Von Jana Frey.
Ich bin so links, wie ich es immer war. 1987 wie 2025. Nur zählt mein „Links“ heute nicht mehr. Es macht mich fassungslos und sprachlos. Die Menschen in meinem Umfeld sehen mich nun immer öfter als eine Rechte.
„Wenn sie jetzt ganz unverhohlen wieder Nazi-Lieder johlen, über Juden Witze machen, über Menschenrechte lachen, wenn sie dann in lauten Tönen saufend ihrer Dummheit frönen, denn am Deutschen hinterm Tresen muß nun mal die Welt genesen – dann steh auf und misch dich ein: Sage nein!…“
Das sang Konstantin Wecker 1978, ich war damals neun Jahre alt, und Konstantin Wecker war seit meiner Kindheit ein fester Bestandteil meines Lebens. Ich kenne bis heute alle seine Songs, kann sie mitsingen, war auf vielen seiner Konzerte, bekomme bei Liedern wie „Sage nein!“ und „Willy“ immer noch eine Gänsehaut. Die 1970er und die 1980er Jahre waren meine Kindheit und meine Jugend. Ostermärsche, Demos gegen Rechts, gegen Atomkraft und gegen die Startbahn West, Parolen wie „Petting statt Pershing“ und dazu immer wieder – wie ein Mantra – Weckers „Sage nein!“ – Ja, so richtig. So gut. So wichtig. Nein zu Nazis, Nein zu Atomkraft, Nein zu Ausländerfeindlichkeit, Nein zu Homophobie, Nein zum Abriss der Häuser in der Hamburger Hafenstraße.
Ich war auf diesen wichtigen Demos, war am AKW in Biblis, am AKW in Stade, dann in Wackersdorf (um gegen die geplante, atomare Wiederaufbereitungsanlage dort zu protestieren), dazu immer wieder an der Startbahn West in Frankfurt. Ich bekam unzählige Ladungen Tränengas ab, geriet in den „Hamburger Kessel“, demonstrierte gegen neue Naziparteien wie die „Republikaner“ und die DVU, wurde am 2. November 1987 – gerade achtzehn Jahre alt – nach den überraschenden Schüssen an der Startbahn West mitten in der Nacht unter Einsatz von Handschellen und Knebelkette (sehr schmerzhaft) verhaftet und für dreißig Stunden im Wiesbadener Polizeipräsidium festgehalten.
Die Nacht in der Zelle dort: schlimm, fast nackt, brutal und von ausschließlich männlichen Polizisten „erkennungsdienstlich behandelt“, ohne Essen und Trinken, ohne eine Toilette, bei Licht und bei extra geöffneten Zellenfenstern in dieser eisigen Nacht. Ich war, wie gesagt, achtzehn Jahre alt und natürlich unschuldig. Aber das war dem Staat in dieser Nacht völlig egal.
Es waren schlimme Zeiten damals. Man musste Nein sagen. Meine Eltern, meine Freunde, meine Lehrer in der Schule, dazu die Freunde meiner Eltern, meine Großmutter, große Teile unserer Nachbarschaft – alle empfanden wir ähnlich, und Konstantin Wecker sang uns mit seinem „Sage Nein!“ allen aus tiefster Seele. Dieses Lied war wichtig und richtig und gehörte zu dieser Zeit.
Der Antisemitismus bricht europaweit aus wie ein explodierender Vulkan
Heute bin ich 56, nicht mehr neun wie beim ersten Hören, und klar, das Lied gibt es immer noch, und ich mag es immer noch. Die Generation meiner Eltern und ihrer lieben, linken Freunde ist nun fünfundsiebzig aufwärts, alte Menschen zwischen 75 und 85 Jahren also. Sie sind die alten, wilden APOs (Außerparlamentarische Opposition), die in Woodstock waren, sich die Haare mit Henna leuchtendrot färbten, Jesuslatschen trugen, Kinderläden gründeten und Marihuana rauchten. Sie sind – tadamm – die legendären 68er. Das sagt eigentlich alles: Sie sind links. Und darum gut. Und für eine bessere Welt. Antiautoritär. Auf Augenhöhe mit allen. Reflektiert. Ausländerfreundlich. Tolerant. Weltoffen. Und experimentierfreundlich auf (fast) allen Ebenen. Und sie haben natürlich nicht aufgehört, Weckers „Sage Nein!“ zu lieben. Steht der Song doch für ihr Leben. Für die gute Zeit. Alle sind jetzt lieb. Und gut. Alle sollen glücklich sein. An sich ist das ein schöner Zug.
Jetzt ist aber dummerweise der 7. Oktober 2023 „passiert“. Und seitdem ist Krieg in Israel, das um seine Existenz kämpft. Ein winziges Land mitten in einer riesigen, arabischen Welt. Was an diesem 7.10.2023 dort geschah, ist so schlimm, so unsagbar schlimm und bestialisch, dass ich kaum Worte dafür finde. Ermordete Babys, Kinder, Frauen, Männer. Folter, Vergewaltigung, verbrannte Kleinkinder, Schüsse in die Genitalien von jungen Mädchen. Genug, genug – detaillierter werde ich es nicht aufschreiben. Aber ich werde die lachenden, feixenden, jubelnden Täter nie vergessen, die ihre bestialischen Grausamkeiten triumphierend mit Kameras aufnahmen und zwischendurch ihren Verwandten in Gaza jubelnde Zwischenberichte via Handy erstatteten. Über 1.200 ermordete Israelis und Bürger anderer Länder. An einem einzigen Tag. Dazu fast 250 Menschen, die nach Gaza verschleppt wurden, darunter Babys, Kleinkinder und uralte Menschen. Und: Keine einzige Geisel bekam im Gazastreifen von einem einzigen dort lebenden Palästinenser Hilfe. Wir erinnern uns: Sogar während des 2. Weltkriegs gab es Deutsche, die unter Lebensgefahr Juden versteckten, versorgten oder ihnen bei der Flucht halfen. 2023 bis nunmehr 2025: in Gaza – niemand! Keine einzige palästinensische Frau, kein einziger palästinensischer Mann, kein einziger palästinensischer Jugendlicher!
Seitdem ist nichts mehr, wie es einmal war. Der Antisemitismus bricht europaweit aus wie ein explodierender Vulkan. Wieder und wieder und überall. Hakenkreuze, brennende Synagogen, Mord und Totschlag an erkennbar jüdischen Menschen (selbst wenn es jüdische Kinder sind). Dazu werden jüdische Schulen, Kindergärten, Restaurants, Friedhöfe und andere kulturelle Orte bedroht und geschändet. Jüdische Künstler verlieren – einfach weil sie Juden sind – ihre Arbeit, jüdische Eltern wagen es in der Öffentlichkeit nicht mehr, hebräisch mit ihren Kindern zu sprechen. Kippas werden nicht mehr getragen oder unter Mützen versteckt, Davidsternketten ausgezogen, die Menora, der jüdische Leuchter, vom Fensterbrett genommen.
Ich war immer so links, dass man legal nicht „linker“ sein konnte
Es sind ganz andere Zeiten als die 1970er Jahre und auch als die 1980er Jahre. Es geht um viel mehr als antiautoritär sein, als Haschisch rauchen. Als um Schwul- oder Lesbischsein. Das dürfen wir zum Glück längst alles. Lesben heiraten und bekommen Kinder. Schwule auch. Atomkraft haben wir (nun ja) irgendwie abgeschafft. Aber der offene Hass auf Juden ist plötzlich überall. Laut. Sichtbar. Brutal. Von den sogenannten Linken absolut abgenickt und mitgetragen. Ich bin schockiert darüber, jeden Tag wieder und wieder. Und wieder.
Ich war immer so links, dass man legal nicht „linker“ sein konnte. Und ich habe alle, wirklich alle meine Ideale beibehalten: meine Einstellung zu Ausländern, zur Migration, zu Menschen auf der Flucht, zu Schwulen, Lesben, Einwanderung, Integration von Menschen mit Behinderungen, Gleichberechtigung, Gewalt und Gegengewalt, Religionen. Früher galt ich als „ungemütlich“ links („Was, Du warst im schwarzen Block?“, „In der Antifa?“ etc.) und heute? Neulich wähnte mich jemand als „Rechts“, als „AFD-nah“, als „Nazi“ (WTF?), nur weil ich für Israel einstehe.
Ich bin schockiert und erlebe zeitgleich wie in einer Groteske diese alten 68er, diese Gutmenschen meiner friedlichen Kindheit, diese freundlichen Menschen, wie sie glauben, sie können noch ein letztes Mal groß rauskommen: Plötzlich sind sie also wieder da mit ihrem gut gemeinten „Sage Nein!“-Song. Alt und runzelig, in Jeans und verwaschenen Hemden – aber forsch und selbstgerecht – betreten sie die pflichtgefüllten Schulaulen, setzen sich mit Gitarren und einem Klavier vor die unruhigen Schüler und singen ihnen vor: „Wenn sie jetzt ganz unverhohlen wieder Nazi-Lieder johlen, über Juden Witze machen, über Menschenrechte lachen, wenn sie dann in lauten Tönen saufend ihrer Dummheit frönen, denn am Deutschen hinterm Tresen muß nun mal die Welt genesen – dann steh auf und misch dich ein: Sage nein!…“
Dazu ermahnen sie zu gegenseitiger Toleranz und sagen, dass doch alle lieb sind. Sagen, dass es eben mehrere Perspektiven gibt. Dass man das von verschiedenen Blickwinkeln aus sehen kann. Verharmlosen damit den 7. Oktober 2023, als wären sie die Großeltern von Jette Nietzard (vielleicht sind sie es ja?) und faseln etwas von „Es gibt eben verschiedene Sichtweisen…" Und zu allem eine Vorgeschichte.
Die Menschen in meinem Umfeld sehen mich nun immer öfter als eine Rechte
Nein! Dazu ein lautes, entschiedenes Nein! Es geht hier nicht um unterschiedliche Sichtweisen. Und es haben auch nicht alle „ein bisschen recht“. Es gibt Gut und Böse. Recht und Unrecht. Im zweiten Weltkrieg hatten auch nicht alle ein bisschen recht. Und es kam nicht auf den Blickwinkel und die Sichtweise an. Die ermordeten Juden, die ermordeten Schwulen, Sinti und Roma und Behinderten – sie alle waren ganz klar im Recht. Und im Unrecht waren die Nazis. Ganz und gar. Ohne Wenn und Aber. Und so ist es auch im Konflikt der Menschen in Israel, die um ihr Leben und ihr Land und ihre Existenz kämpfen. Sie sind im Recht. Nur sie.
Ich bin so links, wie ich es immer war. 1987 wie 2025. Nur zählt mein „Links“ heute nicht mehr. Es macht mich fassungslos und sprachlos. Die Menschen in meinem Umfeld sehen mich nun immer öfter als eine Rechte. Wie ist das möglich? Ich denke heute, wie ich immer gedacht habe. Man muss Schüler aufrütteln, nicht einlullen. Direkte Fragen stellen, direkte Antworten einfordern. Laut werden. Nachhaken. Ungemütliches ansprechen: den queeren Schulsprecher fragen, ob er nach Gaza gehen würde. Oder nicht doch lieber in Tel Aviv beim Pride Day dabei wäre. Überlegen, wie es einer jungen Frau wie Greta Thunberg in Gaza ergehen würde. Die Zeit der Ostermärsche und Jesuslatschen ist lange vorbei. Hier geht es um viel mehr: Unser aller Weiterleben in Europa. Und auf dieser Welt.
Ich habe vier Kinder, fünf Enkelkinder, habe über hundert Bücher geschrieben, lebe (noch) mitten in Deutschland – und ich habe eine Menora im Fenster stehen und trage den Davidstern. Alle sollten ihn tragen. Bis sich etwas ändert. Am Yisrael Chai.
Jana Frey ist eine erfolgreiche Autorin von Kinder- und Jugendbüchern.
Ich hatte mit sehr vielen mitte links Gruppen diverse Gespräche. Erst die letzten 15 Jahre stellte ich fest das sie echte Kulturrelativisten sind und eine sehr merkwürdige Eigentumsdefinition von mein und dein haben. Auch sind persönliche Leistungen für die Leute respektlos irrelevant. Am Schlimmsten, bis heute haben viele nicht begriffen was das damalige Nazitum war und blenden die brutalen Zwänge, teilweise wie heute, aus. So als hätten sie niemals mit ihren Eltern, Großeltern gesprochen. Den linken fehlt der geistige Horizont damit auch die Reflektion die Zeit vor 1914 zu Erblicken und all die erbrachten Leistungen u.a. Widerstand gegen Kirche und Adel und Befreiung vom Joch, Frauenrechte etc.. Sie haben sich zeitlich restlos in ein Synonym „Nazi“ festgebissen und halten an der Vergangenheit fest, auch wenn sich neuere Fakten ergeben, wollen oder können die Gegenwart nicht verstehen und haben keine Zukunftsmotivation, nicht einmal eine umfassende Idee davon. Die Definition von Benito Mussolini über den Faschismus „Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist“ kapieren sie bis heute nicht bzw. nutzen exakt das aus. Sie wollen es genau so wieder haben, eine Zeit in der jeder gleichförmig irgendwelchen Symbolen hinterher läuft. „Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana
Man wird nicht „rechts“, wenn man „Rechten“ zuhört. Man wird „rechts“, wenn man Konstantin Wecker zuhört – und natürlich auch Jette Nietzard und, und und …
2. Teil: Jetzt gibt es natürlich auch Studenten, die das Politische nichts angeht und die sich weder für die Geschehnisse im Gaza noch für sonstwas interessieren, außer für sich selbst. Aber das sind vom Typus her auch genau diejenigen, die sich an allem in Deutschland stören ( Abschaltung der AKWs, unkontrollierte Zuwanderung usw.) und trotzdem nichts dagegen machen, keine Demonstration, kein gar nix. Mit anderen Worten: Diejenigen, die heute an den Unis für die Palästinenser demonstrieren, sind die Politiker der Grünen, Sozialdemokraten, Der Linken und des BSW von morgen. Und sie sind die Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter, die die Kinder und Jugendlichen entsprechend prägen. Das ist im Deutschland vom Prinzip her nicht anders als in anderen westlichen Ländern. Schon jetzt sagt jemand wie Tucker Carlson, der von Trump geschätzt wird und der sehr viele Follower hat, dass man kein amerikanisches Geld mehr für Kriege wie dem im Gaza oder der Ukraine bereitstellen sollte. Er sprach sich auch gegen die jährliche Unterstützung Israels mit durchschnittlich 4 Milliarden Dollar aus. Gerade war auf Video eine Diskussion zwischen ihm und einer linken Journalistin zu sehen. Darin waren sich beide einig. Der amerikanische Politikwissenschaftler John Mearsheimer fordert, Israel den Geldhahn zuzudrehen, er wettert seit vielen Jahren gegen die Israel-Lobby in den USA, die den Interessen der USA zuwiderlaufe. Diese Ansicht findet in den USA immer mehr Zuspruch. Der jüdisch-amerikanische Politikwissenschaftler Norman Finkelstein bestreitet auf einem aktuellen Video sogar, dass Israel in irgendeiner Form die Juden in der Welt repräsentiert. Er habe mit diesem Staat gar nichts zu tun. Kurz: Das,was wir da gerade erleben, wird über kurz oder lang dazu führen, dass Israel keine Unterstützung mehr von westlichen Staaten bekommen wird, da die politisch aktiven Demonstranten von heute die Schaltstellen von morgen besetzen werden.
„Keine einzige Geisel bekam im Gazastreifen von einem einzigen dort lebenden Palästinenser Hilfe. Wir erinnern uns: Sogar während des 2. Weltkriegs gab es Deutsche, die unter Lebensgefahr Juden versteckten, versorgten oder ihnen bei der Flucht halfen. 2023 bis nunmehr 2025: in Gaza – niemand! Keine einzige palästinensische Frau, kein einziger palästinensischer Mann, kein einziger palästinensischer Jugendlicher!“ – Das ist nicht möglich gewesen. Die Hamas schleppten die Geiseln als eine Art Kriegstrophäe an. Wenn irgendeiner der Palästinenser gewagt hätte, dagegen zu protestieren, wie die Geiseln behandelt wurden, hätte er damit rechnen müssen, erschossen zu werden. Im Gaza gibt es auch Leute, die gegen die Hamas und ihr Tun sind. Ich habe schon mehrere Videos von Leuten aus dem Gaza auf Youtube gesehen, auf denen mitgeteilt wird, wie sehr man die Hamas verabscheut und dass man in Frieden mit den israelischen Brüdern und Schwestern leben möchte. – Tja, die Welt ist halt nicht so einfach. Wenn alle Palästinenser hinter der Hamas stünden, könnte man ohne moralische Probleme sagen „Bomben drauf und fertig“. Aber so ist es eben nicht. Schon jetzt hat das ganze „Abenteuer Krieg im Gaza“ Verheerendes verursacht. Ich denke dabei nur an die verschiedenen linken Präsidentinnen verschiedener amerikanischer Universitäten, die doch tatsächlich einem sehr konservativen Untersuchungsausschuss gegenüber geäußert haben, dass es kontextabhängig sei, ob man Juden töten dürfe. Man kann in etwa ermessen, was diese „Uni-Hexen“ sonst noch so von sich geben, wenn sie erstmal unter ihresgleichen sind. Auf alle Fälle hat sich in den letzten Jahren ein Hass auf Israel und darüber hinaus ein genereller Antisemitismus entwickelt, der wohl nicht mehr reparabel ist. Die heutige Jugend, die an den westlichen Unis studiert, wird morgen die Elite sein. Ein nicht geringer Teil der Studenten hat sich in den letzten Jahren zu Israel-Hassern und Vollblutantisemiten gewandelt. 1. Teil
100 Bücher geschrieben und nichts begriffen. Analogie: „Aber ich habe der kommunistischen Partei doch immer treu gedient!“ Doch dann kam die nächste Säuberung und die Treuesten wurden zuerst erschossen. Immerhin priesen sie zuvor noch den Genossen Stalin und barmten nicht herum. // Und zum 2. Weltkrieg, wo alles so schön klar war: Da gab es putzigerweise nur Täter unter den Deutschen, aber kein einziges Opfer. Millionen Vertriebene – alles verdient. Hunderttausende zerbombte, verbrannte, veraschte Kinder, Frauen und Greise – alles korrekt. Mich schauderts.
Noch kurz meinen Kommentar zu den Kommentaren und der Artikelangelegenheit. Fast hätte ich das Ding ignoriert – aber, Rentner, Zeit, draufklicken und ich habe es nicht bereut, im Gegenteil, mich bestens amüsiert! Eine Oma gegen Rechts kurz vor dem Ertrinken im eigenen Selbstmitleid. Was für eine Nummer! Als langjähriger Pate der Achse sage ich danke für zwischendurch gute Unterhaltung bei all den sauertöpfischen Klagen, die sonst leider hier abgedruckt werden müssen. (Ich kann’s ja auch nicht ändern…) Danke auch an all die fleißigen Kommentarschreiber, die mir zu so guter Laune verhelfen, weil sie fast durchgehend aus einer recht eigenen und persönlichen Perspektive Gedanken zum Besten geben und oft auch gekonnt und originell schimpfen, wie es mir nicht einfallen würde. Und dann die Spötter – köstlich! Es lebe die Psychohygiene. Über die Absonderung der Verfasserin muß ich/brauche ich nichts mehr zu sagen – alles schon perfekt erledigt. Ich muss nur etwas Luft holen und zu Atem kommen, weil ich mit dem Lesen der fortwährend nachgeschobenen Kommentare fast nicht hinterher gekommen wäre. Gut, noch etwas aus meiner Warte: Wecker und Wader mag ich als Barden mit schönen Stimmen und viel Musikalität, aber was sie verbal von sich geben, ist – war mir früher auch nicht bewusst – unerträglicher Kitsch. Deshalb, wenn meine Tochter gerade wieder ihren Wincent Weiss hört, gesellt sich der Papa gerne dazu…
Aus dem Gazastreifen stiegen über Jahre Raketen auf. Wir konnten uns daran gewöhnen. Aber kann man dauerhaft in einem Haus wohnen, wo „Männer mit Messern“ stechen? Manches läuft über Jahre so schief, dass es irgendwann keine gute Lösung mehr gibt.
Eine Islamisierung Europas findet statt. Es ist vermutlich ein weltweites Phänomen. Auch wir werden zu einem Brennpunkt im ursprünglichen Sinn des Wortes.