Felix Perrefort / 07.03.2020 / 14:00 / Foto: achgut.com / 33 / Seite ausdrucken

Rückblick Hanau: Deutschlands Unfähigkeit zu vernünftiger Debatte

Knapp drei Wochen sind vergangen seit dem Anschlag in Hanau am Mittwoch, dem 19.02.20 gegen 10 Uhr abends, und der darauf folgenden sogenannten Debatte. Grund genug, ihren Verlauf Revue passieren zu lassen – im Hinblick darauf, was mit der gegenwärtigen Diskussionskultur grundsätzlich nicht stimmt.  

Bereits etwa zehn Stunden nach dem Massaker an den Besuchern zweier Shisha-Bars in Hanau, bei dem neun Menschen mit Migrationshintergrund sowie die autochthone Mutter des Schützen getötet wurden, hätte man wissen können, dass es sich um einen neuen Tätertypus handelt, der in den rassistischen Anschlägen von Halle bzw. Christchurch keine unmittelbaren Vorgänger findet. Am Donnerstagmorgen um acht Uhr war der Presse aus Sicherheitskreisen bekannt, dass der Täter Tobias R. Tage zuvor ein Video, das an die amerikanischen Bürger gerichtet ist, ins Internet gestellt hatte. In ihm spricht er von US-amerikanischen Militäreinrichtungen, in denen Kinder misshandelt und getötet sowie Teufelsanbetungen stattfinden würden. Spätestens seit etwa zwölf Uhr berichteten die Zeitungen davon, dass der Täter an einen mächtigen, konkret bestimmbaren „Geheimdienst“ glaubte, der „sich in die Gehirne der Menschen einklinkt und dort bestimmte Dinge dann abgreift, um dann das Weltgeschehen zu steuern“. Dass der Täter psychisch schwer erkrankt ist, lag zu diesem Zeitpunkt nicht nur nahe, sondern entsprach auch der Vermutung der Ermittler, worüber die Presse ebenfalls informierte. 

Wer sich auch nur ein wenig mit rechtslastiger Verschwörungsideologie auskennt, hätte aus den zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Informationen den Schluss ziehen können, dass die Ideologie von Tobias R. trotz aller oberflächlich-rassistischen Gemeinsamkeit mit der anderer „rechter“ Todesschützen eine sehr individuell konstruierte ist, die dementsprechend in erster Linie als das Produkt eines psychisch schwer erkrankten Menschen betrachtet werden muss. Damit ist nicht in Abrede gestellt, dass er Versatzstücke rechtsextremer und rechtsesoterischer Ideologie in sein Wahngebäude integrierte, um seine psychopathologischen Symptome für sich zu rationalisieren. 

Als Politiker, Journalist oder sonstwie in der Öffentlichkeit stehende Person hätte man bei diesem Erkenntnisstand zudem auf die Zugänglichkeit des Manifests warten können, von dessen Existenz ebenfalls bereits berichtet wurde, um das Täterprofil noch zu konkretisieren. Dessen präzise Bestimmung hätte es sodann erlaubt, das Massaker politisch einzuordnen und entsprechende Forderungen zu stellen, auf dass lösungsorientiert darüber debattiert werde, wie derart entsetzliches Leid künftig zu verhindern wäre. 

Das Volksempfinden der Guten

Wie zu erwarten, ist eine solche durch Rationalität und Empathie den tatsächlichen wie möglichen zukünftigen Opfern geleitete Debatte ausgeblieben. Wie ein Autounfall, bei dem man nicht wegschauen kann, nahm sie den durch die jeweiligen Partikularinteressen vorgezeichneten Verlauf. Während von rechter Seite tendenziell jede ideologische Verbindung zu Positionen der Alternative für Deutschland abgestritten wurde, was in Anbetracht beispielsweise des fremdenfeindlichen Malbuchs, mit dem die Fraktion aus Nordrhein-Westfalen Kinder agitieren wollte, so exakt natürlich auch nicht aufgeht, tat man links davon so, als hätte Tobias R. nur umgesetzt, was AfD-Politiker in Worten vorbereiten würden. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach beispielsweise wusste, dass es sich „1. um Terror, und 2. um einen rechten Rassisten“ handele, ja dass es „genau dieser Rassismus“ sei, den „die potentiellen Terroristen von der AfD täglich“ hören. 

Das impliziert ja nun, dass diese Partei täglich Vernichtungsfantasien gegenüber als minderwertig halluzinierten Staaten und „Rassen“ propagiere. Wie es denn sein könne, dass solcherart Rassismus nicht als Volksverhetzung zur Anklage gebracht wird, muss dort nicht beantwortet werden, wo man das Volksempfinden der gut gewordenen Mehrheitsdeutschen hinter sich weiß: Seiner Schlussfolgerung, dass die AfD mitschuldig sei, schließen sich einer Umfrage für die Bild am Sonntag zufolge 60 Prozent der Deutschen an. 

Die Debatte um Hanau zeigt in ermüdender Weise auf, dass mehr und mehr Menschen in diesem Land nicht (mehr) in der Lage sind, außerhalb politischer Kategorien zu denken. Konfrontiert mit einem brisanten Gegenstand, schalten sie unvermittelt in den Betriebsmodus des alltäglichen Schlagabtauschs, anstatt sich auf die Sachverhalte einzulassen und sie kritisch zu durchdringen. Weil die Fähigkeit zur Kontemplation sowie zur Denkanstrengung bei ihnen brachliegt, können sie den Gegenstand analytisch nicht von den politischen Kräfteverhältnissen isolieren, in die er eingelassen ist.

Noch bevor sie über ihn wirklich nachgedacht haben, müssen sie geradezu zwanghaft irgendetwas sagen. Suchen die noch Harmloseren, sich mit bekenntnishaften Distanzierungen und Allgemeinplätzen in Szene zu setzen – weil man es in Zeiten der sozialen Medien als privater und dennoch politischer Bürger offenbar nicht mehr mit sich aushält und deshalb stets als zivilgesellschaftlicher Lautsprecher auftritt –, instrumentalisieren die besonders Niederträchtigen anderer Menschen Leid schamlos dazu, gegen die jeweilige Konkurrenz vorzugehen.

„Verrohung des Diskurses“

Der linksliberale Verleger Jakob Augstein, der vom Simon Wiesenthal Center zu recht als ein einflussreicher Antisemit eingeordnet wird, schoss gegen Donnerstagabend diesbezüglich den Vogel ab: Den Mitherausgeber von Achgut.com, Henryk M. Broder, dessen Eltern Holocaust-Überlebende sind, machte er für rechtsextremen Terror verantwortlich: 

Die Wegbereiter der Gewalt haben Namen und Adresse: Sarrazin, Broder, Tichy, und andere, die die Verrohung des Diskurses vorangetrieben haben. Zuerst kommen die Worte, dann die Taten. Das ist bei den Rechtsterroristen so, wie bei den Islamisten.

Werden die Genannten derart als mit „Namen und Adresse“, also als privat auffindbare Personen beschrieben, kokettiert Augstein zumindest mit der Möglichkeit, dass andere das als Aufforderung zum „Hausbesuch“ verstehen. Damit tut er selbst, was er jenen unterstellt: Er macht sich zu einem „Wegbereiter der Gewalt“, der „die Verrohung des Diskurses“ vorantreibt – auf dessen aufhetzende Worte linksradikale Taten folgen könnten.

Augsteins Tweet illustriert damit in bilderbuchartiger Weise, was Adorno und Horkheimer in der sechsten These der „Elemente des Antisemitismus“ als pathische Projektion begreifen: „Regungen, die vom Subjekt als dessen eigene nicht durchgelassen werden und ihm doch eigen sind, werden dem Objekt zugeschrieben: dem prospektiven Opfer.“ Der Tweet zog seinerseits natürlich sehr viel Kritik auf sich, doch unabhängig davon, wie unbeschadet Augstein davon gekommen ist: Um das Hanau-Attentat ging es danach erst einmal nicht mehr. 

Auffällig ist, dass der psychischen Konstitution für gewöhnlich dann, wenn über gewalttätig gewordene muslimische Migranten berichtet wird, eine gewichtige Rolle beigemessen wird; auch sind deutsche Kommentatoren sehr schnell dabei, den in den Vereinigten Staaten verhältnismäßig leichten Zugang zu schwerem Geschütz zu problematisieren, wenn es um dortige Amokläufe geht; wenn aber ein psychisch schwer erkrankter Mensch sich legaler Weise im Besitz von Waffen befindet, wird weder darüber noch über den Umstand debattiert, dass er von den Behörden unbeobachtet agieren konnte. Die Wirklichkeit gerät dem deutschen Journalismus und weiten Teilen der Bevölkerung nur noch zum Material für ihre subjektiven Zwecke, die sie „antifaschistisch“ camouflieren. 

Tobias R. schrieb der Bundesstaatsanwaltschaft 

Ob nun Augstein, dessen Vater als Gründer des Spiegels „NS-Personal, insbesondere ehemalige Kader des nationalsozialistischen Sicherheitsdienstes, als Mitarbeiter rekrutierte“ (dlf.de, 23.08.2014), zur Hatz auf einen nonkonformistischen Juden bläst, SPD-Politiker gegen parteipolitische Konkurrenten mobilmachen oder die legalistisch-islamistischen Islamverbände, die trotz aller Erkenntnisse des Verfassungsschutzes und daran anknüpfender öffentlicher Kritik zu der Bundespressekonferenz nach Hanau eingeladen wurden und erwartungsgemäß „Islamfeindlichkeit“ und „antimuslimischen Rassismus“ als Ursache verkündeten – sie alle instrumentalisieren eine prinzipiell wichtige Debatte für politischen Landgewinn. 

Etwas, das es deshalb nicht mehr in den Mittelpunkt der Diskussion schaffte, meldete t-online.de bereits Donnerstagmittag um halb zwölf. 

Nach den tödlichen Schüssen von Hanau geben Dokumente, die t-online.de exklusiv vorliegen, einen Einblick in die Gedankenwelt des mutmaßlichen Täters. Demnach setzte der 43-jährige Tobias R. bereits vor Monaten einen Brief an die Bundesanwaltschaft auf, der in weiten Teilen identisch mit seinem späteren Bekennerschreiben ist.

Am Nachmittag des darauffolgenden Freitags bestätige die Bundesanwaltschaft den Eingang des Dokuments: 

In dem auf den 6. November datierten Dokument, das t-online.de vorliegt, beschrieb Tobias R. allerdings detailreich seine Wahnvorstellungen und auch seine rassistische Abneigung gegen Menschen anderer Herkunft. In der Version fehlen noch die Vernichtungsfantasien – das spätere Bekennerschreiben umfasst weitere fünf Seiten, die in der ersten Version nicht enthalten sind. Die Behörde nahm deswegen offenbar das Schreiben nicht zum Anlass, die Waffenbesitzkarte des Absenders zu überprüfen. 

Hätte der Anschlag von den Behörden verhindert werden können? Werden sie künftig besser reagieren? Müssen die Waffenkontrollen verbessert werden? Wäre der derzeitige Umgang mit geistig extrem verwirrten Menschen trotz der unschönen Geschichte der Psychiatrie zu überdenken? Welche Rolle spielte eigentlich das soziale Umfeld des Täters? Muss man sich letzten Endes nicht eine gewisse Ohnmacht eingestehen, weil man solche Anschläge letztlich nicht verhindern kann? Solche diskussionswürdigen Fragen hätten kontrovers debattiert werden können, ohne dabei außer acht zu lassen, dass potenziell mörderische Rassisten in vorangegangen Anschlägen Vorbildcharakter entdecken können, Nachahmungseffekte eintreten können, oder sich durch fremdenfeindliche Ideologen sowie gesellschaftliche Verrohungstendenzen ermutigen lassen.  

Schluss mit dem Debatten-Hijacking

Dass sich Tobias R. keinerlei Denkrichtung, Ideologie oder Community in hinreichender Eindeutigkeit zuordnen lässt, sich weder – wie der Halle-Mörder – in den Internetabgründen der Alt-Right-Bewegung radikalisierte noch als organisierter Neonazi in Erscheinung trat; dass er selbst den sogenannten „Aluhut“-Verschwörungstheoretikern zu irre gewesen sein dürfte und sich für AfD-Bundestagsreden vermutlich nicht sonderlich interessierte – all dies darf den Lagerkämpfern des Politbetriebs und der Zivilgesellschaft zufolge nicht zu laut geäußert werden, denn sonst verharmlose man den Rechtsextremismus. 

Der Standpunkt des Kritikers liegt jedoch nicht im Bestehenden in seiner links-rechten Einteilung. Abstrakt formuliert, säkularisiert die Kritik das theologische Befreiungsmoment des jüdischen Messianismus und zielt vom antizipierten Standpunkt einer versöhnten Menschheit aus auf die Abschaffung gesellschaftlich bedingten Leids, wobei sie Partei ergreift. Konkret bedeutete dies, ein Attentat wie das von Hanau im Hinblick auf die vernünftige Einrichtung der Gesellschaft zu debattieren, statt es dem Kulturkampf zwischen „progressiv“ und „ewiggestrig“ zu überantworten. Damit wäre für den Schutz jüdischen Lebens und von Minderheiten mehr getan, als mit dem gegenwärtigen so gratismutigen wie besinnungslosen Pseudoantifaschismus, in dem tendenziell jeder als Wegbereiter des Rechtsterrorismus gilt, der sich zu Merkels nicht nur judengefährdender Migrationspolitik kritisch äußert.  

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Jüdischen Rundschau.

Foto: achgut.com

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Leserpost

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Wilfried Cremer / 07.03.2020

Der Hanau-Attentäter gleicht in seinem Wahn exakt der Attentäterin auf Lafontaine. Der Unterschied: Der Staatsfunk musste damals noch nicht hetzen, um sich zu rechtfertigen.

Steffen Rascher / 07.03.2020

Nicht so tief greifend aber genau in dieser Richtung hab ich mich per Mail an verschiedene Politiker gewandt, um mich gegen die Hysterie zu stellen, die im Ergebnis nur Verlierer kennen kann und an der Problembearbeitung vorbeizielt. Von der Linkspartei, die ja neulich mal über Erschießungen, Zwangsarbeit und gewaltsame Umgestaltung der Gesellschaft debattiert hat, kam eine Antwort mit dieser Zeile: … und ich stemme mich mit jeder Faser meines Seins gegen die Propaganda von Rechten wie der AfD, die behaupten, der Täter sei schlicht ein Irrer ohne politische Motivation gewesen… Der Linke war ja wenigstens so nett auf meine Mail zu antworten. Das muss man heute bei der bereden Sprachlosigkeit schon als etwas Besonderes ansehen. Am nächsten Tag war die Debatte aber schon ein wenig anders denn der Vater des stadtbekannten Irren war auch ein stadtbekannter Irrer und ehemaliger Stadtrat von den Grünen noch dazu. Na das ist dann doch komplett irre. Wenn es uns nicht gelingt die im Untergangkampf der schon länger hier regierenden Parteien zu bändigen, endet das noch in Pogromen. Augstein der alte Antisemit hat schon immer mal den Stift gespitzt, um Adressen zu notieren um sie dann zu publizieren. Der Herr möge Hirn herunter werfen!

Michael Sachs / 07.03.2020

Sehr guter u. sehr klarer Artikel Herr Perrefort solche Kommentare gibt es in den MSM so gut wie gar nicht u. genau daran scheitert dieses Volk, Merkel u. Rot Grün haben es geschafft eine linke Gefolgschaft heranzuziehen die kritiklos das Denken ihren Linken Vordenkern überläßt, man möchte endlich zu den Guten gehören nach dem Hitlertrauma, daß das evtl. schon wieder eine Falle ist mit dem neuem Namen Antifaschismus das hatten schon Vordenker der Frankfurter Schule gewußt, das die neuen Faschisten nicht als Faschisten daherkommen sondern als Antifaschisten aber so weit will kein Linker denken das ist viel zu anstrengend. Das komische an der Sache ist das Merkel immer gewinnt egal wie oft sie verliert, das muß am Mutterkomplex der Deutschen liegen.

Marco Stein / 07.03.2020

Es gibt nur noch eine Spielregel. Und die besagt alle Parteien außer der AfD darf alles sagen dürfen, ohne dass es als Unsinn, Diffamierung oder Nazisprech bewertet oder diskutiert werden könnte. Jüngstes Beispiel von den LINKEN, da wird auf dem Parteitag ohne jeden Widerspruch des Herrn Reixinger fabuliert, dass man endlich mal aus der Metablase herauskommen sollte und man dazu 1% der Reichen erschiessen muss. Die Hofberichterstatter halten sich stramm links bedeckt. Kein Diskussionsbedarf, da aus linksrotzgrüner Quelle. Alles Gut also. Der selbe unfaßbare Schwachsinn aus dem Mund eines AfD Politikers 1% Kommunisten zu erschiessen hätte eine nicht endende Kampanie gegen jeden einzelnen AfD Politiker gegeben, brennende Autos von AfD-lern, dazu natürlich Märche gegen Rechts in jeder Staat, Rücktrittsforderungen, Lichterketten, an Dämlichkeit kaum zu überbietende Statements von Claudia Roth, Saskia Esken, Angela Merkel….... etc. und ein ARD Brennpunkt um 20:15.  Blödheit ist nur gut, wenn sie aus dem richtigen Lager kommt. Deshalb auch keine Diskussionen.

Karl-Heinz Vonderstein / 07.03.2020

Wenn man so tut als hätten bei so einer schlimmen Tat praktisch die komplette AfD, sogenannte Hater, Hetzer und Rassisten im Netz oder auch Journalisten, die u.a. kritisch über die Merkelsche Migrationspolitik und den Islam geschrieben haben, mitgeschossen, ist das eine Instrumentalisierung von übelster Sorte und dient nur dazu eine für die anderen Parteien unangenehme und störende Partei und für die anderen Journalisten, die dem linken oder linksliberalen Mainstream verpflichtet sind, unangenehme und störende Kollegen und Menschen überhaupt, die als Andersdenkende gelten und somit als nicht gesellschaftsfähig befunden werden, als unmoralisch hinzustellen, zu diffarmieren, auszugrenzen, zu verteufeln und mundtot zu machen. Bei den Gutedeutschen, schreibe mit Absicht Gutedeutschen und nicht Gutmenschen, hab ich immer das Gefühl, die wollen all die Schandtaten der Nazis und all die Fehler, die man damals begang (Weimarer Demokraten), dass es überhaupt so weit kam, im Namen des heutigen demokratischen Deutschlands wieder gutmachen und all das, was heute auch nur im kleinsten schon als ein Beginn so einer Entwicklung, wie sie damals ihren Lauf nahm, gilt, sofort zu bekämpfen oder rückgängig und nichtig zu machen (auch undemokratisch).

HaJo Wolf / 07.03.2020

Links ist das neue “Mitte”, die Politiker der Altparteien (eine Analogie zu Altpapier ist gewollt) überschlagen sich mit Forderungen und Gesetzesvorschlägen zum Kampf gegen rechts. Derweil hofiert die Politik die Ex-SED und deren linksradikale Mitglieder (naja, erschießen wir halt die Reichen… ist schon ok), finanziert die linke SA (Antifa) und linksradikale NGO (Kahane und Co). Die in Bälde wieder über die nicht existenten Grenzen schwappenden Horden werden willig aufgenommen, ob dabei auch Corona-Infizierte sind, ist nicht von Belang und wird auch nicht geprüft. Ich sage es ganz offen, selbst auf die Gefahr hin, dass der Kommentar nicht veröffentlicht wird: es helfen keine demokratischen Mittel mehr, denn wenn sie unliebsame Ergebnisse zeigen (Thüringen), werden sie einfach “rückgängig gemacht”. Solange, bis es Merkel und Co und dem linksgrünen Gesindel in Presse und Politik in den Kram passt. Ich bin inzwischen der Überzeugung, dass nur eine Revolution dieses System der vorsätzlichen Vernichtung Deutschlands aufhalten kann. Ob es eine friedliche Revolution sein wird? Ich befürchte, nicht. Käme morgen ein liberalkonervativer Mann (von mir aus auch eine Frau) mit einem vernünftigen Konzept für die Zukunft, mit konkreten Vorschlägen zur Abschaffung dieses linksgrünen Unsinns, mit der Fähigkeit, unser Land politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren, und würde dieser Mann/diese Frau zur Revolution aufrufen, ich wäre dabei.

Wolf Hagen / 07.03.2020

Ein markantes Problem in der heutigen Debattenkultur die unübersehbare (Allgemein-) Bildungsferne großer Teile der deutschen Gesellschaft. Dies hat u.a. mit den Inklusionsphantasien diverser Gutmenschen zu tun, nach denen jeder auch wirklich bei Allem mitmachen kann und muss, egal ob er dafür geeignet und/oder daran interessiert ist. Dabei spielt die Einwanderung bildungsferner Menschen ebenfalls eine Rolle, denn selbst der kleine, in vierter Generation in Deutschland lebende und dennoch mehr radebrechende, denn Deutsch sprechende Ali muss unbedingt das Abitur schaffen. Also müssen auch für alle anderen die Leistungsanforderungen gesenkt werden, um bloß nicht rassistisch zu wirken. Das Ergebnis sieht man immer wieder in den sozialen Medien, wo viele Leute (auch autochthone Deutsche) nicht mal in der Lage sind, einen einfachen Satz fehlerfrei zu schreiben (trotz Autokorrektur).  Man möchte oft einfach nur schreien: “Rettet DEM Dativ!” Selbiges fällt einem sogar oft bei Journalisten und Lehrern auf. Menschen, die aber weder korrekt lesen und schreiben können, verstehen leider auch meist keine längeren Texte, schon gar nicht mit einer maximal 30-sekündigen Aufmerksamkeitsspanne eines hyperaktiven Eichhörnchens. Daraus erwachsene massive Defizite zeigen sich schnell in Themenfeldern, wie Politik und Geschichte, wo viele Dinge einen langen Kontext haben. Nun kann man natürlich sagen, ungebildete Menschen gab es schon immer. Nur waren diese Menschen auch nie in der Lage, ihre Unbildung als Standpunkt zu verkaufen und weiter als bis zur nächsten Kneipe zu tragen. Heute jedoch sind sie dazu nicht nur in der Lage, sondern werden nahezu dazu gedrängt. Sei es, weil sie unbedingt mitreden müssen, egal bei welchem Thema, oder weil das Idioten-TV diverser Formate ihnen vorgaukelt, schwachsinnige Standpunkte seien völlig normal. Im Endeffekt muss man sich also nicht wundern, wenn Idioten eine idiotische Regierung wählen und die Debattenkultur aussieht, wie sie eben aussieht.

Steffen Rascher / 07.03.2020

Nicht so tief greifend aber genau in dieser Richtung hab ich mich per Mail an verschiedene Politiker gewandt, um mich gegen die Hysterie zu stellen, die im Ergebnis nur Verlierer kennen kann und an der Problembearbeitung vorbeizielt. Von der Linkspartei, die ja neulich mal über Erschießungen, Zwangsarbeit und gewaltsame Umgestaltung der Gesellschaft debattiert hat, kam eine Antwort mit dieser Zeile: … und ich stemme mich mit jeder Faser meines Seins gegen die Propaganda von Rechten wie der AfD, die behaupten, der Täter sei schlicht ein Irrer ohne politische Motivation gewesen… Der Linke war ja wenigstens so nett auf meine Mail zu antworten. Das muss man heute bei der bereden Sprachlosigkeit schon als etwas Besonderes ansehen. Am nächsten Tag war die Debatte aber schon ein wenig anders denn der Vater des stadtbekannten Irren war auch ein stadtbekannter Irrer und ehemaliger Stadtrat von den Grünen noch dazu. Na das ist dann doch komplett irre. Wenn es uns nicht gelingt die im Untergangkampf der schon länger hier regierenden Parteien zu bändigen, endet das noch in Pogromen. Augstein der alte Antisemit hat schon immer mal den Stift gespitzt, um Adressen zu notieren um sie dann zu publizieren. Der Herr möge Hirn herunter werfen!

Markus Kranz / 07.03.2020

Das Problem ist doch, dass Linke Rassismus immer dann dufte finden, wenn es gegen Amis, Israelis oder Europäer geht - siehe IS, Hamas, BDS - und immer dann schlecht, wenn sie es dem Westen vorwerfen können.

fritz böse / 07.03.2020

Im Namen der Bundesknzlerin A. Merkel, des Bundesresidenten, des gesamten Bundeshabinetts und jakob Augstien sei gesagt, daß die offene Kritik an den offiziellen Stellungnahmen zu Hanau unverzeihlich ist und der Demokratie schadet! Auch die fortwährende Behauptung, daß es sich um einen Geisteskranken handelte, den man hilflos sich selbst überliess, obwohl die zuständigen Ämter genauestens informiert waren ist nur eine soziale Konstruktion. Denn es kann kein Zweifel daran bestehen, daß sich der Geisteszustand des Täters in Nichts von dem der eingangs Genannten unterscheidet. Bereits in Kinderfilmen aus Hollywood ist schließlich zu sehen, daß Zeitreisen möglich sind, auch um rückwirkend die gesamte Menschheit auszurotten. Ganz im Sinne der großen Vorsitzenden der Koalition und mit ihren Worten: Wenn wir das dann sehen, dann müssen wir schauen ob wir das nicht ändern können! (sic!)

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