
Ein zartes Pflänzchen ist sie, die Aufklärung, die Zivilisation. Nichts ist sicher. Wer hätte um 350 gedacht, dass nur drei Generationen später ein Großteil der großen Städte des römischen Westens um ein Vielfaches geschrumpft oder ganz wüst sein würden? Wer hätte zu Kants Zeiten geglaubt, dass die Europäer fünf Generationen nach ihm sich gegenseitig abschlachten würden und man versuchen würde, ganze Völker auszurotten? Wer hätte zur Marx’ Zeiten oder wer hätte 1968 geglaubt, dass man sich nach der Jahrtausendwende mehr denn je mit absurdestem religiösem Humbug herumschlagen muss? Nichts ist gewiss. Darum müssen wir um Freiheit und Aufklärung kämpfen, jeden Tag, im Kleinen wie im Großen.
Einerseits förden wir die Akzeptanz für die Homoehe, andererseits hängen wir Nacktbilder ab, wann kommen die Klassiker dran wie Botticelli, Michelangelo und da Vinci. Haben die doch alle Nacktbilder gemalt.
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