News-Redaktion / 21.11.2022 / 13:25 / 0 / Seite ausdrucken

Raketen-Angriffe im türkisch-syrischen Grenzgebiet

Erdogan droht mit dem Einsatz von Bodentruppen im syrischen Teil Kurdistans.

Das türkische Grenzgebiet zu Syrien ist erneut mit Raketen beschossen worden, meldet u.a. deutschlandfunk.de. Nach Angaben türkischer Medien sei dabei auch eine Schule in der Provinz Gaziantep getroffen worden. Mindestens drei Tote und sechs Verletzte seien zu beklagen. Bereits gestern seien bei dem Raketenbeschuss eines Grenzpostens ein Soldat und vier Polizisten verletzt worden. Nach Ansicht der türkischen Behörden sei die syrische Kurdenmiliz YPG für die Attacken verantwortlich.

Beobachtern gelten diese Angriffe als eine Reaktion auf die vor kurzem erfolgten türkischen Luftangriffe gegen kurdische Stellungen im Norden Syriens und des Irak mit mindestens 29 Toten. Diese Angriffe hatte die Führung in Ankara mit dem tödlichen Bombenanschlag in Istanbul vor einer Woche begründet, den sie militanten Kurden zuschreibt. Die YPG und auch die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hätte eine Beteiligung an diesem Anschlag allerdings bestritten.

Internationale Kritik an den türkischen Luftangriffen sei unter anderem von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir gekommen, meldet n-tv. Auf Twitter habe er geschrieben: "Erdogans Bomben auf Kurden, die IS-Terroristen erfolgreich bekämpft haben, sollen vom wirtschaftlichen Desaster in der Türkei ablenken."

Derweil habe der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auch mit Bodenoffensiven gedroht. Es stehe außer Frage, dass man sich nicht auf Lufteinsätze beschränke, "es muss entschieden werden, wie viele Kräfte sich von den Bodentruppen beteiligen müssen, und dann werden Schritte unternommen", werde Erdogan von der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zitiert, wie n-tv berichtete.

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