Von Andreas Zimmermann.
Wer sich auf stille, aber falsche Grundannahmen verlässt, stellt meist die falschen Fragen. Die richtige zu Corona heißt beispielsweise: Gab es überhaupt eine Pandemie? Und zu Magdeburg: Warum müssen deutsche Weihnachtsmärkte geschützt werden, ungarische aber nicht?
Auf Karl Valentin geht das schöne Zitat zurück „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.“ Und weil das heutzutage dank des Internets und der sozialen Medien auf fast alle Themen zutrifft, möchte ich mich heute weniger auf das Sagen, sondern stattdessen auf das Fragen konzentrieren. Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Zitate, die betonen, wie wichtig es ist, die richtigen Fragen zu stellen. So hat der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss einen Wissenschaftler nicht etwa anhand seiner Ausbildung oder Reputation, sondern folgendermaßen definiert: „Der Wissenschaftler ist kein Mensch, der die richtigen Antworten gibt, sondern einer, der die richtigen Fragen stellt.“ Der deutsche Psychologe Rainer Mausfeld nähert sich dem gleichen Thema gewissermaßen von der anderen Seite, wenn er sagt: „Wenn sie dich dazu bringen können, die falschen Fragen zu stellen, müssen sie keine Angst vor den Antworten haben.“
Beide Ansätze sind gleichermaßen wichtig, wenn man politische und gesellschaftliche Diskussionen zu praktisch jedem Thema verstehen will. Während Fragen aus verschiedenen Gründen falsche Fragen sein können, ist der Zweck falscher Fragen allzu oft, von den richtigen Fragen abzulenken, so dass diese gar nicht erst gestellt werden (natürlich werden falsche Fragen oft genug auch schlicht aufgrund von Blödheit gestellt).
Häufig handelt es sich bei den richtigen Fragen um übergeordnete Fragen, deren richtige Beantwortung die gesamte Diskussion in einen anderen Kontext stellen würde. Am besten hat diesen Mechanismus vielleicht Noam Chomsky beschrieben: „Der schlaueste Weg, Menschen passiv und gehorsam zu halten, ist, das Spektrum an akzeptabler Meinung streng zu beschränken, aber eine sehr lebhafte Debatte innerhalb dieses Spektrums zu ermöglichen – sogar die kritischeren und die Ansichten der Dissidenten zu fördern. Das gibt den Menschen ein Gefühl, dass es ein freies Denken gibt, während die Voraussetzungen des Systems durch die Grenzen der Diskussion gestärkt werden.“
Die übergeordnete Frage: Gab es eine Pandemie?
Betrachtet man seine Aussagen während der Corona-Pseudopandemie, dann muss man leider zu dem Schluss kommen, dass Chomsky sein eigenes Zitat offensichtlich nicht verstanden hat. Dabei stellt die Corona-Pseudopandemie das beste Beispiel aus der jüngeren Zeit dar, um diesen Mechanismus zu veranschaulichen. Denn auch wenn es während dieser Zeit reichlich politmediale Versuche gab, Diskussionen völlig zu unterdrücken, wie Lothar Wielers berühmten Auftritt mit der Aussage „Diese Regeln werden wir noch monatelang einhalten müssen“, so Lothar Wieler: „Die müssen also der Standard sein. Die dürfen nie hinterfragt werden. Das sollten wir einfach so tun“.
So gab – und gibt – es ja trotz allem und nach wie vor zahlreiche Diskussionen, etwa zur Frage, ob Masken die Ausbreitung respiratorischer Viren beeinflussen, welche Maßnahmen angemessen und welche übertrieben gewesen wären, oder auch, ob die Nutzen-Kosten-Bilanz der sogenannten „Covid-19-Impfstoffe“ positiv oder negativ sei. Aktuell flammt gerade wieder einmal die Frage auf, ob, und wenn ja, aus welchem Labor SARS-CoV-2 eigentlich stammt.
Alle diese Fragen und Diskussionen ergeben aber überhaupt nur dann Sinn, wenn man stillschweigend davon ausgeht, dass es so etwas wie eine Pandemie überhaupt gab. Die übergeordnete Frage, die man in diesem Fall stellen und richtig beantworten muss, und auf die Thomas Maul hier auf der Achse des Guten am beharrlichsten hingewiesen hat, lautet daher: Gab es eine Pandemie? Und sofern man damit meint, dass ein Erreger Auswirkungen auf die Morbidität und Mortalität auf Bevölkerungsebene haben muss, gibt es nur eine Antwort auf diese Frage: Nein, es gab keine wie auch immer geartete Corona-Pandemie, auch wenn die Tagesschau dies auch Anfang 2025 nach wie vor wahrheitswidrig behauptet.
Aber das muss sie natürlich auch, denn würde der öffentlich-rechtliche Rundfunk zugeben, dass die sogenannte „Corona-Pandemie“ eine reine polit-mediale Erfindung war, dann würde das ganze, auf Lügen gebaute Kartenhaus, das der ÖRR seit nunmehr vier Jahren unterstützt, zusammenfallen. Und damit würde – und sollte – sich auch jede weitere Diskussion zur angeblichen Sinnhaftigkeit irgendwelcher Maßnahmen von Schulschließungen über „Maskenpflichten“ bis zur fürchterlichen Impfpflicht für Soldaten und Mitarbeiter des Gesundheitswesens erübrigen.
Welche stille Grundannahme ist unterlegt?
Wenn es keine Pandemie gab, können Maßnahmen nicht richtig sein – und schon allein die Frage, ob eine Maßnahme gegen „die Pandemie“ wirksam oder unwirksam war, ergibt keinen Sinn, wenn es nie eine Pandemie gab. Das Einzige, was dann bleibt, sind die furchtbaren gesundheitlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schäden, die die Verantwortlichen absichtlich und unabsichtlich angerichtet haben. Und dieses Urteil gilt für alle Fragen und Diskussionen, die auf der Grundlage gestellt und geführt werden, dass es eine Pandemie gegeben hätte.
Deshalb ist es so wichtig, sich bei politischen Diskussionen nicht durch die übliche Kakophonie in den Medien ablenken zu lassen, sondern sich bei jedem Thema zunächst zu überlegen, welche stille Grundannahme eigentlich getroffen beziehungsweise welche übergeordneten Fragen nicht gestellt werden. Denn genau dieses Problem zeigte sich nicht nur bei der polit-medialen Behandlung der Corona-Pseudopandemie, sondern bei fast jedem politischen oder gesellschaftlichen Thema und mustergültig gerade auch wieder bei der Diskussion über den jüngsten Terroranschlag in Deutschland, der Mord- und Terrorfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt mit fünf Toten und unzähligen Verletzten.
Zunächst wurde heftig diskutiert, ob es sich bei dem Attentäter um einen verdeckten Islamisten oder doch um einen Anhänger von AfD und Elon Musk handelt, nur um die Diskussion etwas später zu der Frage abzuleiten, ob denn das Sicherheitskonzept des Magdeburger Weihnachtsmarktes angemessen gewesen wäre (z.B. hier hinter Bezahlschranke, Überschrift und Teaser sind aber völlig ausreichend).
All diese Scheindiskussionen und sinnlosen Fragen lenken letztlich aber wie bei Corona nur von der entscheidenden Frage ab, die eigentlich die Grundlage jeder Diskussion zu diesem Terroranschlag bilden sollte. Und weil ich anfangs geschrieben habe, dass ich mich in diesem Artikel auf das Fragen konzentrieren möchte und ohnedies jeder die Antwort kennt, werde ich an dieser Stelle auf die Antwort verzichten und die Frage für sich stehen lassen: Warum benötigen Weihnachtsmärkte in Deutschland überhaupt ein Sicherheitskonzept, Weihnachtsmärkte in Ungarn dagegen nicht?
Das ist die übergeordnete Frage, die nicht nur am Beginn jeder Diskussion zum Terroranschlag in Magdeburg stehen sollte, sondern die auch jeder Wähler am 23. Februar für sich beantworten sollte, bevor er seine Stimme abgibt.
Andreas Zimmermann ist promovierter Naturwissenschaftler und lehrt an einer deutschen Hochschule. Er schreibt hier unter einem Pseudonym.
Beitragsbild: U.S. Marine Corps photo by Lance Cpl. Jody Lee Smith - Gemeinfrei, via Wikimedia Commons
A. Ostrovsky / 05.01.2025
@Christoph Schwiers
Ich betrachte es, womöglich vereinfacht, so : Atommüll (aus Kraftwerken) ist Rohstoff . „“Atommüll„ , wie in der Asse verklappt , ist unverantwortlich.
Kunst ist, was sich eine Gesellschaft in ihre Museen stellt; und Pandemie, was Virologen (und Politiker) zu einer solchen erklären.
Lieber Kollege Zimmermann, seit 25 Jahren schreibe ich in meine Syllabi, daß das Kursziel ist, daß die Studenten neue Fragen mehr schätzen als alte Antworten. Seit Mai 2020 sage ich daher auch, daß es keine neue Krankheit gibt. Meine Studies haben seit 2011 die Antwort auf die gekannt, ob es eine Pandemie gibt, weil ich einen Case zur Schweinegrippe besprochen habe. Es gibt keine Erderwärmung, es gibt keine gesunden Transen und es gibt keine Pandemie
Ein sehr guter und knapper Artikel, der Wahrheitsfindung, durch die richtige essentielle Fragestellung, sehr gut fokussiert.
@V.Kleinophorst: Ja, und die Amerikaner waren 1969 mit ihrer Apollo-Mission auf dem Mond. Kraft der Saturn V-Rakete und der Technik von 1969 und trotz der für Mensch und Technik hoch gefährlichen „Van Allen Belts“. Die ARTEMIS Mond-Mission vom Nov. 2022 diente trotzdem, wie #nasa.gov# am 31. Jan. 2018 offiziell mitteilte, dem Zweck, „die Van Allen Belts 60 Jahre nach Amerikas erstem Raumfahrtprogramm zu studieren“. Originaltext: →The outer belt is made up of billions of high-energy particles that originate from the Sun and become trapped in Earth’s magnetic field, an area known as the magnetosphere. The inner belt results from interactions of cosmic rays with Earth’s atmosphere. Satellites that unwittingly or intentionally venture into the belts can be damaged by the radiation, which could have an impact on unprotected astronauts as well. ♦Understanding the dynamics of this region is essential for protecting technological assets and planning crewed space missions.♦ (! ! !) „Our current technology is ever more susceptible to these accelerated particles because even a single hit from a particle can upset our ever smaller instruments and electronics,“ said David Sibeck, Van Allen Probes mission scientist at NASA’s Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland. „As technology advances, it’s actually becoming even more pressing to understand and predict our space environment.“- – - Abstand Erde-Mond: zw. 358.000 und 369.000 Kilometer ||| Erde-ISS: ca. 220 Kilometer ||| Höhe Erdorbit ca. 36.000 Kilometer.
@Gido von Bertholdstein – #Warum richten sich alle Gesetze, Verordnungen, Vorschriften und Denkansätze der Regierungen seit Merkel gegen die Bevölkerung – gegen die Interessen der großen Mehrheit der Deutschen?# – Hier wird nach dem Grundsatz verfahren: # Alles, was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter.# Es handelt sich um ein Langzeitprojekt: Bildungsforscher wollen Belastungsgrenzen austesten; also herausfinden, welchen Impulsen die Schmerzfreien noch standhalten. Politik kann nicht nur schön sein, sondern auch Spaß machen.
Wurde adäquat reagiert? Eben nicht. Die Bevölkerung wurde anstatt sie zu beruhigen über Jahre in einen panischen Dauerzustand versetzt. Kritiker und Impfskeptiker wurden dämonisiert, stigmatisiert und ausgegrenzt. Warum hat man Millionen Menschen so behandelt?