
Nicht jeder Russe ist ein Putin. Diese Ausgrenzerei ist bekloppt.
wenn wir dann noch die russischen Bücher verbrennen, dann beginnt die neue Form der Demokratie
Merkel und Müller sind zu dem Bush-Irren gefahren und haben ihn bei seinem illegalen Krieg gegen den Irak unterstützt. Der Obama-Irre und die Clinton-Irre konnten in aller Ruhe Libyen und Syrien destabilisieren. Ich möchte wetten, daß diejenigen, welche sich jetzt gegen den Moskau-Irren aussprechen, damals hinter dem Bush-Irren standen und gestern hinter dem Obama-Irren und der Clinton-Irren. Die Schröder-Politik war überschattet von unglaublichen Skandalen. Aber der Genosse der Bosse blieb unerschüttert im Amt. Auch den Krieg in Jugoslawien und in Afghanistan haben ihn nicht aus dem Amt katapulieren können. Schließlich wird Deutschland am Hindukusch verteidigt. Beim Abtritt machte er den Sack zu und nahm am nächsten Tag für seine Unterschrift unter den Pipeline-Vertrag vom Kreml-Irren den Lohn entgegen, einen Job bei Gazprom. Jetzt stellen die Genossen fest, daß der Schröder irre ist und ein Problem für die SPD darstellt. Man möchte ihn loswerden. Das ist billig. So reist man ganz billig durch die Presse. Wo wir Deutschen doch den Kreml-Irren besiegen werden, warum Zensur? Was soll denn nicht gesagt werden, wenn alles so klar ist? Daß Schlacht bei Waterloo nur eine winzige kleine Niederlage gegen den Russland-Feldzug Napolens darstellt? Daß der die größte militärische Niederlage der Geschichte war? Ich glaube nicht, daß im Kreml Irre sitzen. Ich glaube auch nicht daran, daß man sich stark reden kann. Das hat schon der Führer versucht. / Nach Kriegseintritt der USA in den 2. WK durfte Beethoven nicht mehr gespielt werden. Irresein ist ansteckend.
Hysterie allenthalben. Egal ob russophil oder russophob. Ob Baldrian hilft? Fragen…
@ Petra Wilhelmi. Ich schrieb nicht von „gedenken“, sondern von „denken an“. Ich gedenke sicher nicht Herrn Putins, aber ich denke an ihn, ich denke an das Unheil, das er anrichtet, und ich denke an die Leidtragenden, das sind das russische und das ukrainische Volk. Und da fände ich es jetzt abgeschmackt, mir noch darüber Gedanken machen zu sollen, ob ich an die Menschen im Donbass als ukrainische Staatsbürger oder ethnische Russen denken soll. Aber ebenso mache ich mir Sorgen um Deutschland und die gesamte westliche Welt, die alle Regeln der Zivilisation bricht und einen rassistischen Übergriff auf Russen geradezu herbeisehnt. Nirgendwo habe ich verhehlt, daß ich Putin für einen Verbrecher und ein Verhängnis für Rußland halte. Aber ich denke auch an meine Schüler. Gerade an meiner Schule sind in vielen Klassen über die Hälfte der Schüler Kinder, deren Eltern aus der Sowjetunion oder Rußland stammen. Viele von denen reden wie ihre Eltern und bewundern Putin. Da kann ich nicht einfach mit dem Holzhammer kommen und ihnen zeigen und sagen, wo es langgeht. Denen muß ich erst einmal zuhören und kann dann vorsichtig argumentieren. Wenn aber diese Kinder und Jugendlichen das Gefühl bekommen, ausgeschlossen und ausgegrenzt zu werden, werde ich mich auf ihre Seite stellen, und zwar ohne Vorbedingungen. Diese jungen Menschen können nichts für die Taten des russischen Staatsoberhaupts. Es ist so furchtbar, daß gerade diejenigen, die überall rechte Haßrede sehen, so sehr hassen können und jegliche Kontrolle über ihre Gefühle verlieren. Man sagt, der Firnis der Zivilisation sei dünn. Falsch, er ist noch viel dünner! Eigentlich ist er schon ab.
Liebet Eure Feinde, tut wohl denen, die Euch hassen. Nein ich kann nichts christliches mehr in Deutschland erkennen. Die Fratze des Teufels ist überall erkennbar.
Der anständige (deutsche) Bürger – eine Sichtweise – ein Fundstück jüngst im Internet gelesen: Der Bürger, anständig er ist, wenn Folgsamkeit wird nicht vermisst, wenn er marschiert, wie es gewünscht, und kapiert, dass wie es ist, es ist, weil es nicht anders ist, und nicht sein kann! Der anständige Bürger, hält sich dafür, er eckt nicht an, er fügt sich stets, und Widerstand heißt meckern! Er kleckert nicht, klotzt kräftig ran, er steht für seine Herren, stets den Mann, er fügt sich in sein Schicksal ein, und freut sich dessen obendrein! Er gibt sich zufrieden, mit dem was man ihm gibt, er gibt sich zufrieden, mit dem, was er hat, er versteht es zu leiden, und freut sich darüber, solang mit Liebe, dies seine Herren erwidern! Und schlägt man ihn, auf die eine Wange, so hält er gern die andere hin, von Almosen, lebt er recht lange, und Keuschheit, steckt ihm im Geiste drin! Er fügt sich treu, in seine Herde, er gibt sich ganz dem Teamgeist hin, das Kollektiv hat er verloren, der Ellenbogen simuliert den Gewinn! Und so kämpft er, gegen seines Gleichen, und nicht nur weil’s sich reimt, geht oft er über Leichen, er ist der Untertan schlechthin, der alles tut, doch ist es nur gut, für seine Herren, nicht für seines Gleichen! (Berthold Brecht)
Bekloppt genannt zu werden, war früher eine Schmähung - heute ist es ein Alleinstellungsmerkmal deutscher Politiker in Regierungsfunktionen jeglicher Art! Wie soll sich das wohl ändern? MfG
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