
“Russland kann den Krieg militärisch nur verlieren.” Danach sieht es zur Zeit gerade nicht aus, auch angesichts immer mehr Desertionen in der ukrainischen Armee. Eine Niederlage Rußlands schlösse notwendigerweise einen “Sieg der Ukraine” ein. Dieser würde aber nur durch ein noch tätigeres Eingreifen der NATO möglich. Das wiederum bedingt laut Ansagen Putins und Lawrows eine Existenzbedrohung der Rußländischen Föderation und dürfte in einen Weltkrieg münden, weshalb vor solchen Vabanque-Spielchen in der BRD erneut zu warnen ist. Mit dem Adjektiv “politisch” würde ich dem Autor recht geben. Was man Putins Rußland taktisch vorwerfen muß, das war eine Invasion ohne Ultimatum und deren mit unzureichenden Mitteln anfangs über den Donbaß hinaus vorgenommene Erstreckung. Und strategisch hätte es nach dem Vorbild der USA seine “Spezoperazija” niemals ohne Koalitionäre beginnen dürfen, und wenn schon nicht mit China, dann zumindest neben Weißrußland noch mit Ländern wie Kasachstan, Aserbaidschan u.a. In der Ukraine wiederum ist über dem Krieg “mehr” als nur ein patriotischer Nationalismus entstanden, nämlich ein eliminatorischer Haß auf alles Russische, das dort jahrhundertelang seinen Platz hatte, und auch heute von einer Minderheit goutiert wird. Davon zeugen jene nicht abzustreitenden Auswüchse an Nazi-Symbolik und unschöne Begleiterscheinungen wie Pressezensur, Parteienverbote und Denunziation, von denen die Lynchmobs mit den Klebebändern wohl erst der Anfang sind. Jeder nicht Kriegstrunkene sollte sich im übrigen einmal klar machen, daß aus der von Anfang an eingetretenen Personalisierung des Krieges als einer Sache zwischen der Lichtfigur Selenskij und dem Luzifer Putin nur schiedlich herauszukommen ist, wenn BEIDE Regierungen mit oder nach einem Waffenstillstand zurücktreten würden.
Es ist schön sich Meinungen anzuhören von Typen die niemals dort waren. Ich bin Russland Deutscher und hab als Jugendlicher die 90er Jahre erlebt. Hier kann sich das niemand absolut niemand vorstellen. Ihr solltet euch lieber Gedanken machen was in Deutschland passiert . Rosig wird es nicht sein. Trotzdem bin ich der Heimat meiner Vorfahren und zwar Deutschland für alles dankbar und meine das ernst. Mittlerweile habe ich mir zwei Wohnungen im Gebiet Omsk wo ich her stamme gekauft und habe Bein Geschäft dort. Es läuft nicht schlecht. Dort bin ich der deutsche hier waren wir immer nur die Russen, die Anfeindungen als Heranwachsender kenne ich noch sehr gut.
Putin hat vor dem Angriff auf die Ukraine nie irrationale Sachen gemacht. Jedenfalls habe ich das nicht mit bekommen. Der hat gerne die aufgeblasenen westlichen Superdemokraten mit ihrer “Haltung” lächerlich gemacht und sein eigenes Süppchen gekocht. Ein Schlitzohr sondergleichen, bei dem man seine Geldbörse und seine Goldringe festhalten muss. Unsere kommunistische Ex Kanzlerin ist dem ordentlich auf dem Leim gegangen. Und viele andere auch. Mit dem Ukraine Angriff ist er jedoch nur noch ein ganz gewöhnlicher Diktator und Machtpolitiker geworden. Ich glaube, dass der sich vollkommen vergaloppiert hat und ihm das lange klar ist. Aber genau deswegen ist er jetzt gefährlich und kein “normaler” Diktator mit Atomwaffen mehr.
@’ Dr. Klaus Rochelle ‘, ist ja eine echt intellektuelle und wirkliche geistreiche Antwort auf den Artikel , oder auch : Hä ? An den Autor : Hätte Putin wirklich einen ’ untrüglichen Instinkt ’ hätte er vor dem Einmarsch wohl die Informationen seiner Geheimdienste mehr hinterfragen müssen, so als alter KGB Mann. Das und die Unterschätzung des Westens , haben ihn in die Katastrophe gebracht, also seine eigene Dummheit. Annektiert er die Ukraine, kann er seine Waffenarsenale direkt an der Natogrenze stationieren, das ist doch der eigentliche Grund, das Bedrohungspotential gegenüber dem Westen( Europa) würde immens wachsen. Der Typ muss weg, und von gesichtswahrender, diplomatischer Lösung, was dieser Schlächter auch garnicht will, halte ich nichts.
Focus Online, NZZ, Cicero, Deutsche Welle, Fernsehauftritte - daher weht der Wind? Der Mann weiß, wie man den Förderpreis abräumt. In diesen Kreisen weiß man die Zuschauer mit jede Menge wilder Bewegungen abzulenken, ohne sich von der Stelle zu rühren.
@Thomas Baader (@Bernd Vogler): Da haben Sie sich nun schon Ihr eigenes Bild vor Ort gemacht und sich doch verzählt: die russischen Panzer sind durchweg nicht 60 Jahre alt, sondern 59 Jahre und 12 Monate. Und die fehlenden Ersatzteile betreffen nur Panzer ab dem Alter von 59 Jahren und 13 Monaten, das habe ich mir im russischen Ersatzteillager persönlich angeschaut. Aber sonst haben Sie schon ganz richtig einige Weiße-Haus-Märchen weiter erzählt. Ehrlich gesagt, ich verstehe die Baerböckin gar nicht, wieso sie vor DER Katastrophe im Westen warnt: Kriegsmüdigkeit! Sie hat doch Thomas Baader.
Vor 2 Wochen hätte man das noch unterschreiben können. Wie sieht es aber jetzt wirklich aus? Die Einheit der EU bröckelt, einzig die osteuropäischen Staaten erweisen sich als wahre Europäer. Scholz lügt den Ukrainern ins Gesicht, wenn er von Hilfe spricht. Die NATO hat mit der Türkei einen Usurpator in ihren Reihen, der den Kurs allein entscheidet. Die Russen sind auf dem Vormarsch und werden vermutlich siegen, auch wenn es für sie teuer wird. Mit einem Volk, das stolz darauf ist, mehr Leiden und Entbehrungen als andere ertragen zu können, kann man noch viel anrichten, Sanktionen hin oder her. Demnächst werden es die Russen in Moldawien versuchen, vermutlich mit Erfolg, und dann im Baltikum. Dort haben die NATO-Staaten dann die Wahl: Entweder lassen sie die baltischen Staaten im Stich, dann ist das Bündnis am Ende, oder sie rufen korrekterweise den Bündnisfall aus, dann ist der grosse Krieg da. All das hätte man verhindern können, wenn man die Russen in der Ukraine gestoppt hätte. Es stimmt schon, Russland wird bis auf weiteres der Paria sein, von Deutschland wird aber in Zukunft auch kaum noch ein Hund einen Knochen nehmen.
Leider sind viele Leserkommentare zu diesen Themen auf der Achse, aber auch in anderen konservativeren Foren, geradezu schockierend. Das Relativieren dieses monströsen Angriffskrieges mit absurden Verschwörungstheorien und dumpfem Anti-Amerikanismus zeugen von Weltbildern, die man heutzutage nur bei gestandenen Links- und Rechtsradikalen findet. Habe dazu einen offensichtlich zutreffenden Artikel in der Jerusalem Post gelesen, dass nämlich das russische Regime gezielt Links- und Rechtsradikale in Europa (natürlich mit unterschiedlichen Inhalten) gefüttert hatten, scheinbar mit Erfolg. Glücklicherweise teilen die Autoren des Achse diesen Unsinn nicht - sonst müsste ich ja doch wieder zu den den Mainstream Medien wechseln.
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.