Da Russland Verhandlungen über einen Waffenstillstand immer wieder scheitern ließ, könnte Trump nun die Geduld als Vermittler verloren haben. Auch hier könnte nun „Frieden durch Stärke“ die Devise sein.
US-Präsident Donald Trump plant, am Montag einen neuen Plan zur Bewaffnung der Ukraine bekanntzugeben, meldet bild.de. Dieser beinhaltet offenbar nicht nur Verteidigungssysteme, sondern auch Offensivwaffen, die Moskau erreichen könnten, wie das Portal Axios berichtet. Bisher hatte Trump sich gegen die Lieferung solcher Waffen ausgesprochen, um den Konflikt nicht zu verschärfen. Was Verteidigungswaffen betrifft, hat Präsident Trump bereits angekündigt, dass Patriot-Raketenabwehrsysteme an die Europäische Union verkauft werden sollen, mit der Absicht, dass diese dann an die Ukraine weitergeleitet werden. Der Plan erhält Unterstützung von Kanzler Merz, Deutschland hatte sich schon vor einigen Tagen bereit erklärt, diese für die Ukraine zu kaufen (Achgut hatte berichtet).
Der Plan könnte Langstreckenraketen umfassen, die tief in russisches Gebiet vordringen würden, jedoch ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Senator Lindsey Graham erklärte gegenüber Axios, dass Trump verärgert über Putin sei und eine aggressive Ankündigung machen werde. Das Weiße Haus hat bislang keine Stellungnahme dazu abgegeben. Donald Trump hatte zuvor bereits eine bedeutende Ankündigung in Sachen Russland angedeutet. Es wird erwartet, dass Trump nicht länger die Rolle des neutralen Vermittlers mit Verständnis für Russland spielen wird, sondern auch hier, wie im Fall von Iran, auf die Losung „Frieden durch Stärke“ (peace through strength) setzen wird.
