Die Mörder des 23-jährigen katholischen Mathematikstudenten Quentin Deranque waren Mitglieder der verbotenen linksterroristischen Gruppe Jeune Garde (Junge Garde) und Anhänger von Rima Hassan, die an jenem Tag in Lyon eine Veranstaltung abgehalten hatte und für die linksextreme Partei „La France Insoumise“ (LFI) im Europaparlament sitzt. Das ist die Tatsache, die in der Berichterstattung meist unter den Teppich gekehrt wird.
Rima Hassan ist eine Unterstützerin der Hamas. Sie lobte (wie ihre ganze Partei) die Massaker des 7. Oktober sowie die von der Terrororganisation verübten Morde an Zivilisten im Gazastreifen, vermeintliche „Kollaborateure“, gegen die man vorgehen müsse.
Dass die Jeune Garde als eine Art Saalschutz angeheuert war, bestreitet Hassan. „Ich bestätige, niemals die Jeune Garde beauftragt zu haben, um irgendeinen Schutz während meiner Fahrten zu gewährleisten“, behauptet sie. Ein Foto aber zeigt sie inmitten der Schläger der Jeune Garde, und diese waren sicherlich am Tag des Mordes nicht zufällig vor Ort. Zumal es aktenkundig ist, dass sie bereits am 27. Mai 2024 einen 15-jährigen jüdischen Teenager in der Metro angegriffen hatten — ebenfalls im Nachgang einer Veranstaltung von Rima Hassan. Sie sollen ihn, wie es heißt, für ein Mitglied einer jüdischen Selbstschutzgruppe gehalten haben. Offenbar suchten sie in beiden Fällen die Opfer aus, weil sie meinten, sie als Teilnehmer von Protesten gegen Rima Hassan wiedererkannt zu haben.
Sieben junge Männer wurden verhaftet, darunter, wie es heißt, „viele“ Mitglieder der Jeune Garde, die im Juni letzten Jahres von der Regierung verbotenen wurde. Die Organisation wurde von Raphaël Arnault gegründet, der seit 2024 Abgeforderter der linksextremen Partei La France Insoumise (LFI) ist, die seit Jahren den Antisemitismus in den sozialen Medien befeuert und offen die Hamas unterstützt.
Im öffentlich-rechtlichen deutschen Rundfunk hat die LFI Sympathisanten. In einem Kommentar auf tagesschau.de hatte die Paris-Korrespondentin der ARD, Julia Borutta, 2024 gefordert, La France Insoumise müsse unbedingt Teil der kommenden französischen Regierung werden: „Sozialisten, Grüne und linksradikale LFI – sie alle müssen über ihren Schatten springen und den Wählern mit einer einzigen linken Liste eine echte Alternative bieten. Sonst: Gute Nacht, Frankreich.“
Morddrohungen gegen Juden
Die „Junge Garde“ wird von Sympathisanten als „antifaschistisch“ bezeichnet, ihr ideologischer Kern ist aber der Antisemitismus linksextremer Ausprägung. Einer der sieben verhafteten Verdächtigen, der 24-jährige Alexis C., ist bereits wegen eines gewalttätigen antisemitischen Angriffs im Jahr 2024 angeklagt, erfuhr der öffentlich-rechtliche Sender franceinfo am Donnerstag von einer Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen. Die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber franceinfo, dass sie am 2. Dezember 2025 beantragt hat, die Verdächtigen in diesem Fall, darunter Alexis C., vor ein Strafgericht zu stellen.
Alexis C. steht im Verdacht, am 27. Mai 2024 an dem Angriff auf einen 15-jährigen jüdischen Jungen in der Linie 2 der Pariser Metro beteiligt gewesen zu sein. Der Junge gab an, von einer Gruppe von fünf bis zehn Personen angegriffen worden zu sein. Diese Leute schlugen ihn, beschimpften ihn als „Zionisten“ und zwangen ihn, „Es lebe Palästina!“ zu rufen. Einen Monat später, Ende Juni 2024, wurden die meisten der Verdächtigen festgenommen. Insgesamt wurden neun Personen wegen „gemeinschaftlicher Gewalt“ „aufgrund von Rasse, ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität oder Religion“ angeklagt. Alexis C. erschien am Donnerstagabend zusammen mit sechs weiteren Personen vor Gericht. Ihm wird voraussichtlich Totschlag im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Tod von Quentin Deranque vorgeworfen.
Es war nicht das einzige Mal, dass die Jeune Garde durch einen ihr vorgeworfenen antisemitischen Übergriff in Erscheinung trat. Am 11. April 2025 wurde ein Jude auf offener Straße von zwei Männern angegriffen. Das Opfer berichtete, es habe keine Kippa getragen, sondern nur eine Halskette mit einem Davidstern. Einer der Täter schlug ihm ins Gesicht und beschimpfte ihn gleichzeitig als „dreckigen Juden“. Währenddessen filmte der andere die Szene, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einer mit dem Fall vertrauten Quelle. Das Opfer sei nur leicht verletzt worden. Die beiden Personen hätten zwar von ihm abgelassen, zugleich aber damit gedroht, „zurückzukommen und mich zu finden, um mich zu töten“, erzählte der Angegriffene. Die Tat wurde als Morddrohung eingestuft. „Sie sagten mir: Das ist die Jeune Garde, du dreckiger Bastard! Sie sagten es mit einer Art Stolz in der Stimme“, berichtete das Opfer.
Serie von Überfällen der „Jungen Garde“
Ein Artikel der Wochenzeitung Le Journal du Dimanche zeichnet ein Bild der Gewalttaten, die der Gruppe La Jeune Garde zwischen 2019 und 2025 zugeschrieben werden:
— Im August 2020 wurde Hamma Alhousseini, auch bekannt unter dem Namen Luc Bawa und als Kader der Jeune Garde beschrieben, rechtskräftig wegen einer Körperverletzung in einer Bar in Lyon verurteilt. Am 4. September 2021 kam es in Lyon zu einem Angriff auf eine Demonstration gegen den Corona-Impfpass der Regierung. Dabei wurde ein Anwohner, der offenbar irrtümlich für einen Demonstranten gehalten wurde, schwer verletzt und verlor unter anderem mehrere Zähne; ihm wurden 30 Tage Arbeitsunfähigkeit attestiert.
— Im Februar 2022 wurde Raphaël Arnault wegen gemeinschaftlich begangener vorsätzlicher Gewalt zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Hintergrund war eine Auseinandersetzung mit einem 18-Jährigen.
— Am 1. Mai 2022 kam es in den Räumlichkeiten von Radio Canut in Lyon zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der Jeune Garde und der rivalisierenden Gruppe GALE.
— Am 14. Mai 2022 veröffentlichten feministische Gruppen ein Kommuniqué, in dem sie der Jeune Garde sexistische Übergriffe vorwarfen.
— Am 29. Juni 2022 wurden in Paris fünf Mitglieder der konservativen Gruppe Génération Zemmour angegriffen. Am 31. August 2022 wurden drei Mitglieder der Jeune Garde zu 70 Stunden gemeinnütziger Arbeit und zu Geldstrafen verurteilt, nachdem sie drei Mitglieder der studentischen Organisation UNI angegriffen hatten.
— Am 20. Oktober 2022 wurde der ehemalige Journalist des Nachrichtenmagazins Valeurs Actuelles, Georges Matharan, von etwa 15 vermummten Personen attackiert, die sich der Jeune Garde zurechneten.
— Am 21. September 2023 kam es an der Universität Nanterre zu einer sogenannten „Strafexpedition“ gegen fünf Studenten der Bewegung „Les Jeunes avec Macron“.
— Am 4. April 2024 wurde in Straßburg ein Mitglied von Génération Zemmour nach einer Verfolgung angegriffen.
— Am 19. April 2024 wurden in Lyon zwei Mitglieder der Jeune Garde, Alexandre Lélé und Arnaud Monteiro, zu jeweils sechs Monaten Haft auf Bewährung und zu Geldstrafen verurteilt, nachdem sie ein Mitglied des Rassemblement National an einem Metroausgang attackiert hatten.
— Am 27. Mai 2024 folgte der genannte Angriff auf den 15-jährigen Juden.
— Am 6. April 2025 kam es in Lyon zu Angriffen auf Teilnehmer der „Marche pour la vie“, zwei Personen wurden verhaftet.
Am 12. Juni 2025 wurde die Jeune Garde durch einen Beschluss des Ministerrats offiziell aufgelöst. Im Dezember 2025 wurde Raphaël Arnault in einem weiteren Verfahren endgültig zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt. Der Artikel betont, dass diese Aufzählung nicht vollständig sei und verweist insgesamt auf mehr als 50 dokumentierte Gewalttaten, die der Gruppe im genannten Zeitraum zugeschrieben werden.
Wer war Quentin Deranque?
Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender BFMTV nennt Quentin Deranque einen „nationalistischen Aktivisten“. Er habe in der Ortsgruppe Vienne (Isère) der Splittergruppe Action Française verkehrt, deren Ziel die Wiedereinführung der Monarchie ist. Kürzlich sei er zum Katholizismus konvertiert und habe engagiert in seiner Gemeinde mitgearbeitet.
Er besuchte die Pfarrei Saint-Georges im 5. Arrondissement von Lyon und war laut seiner Familie insbesondere im Chor aktiv, aber auch im Zentrum Saint-Martin, das Suppenküchen für die Ärmsten der Gesellschaft betreibt, wie ein Gemeindemitglied berichtete. Pfarrer Laurent Spriet sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, Quentin habe „in der Regel jeden Sonntag die Messe besucht“. Der junge Mann studierte Mathematik, spielte Tennis und befasste sich mit Philosophie. Laut seiner Familie war er ein gewaltloser Aktivist. Er sei nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. „Er war nie in irgendeinen Fall verwickelt, geschweige denn wegen Gewalttaten in der Vergangenheit“, versichern sie. Er habe seine Überzeugungen stets gewaltlos verteidigt.
Seine Familie berichtete, er habe häufig die Academia Christiana besucht, eine katholisch-traditionalistische Organisation, die sich als Bildungs- und Schulungsbewegung für junge Katholiken versteht. Sie wurde 2013 gegründet und organisiert vor allem Sommeruniversitäten, Seminare, Vorträge und Schulungsprogramme, in denen religiöse, philosophische und politische Themen behandelt werden. Inhaltlich beruft sich die Bewegung auf das traditionelle katholische Sozialdenken und tritt für eine gesellschaftliche Ordnung ein, die sich ausdrücklich an christlichen Prinzipien orientiert. Die Gruppe versteht ihre Mission als „kulturellen Kreuzzug“ oder „Rückeroberung“ der westlichen Zivilisation, die durch Hedonismus, Atheismus, Islam und den Verlust christlicher Identität bedroht sei.
Ins Fadenkreuz der Regierung geriet sie offenbar durch eine Verwechslung. 2023 kündigte Innenminister Gérald Darmanin in einem Interview mit dem Online-Medium Brut an, er werde dem Ministerrat „in den kommenden Wochen“ die Auflösung der Academia Christiana vorlegen. Der Minister warf der Gruppe Antisemitismus und Verherrlichung der Vichy-Regierung unter Marschall Pétain vor. Dieser Vorwurf beruht jedoch laut manchen Quellen auf einer Verwechslung mit einer anderen katholischen Gruppe namens Civitas, die zuvor verboten worden war. Academia Christiana hat deshalb im Dezember 2023 eine Verleumdungsklage gegen Darmanin eingereicht. Verboten wurde die Academia Christiana nicht — anders als die linksextreme Jeune Garde.
Täter-Opfer-Umkehr
Gerd Buurmann hat an dieser Stelle kürzlich gezeigt, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland oder Zeitungen wie Die Welt das Opfer als „Rechtsextremisten“ bezeichnen, aber kaum Interesse an den Tätern zeigen. Die Tagesschau nennt sie „mutmaßliche Linksextremisten“ (manche schreiben gar von „linken Aktivisten“), während der angebliche „Rechtsextremismus“ des Opfers als Tatsache dargestellt wird, obwohl keinerlei Beweise dafür vorgelegt werden – schon gar nicht von der Tagesschau. Auch die Teilnehmer des Trauermarsches für den Ermordeten wurden in der deutschen Presse als „Rechtsextremisten“ bezeichnet.
Sie sagen damit: „So was kommt von so was“. Der Blick wird von den Tätern weggelenkt, den Opfern der Linksterroristen wird die Schuld gegeben. Es ist, wie wenn über eine vergewaltigte Frau gesagt wird, sie habe sich „aufreizend gekleidet“. Es wird beinahe so getan, als habe die „militant linke Organisation“ (Tagesschau) gar nicht anders gekonnt, als den 23- Jährigen zu ermorden. Dabei wird die Tatsache verschwiegen, dass der Angriff völlig unprovoziert erfolgte, als das Opfer auf dem Nachhauseweg war. Quentin Deranque wurde auch sicherlich nicht angegriffen, weil die Täter ihn als den „Rechtsextremisten Soundso“ identifiziert hätten: Er war kein Prominenter, dessen Gesicht man kennt. Die Täter kannten ihn mutmaßlich allein deshalb, weil er jene Frauen begleitet hatte, die gegen die Veranstaltung der antisemitischen Europaabgeordneten Rima Hassan protestieren wollten. Die Täter waren die „Ordner“ von Rima Hassan oder verstanden sich so. Einer der Linksextremisten wird Deranque erkannt haben und vielleicht gerufen haben: „Das ist der Typ von vorhin!“ Nicht aber: „Das ist Quentin Deranque, ein Rechtsextremist, der zur Academia Christiana geht.“
Journalisten, die das Opfer als „Rechtsextremisten“ bezeichnen, die Täter aber zu „Antifaschisten“ machen, verbreiten damit eine Perspektive. Sie üben auf die Leser sanften (mehr oder weniger) Druck aus, sich die Weltsicht zu eigen zu machen, wonach die Linksextremen die Guten seien und sich die Opfer linksextremer Gewalt – so bedauerlich diese auch sein mag! – ihren Tod letztlich selbst zuzuschreiben hätten. Es erinnert an die berüchtigte Anmoderation von Dunja Hayali zum Mord an Charlie Kirk:
„Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen. Auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen.“
Bericht aus der Täter-Perspektive
Die Opfer linksextremer Morde werden nach ihrem Tod mit Jauche begossen. Von den Taten distanziert man sich so übertrieben, dass es unglaubwürdig wird. Hat man nach den NSU-Morden auch gesagt, diese seien „mit nichts zu rechtfertigen“? Es zu betonen, dass ein Mensch nicht hätte ermordet werden sollen, klingt so, als wäre dieser unter acht Milliarden Menschen der Letzte, dessen Leben gerade so noch für schützenswert gilt: Nein, nicht einmal Charlie Kirk darf man ermorden. Durch die gleichzeitig stattfindenden Zuschreibungen wird der Mord jedoch in den Bereich des Verstehbaren gerückt:
— „Warum wurde er ermordet?“
— „Na, weil er abscheulich, rassistisch, sexistisch und menschenfeindlich war“.
— „Ach, so.“
Während die Opfer postum an den Pranger gestellt werden, wird die Weltsicht der Täter kaum thematisiert, geschweige, dass sie als monströs und „abscheulich“ dargestellt würde.
Dass manche Journalisten bei der Berichterstattung die Perspektive der Täter einnehmen, zeigt sich vor allem daran, wie die Täter und Opfer im Vergleich dargestellt werden. Bei den Opfern wird nicht die Selbstdarstellung übernommen. Es wird nicht gesagt: „Charlie Kirk sah sich als einen Kämpfer für Freiheit und gegen linke Ideologie an Universitäten.“ Stattdessen wird die Sicht des Mörders gewählt. Ganz anders sieht es aus, wenn über die Linksterroristen der „Hammer-Bande“ berichtet wird. Im Fall des kürzlich in Budapest verurteilten Hammerbanden-Täters wird in den Medien stets dessen Deckname „Maja T.“ benutzt, verbunden mit der Selbstzuschreibung als „nicht-binäre Person“. Dabei ist die sexuelle Orientierung des Täters für die Beurteilung der verübten Straftaten völlig irrelevant. Es ist so, als würde man Hitler als den „Vegetarier und Nichtraucher H.“ bezeichnen.
Der Blick wird von den Verbrechen weggelenkt, der Täter zu einem Mitglied einer vulnerablen Gruppe gemacht: Er ist das eigentliche Opfer. Liebevoll wird der Schwerverbrecher zur netten „Maja“ gemacht, an deren beschwerlichem Alltag wir teilhaben durften: „Die Anwälte und Angehörigen von Maja T. berichten immer wieder, dass es Maja in der ungarischen Haft schlecht geht“, so die Tagesschau. Ja, im Gefängnis zu sein, ist nicht schön. Wir leiden mit den Tätern. Kein Wort davon, wie es den Opfern geht.
Tagesschau ging sogar so weit, auch bei der Bezeichnung der von den Linksterroristen der Hammerbande angegriffenen und schwer verletzten Opfer die Tätersicht zu übernehmen: Von „Angriffen auf Neonazis“ war da teilweise die Rede – so, als wäre es eine gerichtlich festgestellte Tatsache, dass die Opfer „Neonazis“ waren. Wer Neonazi ist, das bestimmt in der deutschen Berichterstattung der Mann mit dem Hammer.
Das Unheimliche in der Politik
Beides, Verleumdung der Opfer und die Sympathie mit linksextremen Tätern, geht Hand in Hand, wie man am Beispiel der regelmäßig von öffentlich-rechtlichen Sendern interviewten Annika Brockschmidt sehen kann. Sie behauptete nach der Ermordung Kirks wahrheitswidrig, dieser habe die Steinigung von Homosexuellen „für positiv befunden“. Kirk sei ein „Faschist“ gewesen, wenn nicht Schlimmeres. Auf der anderen Seite solidarisierte sich Brockschmidt mit Lina E., der wegen gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilten mutmaßlichen Rädelsführerin der Antifa-„Hammerbande“. Mit dem Hashtag #Free Lina forderte Brockschmidt deren Freilassung.
Hass auf gewaltfreie Konservative, aber Solidarität mit Linksextremisten, die Menschen mit Hämmern schwer verletzen oder töten wollen. Wie passt das zusammen? Sehr gut. Es sind zwei Seiten derselben Medaille, wie man sie in der politischen Berichterstattung leider immer wieder findet. Gewalt von links – von linksextremen Antisemiten – soll verharmlost und unter den Teppich gekehrt werden. Darum bestellte die französische Regierung den amerikanischen Botschafter ein, nur weil dieser seine Sorge über die zunehmende Gewalt des Linksextremismus in Frankreich geäußert hatte. Der Botschafter kam nicht, nun schäumt die Regierung noch mehr.
Die politische Situation ist unheimlich. Sigmund Freud schrieb einmal, das Unheimliche sei „das, was eigentlich heimisch, vertraut sein sollte, aber durch Verdrängung oder Vergessen ins Unbewusste gerückt war und plötzlich wieder offenbar wird“.

Sehr geehrter Herr Frank, diese Informationen werden es nie in die deutschen Qualitätsmedien schaffen. Sehr schade.
Mfg
Nico Schmidt
Deutsche Medien trennen kaum noch Berichterstattung und Meinung. Die nach angelsächsischem Vorbild etablierte Tradition hat man irgendwann nach dem Mauerfall aufgegeben. Das hinterlässt im Verstand des Lesers einen unschönen Eindruck. Jedem Satz zur Sache folgt meist eine moralisierende Einordnung.
Es klingt, als ginge selbst Frankreich härter und erfolgreicher gegen Linksextremisten vor als Deutschland. „Erfolgreicher“ jedenfalls im Sinne von Inhaftierung und Verurteilung von Tätern.
Der Beitrag ist in seiner Analyse so klar, dass sich jeder normal denkende Mensch fragen muss, wieso die selbsternannten Guten – vor allem die weniger gewalttätigen -, solcher Logik nicht folgen können. Eine nachvollziehbare Antwort bietet wohl nur Dieter Bohlen.
HAMMERHART – Pol Pot im Gehirne, Hammer in der Flosse, kriegt eins auf die Birne, wer nicht ist Genosse. – Früher ein Bündel Ruten, darf heute es ein Hammer sein, ist sicher so man bei den Guten, wer anders denkt, ist Nazischwein. / Kreuzt sich der Hammer mit der Sichel, die leuchtet nachts am Firmament, schlafe weiter, du deutscher Michel, auch wenn dein Nachtgewand schon brennt. / So ist ein Kreuz wie einst das Zeichen, das für Gesinnung statt Verstand geht hammerhart auch über Leichen, nicht neu im deutschen Gagaland.
Man wird niemand Schaden tun noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land ist voll Erkenntnis des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt„. (Nach Jesaja 11.9)
Aber wie war das damals in der Nazi-Demokratie (Diktatur möchte ich es nicht mehr nennen, nach heutigen Erkenntnissen)?
Ich erinnere mich noch an manche alten Echtfilmschnipsel – das saßen Gefährdete umgedeutet in Gefährder auf ihren Sofas und sagten, daß es doch nicht so schlimm kommen könnte, und das Mitvolk schon wieder zur Besinnung käme, ohne daß man lebensgefährdet Reißaus nehmen müsste.
Dabei tröpfelte es nichtmal schleichend in die neue Volksidentität – das Ding auf der Schwelle war schon da und lauerte nicht mehr im Verborgenen.
Man hat gesehen, was passiert, wenn man nicht mehr weiß, warum man ins Gefängnis kommt und wenn man nicht mehr weiß, warum nicht ins Gefängnis kommt – als man Justizia entrechtete und sie entwaffnete und bereit war, ohne Gerechtigkeit zu leben.
Moin Herr Frank, bin der festen Überzeugung, daß Ihr Artikel nicht nur eine informative Berechtigung hat. Finde es auch gut, daß Sie hier über ein Katholisches Opfer schreiben. Allerdings ist es schon hanebüchen, daß Opfer von Gewaltverbrechen mit einer unterschiedlichen Qualität, einem Status, in der „Veröffentlichkeit“ debattiert werden. Ich darf Sie aber auch darauf hinweisen, daß das eine Debatte unter Juden auslösen sollte. Die Jüdische Gemeinde Frankreichs ist die größte & mächtigste in Europa. 40% Ashkenazi & 60% Sepharden, letztere eingewandert in den 50ern/60ern aus Nordafrika, vornehmlich Algerien, historisch häufig (bis ins 19. Jahrhundert) einstige Sklavenhändler. Wie in Deutschland, hatte auch die Jüdische Gemeinde Frankreichs die Masseneinwanderung von Muslimen, also Anti-Zionisten unterstützt. Warum fordern Sie kein Umdenken unter den in Europa lebenden Juden? Das ist quasi, wie den Wasserhahn aufdrehen & sich dann beschweren, daß die Wanne überläuft.