Eigentlich ganz einfach, in der Politik jedenfalls: rechts ist schlecht, alles andere gut. Zumindest besser als rechts. Dreiviertel der Wähler haben das erkannt. Oder sie glauben daran, gemäß Sonntagsfrage. Als Kind hatte man mit rechts und links mehr Probleme. Rechts ist dort, wo der Daumen links ist, und links ist ... Doch was, wenn man die Hand dreht, nicht auf den Handrücken, sondern auf den Handteller guckt? Einer meiner Freunde wusste noch früher als ich: Gabel links, Messer rechts! Warum, fragte ich mich, umgekehrt ging‘s doch auch! Ein anderer von uns, ein etwas Älterer, wusste das mit links und rechts ganz anders: Wenn man in die Richtung guckt, wo die Sonne aufgeht, dann ist dort links. Und rechts geht sie unter. Sonnenklar! Bis, Jahre später, der Erdkundelehrer, Herr Schneider, uns einredete, das mit links und rechts gelte nicht für Australien, nicht für Südafrika und so weiter, denn auf der Südhalbkugel sei es genau umgekehrt. Die Sonne gehe dort rechts auf und links unter! Warum? Man wende sich ja, wenn man auf der Südhalbkugel in Richtung Sonne guckt, um 180 Grad (und nicht etwa, wie später von politisch prominenter Seite vorgeschlagen, um 360 Grad!). Am Pult stehend, deutete Herr Schneider die Wende an und zeigte, wie aus links rechts wird.
Als Bürger (d. h. sowohl die Bürgerinnen als auch die Bürger) bekommt man über die Medien tagtäglich erklärt: Rechts ist schlecht, einfach weil es grundschlecht ist. Kinder lernen kaum vor dem vierten Lebensjahr, rechts von links zu unterscheiden. Bis hin zum achten, ja zum zwölften Lebensjahr werden sie dahingehend immer sicherer. Allerdings haben damit noch so manche im Erwachsenenalter ihre Probleme. Dann spricht man von einer Rechts-Links-Schwäche. Bis zu 30 Prozent der Erwachsenen sollen davon betroffen sein. Räumlich ist das gemeint, denn die politische Rechts-Links-Schwäche mag größer sein, zumindest im Osten unseres Landes. Einen Fachbegriff gibt es für diese „Krankheit“ nicht. Üben, üben, üben heißt es dann. Sowieso und immer, denn üben müssen wir ein Leben lang. Gleichviel wofür. Ganz und gar nicht gleichgültig ist das den Politikern und den Medienleuten. Sie unterscheiden feinste Spielarten von rechts und links, drehen ständig an den Stellschrauben, Farben werden zugeordnet und diese in unterschiedlichen Tönungen. Dabei geht es ihnen eigentlich gar nicht so sehr um links oder rechts, sondern um Sein oder Nicht-Sein.
Der Instanzenweg
Die Frage nun, wo sich die Rechts-links-Unterscheidung abspielt. Natürlich nicht im Magen oder im Gedärm, sondern im Kopf. Und dort nicht irgendwo, sondern im Gehirn. Das Wo und das Wie aber, gleich ob räumlich oder politisch gemeint, ist alles andere als klar. An die 100 Milliarden Nervenzellen und noch weit mehr Gliazellen stehen dafür bereit. Jede einzelne dieser Nervenzellen brilliert mit tausenden Funktionszuständen, die sich zudem ständig ändern. Auf 10 hoch 1 Million schätzt man die Kombinationsmöglichkeiten in unserem Gehirn. Und das bei „nur“ 10 hoch 80 Teilchen in dem von uns erfahrbaren All. Zwar gibt es Funktionszentren in unserem Gehirn, die aber sind so mannigfaltig verknüpft, dass es schier unmöglich ist, für die räumliche oder die politische Orientierung jeweilig Hirnregionen als Instanzen anzugeben. Selbst wenn das möglich wäre, weiß man heute, dass gleich wo sich im Gehirn arbeiten die Instanzen nicht wie unsere Ämter Tippel-Tappel-Tour, sondern „ganz einfach“ und viel, viel schneller parallel.
Zwar haben wir ein mehr oder weniger klares Gefühl für oben und unten, vorn und hinten und, etwas später im Leben, für links und rechts, aber nirgendwo im Gehirn finden sich dafür klar umgrenzte Zuständigkeiten. Störungen müssen schon drastischer Art sein, um unser Raumempfinden zu beeinflussen. Jeder kennt das vom Alkohol, wenn es davon etwas zu viel war. Da mag man nach links wollen, kippt aber nach rechts. Selbstverschuldet. Völlig unverschuldet wirkt sich das sogenannte Gerstmann-Syndrom auf das Links-Rechts-Empfinden aus. Zum Beispiel nach einem Schlaganfall, der die Hirnrinde betrifft, und zwar dort, wo am Ende der Zentralfurche Schläfen- und Scheitellappen ineinander übergehen. Gyrus angularis genannt. Ohne Auswirkung auf die Intelligenz leiden die Patienten unter so manchen kognitiven Defiziten, wie Schwierigkeiten beim Schreiben und Rechnen oder dem Benennen der eigenen Finger und Zehen. Und: die Unterscheidung zwischen links und rechts gelingt plötzlich nur noch unzureichend. Inwiefern das auch für das politische Rechts-Links-Empfinden zutrifft, wurde bislang nicht untersucht .
Die Rechten und die Linken
In der französischen Nationalversammlung des 18. Jahrhunderts saßen auf der linken Seite die progressiven Kräfte, jene also, die Veränderungen anstrebten, rechts hingegen die konservativen. Dazu gehörten die Anhänger des Ancien Régime, die die bestehenden Verhältnisse eher bewahren als verändern wollten. Arrangements solcher und ähnlicher Art gibt es bis zum heutigen Tag. Weltweit. Verändern wollen die einen, bewahren die anderen. Doch was dabei gut und richtig ist und was schlecht und falsch, ergibt sich zumeist erst in der Zukunft. Einfache Rechts-Links-Zuweisungen tun es nicht. Das gilt für Gruppierungen innerhalb von Ländern, ja, für ganze Staaten und Staatenbündnisse, ebenso wie für Parteien, Firmen und Teams innerhalb und außerhalb. Selbst Klein- und Kleinstgruppen spalten sich durch linke und rechte Tendenzen auf. Bis hin zu Familien und Freundeskreisen. Und überall finden sich Bannerträger für das Pro, das Kontra und für die Schlichtung. Profit für die einen, Verlust für die anderen. Auch Leid, und das nicht zu knapp. Bis hin zu Kriegen.
Hierzulande sind „links“ und „rechts“ zu regelrechten Kampfbegriffen gediehen. Vor allem mit „Rechts“ wird geschmissen („Räächts!“). Als „rechts“ gelten all jene, die mit „links“ nichts anfangen können. Oder wollen. Vor allem die klassisch Konservativen. Regelmäßig wird ihnen Nähe zum Faschismus vorgeworfen, gern auch werden sie „Nazis“ geschimpft. Wörtlich also „National-Sozialisten“. Nun werden ja die Sozialisten recht eigentlich als Linke angesehen. Doch mögen im Falle der National-Sozialisten, der Verursacher des Zweiten Weltkriegs und sonstigen Abscheulichkeiten, die Linken eine solche Zuordnung nicht. Durchaus verständlich. Und so drehen sie die politische Richtung einfach um: aus links wird rechts. Dessen ungeachtet wurden die schlimmsten Verbrechen der jüngeren Zeit von Führern und deren Gefolgsleuten aus dem linken Spektrum begangen: Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot, Kim Il-sung und dessen Nachkommen. Und so eben auch von dem Allerschlimmsten, von Adolf Hitler. Als National-Sozialist, seit 1921 Führer der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (NSDAP), war er doch wohl kein Rechter. Oder? Bedenklich, auch in der Zeit nach dem National-Sozialismus gingen linke Politiker mit Widersachern nicht gerade zimperlich um. So in der DDR. Die Staatsmacht konzentrierte sich in der „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)“, aus der die heutige Partei „Die Linke“ hervorgegangen ist.
Rechts-links-Verwechslung
Da gibt es die „Omas gegen rechts“ und mittlerweile „Opas gegen links“. Kurz zuvor war einer, den der Autor persönlich kennt, noch gegen rechts und, umgekehrt, seine Frau gegen links. Eine einzige Nachricht aus dem Internet bewirkte bei eben dieser Oma den Tausch der Seiten, wobei sie kurze Zeit später selbst an eine Verwechslung glaubte. Währenddessen schaute Opa im Internet nach und fand, dass Rechts-links-Verwechslungen gang und gäbe wären und durchaus auch Gegenstand der Psychiatrie sein können. Ja, weiß er, eine solche Rechts-links-Verwechslung kann sogar tödlich sein. Zum Beispiel dann, wenn sich hierzulande gestandene Autofahrer jenseits des Ärmelkanals ans Steuer setzen. Regelmäßig wäre ihm beim Betätigen des Schalters für das Linksabbiegen nicht der Blinker angegangen, sondern der Autowischer. Schlimmer noch: Nach ein paar Rechts- und Links-Abzweigungen hätte er in seinem über AVIS gemieteten Toyota auf einmal die Fahrseite verwechselt, und peng!
Von politisch Linksorientierten hört man, die Friedensliebe sei eines ihrer wichtigsten Kennzeichen. Und tatsächlich riesig sind die von ihrer Seite organisierten Demonstrationen, wenn es um den Frieden geht. Allzumal um den Weltfrieden. Und gegen rechts. Allerdings gebricht es mitunter an Eindeutigkeit. So haben jüngst in der 90.000-Einwohnerstadt Gießen um die 25.000 Linke demonstriert, teilweise mit extremer (!) Gewalt, um zu verhindern, dass sich hier eine neue Jugendorganisation der AfD gründet. Auch sonst geben sich die konventionell friedliebenden Linken recht gewaltsam. Wie das?
Extrem!
Die Hitze kann extrem sein, die Kälte, der Lärm, der Preis, der Stress, die Strömung in einem Fluss. Auch Strömungen in Parteien können extrem sein, ja, ganze Parteien. Gemessen am Urteil der jeweilig anderen Seite. Aufschluss gibt unter anderem das Magazin sofatutor-Schüler*innen. Hiernach wollen Rechtsextreme: … die Demokratie abschaffen. Für sie ist nur das eigene „Volk“ wichtig. Sie lehnen Ausländer und Andersdenkende ab und sind bereit, mit verbaler und körperlicher Gewalt gegen diese vorzugehen. Sie stellen die Gleichheit aller Menschen in Frage. Um ihr Ziel zu erreichen und Menschen von ihrer Ideologie zu überzeugen, ziehen sie häufig Verschwörungstheorien heran, die an den Faschismus und Nationalsozialismus anknüpfen.
Auf der anderen Seite die Linksextremen. Hier zu lesen: … Sie lehnen die demokratische Ordnung ab und fordern stattdessen ein „herrschaftsfreies“ System. Sie verfolgen komplett gegensätzliche Ziele als Rechtsextreme und bekämpfen diese („Antifaschismus“). Der Linkextremismus basiert auf der Vorstellung, dass das bestehende politische System die Menschen ausbeutet und unterdrückt. So ist das oberste Ziel der Linksextremen, diese „Ausbeutung“ und „Unterdrückung“ zu bekämpfen – auch mit Gewalt. Wünsche einen extrem schönen Tag.
Beitragsbild: Creative Commons CC0 Pixabay

Im Kapitalismus wird der Mensch durch den Menschen ausgebeutet. Im Sozialismus ist es eine umgekehrt.
Auch in diesem Beitrag werden Handlungen von deutschen Staatsoberhäuptern
schlimmer dargestellt als die von anderen Staatsoberhäuptern. Typisch deutscher
Schuldkomplex. Auszug: „die schlimmsten Verbrechen der jüngeren Zeit wurden
von Führern aus dem linken Spektrum begangen: Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot,
Kim Il-sung. Und so eben auch von dem Allerschlimmsten, von Adolf Hitler.“
Tatsache: Hitlers Verbrechen etwa 6 Mio Tote, Linke Verbrecher etwa 100 Mio Tote.
Wenn man dauernd sich im „Kampf gegen Rechts“ befindet, gibt es nur linksextreme Positionen als legitime Positionen.
Und je weiter man links steht, desto mehr Rechte gibt es. Erstaunlich. Jedenfalls für Linke.
Die 3 auf einer Armbanduhr ist rechts, die 9 links. Fertisch, ab…
Wir brauchen eher einen Kampf gegen Links als einen Kampf gegen Rechts.
Wir leben aber in einer „linken Demokratie“ wo nur linke Positionen als demokratisch legitim gelten.
Rechte, konservative, liberale Positionen werden zunehmend aus dem „demokratischen Meinungsspektrum“ gedrängt.
Sie werden als „Rechts“ im Sinne von „Nazi“ geframt und im Namen der Demokratie bekämpft.
Der linke Meinungsspektrum verengt sich. Klassische, linke, sozialdemokratische, liberale, demokratische Positionen werden ins „rechte Eck“ gedrängt.
Die linke Demokratie transformiert sich zur linken Diktatur.
Die linken Extremisten framen sich selber als die „demokratische, liberale Mitte“.
Der linke Extremismus eroberte den Mainstream. Um als ein „liberaler Demokrat“ gewertet zu werden, muss man heute linksextreme Positionen verfolgen.
Der eliminatorische, suizidale deutsche Selbsthass und der westliche, weiße Autorassismus sind solche ursprünglich linksextreme Positionen.
Wenn man sich als Deutscher öffentlich für den Suizid des deutschen Volkes ausspricht, dann kriegt man seinen Applaus.
Die Nazis hatten es nicht geschafft den Juden einzureden sich selber zu eliminieren. Sie mussten selber eine blutige Hand anlegen.
Heute reden die Linken erfolgreich den Deutschen ein, Deutschland, die deutsche Kultur, das deutsche Volk, sich selber zu eliminieren.
Der westliche, weiße, linke Autorassismus führt zum freiwilligen Suizid des Westens.