Gastautor / 09.09.2019 / 10:00 / Foto: Pixabay / 60 / Seite ausdrucken

„Russland-Deutsche“ unter Generalverdacht

Von Tatjana Schmalz.

Gut 20 Jahre sind vergangen seit den letzten handgreiflichen Alkoholexzessen kleinkrimineller „Russen“ in dreigestreiften Trainingsanzügen. Nun bevölkern sie wieder die Schlagzeilen, doch nennen sie sich inzwischen „russlanddeutsche Spätaussiedler“. Indem Spätaussiedler im Alltag oft synonym mit dem Begriff „Deutsch-Russen“ verwendet oder in einem Atemzug mit jüdischen Kontingentflüchtlingen aufgezählt werden, versteht Otto Normalverbraucher unter „Russlanddeutschen“ meist die Summe aller Einwanderer aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

Dabei entstand der Begriff unmittelbar nach der Oktoberrevolution von 1917, als emigrierte Angehörige der deutschen Minderheit, deren Familien seit dem Ende des 18. Jahrhunderts im Russischen Reich beheimatet waren, sich ausdrücklich vom Bolschewismus distanzierten.

Was die 250-jährige Aus- und Einwanderungsgeschichte der Russlanddeutschen und die historischen Umstände ihres massenhaften Zuzugs in den 1990er Jahren angeht, überspielen zahlreiche Journalisten gern ihr Unwissen. Anstatt sich zuvorderst Hintergrundwissen anzueignen, suchen sich Journalisten den geringsten Widerstand und erproben im Umgang mit den Russlanddeutschen eine neue Dimension der Medienberichterstattung. Ihre Charakteristika sind Desinteresse, mangelhafte Recherche und der pathologische Wunsch nach einem intakten Weltbild. Das ist Haltungsjournalismus in Reinform.

Des Kremls fünfte Kolonne?

Im Januar 2016 lockte eine russische Zeitungsente einige hundert russischsprachige Demonstranten auf die Straßen von Berlin-Marzahn und vor das Bundeskanzleramt. Die minderjährige Lisa F. aus Berlin-Marzahn hatte wegen Schulproblemen behauptet, von mehreren „südländisch aussehenden Männern“ entführt und missbraucht worden zu sein. Parallel wurde das Ausmaß von Straftaten während der „Kölner Silvesternacht“ bekannt und erreichte ein dubioser Protestaufruf zahlreiche mobile Endgeräte, so dass die russlanddeutschen Demonstrationen gegen die Flüchtlingspolitik in mehreren deutschen Städten Nachahmer fanden. Das war der „Fall Lisa“ – kurz erklärt.

Während die Polizei die Bevölkerung zu Besonnenheit mahnte, überschlugen sich vor allem die Nachrichtendienste.

Im Tagesspiegel berief sich die Publizistin Elke Windisch auf geheimnisvolle „Experten“ und namentlich nicht überlieferte „Soziologen“, die in den Russlanddeutschen regelrechte Schlüsselfiguren in „Wladimir Putins Informationskrieg“ sahen. Darum nutzte der Kreml den Vorfall als „Retourkutsche am Westen“, um endlich einmal Kritik an der bundesdeutschen Innenpolitik üben zu können. Die studierte Turkologin, Iranistin und Slawistin Elke Windisch muss in ihrer Freizeit als Psychotherapeutin aktiv sein, denn sie entdeckt ein verletztes Ego im bislang verdeckt geführten Wettkampf um Humankapital: „Dazu kommt, dass Moskau bis heute den Massenexodus der Russlanddeutschen nach dem Ende der Sowjetunion nicht verwunden hat und als schwere politische Niederlage verbucht.“

Auf Spiegel Online liefert der studierte Nordamerikanist Fabian Reinbold eine umfassende Analyse zu den möglichen Manipulationsversuchen, die Moskau während der bevorstehenden Bundestagswahl 2017 unternehmen könnte. Freilich darf in diesem wilden Potpourri von Mutmaßungen auch der Verdacht der fünften Kolonne nicht fehlen: „Unabhängig von einzelnen Einschätzungen und Spekulationen sind sich die Behörden beim Gesamtbild einig: Russland verfolgt strategische Interessen in Deutschland, auch mittels Taktiken der Desinformation und der Spaltung. Wie sehr dafür etwa Teile der Community der Russlanddeutschen empfänglich sein können, zeigte der Fall Lisa.“

Einen vermeintlichen Widerspruch wollte die Deutsche Presseagentur geistreich entlarven, etwa auf Welt Online mit der süffisanten Schlagzeile „Russlanddeutsche demonstrieren gegen ‚Ausländergewalt‘“. Die Mittelbayerische variierte das sogar plakativ zum „Migrantenprotest gegen ‚Ausländergewalt‘“. Unterm Strich sprechen beide Formulierungen einer ganzen Bevölkerungsgruppe eben das Deutschsein ab, für das sie noch bis zum Ende der Sowjetunion diskriminiert wurden und bei der Aussicht auf sozialen Aufstieg bereitwillig ihre Wurzeln verleugneten. Ein prominentes Beispiel ist die international erfolgreiche Sängerin Anna German (1936–1982).

Erzkonservative AfD-Anhänger?

In neueren Studien zur Spätaussiedlermigration und -integration begegnet mir wiederholt der Begriff der „Überassimilation“. Der nirgends eindeutig bestimmte Begriff wird auch in Bezug auf andere Personen mit Migrationshintergrund angewendet. Gemeint ist eine Strategie von Migranten, mittels Verleugnung der eigenen Herkunft und Liquidation mitgebrachter Kulturtraditionen in die Mehrheitsgesellschaft hineinzufinden. Indem der absolute Gegensatz von Assimilation und Segregation noch gesteigert wird, verkehrt sich die positive Konnotation von „Assimilation“ ins Pejorative.

Doch kann man zu viel assimiliert sein? Wo liegen die Grenzen der Assimilation, wenn es doch gar keine Leitkultur gibt? Wer schützt unsere Kultur vor der Aneignung durch Zuwanderer? Stoppt die feindliche Übernahme und hört auf, euch zu integrieren!

Die Teilnahme von Vertretern der AfD, der Pegida und der NPD während der russlanddeutschen Demonstrationen wäre ein Beispiel für die sogenannte „Überassimilation“. Die Diagnose der schizophrenen Loyalität zwischen Russland und den Rechten ist bis heute nicht logisch aufgearbeitet worden. Immerhin wird sie nicht vergessen und wird den Russlanddeutschen bis heute eine ausgeprägte AfD-Affinität nachgesagt.

Dass diese Haltung unberechtigt ist, belegt die „Immigrant German Election Study“ der Universitäten Köln und Duisburg-Essen. Demnach weicht das russlanddeutsche Wahlverhalten während der Bundestagswahl 2017 kaum vom Bevölkerungsdurchschnitt ab – einzig die überproportionale Präferenz für DIE LINKE ist bemerkenswert. Doch dieser Befund erscheint einigen Zeitgenossen umso verdächtiger.

Zu den Zweiflern gehört Anna Gorskih von der linksjugend [‘solid] Sachsen. Die studierte Sozialwissenschaftlerin veröffentlichte einen Beitrag über das Verhältnis zwischen der AfD und „Spätaussiedler:innen“ im Ost-Journal, einer Freundschafts-Zeitung vom Neuen Deutschland. Gorskih – Jahrgang 1992, offenkundig erst seit kurzem über die Existenz von russlanddeutschen Bundesbürgern informiert – bemerkt die Ironie nicht, als sie rund 2,5 Millionen Menschen, deren Eltern und Großeltern während des Zweiten Weltkriegs aufgrund eines kollektiven Kollaborationsverdachts mit den Nationalsozialisten vom europäischen in den asiatischen Teil der Sowjetunion deportiert und jahrzehntelang einzig wegen ihrer deutschen Ethnie in ihren Karrieren und ihrer Sprach-, Glaubens- und Kulturpflege behindert wurden, kurzerhand Intoleranz unterstellt:

„Dabei grenzen sie ihre eigene Migrationserfahrung von der Migrationserfahrung der Flüchtlinge ab. Im Vergleich zu den Zugewanderten aus den arabischen Regionen habe man schließlich deutsche Wurzeln und einen christlichen Glauben. Darüber hinaus fühlen sie sich häufig schlecht behandelt und benachteiligt im Vergleich zu den Flüchtlingen und den Leistungen, die diese erhielten.“

„Als die Deutschen Flüchtlinge waren und sich nach Russland retteten“

Unlängst stieß ich auf einen Beitrag der stern-Reportage-Reihe „Reise durch das WM-Land“ (Russland) aus dem Sommer 2018. In der Folge „Als die Deutschen Flüchtlinge waren und sich nach Russland retteten“ orientierte sich die Journalistin Bettina Sengling auf den ersten Blick an den drei klassischen Wegmarkern der russlanddeutschen Geschichtsschreibung: Auswanderung deutscher Kolonisten ins Russische Reich ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Deportation per Stalin-Erlass im Jahr 1941 und Normalisierung der Lebenssituation in der Nachkriegs-Sowjetunion trotz ethnisch-kulturell motivierter Diskriminierung.

Doch gerade die Darstellung der Integrationsphase unmittelbar nach der Auswanderung ließ mich stutzen. Zu den Motiven, Versprechen und Zielen der Siedlerwerbung nach Russland gehörte zu keiner Zeit das interkulturelle Zusammenleben, sondern die Peuplierung und Urbarmachung fruchtbarer Grenzregionen zum Osmanischen Reich. Gebeutelt von Steuerlasten und Religionskriegen bevorzugten etliche Kolonisten aus den deutschen Landen die Ko-Existenz ethnisch und konfessionell homogener Enklaven auf dem Territorium des russischen Vielvölkerstaats. Anstatt es dabei bewenden zu lassen, ist die Passage zum Leben nach der Auswanderung durch Sprachbilder und Terminologien angereichert, die eindeutig dem seit 2015 in der Bundesrepublik geführten Diskurs zur Flüchtlingspolitik entnommen sind. So liest sich die nachfolgende Passage wie ein plumper Appell an die heutigen Asylkritiker:

Im 18. Jahrhundert rollten regelrechte Flüchtlingswellen aus Westeuropa an die Wolga. Einige, besonders die Mennoniten, wollten in der Fremde ihre Religionen frei ausüben. Die meisten jedoch flohen vor der Armut. Manche deutsche Kleinstaaten verhängten sogar Auswanderungsverbote und drohten den Werbern mit der Todesstrafe, weil so viele Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Westen in den Osten drängten, unter ihnen auch Kriminelle, geflohene Sträflinge, gescheiterte Kaufleute, Abenteurer. Die russischen Behörden waren vom Andrang völlig überfordert. Der Wille zur Integration war bei den Neurussen mit deutschem Migrationshintergrund nur wenig ausgeprägt. Die Einwanderer sprachen deutsch, bauten protestantische Kirchen, pflanzten Kartoffeln und bestickten Geschirrtücher mit deutschen Sinnsprüchen wie "Arbeit ist des Lebens Zierde". Ihre Orte nannten sie Mariental und Lilienfeld und Unterwalden, als lebten sie immer noch in Hessen oder im Schwarzwald. Sie bauten Windmühlen, brauten Bier. Mehr als hundert deutsche Dörfer entstanden so an der Wolga, und den Untergang der russischen Zivilisation fürchtete trotz des Massenandrangs der arbeitswütigen Protestanten damals niemand. Im Gegenteil: Die russische Regierung hielt eisern an ihrer Willkommenskultur fest.

Geschichte eines glänzenden gesellschaftlichen Aufstiegs

Diese vor soziopolitischem Missionierungseifer nur so strotzende Schilderung einer scheinbar segregierten Minderheit kulminiert in einem Absatz, der sich als besonders grotesk und kontraproduktiv für das intendierte Argumentationsmuster erweist. Unfreiwillig bietet die Autorin eine Steilvorlage für die plakativ denn subtil bekämpften Asylkritiker und ist das sprichwörtliche „Wasser auf den Mühlen der Rechtspopulisten“, die eine Islamisierung des Abendlands und einen Islamischen Staat in Deutschland fürchten:

Während russische Bauern noch Leibeigene waren, bekamen die deutschen Siedler Land umsonst, brauchten keinen Kriegsdienst zu leisten und zahlten keine Steuern. Die Geschichte der Russlanddeutschen war länger als ein Jahrhundert lang die Geschichte eines glänzenden gesellschaftlichen Aufstiegs. Sogar in den frühen Sowjetjahren erkämpften sie sich einen Sonderstatus: Sie lebten in der "Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen". 

An dieser Stelle endet abrupt der hanebüchene Vergleich mit der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Denn Stalin ließ die ASSR der Wolgadeutschen nach dem Überfall der Wehrmacht auflösen, und alle Deutschen wurden „nach Sibirien und Kasachstan deportiert, wo Tausende starben.“ Laut ihrer Autorenseite studierte Bettina Sengling Slawistik in Frankfurt (welches Frankfurt, wird nicht genannt) und berichtet seit über 20 Jahren für den stern aus der ehemaligen Sowjetunion.

Tatjana Schmalz (geb. 1994, Irkutsk) kam mit ihrer Familie 1996 nach Deutschland. Sie promoviert derzeit an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

Foto: Pixabay

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Holger Sulz / 09.09.2019

Die Meinung vieler Schreiber hier über die Russlanddeutschen ist löblich, wenn auch nicht immer zutreffend. Von den Spätaussiedlern nach den 90ern sind auch etliche gestrandet, weil ungebildet und entwurzelt: Stalin legte bei seinen Deportationen großen Wert darauf, ihnen auch die kulturelle Identität und Bildungschancen zu nehmen; er haßte sie regelrecht wegen ihres Erfolgs in der Zarenzeit, für ihn waren es Kulaken und Höflinge, was die bäuerliche wolgadeutsche Bevölkerung und die Deutschen in Kultur und Wissenschaft besonders hart zu spüren bekamen, die Gemetzel in Odessa 1920 z.B. galten vor allem ihnen. Nicht zu vergessen: Sie waren sehr fromm, besonders die aus dem süddeutsch/schweizerischen Stammenden waren oft calvinistisch geprägt (mich gruselt heute noch vor meiner Großmutter!) und deswegen Lieblingsziel der roten Mordbrenner. Und ja, Herr Schuster, ich gebe Ihnen vollumfänglich recht: Weswegen uns die Roten in Russland so haßten, dem Fleiß, der Lebensführung, der Aufrichtigkeit, hassen uns jetzt die kulturmarxistischen Schmarotzer des verrottenden Elends Schland. Wer weiß- vielleicht heißt es irgendwann wieder: “Going East!”

Roland Schmiermund / 09.09.2019

Das Beste ist, den medialen Kotz zu ignorieren. Einfach nicht mehr konsumieren.

Sabine Drewes / 09.09.2019

Was mir schon lange sauer aufstößt, ist das Messen mit zweierlei Maß. Deutschland bekennt sich gerne bei jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit zur „deutschen Verantwortung“, blendet dabei aber konsequent das Schicksal jener Deutschen aus, die außerhalb der einstigen deutschen Reichsgrenzen lebten, die Hitler nicht gewählt hatten, und die trotzdem besonders bitter für seine Verbrechen büßen mussten, nur weil sie Deutsche waren. Die Geschichte dieser Menschen kennt nur, wer sich freiwillig oder beruflich damit beschäftigt hat oder selbst betroffen ist. Deshalb ist es so einfach, gegenüber „den“ Russlanddeutschen Vorurteile zu pflegen, sie pauschal zu verunglimpfen oder ihnen gleich abzusprechen, „richtige“ Deutsche zu sein. Auch beliebt ist es gerade in den Mainstreammedien, sie mit Zuwanderern auf eine Stufe zu stellen, die keine deutschen Wurzeln und keinen Bezug zur deutschen Geschichte und Kultur haben. Die WELT war da mal eine lobenswerte Ausnahme. Morgen vor 31 Jahren, am 10. September 1988, rief sie gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz die Aktion „Deutsche helfen Deutschen“ ins Leben, die vor allem den Aussiedlern aus der Sowjetunion half, aber auch Deutschen aus anderen Regionen Mittel-, Ost- und Südosteuropas, sowie - gerade im Jahr 1989 - Übersiedlern und Flüchtlingen aus dem anderen Teil Deutschlands. Gleichzeitig schilderte die Zeitung auf einfühlsame Weise das Schicksal verschiedener Familien, die in die Bundesrepublik Deutschland gekommen waren. Bezeichnend war sowohl die Hilfsbereitschaft vieler WELT-Leser als auch die Dankbarkeit der Deutschen aus dem Osten. Die Redaktion veröffentlichte bewegende Briefe. Unter der Überschrift „Hilfe für die Flüchtlinge statt Neid: WELT-Leser spendeten 2,8 Millionen“ berichtete die WELT am 6. November 1989 über die große Resonanz auf diese Aktion, die auch von vielen Prominenten unterstützt wurde.

Rudi Knoth / 09.09.2019

So jetzt etwas scherzhaft. Die wirklich gemeine Waffe von Putin ist Helene Fischer. Diese Frau lullt die Menschen ein, und wenn die Leute nicht aufpassen, ist der Russe im Keller.

beat schaller / 09.09.2019

Ich staune immer wieder, wenn ich sehe und höre, auf wen man da immer zeigt, Auf Putin, auf Trump, Johnson, Salvini, Orban, Kurz,aber selber mit Mutti, v.d.L, Akk, Claudia Roth, S.Chebli, Lagarde, Junker, Macron und unzählige mehr in die Kiste steigen. Das passt dann bestens und ist erst noch REIIN-DEMOKRATISCH! Da fehlen mir von Anfang an die Worte. Vieles davon ist hier schon in den Kommentaren erwähnt worden. Ich kenne auch ein paar von diesen arbeitsamen und eher konservativen Menschen, die heute nicht in den Trend passen und das ist gut so.  Und, ob man Putin mag oder nicht, so gehört er in der heutigen Zeit genauso an den Tisch der Diplomatie, schon deshalb weil er in diesem riesigen Land mit all seinen verschiedenen Völkern und Ethnien der gewählte Präsident ist. . Schließlich hat Mutti auch ihre Abstammung und sie regiert sogar (schon viel zu lange) die Deutschen. b.schaller

Karla Kuhn / 09.09.2019

Die Rußlanddeutschen, die ich persönlich kenne, sind ALLE sehr fleißige, zielstrebige Menschen, die dem Deutschen Staat nicht auf der Tasche liegen, sondern auch zu den Steuerzahlern gehören, die die gesamten Politiker mit bezahlen-müssen ! Außerdem sind sie intelligent, kamen zum Teil bereits mit Deutschkenntnissen nach Deutschland oder haben die Sprache im Schnelldurchlauf gelernt. Die meisten gehören dem orthodoxen Glauben an. Ich jedenfalls bin noch nie von einem Russlanddeutschen belästigt wurden. Diese Menschen kann ich wirklich als Bereicherung bezeichnen.  Politisch diskutieren sie- was ich 100 Prozent nachfühlen kann- nur innerhalb ihrer Kreise. Wenn ich mir überlege, mit welcher NACHSICHT hier viele Migranten behandelt werden, dann frage ich iche, mit WELCHER Berechtigung !!  WAS ist übrigens aus den Migranten geworden, die EIN Komma SECHS Millionen EURO durch falsche Identitäten ergaunert haben sollen aber aus ANGST VOR DISKRIMMINIERUNG vom BAMF nicht angezeigt wurden- geworden ??  Seit 09/2015 sind so viel Ungerechtigkeiten geschehen, Herr Dr. Gauland hat Hundert Prozent recht mit seiner Aussage, WENN die Bundesregierung eine vernünftige Politik gemacht hätte, wäre die AfD nicht entstanden. Aber anstatt umzuschwenken, machen die munter weiter. Die AfD wird sich mausern und wahrscheinlich die EINZIGE deutsche KONSERVATIVE Partei sein, die sich durchsetzen wird. Die anderen werden mit ihren grünen Träumereien wahrscheinlich Schiffbruch erleiden. Daß viele Russlanddeutsche AfD wählen ist verständlich, viele haben noch den furchtbaren, kriminellen Sowjetkommunismus erlebt, sie möchte in Deutschland zur Ruhe kommen und das geht nun mal mit “sozialistischen Spinnereien” nicht. Außerdem gefällt mir die etwas schwermütige russische Musik.

Marc Stark / 09.09.2019

Tja, Tatjana, kannste drehen und wenden wie du willst: Als “überassimilierte Deutsche” biste halt Nazi. Egal wo du herkommst, welche Hautfarbe, sexuelle Orientierung… Du und deinesgleichen sind verdächtiges Nazi-Pack! Willkommen sind hier halt keine integrierten Fremden, sondern ausschliesslich EdleWilde, die es sich in Parallel- und Gegengeselschaften schön bequem machen und ordentlich Sonderrechte fordern! Das ist linksgrüne “Integration”! Du und das andere migrantische Nazi-Pack habt nicht viele Freunde ausserhalb der Krypto-Marxisten-“Elite” , den “couragierten Haltungszeiger” und ihren 24/7 gleichgetakteten Clown-Medien-Untertanen-Gläubigen .  Nur wir Nazis mögen INTEGRIERTE Fremde!

Karl Nowak / 09.09.2019

Der Fall Lisa kurz erklärt:2 Erwachsene Goldstücke wurden verurteilt.Den Sex mit dem Kind hatten sie sogar gefiilmt! Oh welche Wunder dass das Kind vielleicht zuerst vielleicht nicht ganz die Wahrheit sagte. Schauen sie sich mal die Doku. Die Jungs vom Bahnhof Zoo an.Dort sagt ein als Kind missbrauchter Mann das er seine Vergewaltiger als Freunde ansah.Erst als sie ihn mit 18 wegschickten(Da war er ihnen zu alt)hat er langsam verstanden was passiert war! Ausserdem sind damals wohl Deutsche und Russen auf die Strasse gegangen denn viele haben Russen geheiratet und bis 1997 durfte die angeheiratete Russiche Familie mit nach Deutschland und bekam auch den Spätaussiedler Status. Danach wurden die Gesetze allerdings verschärft und man musste deutsche von den Eltern erlernt haben und der Terst musste beim 1 mal bestanden werden.Sonst war man für Deutschland kein Deutscher mehr selbst wenn beide Eltern ethnische Deutsche waren und unter Volkszugehörigkeit Deutsch im Pass stand. Übrigens darf man auch kein Kommunist sein,kein Verbrecher auf der Flucht.Es reicht sogsr das man 3 Jahre mit einem Kommunisten im selben Haus gewohnt hat und schon ist man kein Deutscher mehr für diesen Staat. Jetzt können sie sich natürlich die Frage stellen warum Hundertausende Kommunisten,Terroristen und Symphatisanten in D. Asyl und später den deutschen Pass bekamen.Ja sogar wenn sie hier weiterhin den Kommunismus predigen.  

Hermann Martin / 09.09.2019

Die Einschätzung der Expertin über die Geschichte der Russlanddeutschen ist offen von ideologischem Wunschdenken anstatt von Sachkenntnis bestimmt.Ich lernte zu Sowjetzeiten auf Reise in Kasachstan eine wolgadeutsche Familie kennen und erfuhr deren Geschichte. (teils im altertümlichen Deutsch der Frau Berta.) Zarin Katharina hat deren Vorfahren ins Land gerufen, um weite fruchtbare unbesiedelte Gebiete zu bewirtschaften und von ihrer erwartbaren Arbeitsamkeit zu profitieren. Schon äußerlich unterschieden sich die deutschen Siedlungen positiv von Anderen, was immer mal zu Neid führte. Nach Kriegsbeginn 1941 erlebten sie die Deportation in Viehwaggons nach Mittelasien. Mit Nichts mussten sie neu anfangen - und bald war der Unterschied wieder zu sehen. Nun kamen alle nur denkbaren Repressalien. Neue Ausweispapiere, mit denen sie den Rayon nicht verlassen durften. Der Familienname Müller wurde darin in “Miller” abgeändert, der Mann durfte auch seinen Vornamen Heinrich nicht behalten, sondern bekam den Vornamen “Andrej Andrejewitsch” zugeteilt. Als er sich später ein eigenes Auto leisten konnte, wurde ihm von der Staatsmacht mit Farbe eine riesige “60” hinten drauf gemalt - schneller durfte er nicht fahren, nur weil er Deutscher war… Aber es gab auch die natürliche gegenseitig hilfreiche Verbundenheit sämtlicher bedrückter Menschen, egal welcher Herkunft. Die Übersiedlung ins vereinte Deutschland haben sie sich zehnmal überlegt, aus Sorge, dass die Veränderung der sozialen und der Lebensverhältnisse einen Kulturschock auslösen könnte. Der Wunsch nach unterdrückungsfreiem Leben unter Deutschen in rechtlich gesicherten Verhältnissen gab dann den Ausschlag. Nur fanden sie sich, die zuvor als Deutsche Außenseiter waren, nun hier als “Russen” wieder als Außenseiter vor… Aber die innere Nähe der Ostdeutschen mit den Wolgadeutschen, durch gemeinsame zurückliegende Erfahrungen mit der Obrigkeit, ist beiderseits einfach viel größer als zu den Westdeutschen.

Maria Kowalski / 09.09.2019

Noch etwas anderes zu Russlanddeutschen aus eigener Erfahrung:  In unserer Neubausiedlung haben wir zum Glück einige russische Spätaussiedlerfamilien. Wir lieben vor allem die 11 Jungs, die hier der Garant der Sicherheit sind, seit wir mit einem Container-Asylantenheim beglückt worden sind.  Die haben schon ein paar Mal den “Neuen” erklären müssen, wie man sich benimmt - und das wirkt. Sie stehen ihren Mann da, wo deutsche Männer kapitulieren.

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