Peter Grimm / 20.01.2024 / 14:00 / Foto: TimsAI / 22 / Seite ausdrucken

Revolution an der Autobahn-Baustelle

Für Linksextreme sind es sicher schwere Zeiten, denn sie finden kaum öffentliche Resonanz. Sie können angreifen, was oder wen sie wollen, alle Aufmerksamkeit ist nach rechts gerichtet. 

So mancher Linksextremist könnte im Moment mit der ungerechten Wirklichkeit etwas stärker hadern als üblich. Alle Medien kümmern sich seit Tagen nur noch um das „Geheimtreffen“ und den „Geheimplan“ von Potsdam, und niemand nimmt deren Aktionen zur Kenntnis, obwohl das System aktiv sabotiert wurde. Auch bei Achgut ist das dieser Tage so, obwohl hier doch sonst immer mal wieder der Blick auf die Aktionen dieser Revolutionäre geworfen wurde.

Das wollte ich, um der Gerechtigkeit willen, ein klein wenig ausgleichen und schaute mal auf indymedia nach, was dieser Tage so für die Weltrevolution getan wurde. Und siehe da, unter der schönen Überschrift: „Switch-Off the System of Destruction. Berlin-A100-Baustelle angegriffen!“ wird zur Revolution an der Autobahn aufgerufen. Also nach der Überschrift wurde eine Baustelle angegriffen, aber in der folgenden revolutionären Prosa geht es eher darum, warum solche Aktionen wichtig sein sollen. Also tauchen wir zur Abwechslung mal wieder in diese Gedankenwelt ein:

„Sabotage ist ein unmittelbares Werkzeug, um die Vorhaben der Herrschenden aufzuhalten. Eines ihrer gigantischen Mega-Projekte ist der Weiterbau der ‚Autobahn 100‘ in Berlin. Wir denken, dass es einer Vielfalt an unterschiedlichen Methoden bedarf, die sich nicht nur auf einen symbolischen Widerstand begrenzen. Der Bittruf an die herrschende Politik, ihre Instanzen und an der demokratische Raison diese Betonschneise mitten durch Berlin abzuwenden, ist vergeblich. Lasst uns unsere Wut in Mut umwandeln und ihre Profiteure, ihre Verantwortlichen, ihre Baufahrzeuge angreifen. Mit unseren Ideen und unserem Handeln wollen wir Stück für Stück einer Gesellschaft näher kommen, in der die Naturzerstörung durch den Kapitalismus, seine kriegerischen und technologischen Auswüchse, die Unterdrückung des Menschen über den Menschen, endlich der Vergangenheit angehören."

Ja, es gibt sie noch, die Revolutionäre, die kämpfen statt reden wollen. Und nicht nur an der A100, sie fühlen sich selbstverständlich auch anderen Genossen verbunden.

„Während hier in Berlin, einige Initiativen und Zusammenhänge, jede auf ihre Art und Weise, gegen den Ausbau der A100 kämpfen, wurde in dieser Woche in Hannover das Protestcamp ‚Tümpeltown‘ und die Waldbesetzung in Leinemasch mit Hilfe der üblichen Staatsbütteln geräumt und gerodet... auch dort sollen in den nächsten Jahren Hunderte Milionen von Euro in den Straßenbau gepumpt werden. Unsere Sabotage soll ein feuriger Gruß nach Hannover sein!

Gegen ihre Mega-Projekte, gegen ihre Welt!
Für die Anarchie!“

Die unterzeichnenden Anarchisten haben es ziemlich schwer, denn heutzutage ist ja auch der Gegner – also der Staat – selbst auf dem Geschäftsfeld, den Autobahnbau zu sabotieren, aktiv. Wie will man gegen eine so starke Konkurrenz bestehen?

Foto: TimsAI

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D.Graue / 20.01.2024

Ganz wichtig ist, dass bloß keine Cordhosen in der Nähe sind wenn man sich irgendwo öffentlich zur Meinungsäußerung zusammenfindet. Die Bauern sind exemplarisch auch sehr bemüht, nicht dem nächsten großdeutschen Reich zur Manifestation zu verhelfen, während sie den Hampelmännern die sprichwörtliche Mistgabel zeigen. Kontaktschuld ist ja der heiße Scheiss seit Corona. Die Schafe die bei der Kälte ihr Wochenende opfern, bevor sie Montag wieder fleißig anschaffen rammeln, um die benötigten Penunzen für die linksgrünen Spinnereien abgeben zu dürfen, denen erzählt aber niemand vorm Tatort, mit welchen Gestalten sie da untergehakt und Seite an Seite gegen pöse Purschen demonstriert und Fähnchen geschwenkt haben. Woher sollen sie dann wissen, dass sie am Montag früh im Stau stehen, weil die netten Leute vom Samstag an der Baustelle gekokelt haben, oder dass die netten Leute nicht nur gegen Nazis, sondern gegen so ziemlich alles, vor allem Recht und Ordnung, sind. Wogegen die da alle konkret protestieren, nichtmal das wissen die doch.

sybille eden / 20.01.2024

Herr Bertram SCHARPF, - ... aber doch, zu mindestens 70 % !

Lao Wei / 20.01.2024

Da habe ich noch ein schier unendliches Betätigungsfeld vorzuschlagen: Windmühlen Schreddern! Abgesehen vom volkswirtschaftlichen Nutzen, wäre gleichzeitig - als „Abfallprodukt“ - dem Naturschutz ein großer Dienst erwiesen. Also ran an die von ANTIFA so sehr geliebte „Handarbeit“. Brüder und Schwester im Geiste werden jauchzen, wenn denen ersatzweise, die Kreuze einer Klimasekte abhanden kommen?

Birgit Hofmann / 20.01.2024

Äh, ist das in der Mitte von dem Bild das abgestürzte Berliner Raumschiff mit Scholz und Habeck an Bord ? Hab wahrscheinlich die falsche Brille auf…..

R. Matzen / 20.01.2024

Sie sagen es in Ihrem letzten Satz! Der Staat als Saboteur! Wenn Sie die A100 durch fünf teilen, kommen Sie auf die A20! Wenn ich mir hier ansehe, wie in Schleswig Holstein der Weiterbau der A20 von dem kleinen Daniel und seinen grünen Spießgesellen seit Jahren hintertrieben wird, die Schleswig Holsteiner sind manchmal wirklich zu langmütig sich das alles gefallen zu lassen, dann kann das doch nur Sabotage an einem der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Norden sein. Von der Fehmarn-Belt-Querung und ihrer Hinterlandanbindung, dem Ausbau der A7 und dem Ausbau der Eisenbahn von Hamburg nach Kiel und Flensburg ganz zu schweigen! Dies sind nun durchaus keine Steckenpferde, die hier geritten werden, sondern, im Grunde genommen, ganz Skandinavien, Mecklenburg Vorpommern und das nördliche Polen verlangen danach! Insbesondere der Bau der A20 würde ENDLICH eine hamburg-ferne Umgehungsmöglichkeit Hamburgs schaffen, die anders als bei der A7 und dem ständig überlasteten Elbtunnel, nicht zu einer „innerstädtischen“ Straße in Hamburg vergewaltigt werden kann. Und ihre Vorbilder in Berlin und München hätte…

D. Schmidt / 20.01.2024

Die Linke und deren Abklatsch (Grüne. Sozen und Co.) können sich nicht x-mal um ihre eigene Achse drehen. Am Ende werden sie verlieren. Wie alle anderen Staaten und “Despoten” mit dieser Gesinnung in der Vergangenheit auch. Schade nur, dass alle anderen derzeit wieder einmal darunter mitleiden müssen. Kommt davon, wenn der Mensch unfähig ist, dazuzulernen. Der Mensch ist immer noch unreif (siehe Ampel Gedöns) . Sonst wäre es doch wohl anders als jetzt, oder?

Detlef Rogge / 20.01.2024

Man wähnt sich immer noch im Verteidigungsmodus gegen das “Schwei..system”, wo man doch längst Teil des miefig-piefigen, links-grünen Establishments geworden ist.

Lutz Herrmann / 20.01.2024

“Sabotage ist ein unmittelbares Werkzeug, um die Vorhaben der Herrschenden aufzuhalten.” Das sollen sich bitte viel mehr indigene Bevölkerungsgruppen merken, und diese Karte ausspielen. Windparks und ihre Profiteure warten nur darauf.

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