Es ist ein auffällige, fast schon programmatische Zurückhaltung, die sich über die deutschen Leitmedien legt: Während auf Frankreichs Straßen zeitgleich an über 70 Orten Tumulte toben, Schulen brennen und die Republik im Chaos versinkt, wirkt die Berichterstattung hierzulande spürbar dosiert. Die Absicht dahinter scheint klar: Dem deutschen Bürger sollen diese Bilder der Eskalation erspart bleiben, um bloß niemanden auf „dumme Gedanken“ zu bringen.
Diese mediale Deeskalationsstrategie versucht vielleicht auch zu vertuschen, dass die strukturellen Zutaten für solche soziale Entladungen in Deutschland längst vorhanden sind. Doch während Frankreich brennt, zeigt sich in Deutschland ein Phänomen der politischen Lähmung durch ideologische Verengung, das zumindest vorläufig eine unmittelbare Revolte blockiert.
Der aktuelle Schüleraufstand in Frankreich entzündete sich an einem massiven Sparkurs, legt aber im Kern ein marodes Bildungssystem offen. Baufällige Schulgebäude, chronischer Lehrermangel und überfüllte Klassen treiben die Jugendlichen auf die Straße.
Das Pulverfass im Klassenzimmer: Marode Systeme im Vergleich
Die Berichte deutscher Bildungsgewerkschaften lesen sich kaum anders. Der Sanierungsstau geht in die Milliarden, Tausende Stellen sind unbesetzt. Während sich der Frust in Frankreich jedoch in militanten Straßenprotesten entlädt, bleibt die Reaktion in Deutschland bislang auf geordnete Proteste beschränkt. Die Zündschnur ist hierzulande schlicht länger, weil der Wohlfahrtsstaat die ärgste Not noch abfedert.
Ein entscheidender Grund, warum es in Deutschland trotz ähnlicher Probleme nicht zu flächendeckenden sozialen Revolten kommt, liegt aber auch in der inneren Verfassung der deutschen Protestlandschaft. Während sich in Frankreich eine breite Front gegen die reale Wirtschaftspolitik des Staates formiert, hat sich die deutsche Linke in eine ideologischen Sackgasse manövriert.
Das Mobilisierungspotenzial der Straße wird im linken und linksradikalen Spektrum fast vollständig von globalen Narrativen dominiert. Anstelle von Protesten gegen den realen Verfall der eigenen Schulen, die kaputte Infrastruktur oder die Belastungen der eigenen Bevölkerung operieren diese Gruppierungen primär unter dem allgegenwärtigen Slogan „Free Palestine“. Diese obsessive thematische Verengung engt den Diskurs so massiv ein, dass drängende, alltägliche Probleme des eigenen Landes schlicht keinen Platz mehr finden. Der innenpolitische Frust wird nicht kanalisiert, sondern für geopolitische Richtungskämpfe instrumentalisiert.
Berlin als Kulisse für die Generalprobe?
Das bedeutet jedoch nicht, dass das Gewaltpotenzial geringer ist. Im Gegenteil: Die deutsche Protest- und Bundeshauptstadt Berlin zieht gewaltbereite linke und linksradikale Gruppierungen magisch an. Die Sorge wächst, dass diese Milieus die aufgeheizte gesellschaftliche Stimmung nutzen, um Berlin als Probe-Labor für neuer Protestformen zu missbrauchen.
Hier droht eine neue Qualität der Gewalt: Gut organisierte, militante Netzwerke, die im Windschatten internationaler Konflikte agieren, könnten die Schwachstellen des Staates austesten. Wenn die ohnehin strapazierte Integrations- und Sozialstruktur in den Ballungsräumen weiter erodiert, könnten diese Gruppierungen bereitstehen.
Die Annahme, man könne die Bevölkerung vor Zuständen wie im Nachbarland „schützen“, indem man die Berichterstattung herunterfährt, ist ein gefährlicher Trugschluss. Die Probleme – vom kollabierenden Bildungssystem bis hin zu den ungelösten Integrationsdefiziten – verschwinden nicht durch das Ausblenden von Bildern. Frankreich zeigt im Zeitraffer, was passiert, wenn staatliche Institutionen die Kontrolle verlieren.
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Sehr geehrter Herr Dener, ein Bekannter prägte den Spruch: „Ohne Geld keine Macht!“ Die NGO’S und der Antifa von Steuergeldern abschneiden und die Revolution ist schnell zu Ende. Nichts desto Trotz, für jeden Mist ist Geld da, nur nicht für Schulen, Schwimmhallen, Sporthallen und andere Dinge, die früher völlig normal waren. Wir si d falsch abgebogen und das mehr als einmal.
Mfg
Nico Schmidt
Nachtrag. WELT brachte es soeben: auf einer Seite relativ friedliche Schüler mit Transparenten und nachvollziehbaren Forderungen, auf der anderen Seite die üblichen Verdächtigen, sprich gewaltbereite linksextreme Erwachsene, und – wie könnte anders ein? – Palestina-Sympathisanten und Islamisten. Und letztere kennen kein Pardon: Steine, Knüppel und was die Strasse sonst noch so hergibt. Noch Fragen?
Es scheint normal geworden zu sein, dass die Medien es sich zur höchsten Aufgabe gemacht haben, die Bevölkerung im Sinne des Parteienmainstream zu manipulieren. Jedenfalls hat man den Eindruck, wenn man diesen Artikel liest, der sich nicht mal mehr im Ansatz darüber empört.
Der Islam gehört nicht zu Deutschland.
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Der Aufstand hat vielleicht als Schülerprotest begonnen, ist dann aber unbeschreiblich eskaliert. In Frankreich demonstrieren jetzt junge, meist islamglaeubige Migranten und Linke ihre Macht. Und warum nicht Deutschland?
Weil die Menge an jungen Migranten noch nicht die Schwelle erreicht hat, bei der sich die Migranten, und natürlich auch bei uns die Linken, sicher sein können, die Strassen zu beherrschen. Zudem hat in Deutschland der Kampf gegen Rechts für viele Linke noch Vorrang. Aber das wird sich ändern, Berlin steht im Fokus, und die gesichert linksextremen Kartellparteien werden es zusammen mit kriminellen Clans und islamglaeubigen Judenhassern bald richtig „krachen“ lassen.
Beginnt am Ende jetzt das „große Schlachten“, wie es Akif Pirinci vor Jahren prophezeite? Und falls ja, wie lange dauert es noch, bis es hier angekommen sein wird?
Einfach nur Schülerproteste???
Tichys Einblick von heute schreibt in einem Artikel (Autor: Sofia Taxidis), dass die Schülerproteste inzwischen von anderen, „die definitiv nicht zu unserer Schule gehören“ gekapert worden seien, von Menschen, die vielfach vermummt auftreten. Vieles deutet laut diesem Artikel darauf hin, dass es gewaltbereite französische Unterstützer der franzöischen Linkspartei, LFI, zusammen mit jungen Einwanderern sind („Marodierende johlende Gruppen mit klar erkennbarem migrantischem Hintergrund (Maghreb und Subsahara) wanderten von einem Gymnasium zum nächsten“), die die Schulproteste ausnützen, um mal so richtig Gewalt gegen die Obrigkeit zu machen.
Wenn das stimmt (und das glaube ich, bis ich glaubwürdige andere Information erhalte) sind es zunehmende einheimische Gewaltbereitschaft und Einwanderung aus gewaltaffineren Kulturen, die hier Bürgerkriegspotential entwickeln. Diese Mischung gewinnt auch in Deutschland an Gewicht.