News-Redaktion / 06.04.2021 / 20:06 / 19 / Seite ausdrucken

Reitschuster-Appell: “Wehrt Euch gegen die Youtube-Zensur!”

Boris Reitschusters Youtube-Kanal wurde binnen kürzester Frist erneut gesperrt. Vor unser aller Augen tritt hier ein Internet-Monopolist die Meinungsfreiheit geradezu demonstrativ in die Tonne. Boris Reitschuster hat einen Appell für Kollegen und Leser aufgenommen, in dem er erklärt, was hier auf dem Spiel steht. Derzeit ist das Video noch unter der hier eingebetteten Adresse erreichbar. Achgut.com berichtete über den Fall bisher hier und hier.

Kaum hat Youtube die Sperrung für meine Live-Übertragung von der Demo in Stuttgart zurückgezogen, blockiert Google meinen Kanal erneut: Für eine Liveübertragung von einer Demo in Berlin.

So groß der Wunsch ist, es sich schön zu denken und schön zu reden: wir befinden uns in einem Krieg gegen die Meinungsfreiheit. Großkonzerne und Staat sind dabei eine unheimliche Allianz eingegangen. Die Entwicklung läuft seit Jahren, doch einen neuen, traurigen Höhepunkt erreichte sie mit der Löschung des Twitter-Accounts von US-Präsident Donald Trump nach dessen Abwahl. Wie immer man zu ihm stehen mag – ihn mundtot zu machen, ist durch nichts zu rechtfertigen.

In Deutschland hat die Regierung mit ihrem Netzwerkdurchsetzungsgesetz massiven Druck auf die Internet-Giganten ausgeübt, die diesem zum Teil willfährig nachgaben. In Wirklichkeit ist das Regelwerk ein Meinungsfreiheitszersetzungsgesetz. Nichts spricht dafür, dass die drastische Entwicklung stoppt. Im Gegenteil: Je widersprüchlicher die Politik wird, je weniger sie auf Fragen antworten kann, umso mehr setzt sie auf die Unterdrückung freier Meinungsäußerung.

Erschreckend ist, wie viele das unterstützen. Wie viele das ABC von Meinungsfreiheit nicht verstehen. Und nicht durchschauen, dass die Zensur heute nicht vom Staat durchgeführt wird, sondern auf Antrieb des Staates. In Unternehmen. Schauen Sie sich hier meinen Appell an – an Kollegen mit anderer Meinung, sich auf die Werte der Freiheit zu besinnen. An Kollegen, die kritisch wie ich denken, sich zu vernetzen und zu kooperieren. Und an Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu helfen, der Zensur ein Schnippchen zu schlagen. Im Kampf David gegen Goliath sind gute Ideen entscheidend. Ein paar reiße ich in meinem Video an.

Ich gebe dieses Video ausdrücklich für jeden frei und freue mich über jeden, der es auf Youtube auf seinen Kanal, und sei er noch so klein, hochlädt! [Anm. d. Red.: Download hier] Setzen Sie ein Zeichen! Gemeinsam sind wir stark! 1000 Dank!

Wenn Sie mehr über die aktuelle Entwicklung des Falles wissen wollen, finden Sie hier auf Reitschuster.de die neuesten Informationen – und auch Links, unter denen Reitschusters Beiträge auffindbar sind, falls der hier eingebettete Link nicht mehr funktioniert.

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E Ekat / 06.04.2021

Wer glaubt, daß die SZ den Reitschuster aus der BPK entfernt sehen wollte ohne dazu eine Beauftragung zu haben, wer glaubt, daß diese youtube- Aktion nicht die Fortsetzung dieser Kampagne darstellt, wer glaubt, daß solches Kesseltreiben zufällig entstehen, der würde sich selbst dann nicht vom Gegenteil überzeugen lassen, wenn dazu Geständnisse der Initiatoren vorlägen. Iin die Puschen kommen wir erst, nachdem die Kartoffeln ausgehen. Nicht enttäuscht sein, Herr Reitschuster, an in Deckung befindliche Journalisten zu appelieren lohnt nicht. Darüber hinaus würde ich youtube nicht als lediglich Getriebenen darstellen, wenn man berücksichtigt, wie die sich in den USA gegen Trump agiert haben. Eine beauftragende BRD- Regierung wäre, so besehen, nur Teil eines viel größeren Problems.

P. Wedder / 06.04.2021

„ Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“ (Martin Niemöller)

Renate Bahl / 06.04.2021

Reitschuster sowie Achse,Tichy und einige mehr gehören zu meiner täglichen Lektüre. Ich danke hier ausdrücklich der Achse, dass sie uns dieses Video zugänglich gemacht und somit Solidarität gezeigt haben. Das Ziel steht wohl nicht in Zweifel. Ich kann nur hoffen, dass uns diese Blogs noch lange erhalten bleiben, aber ich traue dem Frieden nicht. Waidwunde Tiere werden auch zur Gefahr, und diese Regierung ist äusserst angeschlagen. Und das die vor Nichts zurückschrecken zeigen sie jeden Tag in aller Deutlichkeit.

Horst Jungsbluth / 06.04.2021

Sehr geehrter Herr Reitschuster, es geht nicht nur um die Meinungsfreiheit, die nach Artikel 5 GG gewährleistet ist und die ausgerechnet jene unterdrücken, die nach dem gleichen Artikel für sich die Pressefreiheit in Anspruch nehmen, übrigens auch dann, wenn sie bewusst lügen und betrügen. Es geht um das Benennen von unumstößlichen Tatsachen und zwar von eindeutig kriminellen Aktionen von Politik, Ämtern, Justiz und den Medien, die wie ab 1989 in Berlin nach dem Start des SPD/AL-Senats dazu führen sollten, dass praktisch NVA und Stasi nach Westberlin ungehindert einmarschieren konnten, um sich dortige Vermögen anzueignen und mit den Bürgern als Geiseln in Bonn Kasse zu machen. Nach einem Strategiepapier wurden damals mit gefälschten Vorschriften!!! und unzutreffenden Gründen unbescholtene Bürger (Selbständige und Hauseigentümer) wie Verbrecher gejagt, während man diesen den roten Teppich ausrollte, weil die Justizsenatorin Limbach “Täter interessanter als Opfer fand”.  In Zwischenzeit kontrollieren Mafia, arabische Clans und vietnamesische Menschenhändler große Teile der Stadt und nicht wenige kassieren dreist soziale Leistungen, obwohl bereits 1991 Staatsanwälte der Justizsenatorin in einem offenen Brief vorwarfen, dass “sie mit ihren Maßnahmen die rechtstreuen Bürger dem organisierten Verbrechen ausliefere”.  Ich jedenfalls musste um mein Leben rennen, verlor meine Existenz und keine Sau interessiert das. Insofern haben Sie fast noch “Glück”, dass sie “nur” abgeschaltet wurden. Machen Sie trotzdem weiter, aber seien Sie auf der Hut, dieses Land ist schon wieder gefährlich.

Sabine Heinrich / 06.04.2021

@Thomas Doll: Klasse! DANKE!

Rupert Reiger / 06.04.2021

Die dienlichen Big Tech sollen sich keineswegs sicher fühlen, denn wenn sie ihre Schuldigkeit getan haben, dann kommen sie auch dran.

Paul Siemons / 06.04.2021

“Ich würde nie sagen, dass es in der DDR so war wie heute in der BRD.” (Uwe Steimle, vom MDR geschasst)

Arno Josef / 06.04.2021

Diese unheilige Allianz durchzieht mittlerweile die ganze Konzernwelt und die Politik. Es gibt immer mehr Konzerne, die ihre Daten in Clouds unterbringen, die selbstverständlich den großen amerikanischen Konzernen gehören. Und das sich nicht nur allgemeine Dokumente, da ist faktisch alles hinterlegt. Dazu kommt mit TikTok der nächste große Player an Bord, der sich mit rasender Geschwindigkeit breit macht. Und es geht ausschließlich um den Unternehmensprofit, der maximiert werden soll. Diese Unternehmensmacht wendet sich gegen alle, die ihr schaden will. Und schaden kann hier auch die Politik. Abgesehen von dem etwas dämlichen Interview von Mark Zuckerberg mit Abgeordneten des Europaparlaments hätte ich gerne im Hinterzimmer gelauscht. Und auch heute werden die großen Unternehmen, die Googles, Amazons, Facebooks und Akamais und Konzerne in Berlin wöchentliche Konsultationen haben und unverbindliche Gespräche über die weitere Vorgehensweise führen. Nicht umsonst sind die Corona Regeln der Telekom 1:1 der allg. Empfehlung der Regierung. Ohne ausreichend Druck wird sich da nichts bewegen. Egal was man über Trump denken mag, an dem Punkt hat er richtig gelegen. Er hat nur unterschätzt, dass z.B. Twitter sich gegen ihn wenden könnte. Das ist kein spiel mehr.

Reinhardt, Gottfried / 06.04.2021

Es gibt neben google auch andere Suchmaschinen. Da wäre zum Beispiel duckduckgo. Jeder sollte sich überlegen, was man tun kann.

Jonas Jäger / 06.04.2021

Vielen Dank für ihren Einsatz! Eine Schande ist das! Unterstützung sollte bald bei Ihnen ankommen.

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