Obgleich Pasta in allen Variationen als aktueller Hamsterkauf-Topseller nicht zu toppen ist, so mausern sich derzeit Protein-Puddings, Eiweißbrote und „HighProt“-Produkte zum neuen Verkaufsschlager. Denn Protein-gepimpte Lebensmittel suggerieren Fitness, Schlankheit, Kraft und Gesundheit – ergo wird dafür gerne viel zu viel Geld bezahlt, denn Wunsch und Hoffnung nach „ewigem Leben“ kaufen mit. In Zeiten der Besser-Esser-Hypes´n-Hipster ist das ein sehr gutes Geschäftsmodell: Hoher Eiweißgehalt = hohe Margen = hoch erfreuter Hersteller und Handel. Fallen Sie nicht auf diesen Nepp rein. Was müssen Sie wissen? Die vier folgenden Fragen klären auf:
Immer mehr Produkte mit hohem Proteingehalt schaffen es in den Handel. Vor allem jüngere Konsumenten greifen zu. Was liegt dem zugrunde?
Es muss im Markt immer einen „Superstoff“ geben, der mit einem besonders gesunden, vitalen oder kraftspendenden Image emotional aufgeladen und vermarktet wird – ganz einfach deshalb, damit die entsprechend angereicherten Lebensmittel besser vermarktet und damit wesentlich teurer verkauft werden können. Und dieser „Superstoff“ ist derzeit Eiweiß (Protein). Die Konsumenten geben in dem Glauben, sich etwas besonders gesundes zu kaufen, gerne viel mehr Geld aus. Das ist alles. Rein pekuniäre Gründe liegen hier also zugrunde, sonst nichts.
Obertrend der Profilierung und Selbstoptimierung
Hat diese Entwicklung auch mit dem Drang nach Selbstoptimierung zu tun? Welche generelle Rolle nimmt die Selbstoptimierung in der Ernährung ein?
Definitiv spielt der derzeitige Obertrend der Profilierung und Selbstoptimierung durch „gesunde Ernährung“ eine große Rolle. Der Teller wird zum Schmelztiegel der Emotionen, des Lifestyles, der Egopositionierung – und mit Protein-Lebensmitteln wird der „heilige Gral gesunder Ernährung“ gefüllt, um ihn dann in Besser-Esser-Influencermanie(r) öffentlichkeitswirksam in den sozialen Medien zu leeren. Das Paradoxe daran: Es gibt keinerlei wissenschaftliche Kausalevidenz (Beweise) dafür, was gesunde Ernährung für alle überhaupt sein soll.
Darüber konstatieren inzwischen sogar die 7 großen ernährungswissenschaftlichen D-A-CH-Fachverbände klar und unisono: Die Einteilung in gesunde und ungesunde Lebensmittel ist weder wissenschaftlich vertretbar noch empfehlenswert (1). Diese strikte Kategorisierung ist Nonsens. Die Selbstoptimierung durch Ernährung grenzt derweil an ersatzreligiöse Züge, denn es dominiert Glaube über Wissen.
Wir können uns gar nicht „proteinfrei“ ernähren
Wie wichtig sind Proteine?
Sehr wichtig, überlebenswichtig. Allein unsere Körperzellen werden ständig erneuert, wir sind daher auf eine regelmäßige Proteinzufuhr angewiesen. Die Bestandteile, aus denen die Proteine zusammengesetzt sind, die Aminosäuren, diese werden in essenzielle (unentbehrliche) und nicht essenzielle (entbehrliche) eingeteilt. Erstere müssen wir mit der Nahrung zuführen, letztere kann unser Körper auch selbst herstellen. Wir können uns also nicht „proteinfrei“ ernähren, diesen „Besser-Esser-Trend“ wird es daher niemals geben.
Grundsätzlich ist es so: Es gibt weder gesicherte Daten noch Leitlinien, wie viel Gramm Eiweiß als „schädliche Obergrenze“ gelten. Gesunde Menschen können also gerne ordentlich zugreifen. Was sie heutzutage auch tun.
Was bringen diese Produkte? Reicht zum Beispiel auch ein herkömmlicher Quark für den Protein-Haushalt?
Kein Mensch braucht dieses Kunstfood
Die „Proteinprodukte“ sind nicht mehr als verkaufsfördernde Blender, sie bringen primär eines: Mehr Marge für Hersteller und Handel (siehe auch oben erste Frage). Kein Mensch, selbst Hobbykraftsportler brauchen dieses Kunstfood nicht. Wir nehmen in der Regel mit einer normalen Ernährung, in der auf nichts grundsätzlich und vollumfänglich verzichtet wird, genug Proteine auf, die reichen sogar für ein paar Kilo Extramuskelaufbau bei Bodybuildern. Proteinreiche Lebensmittel sind primär Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Auch einige pflanzliche Lebensmittel, hier vor allem Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen sind wertvolle Proteinlieferanten, ebenso wie die gute alte Kartoffel.
Konkret: Eine kleine Portion 150 Gramm Weißfisch (beispielsweise Alaska-Seelachs) liefert bereits 35 Gramm Eiweiß, überbacken mit 50 Gramm Parmesan kommen weitere 18 Gramm Eiweiß dazu – und der Tagesbedarf an Proteinen für eine 60 Kilo schwere Frau (48 Gramm) ist bereits mehr als gedeckt. Und das mit nur einer Zutat einer Mahlzeit. Essen Sie abends dann nochmal 150 Gramm Magerquark, liefern Sie Ihrem Körper erneut 20 Gramm Eiweiß ontop. Allein daran sieht man schon: Für das Geld kaufen Sie besser hochwertige Lebensmittel als hochgradig überteuerte Protein-Produkte, die keinen einzigen Zusatznutzen liefern.
Uwe Knop ist Ernährungswissenschaftler, Publizist und Buchautor, unter anderem von „Ernährungswahn: Warum wir keine Angst vorm Essen haben müssen“. Im Juli 2019 erschien sein jüngstes Buch „Dein Körpernavigator“ zum besten Essen aller Zeiten“.
Weitere Quelle
(1) Lesen Sie hier die Zusammenstellung der überaus einstimmigen Statements zur "Einteiliung in gesunde und ungesunde Lebensmittel" der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE), der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), dem deutschen Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) sowie der beiden Berufsverbände in Deutschland und Österreich, dem Verband der Oecotrophologen (VDOE) und dem Verband der Ernährungswissenschaftler Österreichs (VEÖ).
SO ist das immer, eine Krise verursacht nicht nur Kranke , Tote und die Schwächung der Wirtschaft, nein, der SCHWACHSINN blüht besonders ! Der Glaube versetzt eben Berge, mitunter auch ins Grab ! Meine Devise: GESUND IST, WAS SCHMECKT und WAS FREUDE macht ! WER sich diese sogenannten "Gesundheitssendungen, Gesundheits DOC" , die wie Pilze aus den Boden schießen, noch reinzieht, kann mir nicht mal leid tun ! Für mich ist das Schwachsinn, darum bleibt die Kiste aus !
Ich habe Berichte von glaubwürdigen Menschen über schwerwiegende körperliche Schäden bis zur Todesfolge durch hyperproteinische Ernährung gehört. Die betroffenen Individuen wurden mit aufgeblähten Bäuchen infolge schwerer Nierenschädigung gefunden. Bei der Nachkommenschaft wurden häufig Missgeburten beobachtet. Es handelte sich um Ratten, die zuviel von dem Produkt einer Futtereiweißfabrik genascht hatten. Ob diese Beobachtungen auf Menschen übertragbar sind, ist mir unbekannt, aber mit Sicherheit gilt auch hier: Allzu viel ist ungesund. Mit Sicherheit waren die Ratten jedoch nicht auf Religionen welcher Art auch immer, sei es im spirituellen, Ernärungs-, Klima- oder Genderbereich, hereingefallen.
Sagen wir es doch einmal so. Die heutigen Alten sind in Zeiten aufgewachsen, als noch nichts selbst optimiert werden "musste", man nicht einen bestimmten BMI einzuhalten "hatte", man essen und trinken konnte, was einen schmeckt und trotzdem gesund war. Scharlatane wie Ernährungwissenschaftler brauchen ein Betätigungsfeld, genau wie Genderistas. Sie müssen ihren "Wert" beweisen und zwar der Industrie, so unter dem allseits beliebten Motto: Wir Menschen sind alle gleich. Das machen sie auch gern, weil sie selbst davon profitieren. Dazu kommt der Rattenschwanz der sogenannten Fitniss-Industrie einschließlich der vielen Experten, die in den Medien ihr Brot verdienen. Die wollen ja auch gut leben. Auf den Zug springen dann die KK auf. In den USA kann man z.B, wie ich einmal las, gesund sein, aber das Cholesterin hat einen höheren als vorgeschriebenen Wert - bums. Man muss höhere Beiträge zahlen. Nur deshalb werden auch die Werte z.B. von Cholesterin, des Blutdruckes auch immer weiter nach unten gesetzt. So wird aus gesund - krank. Das lohnt sich, weil viele Menschen auch nicht auf ihren Körper hören. Ich gebe zu, dass ist heute auch sehr schwer, durch die Werbung und Massenbeeinflussung. Mein Körper sagt mir immer, was ich essen soll und wann und was ich nicht essen sollte zu bestimmten Zeiten. Da ist es mir egal, was nun gerade wieder angesagt ist.
Es gibt bei Würzburg in Randersacker einen Weinberg namens "Ewig Leben". Wenn der nicht hilft, dann Bernkastler "Docotorberg". Kann in der Quarantärne hilfreich sein. H. Geißler
Ach was. Brot mit Sögespänen und Rüben sind für die Ernährung völlig ausreichend, Diese Nahrung ist für die Resistenz gegen Virenhunger geradzu ideal. Das haben die Wissenschuftler vom RKI ganz klar herausgefunden. Das kann ich Ihnen versprechen. Ehrlich, Sie können mir das glauben. Die anderen sagen das ja auch. Außerdem kam das im Fernsehen.