Die Rapperin „Ikkimel“ macht aktuell mit Männer-Provokationen Karriere. Sie macht da weiter wo "Die Ärzte" vor 25 Jahren aufgehört haben: "Männer sind Schweine".
Hin und wieder gibt es Momente, in denen ich mich für Jugendtrends zu alt fühle und kurz davor stehe, in einem Anflug von vorweggenommener Altersweisheit das Lied aller Spiesser anzustimmen: Wie verdorben die Jugend von heute doch ist! Mit Mitte zwanzig bin ich offenbar schon über das Gröbste hinweg, etwa die Künstlerin „Ikkimel“ mit bürgerlichem Namen Melina Gaby Strauß. Sie ist eine Rapperin aus Berlin-Tempelhof. Über ihren akademischen Werdegang schreibt Wikipedia:
„Ikkimel...absolvierte einen Kombinations-Bachelor in Deutscher Philologie und Sozial- und Kulturanthropologie mit dem Schwerpunkt Sprachwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Zwischenzeitlich arbeitete sie dort im Labor für Gehirn- und Sprachforschung (Brain Language Laboratory).“
Ihre ersten Singles wurden 2022 veröffentlicht, am 23. Mai 2023 erschien die erste EP (eine Art Minialbum) „Aszendent Bitch“. Hier nur ein kleiner Auszug aus dem Song, des gleichnamigen Albums:
„Fotzenstyle kommt immer geil
Jetzt wird der Club zerfickt
Danke Admiral, der Bass fickt überkrass anal
Mein Sternzeichen ist Fotze und mein Aszendent Bitch
Danke Admiral, der Bass fickt überkrass anal
Ich hab' immer Spaß beim Frauenarzt
Und mit Satan, dem Bastard
Du sagst, ich soll in' Frauenknast
Mein Freund, dann wird jetzt aufgepasst
Ich hab' zwar kein Gewissen, aber dafür geile Titten
Wenn ich sag': „Ich find' dich witzig“
Mein' ich nicht wegen deinen Witzen“
Diese erlesenen Reime führen zwangsläufig zur Unterstützung durch die Kultur-Hoheiten. Die Initiative Musik, eine Organisation der Bundesregierung – hat „Ikkimel“ auf ihre Aufsteigerliste für 2025 gesetzt. Und die Begeisterung ist überparteilich: Im Juni 2024 wurde ihr Song „Bezahlen“ von der Partei „Die PARTEI“ als Wahlspot verwendet. Nachdem der Hessische Rundfunk sich weigerte, den Spot auszustrahlen, weil der Text jugendgefährdend sei, zog die „Die PARTEI“ vor das VG Frankfurt am Main – und bekam Recht. „Ikkimel“ fühlt sich offenbar an der vordersten Front des Feminismus. So wie es sich eben gehört, wenn man Erfolg haben möchte.
Irgendjemand muss ja den „Sündenhund“ spielen
Wie sie zum männlichen Geschlecht steht? Sie tritt nach Männern mit Hundemaske oder schießt auf sie, während sie rappt:
„Schnauze halten, Leine an, Schatz, jetzt sind die Weiber dran
Hör aufs Frauchen, bau ma' ein'n, meine Nägel sind zu lang
Ab in' Zwinger, noch 'ne Runde (Ru-Ru-Ru-Runde) (Ah)
Weil du warst ein böser Junge (Ju-Ju-Ju-Junge)“
Für die Künstlerin und ihr Publikum ist dies wahrscheinlich eine Variante von Selbsttherapie, aber sicherlich keine langfristige Lösung. Denn Männer werden dadurch nicht besser. Aber irgendjemand muss ja den „Sündenhund“ spielen. Der Frust wird an Männern ausgelassen, deren Selbstachtung sowieso langsam den Abgang Richtung Keller gemacht hat. Nach solchen stellvertretenden „Opfern“ tritt man gern.
„Ikkimels“ Texte und ihr aufreizender Style sind ein Symptom dafür, wie viele junge Frauen über Männer denken: Abwertend. Der Mann mit Hundekopf im Käfig bei einer von „Ikkimels“ Shows oder die beiden Herren mit Dildos im Mund in diesem Video, machen allerdings auch freiwillig mit.
In jedem Fall generiert die Nummer viel Aufmerksamkeit. Kein Tabubruch ist zu heikel. Steigern könnte man das allsenfalls noch durch Darmentleerung auf der Bühne oder öffentlichem Sex. Und gerade weil sie die moralische Linie überschreitet, ist sie so berühmt. Musik als „Fotzenstyle“ zu bezeichnen und Männer zu demütigen, dürfte allerdings irgendwann langweilig werden.
„Ikkimel“ zeigt unfreiwillig: Männer tanzen nach der Pfeife der Frauen. Sie sind oft unfähig zu kommunizieren oder sich zu behaupten und ziehen lieber den Kopf ein. Viele haben verlernt Verantwortung zu übernehmen und laufen Frauen hinterher, die sich ihnen als vermeintlich verfügbar präsentieren. Und die Frauen zeigen sich freizügig und billig, um ihre eigene Verletzlichkeit zu kompensieren. Dass sich hierbei alle lächerlich machen, merken sie nicht.
Marie Wiesner, Jahrgang 1999, arbeitet in der Redaktion der Achse des Guten.

Ob sie sich bei Ali und Mohammed auch so geriert? Meint sie „die“ ueberhaupt? Richtig ist, dass auf die, die sich erniedrigen und unterwerfen, gerne getreten wird. Das hilft dem eigenen Ego.
Diese schwachen Geschöpfe verdienen unser Mitgefühl und unsere Hochachtung. Die Schwäche des Geistes ist ein Fluch. Die Menschlichkeit eines Systems zeigt sich daran, wie sie mit ihren Närr:Innen umgehen. Je mehr Allmacht für Närr:Innen, umso mehr Menschlichkeit. Aber wo die Närr:Innen vollends das Steuer übernehmen, da ist der schwache Geist völlig am Ende. Möge er sich ausruhen von der Wirklichkeit, die er geschaffen hat. Schließt ihn weg! Wir brauchen ihn noch für die schlimmen Zeiten. Jetzt ist noch Paradies. Aber das wird enden!
… und da habe ich noch gar nicht von heute sehr berühmten Bands geredet, die in ihrer Frühzeit Songs rausbrachten, die wahrscheinlich Ikkimel zum erröten bringen würde. Etwa Rammstein mit „Weißes Fleisch“, oder „Bück Dich“ (da ist auch das Hunde-Thema) und die Böhsen Onkelz mit „Mädchen“. Also das Ikkimel-Mädchen ist eigentlich nur eine ziemlich öde Eintagsfliege. Welche echten Männer sollen sich davon provoziert fühlen? Die meisten Männer, aller Altersklassen, die ich kenne würden nur ausgiebig gähnen. Und ja, alberne Freaks, wie die Typen mit Hundemasken, oder „Hobby-Horsing“-Reiter werden medial maximal gepusht, stellen aber zum Glück nur eine winzige Minderheit da. Statt sie medial zu pushen, würde ich einen guten Facharzt für sinnvoller erachten. Aber da würden mir noch viele andere Verrückte einfallen, die der Zeitgeist derzeit ins gesellschaftliche Rampenlicht katapultiert hat. Der Zeitgeist wird sich auch wieder ändern und Ikkimel kennt in zehn Jahren niemand mehr.
Von mir aus…es ist mittlerweile ein Markenzeichen der „Hauptstadt“ asozialen Fäkalien-Sprech als „Kunst“ zu verklären. Ikki…was auch immer, ist nur ein weiteres Beispiel für eine dysfunktionalen Wahrnehmung einer ganzen Generation von Frauen, die vermeintlich den „Girl Boss“ herauskehren weil ihnen jede Selbstachtung abhanden gekommen und jeder mitteleuropäisch sozialisierte Mann, als mäßigendes Regulativ davongelaufen ist. Geblieben, sind die überemotionalisierten Bubis, die sich nicht mehr sicher sind ob sie Männlein oder Weiblein sein sollen und bar jeder Männlichkeit auch nichts weiter als Spott und Hohn ernten – am allerbesten noch im Kontrast zum archaischen Neandertaler der jedes Girl Boss, assi bitch, strong independent Narrativ mit einer ordentlichen Tracht Prügel pulverisiert. Diese „Männer“ halten nichts von derartigen Allüren von Frauen…weswegen diese sich jenen wahrscheinlich auch im Dutzend billiger an den Hals werfen- ich will einen Mann und kein Handtuch.
Höre ich „kommt aus Berlin…“ geht mein Hirn eigentlich in den Leerlauf. Entweder es ist ein Vollblut Asozialer mit Migrationshintergrund oder ein Bio-Deutscher der dann den Asozialen mimt weil er dies für angebracht und die dominante Lebensform hält. Wir gehen also nicht nur zurück ins Mittelalter, wir streben die Rückkehr in die Steinzeit an…
Es sind immer solche Berichte, nach denen man sich fragt, ob das Kalifat für solche Damen vielleicht doch keine so schlechte Lösung ist.
Die Ärzte?! Wenn die je was Provokantes gemacht haben, dann waren das „Geschwisterliebe“, oder „Claudia hat nen Schäferhund“. Aber auch das schockierte seinerzeit höchstens die Spießer. Als sie „Männer sind Schweine“ rausbrachten, waren sie längst zu links-grünen Spießern und Systemkriechern verkommen und daraus speisten sich auch ihre Fans.
Und Ikkimel? Ein mittelmäßig attraktives Weibchen, dass mit grottenschlechter Musik und pseudo-provokanten Texten bestenfalls 14-jährige Mädchen zum erröten bringt. Ich finde das Mädel einfach nur laaaaangweilig. Darüber aufregen kann ich mich nicht, schon allein weil da andere, wie die „Straßenjungs“ (Dauerlutscher), „Umbra & Imago“ (gegen deren Live-Shows Ikkimel-Videos wie der „Kindergeburtstag“ wirken, die sie auch sind), oder auch die „Arschgefickten Gummizofen“ (Im Wagen vor mir) weit Provokanteres vertont haben. Wenn die Autorin Ikkimel unbedingt musikalisch in eine Reihe verorten möchte, dann ist Ikkimel wohl eher eine Nachfolgerin von „Schnipo-Schranke“ (Pisse), deren Texte allerdings weit mehr Witz hatten.
Das ist Rotz. Das braucht kein Mensch, das kann weg.