News-Redaktion / 01.04.2020 / 11:30 / 15 / Seite ausdrucken

Die Rezession hat schon vor der Corona-Krise begonnen

Neu vorgelegte Wirtschaftszahlen der Bundesländer für 2019 offenbaren, dass der Abschwung in großen Teilen des Landes schon vergangenes Jahr Realität war, meldet welt.de. Das gehe aus den Daten hervor, die die Statistischen Ämter der Länder zu Wochenbeginn veröffentlicht hätten. Das Bundesland mit der schlechtesten Jahresbilanz sei 2019 Rheinland-Pfalz gewesen. Das Land, in dem Europas größter Chemiekonzern BASF seinen Sitz habe, musste demnach einen heftigen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 Prozent verkraften. Für die rheinland-pfälzische Wirtschaft sei das ein dramatischer Absturz im Vergleich zum Vorjahr gewesen. 2018 seien die Betriebe noch um 1,3 Prozent expandiert. Nicht ganz so schlecht sehe die Jahresbilanz für das Saarland aus: Minus 0,6 Prozent. Allerdings sei es für das kleinste Flächenland schon das zweite Minusjahr in Folge gewesen.

Einen herben Rückschlag habe 2019 auch für Baden-Württemberg gebracht. Einen echten Rückgang Kontraktion habe die Wirtschaft im Südwesten zwar noch vermeiden können. Doch mit einem Miniplus von 0,1 Prozent habe die Industriehochburg unterdurchschnittlich abgeschnitten. Auch NRWs BIP-Veränderung bewege sich mit 0,2 Prozent knapp über der Nulllinie. Bayern habe die Produktion ebenfalls nur unterdurchschnittlich steigern können. Insgesamt habe Deutschland vergangenes Jahr ein BIP-Plus von 0,6 Prozent geschafft.

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Lisa-Karin Leigenbruch / 01.04.2020

Der Auto- und Maschinenbau war schon vorher deutschlandweit in der Rezession. Weil man in den Bereichen teilweise gute Rücklagen und auch langfristige Tarifverträge hatte, war man mit dem Personalabbau milde. Alleine die mittelfristigen Folgen davon hätten Deutschland dieses Jahr sektorübergreifend kräftig in die Rezession gedrückt. Mit Corona landet man jetzt in einer Krise, die weit über die Lehman Pleite hinausgeht. In Österreich ist die Arbeitslosigkeit gerade um 50% gestiegen. In Deutschland wird es auch bitter werden.

H.Roth / 01.04.2020

Ganz sicher hat die Regierung schon solide Pläne, (fur sich) das Beste aus der Krise zu machen, und es danach dem Zufall zu überlassen, ob sich alles wieder regeneriert. Sage ich als Realist. Wäre ich ein Optimist, würde ich meine Hoffnung darauf setzen, dass sie sinnvolle Pläne ausarbeiten. Zum Beispiel eine Diäten-Diät für Politiker, dazu eine konsequente Reduzierung der unnötigen Staatsdiener, sofortige Steuersenkung, die Wirtschaft von bremsenden, staatlichen Auflagen und EU-Bürokratismus befreien und für billigen Strom sorgen. Und manches andere.

Detlef Fiedler / 01.04.2020

Genauso ist es! Es wird alles letztendlich auf die Seuche geschoben bzw. mit ihr begründet werden. Und der Soli ist noch nicht tot, da kommt schon der Corona-Soli aus der Schublade gekrochen. Das Poster-Girl der SPD hat ja heute schon mal einen Knaller in die Runde geworfen. Alle kriegen dann zum Eintopfsonntag eine schöne Urkunde wo drauf steht “Gold gab ich für Eisen” oder so ähnlich. Vielleicht auch ein Corona-Kreuz am Bande.

Johannes Schuster / 01.04.2020

Ich wage hier eine Prognose: Wenn Europa ausgehend von Deutschland - als Konstrukt aus der Bedingung des Krieges seine Geburtspsychose nicht auf die Reihe kriegt und Deutschland nicht aufhört seinen Sozialismus nach dem nationalen Sozialismus für das einzig Wahre der Staatsführung zu verkaufen, wird dieser Akt der Geschichte nicht gut ausgehen, wie das auch immer ausfallen mag dieses Ausfallen des geschichtlichen Stereotyps. Deutschland hat nicht die selig machende Philosophie, die die Herrschaft über das Universum ermöglicht und das Heil auf Erden darstellt. Die Rezession in die Wahrheit daraus, dem Markt seine Herrschaft abgesprochen zu haben um an seine Stelle die Planung gestellt zu haben. Man hat dem Gang der Dinge das Ding vor den Gang des Marktes gestellt und wundert sich mit abscheulicher Dummheit, daß sich nicht fügt und regelt aus dem Kopfe, was Angebot und Nachfrage regeln würden. Merkel hat das Problem aller Pfarrerskinder: Sie glaubt durch den Glauben aus den Büchern etwas vergotteter zu sein als andere und daß dem heilig gechulten Wesen mehr Heiligkeit und Richtigkeit kraft des Glaubens entgehe, als anderen Daseinsformen. Das Konzept aus einer marktwirtschaftlich aufgelaufenen Krise heraus kommt aus dem Bedarf, nicht seiner inflatierten Suggestion kraft einer kognitiven Handlung von Oben. Das Fluten der Märkte mit Geld ist der Plan, ohne Nachfrage zum scheitern verurteilt. 100 Jahre Krisen und keinen Wimpernschlag gescheiter….

Jürgen Fischer / 01.04.2020

»Nichts ist so fein gesponnen, es kommt doch an das Licht der Sonnen« (Erika Fuchs). Es kommt, was kommen muss, und alle Versuche, es zu vermeiden, werden scheitern. Der Zeitpunkt, an dem kein weiterer Aufschub mehr möglich ist, rückt immer näher. Unerbittlich.

Tobias Meier / 01.04.2020

Mein Reden seit Tagen: Corona ist das Beste, was der Regierung passieren konnte. Die Ausrede für den wirtschaftlichen Abschwung wird auf dem Silbertablett geliefert. Und nicht nur das: hochgejazzt von den Medien kann man sich als großer Krisenmeister aufspielen. Seit Mitte März steht für mich außer Frage, dass der gemeine Michel nächstes Jahr erneut die GroKo wählen wird. Einziges Trostpflaster ist, dass die Grünen von der gegenwärtigen Krise so gar nicht profitieren können, im Gegenteil. Verwundern tut dies indes nicht, denn anpacken und unbürokratische, realitätsnahe Lösungen finden war noch nie die Stärke der Ökos.

Rolf Mainz / 01.04.2020

Zum Glück im Unglück kann die Bundesregierung ja auf die Seuche als (alleinige) Krisenursache verweisen. Desinformation beherrscht man(frau) ja schliesslich bestens.

Gudrun Mayer / 01.04.2020

Solange die Bevölkerungsmehrheit mindestens im absoluten Existenzminimum lebt, also das Allernötigste an Essen, Unterkunft und medizinischer Versorgung hat, kommt es nicht zu einem Verzweiflungsaufstand, sondern die Tendenz zu Wohlstandsaufständen, die in D sowieso nie sehr groß war, geht unter. Die politische und die mediale Klasse können es sich leisten, weit über dem verarmten Pöbel zu thronen und weitere Wirtschafts- und Gesellschaftseperimente durchzuführen. So, und nur so, geht Sozialismus! Ob er national oder weltgemeinschaftlich soll, macht einen Unterschied mehr in den Phrasen als im realen Handeln. Zu Kriegen (“humanitären Interventionen”) geneigt, paranoid bei jedem Gedanken an Skeptiker, rabiat in der Verfolgung derselben und nicht zuletzt offen oder leicht verschleiert antisemitisch, überhaupt minderheitenfeindlich, ist jeder Sozialismus. Und obwohl es gegen die sozialistischen Theorien verstößt, grenzt er praktisch auch die körperlich oder geistig Schwächeren, die Alten und Behinderten aus.

toni Keller / 01.04.2020

es gibt für die Zukunft, i.e die nächsten Monate zwei mögliche Szenarien. Das erste, welches die meisten Leute erwarten ist, es geht mit all den Sperren, den Kontakverboten, den Homeoffices und der Kurzarbeit, bzw dem Zwangsurlaub so weiter wie bisher und es bleibt für den einzelnen alles so wie es derzeit ist. D.h. das Draussenstehenmüssen und sich Anschnauzenlassen, dass man den Sicherheitsabstand nicht einhält, wird bleiben, aber kaufen wird man nachwievor alles können (kurzes Update es gibt wieder Klopapier) und auch online bestellen geht nachwievor und das Geld fließt auch. Das würde aber bedeuten, dass die Mehrzahl der Büros unnötig sind und man auf viele Arbeitsplätze eigentlich verzichten kann. Das andere Szenario ist, so langsam bricht hierzulande einiges zusammen, offene Grenzen und ungehinderter Welthandel sind so notwendig wir ihre Verteidiger es behaupten und die vielen kleinen Leute, die Haare schneiden, Blumen verkaufen, beim Klamottenkauf beraten, bzw den anderen kleinen Leuten via Mietzahlung erlauben einzukaufen damit der Staat die Mehrwertsteuer abschöpfen kann, sind diejenigen die den Laden am Laufen halten. Egal was geschehen wird, auch wenn man morgen alle Verbote aufhebt und das Leben wieder normal wird, es bleibt das schale Gefühl, dass die Dinge nicht so sind wie man jahrelang gepredigt hat.

Volker Kleinophorst / 01.04.2020

@ B. Freiling Sie haben so recht. Aber die Leut hören nicht zu, oder nehmen das nicht ernst. Wenn man darauf hinweißt. “Woher weißt du das?” “Stand ja nun sogar im Mainstream.” Auch das mit der großen Transformation in Davos.” “Kann ich mich nicht dran erinnern.” oder “Was du da wieder reininterpretierst.” Orwell nennt das “vorsorgliche Dummheit”. @ J. Themlitz “Rom ist schliesslich auch nicht an einem Tag untergegangen.” Genau mein Humor. :)

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