Ich habe Frank Schirrmachers neues Buch bisher nicht gekauft, weil ich – offen gesagt – Angst vor der Lektüre habe. Allein was ich über „Ego. Das Spiel des Lebens“ gelesen habe, hat mich tief erschreckt. Gerate ich wirklich immer mehr in der Hand von „Big Data“? Bin ich bald nicht mehr Herr meiner selbst? Ein Sklave fremder Mächte, die sich als Märkte tarnen? Opfer eines allgemeinen, auch meines eigenen rücksichtslosen Ego-Wahns?
Unruhig blicke ich, Schirrmachers Warnung folgend, hinter mich, um festzustellen, ob „Nummer zwei“, mein digitaler Gegenspieler und alter ego, sich bereits in meinem Haus breitgemacht hat. Vielleicht hat er mich, wie ein extraterrestrischer Körperfresser, schon von innen unterwandert? Bin ich überhaupt noch „Nummer eins“ oder hat mich „Nummer zwei“ inzwischen von meiner Pole Position als eigenständige Person verdrängt?
Was mich daran so erschreckt, ist die Tatsache, dass ich gerade erst eine andere Geschichte gelesen habe, die belegt, dass wir Menschen nur Marionetten sind, zur bloßen Nützlichkeit verdammte Wesen. Und das schon seit Jahrtausenden. Eingeweihte Archäologen und Ufo-Forscher wissen schon lange, dass es bereits vor Urzeiten etwas gab, das uns geformt und fremdbestimmt hat. Es hieß nicht „Big Data“ sondern „Annunaki“. Die Annunaki kamen aus dem Weltall auf die Erde herab, göttergleiche Wesen auf der Suche nach Gold und Arbeitssklaven. Sie fanden die damaligen Urmenschen zu blöd. Also schufen sie uns Sapiense durch genetische Manipulation, wahrscheinlich in Vitro, als eine Mischung aus Urmensch und göttlichen Annunaki. Wir sind, so scheint es, seit je her nichts anderes als eine manipulierte Sklavenrasse.
Kenner entnehmen das alles den altsumerischen Schöpfungsmythen (Gilgamesch) und den megalithischen Bauten im Zweistromland. Auch die biblische Schöpfungsgeschichte spiegelt dies wieder. Die Schaffung von Adam und Eva (Rippe!) hat eindeutig genmanipulativen Charakter. Dass die Menschen von den Annunaki in sklavischer Dummheit gehalten werden, zeigt das biblische Verbot, vom Baum der Erkenntnis zu speisen. Und entgegen anderslautender Darstellungen soll Moses die zehn Gebote direkt von den göttlichen Außerirdischen empfangen haben, und zwar bei einem Besuch in einem ihrer Raumschiffe. Ein weiterer Beleg unserer ferngesteuerten Unfreiheit.
Und nun lese ich zu meinem Entsetzen, dass wir obendrein auch noch zu Sklaven des digitalen Fortschritts gemacht werden. Zu Sklaven von „Big Data“.
Ich will nicht behaupten, dass zwischen Big Data und den Annunaki ein Zusammenhang besteht. Wahrscheinlich haben wir es in der Tat mit einem neuen Phänomen der Fremdbestimmung, einer neuen, erst durch Digi High Tech entstandenen Gefahr zu tun. Aber wissen wir das genau? Was, wenn wir in Wirklichkeit einem langfristigen Plan der Annunaki folgen? Wenn wir uns als scheinbar moderne Sklaven von „Big Data“ nur in einer aktualisierten Variante der Annunaki-Welt bewegen? In einer uralten Welt, in der sich höhere Mächte gegen uns verschworen und uns in eine uneigene, ent-ichte Existenz geworfen haben?
Ich weiß es nicht. Ich weiß nur dies: Nach den schrecklichen Informationen, die ich – zugegebenermaßen etwas verspätet - über die Annunaki erhalten habe, kann ich vorerst keine weitere Schreckensnachricht verkraften. Der kompletten Lektüre des Big-Data-Schocks muss ich mich bis auf Weiteres verweigern. Denn wenn ich nicht aufpasse, droht mir ein Horror-Burn-Out. Überhaupt, die Sache mit dem Burn-Out – aber das ist eine andere Geschichte.