Wolfgang Röhl / 12.02.2014 / 13:57 / 2 / Seite ausdrucken

Schock in Ökokuckucksheim

Warum es einem hessischen „Öko-Energiedorf“ vor einer geplanten „Ökostromautobahn“ graut: „Bis Ende des Jahres will Wolfhagen zu 100 Prozent mit eigenem Öko-Strom versorgt sein, zwei Drittel davon durch Wind, der Rest Sonne und Biogas. Am Rödeser Berg, einem herrlichen Waldgebiet nahe der Stadt, sind im Januar die ersten Fichten, Kiefern und Buchen gefallen für den geplanten Windpark. Ohne Widerstand ging das nicht über die Bühne. Doch mit dem Argument, Öko-Energie vor Ort, lokal produziert, sei die einzige Antwort auf den Klimawandel, hatte Schaake viele Bürger überzeugt. Beim Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums zur “Energieeffizienten Stadt” war Wolfhagen einer von nur fünf Gewinnern. Jetzt bangt der Bürgermeister um die Akzeptanz: “Die Trasse passt nicht zu unserer Philosophie der dezentralen Energiegewinnung”, sagt er.”
http://www.welt.de/politik/deutschland/article124760857/Missglueckter-Start-fuer-die-Stromtrasse-auf-dem-Land.html

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Leserpost

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Florian Hillen / 12.02.2014

Schade, in so einem autarken Dorf würden dann ja auch mal Ökos dumm aus der Wäsche schauen. Naja, macht nix. Vielleicht beim nächsten Mal.

Wolfgang Kessler / 12.02.2014

Tja, wer A sagt, muss auch B sagen. Ich könnte die Aufregung verstehen, wenn man sich seitens der Gemeinde gegen die Aufstellung von Windrädern ausgesprochen hat, und nun diese Trasse vor die Nase gesetzt bekommt. Aber man möchte einen schönen Windpark, müffelnde Biogasanlagen und einen bizarren Kollektorenverhau auf jedem Dach, um das Weltklima zu retten. Die Trasse gibt es dann eben als Hintergrundkulisse noch dazu. Wenn schon Energiewende, dann aber mit allem Drum und Dran.

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