Fundstück / 26.11.2011 / 22:23 / 0 / Seite ausdrucken

Rausschmiss eines Unbequemen

Ausgerechnet ein persönlicher Brief Jebsens an einen Zuhörer kostete ihn nun seinen Job. Das Schriftstück tauchte vor einigen Wochen auf dem Blog »Die Achse des Guten« auf, welcher vom Publizisten Henryk M. Broder mitbetrieben wird. Letzterer war es auch, der für die Medien die Deutungshoheit über Jebsens Äußerungen übernahm und die Behauptung in die Welt setzte, der Radiomacher hätte den Holocaust als PR-Aktion bezeichnet. Der Satz »Ich weiß, wer den Holocaust als PR erfunden hat« geistert seitdem vollkommen isoliert durch die Medien, die den Vorwurf mehrheitlich unüberprüft übernahmen. Zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler in Jebens Brief hätten dabei Anlass genug sein müssen, das komplette Schriftstück einer tieferen Analyse zu unterziehen.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/211856.rausschmiss-eines-unbequemen.html

Jebsen sagte in dem Zeitungsinterview, die vorproduzierte Sendung vom vergangenen Sonntag sei vorher geprüft worden und habe »die Zensur im RBB passiert«. Die Kritik des Senders habe sich vor allem gegen gespielte Musiktitel gerichtet. Als Grund sei unter anderem angegeben worden, es sei oft das Wort »Scheiße« gefallen. Fragen zur Aufhebung seines Arbeitsverhältnisses müssten nun »die Anwälte klären«, kündigte der Moderator an. http://www.neues-deutschland.de/artikel/212018.jebsen-weist-rbb-vorwuerfe-zurueck.html

Und das sagen die Fans:

David Lorenz
Im Bezug auf Ken’s “antisemitische” Äußerung bzw. Holocaustleugnung in der eMail an einen Fan (keine Ahnung, ob er diese überhaupt wirklich verfasst hat): Israelkritisch zu sein, heißt noch lange nicht Antisemitisch zu sein. Die Äußerung, die Ken in seiner Mail geschrieben hat/haben soll, gehört wohl zu seiner Art auf provokante Weise Themen anzusprechen und Disskusionen anzuregen. Israel nutzt den Holocaust als Argument, sich gegen jegliche Feinde verteidigen zu müssen, damit dem jüdische Volk nicht erneut solch ein schreckliches Schicksal blüht, wie während des II.WK. Dies rechtfertigt jedoch nicht die Situation an der Grenze Zwischen Israel und der Westbank - Dort herrschen mittlerweile ähnliche Zustände, wie damals im polnischen Generalgouvernement. Die Palästinenser werden an der Grenzübergängen auf unmenschliche Weise stundenlang festgehalten “um die Pässe zu überprüfen” und dann teilweise sogar zurückgeschickt. Die Mauer schneidet Familien von ihren Felder und Brunnen ab, wodurch den Menschen ihre Lebensgrundlage genommen wird und sie ihren Grundbesitz verlassen müssen - indirekte Vertreibung. Dass der Israelische Staat existiert is völlig legitim und es is auch gut, dass die Juden endlich ihren Flecken auf der Erde haben. Die Juden müssen aber aufpassen, dass sie in ihrem Sicherheitswahn um ihren Selbstschutz nicht die selben Verbrechen an der Menschheit begehen, wie sie die Nazis während des Holocaust verübt haben!

Tony Nordel Ebel
Mir fehlen echt die Worte. Leute wie Broder sind der Grund dafür, dass es Antisemitismus in Deutschland überhaupt noch gibt:

Stefa Nie
Beileidsbekundungen sind sicher nett, aber werdet konstruktiv, wenn Euch die Sendung und die Meinungsfreiheit was bedeutet hat und immer noch bedeutet:https://www.facebook.com/groups/290316057656902/
Überlegt, was wir jetzt tun können und wie wir dem begegnen. Der Anfang wäre eine konkrete und detaillierte Erklärung, welche Inhalte nicht konform mit den journalistischen Standards gehen. Wichtig hier - wie sehen diese Standards aus und wo sind diese formal hinterlegt oder falls es die “allgemeinen” Standards sind, dann benennen. Wenn wir hier Klarheit haben und deutlich belegen können, dass der RBB hier nicht rechtskonform handelt, dann lässt sich daraus auch eine öffentliche Kampagne starten. Um an die Infos zu kommen, brauchen wir den Druck einer großen Anzahl an Leuten und die öffentliche Kommunikation (Facebook, Blogs Twitter etc.), das verstärkt den Druck. Ich nehme an, dass der RBB nicht auf Wunsch eines Einzelnen diese Infos rausrückt. Wenn sich dann ein Fehlverhalten fundiert feststellen lässt, muss dies öffentlich überall im Netz kommuniziert werden.

Wie alles begann:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/11/13/dlf_20111113_1738_02733d61.mp3

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Fundstück / 30.01.2016 / 21:21 / 2

Was erwarten, Majestät!?

 "Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist und wenn der IS im Irak besiegt ist, dass Ihr auch wieder, mit dem Wissen, was…/ mehr

Fundstück / 29.01.2016 / 15:08 / 0

Wie sich der Deutschlandfunk selber manipuliert

Gerd Buurmann darüber, wie der DLF einmal fast die Wahrheit geschrieben hätte, es aber dann vorzog, die Hamas nicht zu kränken. Hier / mehr

Fundstück / 28.01.2016 / 09:32 / 2

Kieler Sprotten gibt es jetzt umsonst

Die Führung der Polizeidirektion Kiel und hochrangige Vertreter der Staatsanwaltschaft haben sich Anfang Oktober 2015 darauf verständigt, Flüchtlinge ohne Ausweispapiere oder behördliche Registrierung bei „einfachen/niedrigschwelligen…/ mehr

Fundstück / 26.01.2016 / 12:22 / 0

Wenn die Einschläge näher kommen…

... geht sogar Claus Kleber ein Licht auf. Hier / mehr

Fundstück / 25.01.2016 / 22:43 / 2

Wenn die Teflon-Pfanne spricht

“Zum Vorschlag sage ich, dass das ein Beitrag dazu ist, dass wir die große europäische Bewährungsprobe der vielen Flüchtlinge auch bewältigen können, und wir werden…/ mehr

Fundstück / 25.01.2016 / 10:40 / 0

“Ihr müsst nicht nur bellen, ihr müsst auch beißen”

Horst Seehofer im Interview mit der Augsburger Allgemeinen Im September hieß es, es sei eine Ausnahme, Flüchtlinge unkontrolliert ins Land zu lassen. Jetzt ist es…/ mehr

Fundstück / 22.01.2016 / 17:05 / 1

Niederlage für die Süddeutsche Zeitung

So etwas kommt nicht alle Tage vor, schon gar nicht bei einer Qualitätszeitung. Der Deutsche Presserat hat einen Beitrag in der SZ beanstandet und dem…/ mehr

Fundstück / 21.01.2016 / 10:43 / 2

Ein Tag im Januar 2016 auf dem Polizei-Portal

Der Blog sichtplatz.de hat sich die Zeit genommen einen Tag im Presseportal http://www.presseportal.de/blaulicht/ auszuwerten. sichtplatz.de schreibt dazu: “Nichts soll mehr verharmlost oder verschwiegen werden. Das…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com