen, die alles Männliche für ausmerzenswert halten, treten dafür ein, dass möglichst viele Vertreter dieser Gattung, die all das bis hin zur Parodie verkörpern, was die Feministen abschaffen wollen, zum Bleiben eingeladen werden. Ist das nicht mehr als widersinnig? Ja, grenzt dieses Verhalten nicht an Wahnsinn? Oder soll da ihre mütterliche Seite zur Geltung kommen? Besteht unter den Feministinnen die Meinung, man könne diese Jungmänner doch alle umerziehen? Man müsse ihnen nur ein gutes Beispiel geben? Sie nur so liebevoll wie möglich willkommenheißen? Sie nur anständig pampern? An die Brust nehmen? Und dann werden sie schon ganz weich? Ganz zart? Ganz ihrerseits liebevoll? Glauben das die Feministinnen? In dem Fall handelte es sich um eine maßlose Selbstüberschätzung. Um maßlose Arroganz, maßlose Naivität. Ja, um versteckten, unterschwelligen Rassismus. Diese Feministen halten sich dann für Übermenschen, für die Neuerfinder und Schaffer eines neuen Wesens. Vielleicht des neuen Mannes? Ist das der Traum der Feministen? Aus Machos liebevolle, weiche Männer zu formen? Harte Schale, weicher Kern? Wären das dann ihre Traummänner? Selbst entworfen? Wäre das der ultimative Akt der Kreation? Was verlangte die Fru des Fischermanns von ihrem Mann ganz am Ende der Geschichte? Schickte sie ihn nicht zum Butt, damit er diesem, obwohl es dem Mann fürchterlich unangenehm war,  den Wunsch der Frau ausrichtet? Wollte sie nicht Gott werden? Zu glauben, Frauen seien die besseren Menschen, ist einer der großen Irrtümer unserer Zeit.

Gabriele Kremmel / 07.09.2018

Die Ursache für den Rechtsruck ist nicht auf die steigende Gewalt durch Migranten oder andere Fehlentwicklungen zurück zu führen sondern auf die Unfähigkeit der Regierungen, die diese Entwicklungen zugelassen und sogar forciert haben. Eine Regierung, die zugeben muss, “naiv” gewesen zu sein hatte offensichtlich nie die Befähigung zum Regieren. Das ist das Problem. Die unhaltbaren Zustände, die sich aus dieser Unfähigkeit ergeben sind nur die Symptome, an denen irgendwann auch der letzte Bürger erkennt, dass das System dysfunktional ist.

Wolfgang Kätzel / 07.09.2018

Das Elend der linksgrünen Faschisten ist, daß es ihnen gelungen ist, ihre kruden Vorstellungen von Moral und Umweltschutz einer breiten Mehrheit der Bevölkerung zu implementieren. Das nahm seinen Anfang in der Koalition von Gas Gerd und Taxifischer. Ab da wurde den Menschen permanent ein schlechtes Gewissen eingeredet. Und nach der Methode steter Tropfen höhlt den Stein, setzte sich das in den Köpfen der Menschen fest. Ab da war es en vogue grün zu sein und jeden Stuß der von den gescheiterten Existenzen verbreitet wurde, zu adaptieren. Das zieht sich mittlerweile durch alle Berufsgruppen und, was fast tödlich ist, auch durch die Justiz. Bei den meisten Urteilen zu jugendlichen Gewalttätern mit Migrationshintergrund, hat man den Eindruck, daß irgendein durchgedrehter Sozialpädagoge oder ein Psychologe seine Hände im Spiel hatte. Die immanente Gewaltberitschaft der meist arabischen Ursprungs kriminellen Täter, wird total ausgeblendet. Ja im Gegenteil sogar noch strafmindernd als Opfer einer Steinzeitkultur ausgelegt. Ich war in meinem Leben immer links und über 20 Jahre SPD-Mitglied. Was jetzt passiert, hat mit dem früheren Linkssein, wo es um Verbesserung der Lebensumstände ging, nichts mehr zu tun. Jetzt sehe ich nur noch die Möglichkeit, zähneknirschend meine Stimme der AfD zu geben, bevor dieses Land den Bach runter geht.

Jan Korbelik / 07.09.2018

Lieber Dushan, Ein bemischer Dank für diese Köstlichkeit. Als Indologe kann ich die Kobra-Geschichte bestätigen, da ich darüber in einem Fachbuch gelesen habe. Leider habe ich nicht die Details bei der Hand :-) Das Polit-Bonzen-Treiben in Europa wird jedenfalls immer lustiger.

Thomas Schmied / 07.09.2018

Ein Faktor bleibt hier unberücksichtigt. Selbst wenn es einen “Rechtsruck” gäbe, selbst einen, der “die Augen weit aufreißen und erstarren” lässt, dann ist es immer noch fragwürdig, ob wir die Folgen der bereits angerichteten Politik jemals wieder vernünftig in den Griff bekommen können. Die vorliegenden Zahlen zur Demografie gelten als irgendwie “rechtspopulistisch”, bleiben von dieser Zuweisung jedoch unbeeinträchtigt stehen. Die Flüchtlingskrise ist zwar offiziell von Union und SPD für beendet erklärt worden, es machen sich aber weiterhin tausende neue Männer auf den Weg nach Deutschland - ob man das “Panikmache” nennt oder nicht. Diese Männer sind von feministischen Vorstellungen gänzlich unbeeinträchtigt, wie der Autor hier richtig schreibt. Die bringen völlig ungefiltertes Brachialmachotum mit nach Deutschland, keine ritterliche Männlichkeit. Ich glaube, dass es ein ernstes gesellschaftliches Problem ist, dass den verunsicherten deutschen Kerlen aberzogen wurde,  “gute und zugleich taffe Männer” zu sein. Integration geschieht viel zu wenig - oder in die falsche Richtung. Statt an der altmodischen europäischen Ritterlichkeit orientieren sich deutsche Jungs zunehmend an eingewanderten morgenländischen Traditionen. Es geht fast überall in Europa um kulturelle Selbstbehauptung. Das ist neu und legitim. “Rechtsruck” ist dafür das falsche Wort, finde ich.

Dr. Roland Stiehler / 07.09.2018

Der Suizidalismus trifft genau auf Deutschland zu. Das ist die richtige Bezeichnung. Auch im 3. Reich gab es ihn schon. Kann man den Naiven klar machen, dass sie suizidal naiv sind? Man muss es immer wieder versuchen. Sarrazin versucht es mit seinem sehr lesenswerten und hilfreichen neuen Buch “Feindliche Übernahme” . Zum ersten Mal bekommt ein Minister öffentlich wahrnehmbar Lob von der AFD für die Einschätzung, dass die Migration die Mutter aller politischen Probleme ist. Er sagt noch nicht das Hereinwinken von Heerscharen moslemisch sozialisierter kampffähiger junger Männer (70 %) . Wenn das kein Fortschritt ist. Die AFD hat immer wieder auf dieses Problem hingewiesen und wurde verteufelt. Es war vorauszusehen, dass die Wende wieder vom Osten ausgehen wird. Die Kirche ist im Osten viel schwächer als im Westen. Damit ist die Sozialromantik und Politikromantik wesentlich schwächer ausgeprägt. Außerdem haben die Ossis eine Diktatur mehr erlebt und erfolgreich abgeschüttelt. Der Osten Europas hat der irrsinnigen nur vermeintlich humanistischen Politik einen Riegel vorgeschoben. Und wieder waren es die Ungarn, die die entscheidenden mutigen Schritte getan haben (Öffnung des Eisernen Vorhangs an ihrer Grenze, Schließung der Grenze ). Sie haben ihren kühlen Kopf bewahrt. Sie wissen, dass es nicht nur eine Gesinnungsethik, sondern für das politische Erwachsensein eine Verantwortungsethik gibt. Das Schwerste wird sein, die dümmlichen Schwätzer von den Medienschaltstellen fernzuhalten, denn durch sie kann sich die gegenwärtige Regierung noch mit Ihrer verhängnisvollen Deutschland- und Europapolitik und vieles mehr halten.

Frank Volkmar / 07.09.2018

Die Schweden müssen krank sein, denn es geht ihnen doch so gut ! Das Unverständnis über den Rechtsschwenk in Schweden war heute früh im DLF deutlichst zu vernehmen. Wenn man sich ein paar you tube videos von Jordan Peterson ansieht und hört, ist dies aber nur das herüberschwappen einer Welle aus Nordamerika, vor allem aus Kanada. Deshalb gehe ich davon aus, das diese Themen auch hierzulande in Kürze verstärkt auf der Tagesordnung stehen werden. Die SPD mit Frau Özoguz hat ja schon vorgelegt mit ihrem Migrationspapier zur Teilhabe am Haben und Sagen

Hans Peter Schlatner / 07.09.2018

Danke Herr Wegner, selten herzlich gelacht ... weil es die anderen betrifft ... hatte dann aber plötzlich auch Angstgefühle. Und wenn irgendwann der Staatsfeminismus darin mündet, dass auch die Männer Kinder kriegen müssen und das dann aber doch nicht funktioniert, na dann sagen die Frauen: Ätsch, kriegen wir halt auch keine mehr. Unsere neuen Gäste (auf Staatskosten) sehen das ganz anders. Menschlich mögen man ihnen verzeihen - denn sie sind in ihrer geschichtlichen Entwicklung noch nicht dort angelangt gewesen bevor sie zu uns kamen. Aber dadurch werden sie rein rechnerisch uns irgendwann “ersetzen”. Und die “Mutter aller Probleme”  ist nicht Frau Merkel, sondern (ohne persönlich zu werden) ist, dass keine richtige Mutter bei uns an der Spitze steht. Nicht die hereinströmenden muslimischen Ausländer sind das ursprüngliche Problem, sondern, dass es bei uns zu wenige Kinder gibt, um den Staat am Laufen zu halten. Und nur daraus und an der Bevölkerungsexplosion in “anderen” Teilen dieser Erde, resultieren diese Probleme. Und, wenn wir schon bei Kausalketten sind, Die Urgroßmutter der Probleme ist die moderne, soziale Wohlstandsgesellschaft. Und die Steigerung ist die mit einem “Generationen-Vertrag (Rente)”, welcher dazu führt, dass keiner mehr dafür verantwortlich ist bzw. zur Verantworten gezogen werden kann. Warum sollen WIR Kinder bekommen. Unsere Renten müssen doch irgendwelche (anderen) Leute in 40 Jahren bezahlen. Mir geht es doch (finanziell) auch so gut ... Familie gründen ... wozu?!  Später (wenn man keine Kinder mehr bekommen kann) merkt man dann, dass man nun mal mit einem Hund nicht richtig quatschen kann ... DUMM GELAUFEN!

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Dushan Wegner, Gastautor / 16.01.2024 / 06:25 / 109

Unwort des Jahres 2013 bis 2023 – vielsagend!

These: Das „Unwort des Jahres" ist ein genialer, subversiver Akt, der ein wichtiges Thema einer breiten Öffentlichkeit näherbringt. Man kämpft mit Mitteln der Propaganda gegen diese.…/ mehr

Dushan Wegner, Gastautor / 21.11.2023 / 06:00 / 149

Lauterbachs Märchen vom leistungslosen Erbe

Lauterbach nennt Erbe "leistungslos". Deine Lebensleistung soll nicht deinen Kindern gehören. Die deutsche Regierung verachtet die Deutschen inzwischen offen. Das müssen wir als Wahrheit akzeptieren…/ mehr

Dushan Wegner, Gastautor / 16.11.2023 / 14:00 / 43

Nein, die Tagesschau hat sich nicht entschuldigt!

Die Tagesschau dementiert, sie habe sich für Lügen entschuldigt. Es geht um eine satirische Parodie, die auf Querdenker-Demos gespielt wurde. Diese Reaktion auf Satire ist…/ mehr

Dushan Wegner, Gastautor / 21.09.2023 / 14:00 / 47

Russell Brand soll weg

Der im angelsächsischen Sprachraum supererfolgreiche Comedian und Blogger Russell Brand spricht störende Wahrheiten über Covid aus, und er hat viel Publikum. Prompt werden „anonyme“ Vergewaltigungsvorwürfe…/ mehr

Dushan Wegner, Gastautor / 18.08.2023 / 06:15 / 92

Zugeben, wenn es kein Zurück mehr gibt

In der ARD wird plötzlich über Skandale rund um den mRNA-Impfstoff berichtet, so über die Affäre von der Leyen (EU) und Albert Bourla (Pfizer). Während…/ mehr

Dushan Wegner, Gastautor / 13.08.2023 / 10:00 / 74

Staatsfunk will das Framing-Monopol

Die ARD bestellt ein Framing-Manual, man gibt Empfehlungen zur Klimasprache und dergleichen – aber „Zwangsgebühr“ findet man doof, weil es ein „geframter Begriff“ sei. Oha! Die sind…/ mehr

Dushan Wegner, Gastautor / 26.05.2023 / 16:00 / 25

Wie viele Schwalben machen einen Sommer?

Ob Freispruch für Bhakdi oder Razzia bei Klimaklebern: „Schwalben der Hoffnung“. Dann hören wir aber von Plänen zur „Klima-Stasi“ der Grüntotalitären, und wir ahnen: Die Eiszeit…/ mehr

Dushan Wegner, Gastautor / 14.05.2023 / 16:00 / 16

Drosten und sein West-Nil-Elefant

Deutschlands Starvirologe macht gerade aus einem Mückenvirus einen Elefanten. Es ist wie bei der Geschichte mit dem „Jungen, der ‚Wolf!‘ rief“, obwohl keiner da ist. Beim ersten Mal schenken…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com