Achgut.tv / 16.09.2022 / 06:00 / 89 / Seite ausdrucken

Rückspiegel: Europa hilft Armenien nicht

Aserbaidschanische Angriffe brachten den Krieg nach Armenien zurück. Aus Berlin und Brüssel kommt keine Hilfe für das bedrängte Land. Aserbaidschan wird von unserem NATO-Partner Erdogan unterstützt und keiner steht Armenien bei. Früher sprang manchmal Putin ein.

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Peer Munk / 16.09.2022

Keine Demos für Armenien, mit Unterstützung der besten Regierung aller Zeiten, sozusagen der fleischgewordenen Hochmoral? Keine armenischen Flaggen überall? Was ist da los? Ist Freiheit doch nicht gleich Freiheit? Gilt hier nicht mehr “wer nicht hilft, der macht sich schuldig”? Hat Annalena diesmal das Herz nicht auf dem rechten Fleck? Kein Klartext mehr von Habeck? Bin verwirrt.

T. Schneegaß / 16.09.2022

Die Lösung ist doch ganz einfach, um die Ehrlichkeit und moralische Integrität der Werte-Gemeinschaft zu beweisen: Der Aggressor Russland wird zum Verbündeten des Aggressors Asebaidschans und die überfallene Ukraine zur Schutzmacht des überfallenen Armeniens erklärt. Die EU lässt sich entsprechend jüngster Vereinbarung vom Juli 22 (siehe z.B. tagesschau. de vom 18.07.22: Von der Leyen: “Mit dieser Vereinbarung schlagen wir heute ein neues Kapitel in unserer Energiezusammenarbeit mit Aserbaidschan auf”) sowohl Gas vom Aggressor Asrebaidschan als gleichzeitig auch wieder vom Aggressor Russland durch Öffnung von NS2 liefern, mit dem “wir” das zweite neue Kapitel aufschlagen. Im Gegenzug werden Waffen sofort auch an Armenien geliefert. Der Vorwurf, Aggressoren und deren Opfer ungleich zu behandeln, ist vom Tisch. Bleibt Erdogan, der Unterstützer beider Aggressoren. Der wird NATO-Oberbefehlshaber Europas und hat sicherzustellen, dass die Ukrainer und Armenier die gelieferten Werte-Gemeinschafts-Waffen wertegerecht einsetzen und nicht etwa die Anlagen zur Energielieferung in den beiden Aggressorstaaten zerstören.

Oliver Lang / 16.09.2022

In Armenien ist Deutschland dafür bekannt zu schweigen, wenn Armenier von mit Deutschland verbündeten Turkvölkern gemordet werden. Wahrscheinlich wird es auch diesmal 90 Jahre dauern, bis eine “Diskussion” darüber in deutschen Parlamenten stattfindet - wenn dies die bis dahin zahlreichen Volksvertreter mit türkischen Wurzeln nicht auch dann noch verhindern.

Gabriele Klein / 16.09.2022

Als Christenverfolgung betrachtet, welche Islamisten u. Kommunisten vorübergehend eint wird mancher Widerspruch und manche Absurdität plausibel. Erdogan u. die Ayatollahs scheinen allerdings eines dabei zu vergessen, nämlich, dass sie selbst als nächstes auf der Abschussliste jener Freunde stehen unter deren frommem Kopftuch das rote Manifest hervorlugt. Was nun Putin anlangt, so kommt mir da immer das Lied aus Schuberts Deutscher Messe in den Sinn: “Wohin soll ich mich wenden….........”  Ja, so ists wenn “Christen” Christen um Ihres Glaubens willen verfolgen. ABer durchaus auch verständlich, denn jede “Ökumene” findet am 1. Gebot ihre Grenzen . Und dieses lautet nunmal bei woken Christen: Du sollst keine anderen Götter haben neben dem Präsidenten der für die Gleichheit aller sorgt (Ich mein jetzt bis auf ihn)  Seinen Namen wird er Dir bei Gelegenheit schon verraten, damit das mit der Ehrfurcht und der nächstenLiebe besser gelingt. Wo es den “Weihrauch” und sonstiges Zubehör für die heilige Wandlung gibt das weiß vielleicht sein “verlorener” Sohn,  sobald er von seiner Reise zurück ist.

Ulrich Bohl / 16.09.2022

giesemann gerhard / 16.09.2022 Als erstes haben Sie hier niemand aufzufordern zu verschwinden.  Wenn Sie andere Meinungen nicht ertragen und also die Wahrheit nicht hören wollen ist es mit Ihrem Demokratieverständnis wohl nicht so weit her. Einheitsmeinungen braucht niemand. Dass es damals noch keine Nato gab ist so simples Wissen, das ich es schon als Spaß verstehen muß wenn Sie darauf hinweisen. “Nicht zu wissen, was vor der eigenen Geburt geschehen ist, heißt, immer ein Kind zu bleiben.” (Cicero)

Frank Baumann / 16.09.2022

“18.07.2022 16:03 Uhr Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in Baku ein Gasabkommen mit Aserbaidschan unterzeichnet. Die EU wolle sich neuen, “zuverlässigen Energielieferanten” zuwenden.” Mooooment! Sie wollen hier doch keinen zuverlässigen Energielieferanten delegitimieren? Und nicht vergessen: Armenien und Ukraine, das sind völlig verschiedene Dinge, die man unter keinen Umständen miteinander vergleichen darf. Jeder Versuch des Vergleichs ist rechtsradikal und spaltet die freie, offene, demokratische Gesellschaft.

Frank Stricker / 16.09.2022

Kann in dem Zusammenhang nur die 60 Sekunden-Rede von Martin Sonneborn im EU-Parlament empfehlen. Wie er Frau von der Leyen in der Causa Armenien geradezu filetiert, einfach herrlich. Sonneborn , “Frau v.d.Leyen, ich habe sie anfangs nur für ein bisschen kriminell gehalten, aber sie sind auch moralfrei”........

Winston Schmitt / 16.09.2022

“Die Partei” ist ganz sicher grundsätzlich nicht ernst zu nehmen. Der Beitrag von Sonneborn auf youtube zu finden unter “Zur EU fällt mir nichts (mehr) ein…” - 60 Sekunden zur Lage der Union” ist allerdings in Bezug auf die Blau-Gelb verklärte Zumutung an der Spitze der EU eine treffende Schilderung. Köstlich und zutreffend zugleich.

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