Bereits die ersten Abschätzungen der Kosten für das von einem Konsortium aus 20 deutschen Konzernen unter Führung der Münchner Rückversicherung geplante Unternehmen sind gigantisch. 400 Milliarde Euro soll das Projekt verschlingen, das dafür 15 Prozent des bei uns benötigten Stroms liefern soll. Allerdings gibt es auch ernsthafte technische Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieses Unternehmens. So beträgt das Wasserbedarf für Andasol 1 für 20 MW durchschnittlicher Leistung satte 870.000 m³ pro Jahr. Dieser Aspekt dürfte gerade in Wüsten besonders interessant sein. Auch der Gedanke unsere Stromversorgung von der politischen Stabilität afrikanischer Länder abhängig zu machen, behagt nicht jedem. Hinzu kommt, dass auch die Übertragungsleitungen ein reizvolles Ziel für terroristische Angriffe abgeben dürften. Aufgrund dieser Unsicherheiten werden nun auch aus dem Konsortium selbst erste kritische Stimmen hörbar, die das Ziel Europa mit Strom aus der Sahara zu versorgen inzwischen relativieren.