Felix Perrefort / 28.10.2023 / 13:00 / Foto: Pixabay / 12 / Seite ausdrucken

RND: Mit Hamas-Zahlen gegen Israel zündeln 

Beim Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) werden unbelastbare Hamas-Zahlen reißerisch aufbereitet. Das heizt die Stimmung gegen Israels Selbstverteidigung an. 

Schlampiger Journalismus beim RND, das zu einem Fünftel der SPD gehört: Bei Angabe der Opferzahlen auf palästinensischer Seite wird nur sehr versteckt erwähnt, dass sie von der Hamas stammen. Diesen Umstand erfährt man dagegen sofort bei der FAZ, der Kleinen Zeitung und Boerse.de; alle drei Medien weisen zudem direkt darauf hin, dass die Zahlen sich gegenwärtig nicht unabhängig überprüfen lassen, auch das steht bei RND erst ganz zuletzt, bis wohin kaum einer liest. Dafür erstellt das Medium reißerische Grafiken, die deutlich mehr Tote auf palästinensischer als auf israelischer Seite visualisieren. Auch dass zwischen getöteten Zivilisten und Terroristen nicht unterschieden wird, fällt unter den Tisch.

Die Hamas hatte erst kürzlich ohne jeden Beleg die Schuld für von Arabern (Islamischer Dschihad) versehentlich getötete Araber den Juden gegeben, dabei die Opferzahl um mindestens 200 erhöht (lt. US-Geheimdienst), nach europäischen Geheimdienst-Angaben sogar verzehnfacht bis ver-50-facht (siehe hier). Nach Belegen gefragt, sagte ein Hamas-Sprecher, man hätte keine, man möge doch einfach vorbeikommen. Warum man vor Ort mehr sehen sollte als auf den eher unspektakulären Parkplatz-Fotos, bleibt unklar, die ausgebrannten Autos und kleinen Löcher im Boden sprechen jedenfalls eher für die niedrigeren europäischen Schätzungen, außerdem für den Einschlag einer Palästinenser-Rakete, wofür Israel und das Wall-Street-Journal überdies überzeugende Belege erbrachten. Zu erwarten wäre, dass die eingangs erwähnten Opferzahlen auf palästinensischer Seite von der Hamas ebenso (maßlos) übertrieben werden wie die der „Krankenhausopfer“. Sicher ist einzig und allein, dass sie sich nicht gegen Israel verwenden lassen, weil nicht belastbar und irreführend.

Aber was interessiert das die Qualitäts-Journos beim RND, deren Hamas-Diagramme, die sich als seriöse, objektive Daten tarnen, arabische Mobs auf deutschen Straßen anheizen. Auch deutsche Palästinenser-Versteher lassen die Stirn runzeln; fast schon vergessen das Grauen von vor drei Wochen, das der Barbarei damaliger NS-Schlächter nacheiferte. Informiert vom RND, das inspiriert von der SPD ist, beginnt nicht nur in Hasan und Farah, sondern auch in Bernd und Ute eine Wahnidee Gestalt anzunehmen, in der die Juden in Gaza brutaler vorgingen als die islamistische Variante der Waffen-SS zuvor in Israel.
Es ist unerträglich.

Lesen Sie auch: Unsterbliche Nahost-Legenden und wie man sie zerlegt.

Felix Perrefort ist Redakteur und Autor bei der Achse des Guten. 

Foto: Pixabay

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Franz Klar / 28.10.2023

Vielleicht werden die arabischen Mobs und Möbse auch reißerisch aufbereitet ,  um Zornesfeuer in der Bevölkerung gegen die Palästinenser zu entzündeln ? Die Medien rackern jedenfalls 24/7 (diesmal bisher ohne Erfolg) , um wie 2015ff und zu Coronazeiten das Regierungsnarrativ der Blankoscheckdiplomatie zu Bernd und Ute zu transportieren ...

Gert Lange / 28.10.2023

Den “offiziellen” Medien ist nicht (mehr) zu trauen. Das müsste jedem spätestens seit Coronna aufgegangen sein, oder?

Thomas Holzer, Österreich / 28.10.2023

Mit Verlaub, Herr Perrefort, aber das war doch leider von Anfang an klar, daß die gemeuchelten Juden binnen kürzester Zeit zu Tätern “stilisiert” werden, und mit ihnen alle Juden, egal ob säkular, orthodox, oder was auch immer. Für den (woken) Westen gilt: Jude bleibt Jude. Insofern habe ich so meine Zweifel an aufrichtiger Anteilnahme der politischen Klasse, nicht nur in Deutschland. Israel sollte eigentlich verbieten, daß israelische Fahnen, aus angeblicher Solidarität, an öffentlichen Gebäuden gehisst werden. Gratismut ist der schändlichste “Mut”. Am Yisrael Chai!

Ingo Schöler / 28.10.2023

Wenn das Foto tatsächlich aus dem Gaza Streifen ist, sollte man die Hamas unbedingt mit einer CO 2 Steuer beauflagen, wenn die dort so rumkokeln.

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