Ehemalige sächsische Staatsminister, Landräte, Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie ein früherer CDU-Generalsekretär fordern in einem Offenen Brief Gespräche ihrer Partei mit der AfD.
Wir dokumentieren hier das Schreiben ehemaliger Amts- und Mandatsträger aus der Region Leipzig:
Wir müssen auch mit der AfD reden!
Offener Brief von Gerhard Gey, Manfred Graetz, Manfred Kolbe, Frank Kupfer, Angelika Pfeiffer, und Robert Schöpp
Wir haben Sorge um unser Land: Hass und Hetze nehmen zu. Die Gewalt gegen politische Mandatsträger steigt. Die Wirtschaft stagniert. Die Migrationsfrage wird ungelöst vor sich hergeschoben. Immer weniger Menschen, insbesondere im Osten Deutschlands, vertrauen der Demokratie.
Wir brauchen deshalb eine neue politische Kultur des Miteinanders. Der politische Gegner darf, solange er keine Gewalt anwendet, nicht als Feind gesehen werden. Dies bedeutet insbesondere, dass alle demokratisch gewählten Abgeordneten auch mit allen demokratisch gewählten Abgeordneten reden – auch mit der AfD! Wir brauchen Brückenbauer und keine Brandmauern.
Und 30 Prozent der Sachsen haben die AfD gewählt und der Respekt vor dem Wähler fordert, auch mit den von diesen gewählten Abgeordneten zu reden. Nur in einer inhaltlichen Auseinandersetzung lassen sich eventuelle Vorurteile und Scheinlösungen entlarven. Brandmauern und Redeverbote sind dagegen unsouverän, vertiefen den Graben, leisten einer weiteren Radikalisierung Vorschub und werden von den Menschen nicht verstanden.
Die CDU kann als Partei der Mitte auf Dauer nicht nur mit links von ihr stehenden Parteien zusammenarbeiten, ohne ihre eigene freiheitliche und marktwirtschaftliche Identität zu riskieren. Die zentralen politischen Ziele der CDU in der Wirtschafts-, Energie-, Sicherheits-, Migrations- und Gesellschaftspolitik lassen sich nicht mit Rot-Grün-Dunkelrot verwirklichen. Deshalb muss die CDU auch mit der AfD reden.
Gerhard Gey, Landrat 1990 bis 2015
Manfred Graetz, Landrat 1992 bis 2008
Manfred Kolbe, MdB 1990 bis 2013, Staatsminister der Justiz 2000 bis 2002
Frank Kupfer, MdL 1994 bis 2019, Generalsekretär der CDU 1999 bis 2001, Staatsminister für Landwirtschaft 2008 bis 2014
Angelika Pfeiffer, MdB 1990 bis 1998, MdL 1999 bis 2009
Robert Schöpp, Landrat 1991 bis 2008
Wenn die AFD verboten wird sind aber die AFD-Wähler noch da ! Was macht man dann mit denen ?
Vom Ansatz her richtig. Allein mir fehlt der Glaube, dass die angeblichen Parteiführer so weit denken können.
ACHTUNG: Am 01.01.2025 wird die elektronische Patientenakte (ePA) eingeführt. Wenn man nicht möchte, dass eine elektronische Patientenakte angelegt wird, muss man dem AKTIV und sobald wie möglich widersprechen!
Ach ja, die CDU, die war auch mal dafür, daß die Grenzzäune fallen, also anno 2015, und daraufhin bekamen wir Goldstücke geschenkt und Deutschland veränderte sich.
Die Brandmauer zur freiheitlichen Partei wird bestimmt nicht von der CDU-Spitze eingerissen, sondern sie wird zusätzlich zu den CDUlern errichtet, die sie einstürzen wollen.
Alles EHEMALIGE. Menschen, die ihr Gewissen erleichtern wollen, aber nichts mehr zu sagen haben. Die unwürdigen Pöbeleien im Thüringer Parlament haben gezeigt, wo die AKTUELLE CDU steht: Fest in der linken Einheitsfront.
Seit wann hat die CDU wieder „ihre eigene freiheitliche und marktwirtschaftliche Identität“, die sie nicht riskieren soll? Die wurde doch bekanntlich durch La Merkel geshreddert, bis von der ehemaligen CDU nur noch Schnipsel übrig waren. Die CDU ist weit über die Mitte hinaus ins grünrote Lager gedrückt worden. Das werden im Westen die Merkel-Jünger Wüst und Günther vollauf bestätigen. Deshalb schrecken im Osten die CDU-Unterhäuptlinge nicht mal mehr vor den Kommunisten zurück. Der große Häuptling Merzens Fritze liebäugelt ja selbst schon mit fen Grünen, da dürfte ihn ein Komglomerat aus schewarzgrünrotdunkelrot nicht weiter stören. Die Brandmauer nröckelt, nur weil ein paar vernunftbegabte alte CDUler das gerne sähen? Schön wär’s, werden aber Wunschträume bleiben! Andererseits wäre es nicht schlecht, wenn in Umfragen oder Politbarometern CDU und CSU getrennt aufgeführt würden. Dann könnte man ja sehen, wieviel Gutgläubige der jetzigen CDU noch nachlaufen.