An der Oberschule von Schleife, einer deutsch-sorbischen Gemeinde im Landkreis Görlitz, hatten zwei Queer-Gender-Aktivisten bekanntlich im Unterricht nicht-jugendfreie Fotos verbreitet. Achgut hatte hier, hier und hier über den Vorfall berichtet. Nun erfuhr der Autor, dass offenbar auch die Windkraft-Lobby die Schüler dieser Schule ungestört indoktrinieren durfte.
In der Nähe von Schleife möchte u.a. das Unternehmen enercity zahlreiche Windkraft-Anlagen errichten. Das gesamte Projekt ist in der Gemeinde hoch umstritten und das Thema Windkraft damit ein äußerst sensibles Politikum. Dieser Umstand dürfte auch dem Direktor der Schleifer Oberschule nicht entgangen sein. Deshalb war es schon bemerkenswert, als im Jahr 2024 an seiner Schule ein sogenannter Namenswettbewerb stattfand. Für eben dieses hochumstrittene Projekt sollten die Schüler einen schönen Namen finden. Offenbar nahmen sechs Klassen an dem sogenannten Wettbewerb teil. Vom 29.8.2024 bis 1.9.2024 ging die Klasse 6a, die als Klasse 5a vor den Ferien den Hauptpreis gewonnen hatte, dann auf Klassenfahrt zum Windkraft-Unternehmen enercity. Hauptpreis weil: Die Schüler hatten sich angeblich den Namen „Romus“ ausgedacht. Das Akronym für Rohne-Mulkwitz-Schleife ist inzwischen auch der offizielle Name des umstrittenen Projekts. Tolle Image-Werbung für ein unpopuläres Vorhaben, könnte man denken, doch dafür ist eine öffentliche Schule eindeutig der falsche Ort.
Völlig ungeklärt ist, wer den „Wettbewerb“ wann organisiert hatte. Angeblich soll der Bürgermeister von Schleife, Jörg Funda (CDU), höchstpersönlich in die Schule gegangen sein und die Werbetrommel gerührt haben, wie es mehrere Augenzeugen berichteten. Eine Anfrage des Autors hat Herr Funda, offenbar Befürworter der Windenergie, bis heute nicht beanwortet. Darin heißt es u.a.:
„Sehr geehrter Herr Funda,
28 Schüler einer 6. Klasse der OS Schleife führten offenbar im vergangenen Schuljahr eine Klassenfahrt zu einem Windpark durch. Die unverpixelten Bilder sind auf der beigefügte Webseite ersichtlich.
Zum o.g. Vorgang habe ich folgende Fragen:
- Ist es richtig, dass es ein Preisausschreiben an o.g. Schule zum Thema Windkraft gab?
- Ist es richtig, dass es um die Namensfindung für ein örtliches Windkraftprojekt ging?
- Ist es richtig, dass Sie als Bürgermeister von Schleife persönlich in der Schule waren und in den 5. bis 7. Klassen das Preisausschreiben vorgestellt haben? Wann genau war das?
- Haben Sie Kenntnis, wer die Reise bezahlt hatte? Das Windkraft-Unternehmen?
Vielleicht ist die Anfrage auch nicht angekommen. Ich schicke sie noch einmal ab.
Firma zahlt Werbe-Klassenfahrt zum Windpark, auch für Schulleiter
Während Bürgermeister Funda weiter in Deckung bleibt und möglicherweise noch in seinen Erinnerungslücken sucht, hat das Unternehmen enercity geantwortet. Es teilte dem Autor mit:
„enercity Erneuerbare hat die Kosten für die Schulfahrt nach Norddeutschland im Zuge des Gewinns eines Schulwettbewerbs übernommen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht zur Höhe der Kosten äußern werden.“
Komischerweise waren die Fotos nach der Anfrage von der Website verschwunden. Upps, keine Fotoerlaubnis vorhanden? Zu sehen ist nur noch ein Foto mit Kindern, die von einem Windrad herunter winken. Die Windkraft-Propaganda-Klassenfahrt wird auf der o.g. Website in schönsten Tönen beschrieben:
„Im Frühjahr diesen Jahres gewann die Klasse 6b der Oberschule Schleife den Namenswettbewerb für unser Großprojekt im Bereich erneuerbare Energien in der Gemeinde Schleife und erhielt die Gelegenheit, an einer spannenden Projektausfahrt teilzunehmen.
Unter fachkundiger Anleitung erfuhren die 28 Schüler gemeinsam mit ihrem Schulleiter, der Klassenlehrerin und zwei Erziehungsberechtigten alles Wissenswerte über die Bedeutung erneuerbarer Energien. Von der Funktionsweise der Windkraftanlagen bis hin zur Integration von Windenergie in den Alltag eröffnete sich den jungen Besuchern eine spannende Welt nachhaltiger Technologien.
Der Tag begann mit einer informativen Führung durch die Besucheranlage im Windpark Holtriem. Nach der Führung genossen alle gemeinsam eine erfrischende Runde Eis und den Schülern wurden als Erinnerung an diesen besonderen Tag Goodie-Bags überreicht. Es war eine Freude zu sehen, wie die Schüler begeistert die Welt der erneuerbaren Energien erkundeten und ein tieferes Verständnis für deren Bedeutung in unserer Zukunft entwickelten.“
ROMUS Energie & Innovation ist im Grunde ein Interessen-Zusammenschluss der Unternehmen, die den Windkraft-Ausbau bei Schleife vorantreiben. Aber Achtung, wer E-Mails an die auf der Website angegebene E-Mail-Adresse schickt, bekommt sie „nicht zustellbar“ zurück.
Mit dieser Windrad-Klassenfahrt wurden die Kinder indoktriniert, die Schule hat ihre Neutralitätspflicht gröblichst verletzt, und dafür ist der Schulleiter verantwortlich. Das sehen nicht nur Windpark-Gegner unter den Eltern der eingeladenen Schüler so.
Disziplinar-Verfahren gegen den Schulleiter
Wie die Schulaufsichtsbehörde, also das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB), dem Autor schriftlich mitteilte, ist die gesponserte Klassenfahrt Gegenstand von internen Ermittlungen. Schriftlich teilte die Behörde mit:
„Da gegen den betreffenden Schulleiter derzeit ein Disziplinarverfahren anhängig ist, können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht alle Fragen abschließend beantwortet werden. Bis zum Abschluss des Verfahrens und einer rechtskräftigen Entscheidung gilt der Grundsatz der Unschuldsvermutung.“
Das LaSuB bestätigte auch, dass die Klassenfahrt Ende August / Anfang September 2024 stattfand und dass es um einen Wettbewerb zur Namensfindung und um ein örtliches Windkraftprojekt ging.
Porno-Fotos, queere Gender-Aktivisten, die mit Pronomen angeredet werden möchten und Schleife als Fascholand bezeichen – vorher durfte sich die Windrad-Lobby an der Schule austoben. All diese Vorgänge sind Beispiele und Symbole für die ideologische Übergriffigkeit, die an unseren Schulen stattfindet. Schleife ist kein Einzelfall. Man fragt sich: Warum machen Pädagogen das überhaupt mit? Früher in der DDR hat sich jeder zu Recht über das Propaganda-Schulfach „Staatsbürgerkunde“ aufgeregt. Haben wir heute an unseren Schulen Links-Grün-Nonbinär-Gender-Ideologie-Erneuerbare-Energien-Klima-Weltrettungs-Kunde?
Beitragsbild: Montage Achgut.com/Z22 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Im Lichte Technologie-offener Bildung wäre in diesem Jahr ein Ausflug unter Tage angebracht.
Nach Asse II z.B., da sollen ja ab 2033, halt nein, ab 2039 viele neue Top-Arbeitsplätze entstehen.
Als Thema für einen Klassenwettbewerb böte sich an, „Wohin mit den Fässern?“
Und wenn dann noch Stars der Szene wie Haferburg oder Vahrenholt die Untertage-Führung leiten würden …!
Der eigentliche Skandal ist doch, dass die 6a verreisen durfte, wo doch die 6b gewonnen hatte!
@ Bernhard Piosczyk
Die Schulpflicht abzuschaffen, finde ich nicht so gut, aber die Pflicht, in die Schule gehen zu müssen, sollte vielleicht abgeschafft werden. Dann könnte man bestimmte Dinge zu Hause lehren und hinterfragen.
Berliner Gymnasium:
Lehrer bekennt sich offen dazu, Fridays for Future Anhänger und Förderer zu sein. Dies thematisiert er auch in seinem Unterricht.
Widerspruch, auch nüchtern sachlicher Natur oder kritische Nachfragen, werden mit schlechten Noten im Keim erstickt.
Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Funktioniert auch bei Windkraft-Lobbyismus so. Vermutlich hält der Schuldirektor, dessen Tage in Schleife gezählt sein dürften, das öffentlich-rechtliche Fernsehen für eine objektive Informationsquelle. Die halbe Republik besteht aus Indoktrinationsopfern.
L. Luhmann / 22.04.2026
@Bernhard Büter / „22.04.2026
In NRW geht es ähnlich “wüst„ zu.
Mein Freund hatte über Ostern vier Jungs aus Steinfurt zu Besuch (14/15 Jahre).
Die müssen ihre grünverstrahlte “Lehrerin„ im Unterricht per Deppendeutsch mit “ES„ anreden. (…)“ – Man muß auch das positive sehen: „ES kann mich am Arsch lecken“ wäre folgenlos.
@Oliver Beck: Nun, immerhin gibt es derzeit ein Disziplinarverfahren gegen den Schulleiter, wie ja aus dem Artikel hervorgeht. Die Behörde wird sich schon etwas dabei gedacht haben.