Achgut.tv / 22.07.2022 / 06:15 / 54 / Seite ausdrucken

Rückspiegel: Lockruf für Denunzianten

In einem freiheitlichen Rechtsstaat ist es eigentlich klar: Man ist frei, alles zu äußern, was nicht strafbar ist. Jetzt will der Staat Meldestellen für verdächtige Äußerungen "unterhalb der Strafbarkeit" einrichten. Verlockend für Denunzianten.

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Heiko Loeber / 22.07.2022

“Dietrich Herrmann / 22.07.2022 Die Denunzianten kann man auch IM nennen.” // Ah! Und ich Dummchen m/w/d hatte bislang fälschlich geglaubt, “IM” wäre die Abkürzung für “Innen-Ministerin”!

A. Ostrovsky / 22.07.2022

Ich fordere einen antifaschistischen Schutzwall. Er muss durch alle Köpfe gehen, mittendurch!

Sabine Schönfelder / 22.07.2022

@Jens Richter als Anwalt des „Rückspiegels“ tätig ? ( ...was macht der Gesang?....) Meinungsfreiheit, wenn ich Ihnen das einmal erläutern darf, besteht darin, JEDER Meinung Geltung zu verschaffen UND abweichende zu tolerieren. Erst ein Perspektivenwechsel, verschiedene BLICKWINKEL eines Gegenstands, n e b e n e i n a n d e r,  komplettieren den Überblick; bilden einen Gesamteindruck, verdichten die Informationen. Es ist eines seriösen Journalisten nicht würdig, wenn er seine Mitarbeit in einem beachtlichen Medium der Meinungsvielfalt davon abhängig macht, daß in bestimmten Themenkomplexen nur seine Richtung vertreten werden d a r f. Diese alternativlose Meinungsverengung ist Voraussetzung zur gesellschaftlichen Denunziation. Das weiß Herr Broder ganz genau. He is „TOO clever to fail“. Und herzliche Grüße an Ilona Grimm !

Thomas Schmied / 22.07.2022

Unsere linksradikale Innenministerin Nancy (SPD) “stellt sich auf Demonstrationen ein”. Is klar! Sozialisten haben nur so lange mit Polizeigewalt von “Scheißbullen” ein Problem und liefern sich mit ihnen blutige Straßenschlachten, bis sie diese “Scheißbullen”  in ihrem Sinne politische Gegner und Demonstranten verfolgen lassen können. Da wird dann sogar noch ordentlich aufgerüstet! Heute konnte man das hier lesen: “Faeser lässt Taser testen” (dts von heute). Frau Innenministerin Nancy Taeser, die 2021 noch als Autorin in dem Magazin »Antifa« auftrat, hat jetzt die Macht über die “Scheißbullen” des Landes übernommen. Nein, lieber Herr Broder, glaube nicht dass der Herr mit diesem Weib ist. Eher die Gegenseite.

Paul Siemons / 22.07.2022

Nicht mehr für die Weltwoche zu schreiben, weil da “Putinversteher” am Werk sind, aber weiter für die Welt, wo die ganze Redaktion aus Verstehern besteht, von Greta-Verstehern über Baerbock-Versteher, Lauterbach-Versteher und Gedöns-Verstehern bis hin zu Merkel-Verstehern. Das hat etwas von “Wir kaufen nichts mehr beim Russen, dafür aber jetzt um so mehr in anderen Schurkenstaaten” und ist schon recht inkonsequent. Und es macht mir - nur in diese Sache! - sehr schwer, ein Broder-Versteher zu sein.

Dr Jens Richter / 22.07.2022

@Dr Stefan Lehnhoff: dann existiert er nirgends, Ihr “freier Rechtsstaat”. Jedes Land zieht Grenzen. Die Gesetze der (alten) Bundesrepublik garantierten die freie Meinungsäußerung und setzten nur dort eine Grenze, wo Volksverhetzung oder die öffentliche Verherrlichung des Nationalsozialismus der Tatbestand war. Diese Bundesrepublik ist einer DDR-ählichen Rebublik gewichen, und längst darf wieder der Tod der Juden öffentlich gefordert werden (“Hamas, Hamas, Juden ins Gas”). Eine grauenhafte Fehlentwicklung. Aber Sie können in jedes beliebige Land fahren. Überall werden der “freien Meinungsäußerung” gewisse Grenzen gessetzt. Nichts anderes hat Herr Broder geschrieben. Wenn Sie sich die totale Meinungsfreiheit fordern, biete ich Ihnen ein Gedankenexperiment an: Sie ziehen nach Dänemark, wo es erlaubt ist, öffentlich den Tod aller Deutschen zu fordern. Was hielten Sie davon?

Dr Jens Richter / 22.07.2022

@A.Buchholz: Sie scheinen einen anderen Begriff von Denunziation zu haben als ich. “Politik ist der öffentliche Streit über das richtige Leben.” (Sloterdijk, Kritik der zynischen Vernunft). Herr Broder kann öffentlich runternmachen wen er will. Und der Runtergemachte darf sich im Disput dagegen wehren. Denunziation hat überhaupt nichts mit Gesinnung, sondern ausschließlich mit der Methode der Kolportation zu tun.

Dr Jens Richter / 22.07.2022

@Sabine Schönfelder: Herr Broder kann schreiben, wo er mag und es auch unterlassen, wenn er mag. Seine Sache. Mir ist nicht bekannt, dass er den Versuch unternommen hätte, die Kollegen von der Weltwoche finanziell zu ruinieren. Ist nicht so schwer heute. Ein paar Kinderpornos auf die Rechner spielen und gleich petzen, dem Finanzamt einen anonymen Wink geben, irgenwas Anrüchiges aus der Vita finden. Hat er nicht getan und wird es hoffentlich nie tun.

Stephan Bender / 22.07.2022

“Die Großen sind nicht durch sich selbst groß, sondern durch die andern, durch alle die, denen es ein Entzücken bereitet, sie als groß zu erklären. Durch vieler Leute Würdelosigkeit entsteht diese eine überragende Ehre und Würde. Durch vieler Leute Kleinheit und Feigheit entsteht diese auf einem Punkt aufgehäufte Summe von Größe und durch vieler Leute Verzicht auf Macht diese gewaltige Macht. Ohne Gehorsam ist der Befehlshaber und ohne Diener ist der Herr nicht möglich.” (Robert Walser, 1878-1956)

B.Rehfeldt / 22.07.2022

Eine Vorstufe der Denunziation ist die Verächtlichmachung des Andersdenkenden. Begriffe wie Schwurbler, Bekloppte, Querdenker,  Putinversteher oder Zauberer von Oz ( wer früh genug bei Welt online unterwegs war, wird die erste Überschrift über ein Video des werten Autors gelesen haben) Ich finde es des Weiteren wohlfeil sich auf diesem Block über das Aufleben des Denunziantentum zu echauffieren, gleichzeitig aber bei Welt online journalistisch unterwegs zu sein.

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