Achgut.tv / 08.09.2023 / 06:00 / Foto: Achgut.com / 77 / Seite ausdrucken

Rückspiegel: Schon wieder ein „Deutschland-Pakt”

Alle ziehen an einem Strang und alle in eine Richtung, So wünscht sich Kanzler Olaf Scholz die deutsche Politik. Wie viel muss man vergessen haben, um nicht zu sehen, was das bedeutet? Mit Demokratie hat das jedenfalls nicht mehr viel zu tun.

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Heiko Stadler / 08.09.2023

Der Einäugige hat die Titanic mit einem Doppelwumms gegen den Eisberg gefahren. Jetzt will er die Opposition ans Steuer locken, damit er hinterher sagen kann: “Die Opposition war schuld”

David Matthas / 08.09.2023

Keine Panik auf der Titanic.!...Wenn der Kahn hier untergeht, einfach an Ricarda festhalten und klimafreundlich das nächste Festland ansteuern , seinen Pass wegwerfen , und darauf bauen , als Asylant auf genau so bekloppte Ureinwohner zu treffen , wie einst die Teutonen .

Gerhard Doering / 08.09.2023

Wie weit wollen die denn dieses scheiß Spiel noch treiben. Nur einmal angenommen die Ukraine fordert von uns ihre Landsleute, welche sich in Deutschland aufhalten um sich dem Wehrdienst zu entziehen eine sofortige Rückführung zwecks Mobilmachung. Was heißt da an einem Strang zu ziehen? Bekommen da auch Deutsche oder eingedeutschte einen Einberufungsbefehl. Da müssen die schnell vorher Deutschland den Rest geben damit die Renegaten freiwillig zurückgehen. Das wird ein ganz hervorragender Triepelwumms wenn wir mit Sturmgepäck und Filzstiefel an den Bahnhöfen stehen um an einem Strang zu ziehen und hoffen dass es schon nicht so schlimm wird.

Sabine Schönfeld / 08.09.2023

Nachdem wirklich jegliches, was diese Regierung tut, ganz offensichtlich darauf ausgelegt ist, alles von Wert in diesem Land zu zerstören, sehe ich mich ganz klar am anderen Ende des metaphorischen Stranges von Scholz in die Gegenrichtung ziehen. Denn mir liegt tatsächlich am Fortbestehen dieses Landes, dieser Gesellschaft, in der man noch vor Merkel wirklich gut leben konnte. Ich will auch, dass die Bürger hierzulande weiterhin eine Wohnung finden und ausreichend zu essen haben. Und auch als Frau sollte man abends unbesorgt nach draußen gehen können, ohne um die eigene Sicherheit zu fürchten, auch als Kind, auch als alter Mensch, jeder sollte das können. Ich würde auch gerne weiterhin in einem Rechtsstaat leben und ich hasse das Denunziantenunwesen aus tiefstem Herzen, das Faeser und Konsorten hier als Einschüchterungsinstrument gegen die Bürger gegen jegliches Grundrecht installiert haben. Weiterhin möchte ich in einer Gesellschaft leben, in denen die Sprache und wesentliche Werte grundsätzlich gleich sind, denn das braucht ein gutes Zusammenleben als Voraussetzung. Und ich will auch, dass hier wirklich jeder arbeitet, der es kann, denn Faulheit für alle - sprich bedingungsloses Grundeinkommen - ist mit einer funktionierenden Gesellschaft schlicht unvereinbar. Ich möchte gute Medien mit einer vernünftigen Berichterstattung und keine dümpfliche Manipulation. Ich möchte Wissenschaft, die sich um Erkenntnis bemüht, anstatt sich als Diener politischer Ideologie zu sehen. Sprich - ich möchte überhaupt gar nichts von dem, was Merkel und die Ampel dieser Gesellschaft angetan haben, denn mir blutet das Herz. Wie können sie es wagen, ein so gutes System für uns alle zu zerstören? Welch eine bodenlose Unverschämtheit, welch eine Hybris.

A. Ostrovsky / 08.09.2023

Zur gleichen Zeit in der Ost-Ukraine: Unter den ganz jungen entsteht eine vaterlose Gesellschaft. Sie organisieren sich selbst. Sie sind souverän. Und sie sprechen russisch. Sie sind nicht einer Meinung, ziehen nicht von vornherein an einem Strang, aber sie handeln das untereinander aus, ohne Todesopfer. Der Mensch an sich ist gut.

Peter Woller / 08.09.2023

Die halten doch gar keinen Streit um Widersprüche mehr aus. Das sind solche Mimosen. Deshalb muss ja auch eine Zivilgesellschaft her. In der sind dann alle der gleichen Meinung.

M.Müller / 08.09.2023

Es ist immer wieder erfrischend, auf die freitägliche Überraschung zu warten. Heute gab es für mich derer zwei. Die größte: Sie sprechen von der noch intakten Demokratie. Dies passt für mich so gar nicht zu vielen Ihrer Rückspiegel der letzten Monate. Einmal halten Sie für möglich, Scholz könnte Internierungslager für falsch oder nicht Geimpfte bauen. Ihre Prognose für Sesselmann war sinngemäß, dass er willkürlich daran gehindert wird, seinen Posten als Landrat anzutreten. Die Prüfung, ob er eventuell wegen rechtsextremistischer nachweisbarer Äußerungen nicht geeignet ist, war für Sie nur vorgeschoben. Scholz Deutschland-Pakt erinnert Sie an die DDR Volkskammer. Vor diesem Hintergrund muss es doch für Sie an Selbstverleugnung grenzen, von noch intakter Demokratie zu sprechen. Oder war es nur ein Versprecher? Meinten Sie “wieder” intakte Demokratie. Schließlich hat Aiwanger gestern gezeigt, was er unter schweigender Mehrheit und Demokratie zurückholen meinen könnte und Söder hat sich im Selbstversuch gleich angeschlossen. Vielleicht war das der Moment, seitdem die Demokratie wieder intakt ist. Die zweite Überraschung war meine so späte Erkenntnis, wie gut Sie Binsen verkaufen können. Zum Beispiel, dass Politik Kampf ist. Dazu möchte ich ergänzen: selbstverständlich ist auch Scholz Deutschland-Pakt-Vorschlag Teil dieses Kampfes. Allerdings darf dieser Kampf meiner Meinung nach die essentiellen Grundpfeiler unserer Demokratie nicht beschädigen. Die Prüfung, ob ein politischer Mandatsträger rechtsextremistische Gedanken vertritt, gehört für mich zum Beispiel eindeutig dazu.

Rainer Hanisch / 08.09.2023

Ja, der/die/das “Wähler” vergisst sehr schnell! Dieses “alle an einem Strang in die gleiche Richtung” war die Scheindemokratie in der DDR. Eigentlich hat die Staatsratsvorsitzende Merkel 16 Jahre lang ziemlich erfolgreich versucht, die Erinnerung daran wachzurufen. Aber kaum jemand hat’s geschnallt. Im Gegenteil: alle haben der Abrissbirne noch den Arsch geküsst.  Die “Nationale Front” nach DDR-Beispiel hat Bundesdeutschland ja schon wieder. Ausnahme: die Schwefelpartei (AfD). Und vielleicht noch ein paar - leider bedeutungslose - Kleinparteien.

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