Eine Generation von Mehrwertfressern, die von Subventionen lebt, schafft für die übernächste Generation gar nichts: keine Arbeitsplätze, keine Fachkräfte und keinen industriellen Fortschritt.
„Schutz künftiger Generationen“ – mit dieser Phrase legitimiert die grün-gläubige Bewegung die Zerstörung der Autoindustrie, der Kohlekraftwerke, der Kernkraftwerke; ideologische Steuererhöhungen auf Benzin, Diesel, Kohle, Gas; die Zerstörung von hochqualifizierter Industrie und Forschung – und die Zerstörung der Natur durch „Windparks“. In der italienischen Zeitung La Repubblica wirbt ein Stromkonzern mit dem Bild einer jungen, sommerlich gekleideten Frau, deren Haare und deren Rock im Wind wehen. Fröhlich wirft sie ihren Strohhut in den blauen Himmel, in die Richtung von zwei weißen Windrädern – ein optimistisches Bild. (Nur böswillige, verbohrte, hasserfüllte Kritiker stellen sich vor, dass gleich das Windrad den Strohhut zerschreddern wird.) Dazu der Text: „Nachhaltigkeit ist ein Wind, der niemals aufhört.“
Damit die jungen Leute der nächsten Generation auch so optimistisch werden, vergab die Regierung Merkel Milliarden an Subventionen für die grün-gläubige Bewegung, an die Interessenverbände, die sich „Nichtregierungsorganisationen“ und „Zivilgesellschaft“ nennen, aber unzivil Milliarden Regierungsgelder einstecken. Die Regierung Scholz setzt das fort und schützt die künftige Generation vor allem als künftige Wählerinnen und Wähler, indem sie noch mehr Posten, Quoten und Staatsknete für Gleichgesinnte schafft und das Wahlrecht bereits den 16-Jährigen gibt. Sie nennt das „Politik des Fortschritts“, früher nannte man das Klientelpolitik. Die nächste Generation, soweit sie an die Fleischtöpfe kommt, wird sich geschützt fühlen. Die Kulturschaffenden werden speziell von einem ganz in Weiß gekleideten weiblichen Schutzengel behütet. Soweit sie „Geflüchtete“ sagen, gendern und die Überschwemmung im Ahrtal auf die Erderhitzung zurückführen, erhalten sie Subventionen.
Aber eine Generation von Mehrwert-Verspeisern, die von Subventionen lebt, schafft für die übernächste Generation gar nichts: keine Arbeitsplätze, keine qualifizierten Ausbildungs-Institutionen, keine Fachkräfte und keinen industriellen Fortschritt – es sei denn, man hält ein Windrad für ein Industrieprodukt, mit dem Deutschland mit China konkurrieren kann. Wenn Außenministerin Baerbock mit einer Delegation von Windrad-Industriellen zu Herrn Xi reist, wird jener wohl sein feines Lächeln aufsetzen.
Leider gehen der grün-gläubigen Regierung irgendwann die Subventionsgelder aus, dann ist auch die Generation der Mehrwertfresser pleite, und damit ist dann auch der Schutz der übernächsten Generation dahin. Auch dafür findet sich in der genannten italienischen Zeitung ein Bild. Es soll die Flüchtigkeit von Sinneswahrnehmungen illustrieren, ist jedoch zugleich ein Sinnbild dafür, was die übernächste Generation erwartet: Das Bild zeigt eine Hand, die ein Häuflein Sand in den blauen Himmel hält. Der Sand zerrinnt ihr zwischen den Fingern, und der Wind weht ihn davon.
Dieter Prokop ist Professor em. für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Er schrieb mehrere Bücher über Europa. Sein neuestes Buch zur Europawahl heißt „Europas Wahl zwischen Rhetorik und Realität.“
Beitragsbild: Sandra Flickr CC BY 2.0 via Wikimedia Commons
Bis 18 Jahre fallen Jugendliche unter das Jugendschutzgesetz. Jetzt sollen schon 16 Jährige wählen?
Es wird frei durcheinander von Erderwärmung (neuerdings Erhitzung) und Klimaerwärmung (neuerdings Erhitzung) gesprochen, obwohl das zwei Paar Schuhe sind, die sich in der Ursache nicht mal ähnlich sind. Wie bei der Pandemie wo im Ungefähren bleibend immer von „Corona“ die Rede ist. Ich bin und bleibe ein Freund der genauen Sprache. Darauf wurde zu der Zeit als die heutigen „alten bösen Männer“ geschult wurden viel Wert gelegt. „Mensch, willst im Unendlichen Dich finden, musst erst Unterscheiden und dann verbinden“ pflegte mein Deutschlehrer zu sagen. Wohlan…
„You’ll own nothing…“ und nicht „We’ll own nothing…“. Warum ist das eigentlich so schwer zu verstehen?
So ist der Sozialismus. Besser: so war der Sozialismus, den niemand je „richtig“ gemacht hat. Unsere jetzige Führungscrew weiß natürlich, wie es korrekt gehandhabt werden muss. Und das ziehen sie nun durch. Egal was kommt. Hauptsache, sie selbst sind versorgt und ihre Gesinnungsgenossen ebenfalls ein bisschen. „Zukunft“ dient nur als Floskel, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Die eigentliche Zukunft ist ihnen vollkommen egal.
Weil wir gerade bei der Zukunft sind, schaut euch mal den deutschen Film „Endjährig“ an, wurde Ende 2019 produziert, 3 Monate vor Ausbruch der Panikdemie, aber erst im November 2021 im ZDF ausgestrahlt, gibt es noch in der ZDF-Mediathek. Kurze Inhaltsangabe:„Deutschland um 2050. Karl arbeitet in einer Kreisleitstelle des BJD, “Bündnis Jungbrunnen Deutschland„, das die Macht im Staat übernommen hat. Es hat sich der radikalen Verjüngung des überalterten Landes verschrieben. Karl berät junge Paare bei der massiv geförderten Familienplanung. Das ist die scheinbar schöne Seite der neuen Politik. Die Kehrseite sind immer drastischere Kürzungen von Renten und Sozialleistungen für alte Menschen. Kosten für Medikamente oder Operationen werden kaum noch übernommen, Sterbehilfe funktioniert beinahe auf Zuruf. Je älter ein Mensch wird, desto weniger ist er wert für das verarmte und desolate Land“. Achtung Triggerwarnung, könnte Teile der Seher verunsichern.
Kondratjew war ein sowjetischer Wirtschaftswissenschaftler und gilt als einer der ersten Vertreter der zyklischen Konjunkturtheorie (Kondratjew-Zyklen). Nachdem er die wirtschaftlichen Probleme der Sowjetunion vorhergesagt hatte, wurde Nikolai Kondratjew im Zuge der „Großen Säuberung“ unter Stalin in den Jahren 1936 bis 1938 nach acht Jahren Haft schließlich am 17. September 1938 von einem Militärtribunal zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tag erschossen.
„Sie bauen ein Schloß. Aus Katzenstreu. Gebraucht.“ Mein Lieblingstweet von Bartzissey.