Gastautor / 15.02.2021 / 14:00 / Foto: Pixabay / 45 / Seite ausdrucken

Polizistenalltag – Teil 1: Papierkrieg und Frust mit der Justiz

Von Klaus König.

In dieser Serie möchte ich Sie auf einen Blick hinter die Kulissen des „Freund und Helfers“ einladen. Der Grund für meine Intention ist relativ simpel: die Darstellung einer authentischen Meinung in Zeiten weltweiter Dauerhysterie. Das bedeutet nicht, im Besitz einer allgemeingültigen Wahrheit zu sein, sondern Dinge möglichst objektiv zu beurteilen, sofern man mit offenen Augen seinen täglichen Dienst verrichtet. Kurz zu meinen Eckdaten: Schutzpolizist in einer deutschen Großstadt, diverse Jahre Diensttätigkeit in sogenannten „Brennpunktvierteln“ und aufmerksamer Beobachter von Entwicklungen, die die Arbeit eines „Streifenbeamten“ unmittelbar beeinflussen.

Welche Begriffe fallen Menschen als erstes ein, wenn sie sich mit dem Berufsinhalten eines Polizisten auseinandersetzen? Ich denke, die meistgenutzten Adjektive dürften hierbei „spannend“, „abwechslungsreich“, „fordernd“ oder „gefährlich“ sein. Zuallererst sei jedoch gesagt, dass der Beruf des Polizisten zu einem sehr großen Teil Schreibarbeit bedeutet. Nahezu jede Tätigkeit, die im Streifendienst ausgeführt wird, muss verschriftet und dokumentiert werden, sei es der harmlose Streit zwischen zwei Bürgern, ein Verkehrsunfall oder Verbrechen wie Raubdelikte.

Die Inhalte dieser Berichtsfertigungen verbinden den ermittelnden Polizeibeamten zwangsläufig mit den unterschiedlichsten Institutionen. Staatsanwaltschaften, Gerichte, Ordnungsämter, Jugendämter, Ausländerbehörden, um nur einige zu nennen. Ich könnte Ihnen nun eine Vielzahl von Geschichten über die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den genannten Behörden erzählen, belasse es aber bei prägnanten Beispielen für die Irrungen und Wirrungen, denen ein Polizist ausgesetzt ist.

Wenn eine Strafanzeige von einem Polizisten gefertigt wurde, wird diese nach Beendigung der polizeilichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur weiteren Bearbeitung zugesandt. Hier entscheidet sich, vereinfacht ausgedrückt, ob eine Strafsache in Abstimmung mit den zuständigen Gerichten eingestellt oder vor Gericht verhandelt wird.

„Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“: Strafanzeige oft sinnlos

Wenn man, wie ich, in einem sogenannten „Brennpunktviertel“ arbeitet, kommt es regelmäßig vor, dass ein Delinquent (zum Beispiel nach einem Diebstahldelikt), aggressiv gegenüber den aufnehmenden Beamten auftritt. In diesem Rahmen kommt es dann häufig auch zu Widerständen oder tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte und/oder Beleidigungen gegenüber diesen. Nach Abarbeitung des Einsatzes beginnt für die eingesetzten Beamten ein gefühlt ewig währender Schreibmarathon, bis der Bericht letztlich an die Kriminalpolizei oder die Staatsanwaltschaft weitergeleitet wird. Der Täter ist derweil meist schon längst wieder auf freiem Fuß.

Hierzu eine kleine exemplarische Anekdote: Ein Straftäter hatte zunächst ein geringwertiges Diebstahldelikt (nicht über 50 € Sachwert) begangen. Bei der Bearbeitung des Sachverhalts leistete die Person darüber hinaus erheblichen Widerstand. Nach abermaliger, langer Berichtsfertigung erhielt ich dann nach geraumer Zeit (mehrere Monate) einen Brief von der zuständigen Staatsanwaltschaft, dass das Widerstandsdelikt in Anbetracht der höheren Strafe bezüglich des zuvor begangenen Diebstahldeliktes (wohlgemerkt geringwertig!) eingestellt wird. Der geneigte Leser hier auf achgut wird wahrscheinlich wissen, dass die Strafe bei einem geringwertigen Diebstahlsdelikt denkbar niedrig ausfällt, sofern denn überhaupt eine ausgesprochen wird. Für den Polizeibeamten ist es aber gut zu wissen, dass aggressive Handlungen ihm gegenüber für die Staatsanwaltschaft bzw. die Gerichte noch weniger von Belang sind. In diesem Zusammenhang möchte ich ebenfalls erwähnen, wie verblüfft ich immer bin, wenn in einer polizeilichen Kontrolle Personen vor mir stehen, die in kürzester Zeit mehrere Raubdelikte begangen haben…

Diese Erfahrungen sind für Polizisten Alltag und führen dazu, dass viele Beamte, ob des erwarteten Aufwandes in Verbindung mit der erwarteten Einstellung des Verfahrens, von einer Strafanzeige hinsichtlich des „Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte“ absehen. So viel zur medial von sogenannten „Polizeiexperten“ kolportierten Einschätzung, dass viele Polizisten schuldlose Bürger mit Strafanzeigen überziehen. Im Übrigen lässt dieser Hintergrund auch die meist opportunistisch geäußerten Forderungen seitens der Politik, nach Großereignissen (z.B. G20) mit Nachdruck Gewalttaten gegen die Polizei zu verfolgen, in einem anderen Licht erscheinen. Nach spätestens einer Woche sind diese Forderungen aber ohnehin natürlich längst vergessen.

Beamte als Zeugen vor Gericht

Hin und wieder kommt es infolge einer polizeilichen Strafanzeige dann doch mal zu einem Gerichtsverfahren, in welchem ein Polizeibeamter als Zeuge geladen wird. Leider sind auch diese Termine nicht frei von verwunderlichen Situationen. Wie ich bereits oben erwähnt habe, sind bei der Bearbeitung einer Strafanzeige oftmals mehrere Beamte, speziell bei größeren Sachverhalten, involviert. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Beamten, die zuerst vor Ort waren, am meisten über den Sachverhalt sagen können und somit auch den Hauptteil des Berichtes fertigen. Zum Tatort hinzugekommenen Beamten bleibt dann meist die Aufnahme und Fertigung von Zeugenaussagen, der Transport des vermeintlichen Täters zur Polizeistation (der ebenfalls dokumentiert werden muss) oder die Bearbeitung von Asservaten. Jede Handlung wird verschriftet und von den jeweiligen Beamten unterzeichnet.

Immer wieder kommt es jedoch vor, dass bei einem Gerichtstermin diejenigen Beamten geladen werden, die nur kleine Teilbereiche des Gesamtberichts geschrieben haben und zur Strafsache am wenigsten oder gar nichts aussagen können. Das führt dann dazu, dass der zuständige Richter bzw. der anwesende Staatsanwalt einen verdutzt anguckt, wenn man offenbart, zu seinen gestellten Fragen nichts oder nur wenig sagen zu können.

Was sich nun eventuell lustig anhört, ist meiner Meinung nach ein kapitaler Fehler im System. Die Gerichte sind hinsichtlich der Verfahren massiv überlastet (vor allem Amtsgerichte), sodass die Verhandlung einer Strafsache oftmals in kürzester Zeit und am gleichen Tag erfolgen muss. Wenn nun ein Beamter geladen ist, der zum Sachverhalt, wenn überhaupt, kaum etwas sagen kann, bedeutet das, dass die Ladung eines kundigen Beamten in der Schnelle nicht zu leisten ist und das Verfahren im Zweifelsfall eingestellt wird, da nicht genügend Beweise gegen den Angeklagten erhoben werden können. Sie, liebe Leser, mögen jetzt einwerfen, dass ja der gesamte polizeiliche Bericht und die darin enthaltenen Ermittlungen vorliegen. Vor Gericht gilt jedoch der Grundsatz, dass das gesprochene Wort immer höher wiegt, und diese Umstände sind für findige Anwälte ohnehin eine Vorlage, um die Anklage genüsslich zu zerpflücken.

Aggressive Anwälte nehmen Polizisten ins Visier

Diese Erfahrungen sind für mich erschütternd, da das deutsche Rechtswesen nichts höheres als die Gerichte kennt und hier die Akzeptanz für den Rechtsstaat und das demokratische Zusammenleben steht und fällt. Über die Hintergründe, wie es zu solchen Situationen kommt, kann ich nur spekulieren. Ein Grund dürfte die beschriebene massive Belastung der Gerichte hinsichtlich der großen Zahl von Verfahren sein. Aber ist es denn zu viel verlangt, für einen kurzen Moment genauer in den Bericht reinzuschauen und nicht wahllos den Namen eines Beamten, der an diesem Sachverhalt nur am Rande beteiligt war, auszuwählen? Oder ist lediglich die Abarbeitung des Aktenberges wichtiger als eine wirkliche Befassung mit den Sachverhalten? Wenn man als Zeuge vor Gericht geladen ist, muss man sich als Polizeibeamter darauf einstellen, von dem Verteidiger des Angeklagten harte Fragen in teilweise unangemessenen Ton gestellt zu bekommen. Das finde ich jedoch völlig in Ordnung, gehört es doch quasi zu der Jobbeschreibung eines Anwalts. Ebenfalls ist man als Polizeibeamter ein „Berufszeuge“ und man sollte sich dementsprechend auch auf unangenehme Fragen gefasst machen, das gehört dazu.

Auffällig ist für mich jedoch oftmals, wie Richter und auch Staatsanwälte sich von aggressiven Anwälten einschüchtern und sich von ihnen die Agenda diktieren lassen. Wie bereits zu Anfang dieses Artikels beschrieben, ist es für einen Polizisten in einer Großstadt nichts Unübliches, im Dienst beleidigt zu werden. Aus dem Konglomerat der netten Worte sind in meiner Dienstzeit bisher die Titulierungen „Nazi“,und „Rassist“ am gebräuchlichsten. Oftmals „überhört“ man diese Beleidigungen, um die Personen, die diese Aussagen tätigen, nicht unnötigerweise aufzuwerten. Je nach Situation (vor allem bei einer großen Zuhörerschaft) ist es allerdings unabdingbar, eine Beleidigungsanzeige gegen den Provokateur zu fertigen. Auch hier verlaufen die Anzeigen zumeist im Sande. In wenigen Fällen wird man aber doch mal als Zeuge zu Gericht geladen, um zu der getätigten Anzeige Stellung zu nehmen. Der Verlauf des weiteren Geschehens ist dann stark abhängig davon, was für eine Person auf der Anklagebank sitzt.

Wenn es sich hierbei beispielsweise um eine Person aus einer bestimmten politischen Richtung handelt, kann man sich auf eine „heiße“ Verhandlung einstellen, da der Verteidiger in aggressiver Weise nichts unversucht lassen wird, um die Geschehnisse umzudeuten. Das ist, wie bereits erwähnt, das gute Recht des Anwalts, allerdings geht es dann nicht mehr um das eigentliche Beleidigungsdelikt, sondern es wird das Agieren des Polizisten vor der Beschimpfung infrage gestellt. Ich möchte Ihnen ein Beispiel geben, um das zu versinnbildlichen: „Der Polizist hat Person xy aus rassistisch motivierten Gründen kontrolliert. Deshalb war es für meinen Mandanten quasi eine Art Bürgerpflicht, diese Kontrolle zu stören und dem Polizisten sein Handeln in markigen Worten mitzuteilen.“

Wie vor einem Tribunal

Man mag jetzt erwarten, dass die Staatsanwaltschaft und/oder der Richter die Ausführungen des Verteidigers mindestens hinterfragen; darauf kann der Polizist in den meisten Fällen aber lange warten. Trotz Einwände des Beamten sehen Staatsanwalt/Richter oftmals keine Notwendigkeit, den immer aggressiver auftretenden Verteidiger zur Räson zu bringen (ich werde jetzt NATÜRLICH nicht fragen, ob da eine gewisse Analogie in den Gedanken vorherrscht). Kollegen erzählen mir immer wieder, dass sie sich wie in einem Tribunal vorkamen und der eigentliche Grund des Verfahrens, die Beleidigung, letztlich gar keine Rolle mehr spielte. Sie können sich sicher vorstellen, wie solche Strafprozesse am Ende ausgehen und dass der Polizist nicht gerade motiviert aus solchen Sitzungen herausgeht. Auch der Angeklagte dürfte daraus so seine Schlüsse ziehen.

Ich habe jetzt nur die Vorgänge bei einem Beleidigungsverfahren geschildert, wie die Verhandlungen bei höherwertigen Delikten (und vor allem hochpolitischen Themen) aussehen, können Sie sich nun sicher denken… Bei Gerichtsverfahren sind im Normalfall die Geschädigten und weitere Zeugen des jeweiligen Sachverhalts vorgeladen.

Wenn man als Polizist auf die Personen achtet, die in den Gerichtssaal hineingerufen werden, erkennt man, dass vielen Menschen die Situation natürlich fremd ist und sie nahezu ängstlich eintreten. In dem Saal treffen sie dann oftmals auf die beschriebene „Aggressiver-Anwalt-und-zurückhaltender-Richter“-Konstellation. Dies führt zwangsläufig dazu, dass sich die Zeugen zurückziehen und eingeschüchtert die Fragen nur unzureichend beantworten. Ich habe schon erlebt, dass Zeugen aus dem Saal kommen und angeben, dass nächste Mal „lieber nichts gesehen zu haben“. Die unmittelbare Folge ist, dass gerichtliche Verfahren in eine bestimmte Richtung gedrängt und dadurch konterkariert werden. Auch wenn es sich plakativ anhört und von vielen Personen als „Totschlagargument“ benutzt wird: Auch ich habe das Gefühl, dass einige Richter sich viele Dinge, die „auf der Straße“ passieren, nicht vorstellen können und dies von einem abgebrühten Anwalt gekonnt ausgenutzt wird.

Richter und Staatsanwälte sind gefordert

Aus der Sicht eines Polizisten wäre es dringend geboten, dass Richter und auch Staatsanwälte in regelmäßigen Abständen die Polizei begleiten. Nicht, um die Gewaltenteilung zu unterminieren oder die Sicht der Polizei zu übernehmen, sondern um Geschehnisse real zu erleben und nicht lediglich abstrakt auf einem Blatt Papier zu lesen.

Das würde die Autorität sowie die Handlungskompetenz eines Richters bzw. Staatsanwaltes und damit einhergehend auch die des Gerichts deutlich erhöhen. Idealvorstellung: Ein entschlossener und standhaft auftretender Richter und/oder Staatsanwalt, der eine harte Verhandlung zwar zulässt, aber den Verteidiger notfalls auch in die Schranken weist, wo es geboten ist. Ergänzend sei gesagt, dass einige Richter und Staatsanwälte dies bereits tun, trotz zeitintensivem Berufsinhalt. Eine größere Verbreitung wäre jedoch aus polizeilicher und wohl auch aus Sicht der Bürger sehr begrüßenswert.

Lesen Sie morgen: Erfahrungen mit Migranten.

Teil 2 finden Sie hier.

Teil 3 finden Sie hier.

Der Name des Autors wurde von der Redaktion geändert.

Foto: Pixabay

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

T. Schneegaß / 15.02.2021

Lieber Herr Polizist, noch bis vor einem Dreivierteljahr hatten Sie und alle Ihre Kollegen mein ehrliches Mitgefühl für Ihre hier geschilderten Erfahrungen und Situationen, mein vollstes Verständnis für die Schwere Ihres Berufes und eine große Achtung vor diesem. Das ist um volle 180° umgeschlagen, und das für alle Ewigkeit, völlig egal was da kommt (ausgenommen der Unwahrscheinlichkeit, dass die Polizei dem Staatsterror nicht mehr länger dient). Sie kennen die alte Weisheit, dass eine schlechte Bohne im Kaffee-Päckchen das ganze Päckchen ungenießbar machen kann. In meinem Päckchen befinden sich viele schlechte Bohnen, sollten Sie zu den auch vorhandenen guten gehören, ist das Ihr (und mein) persönliches Pech. Ich bin ein alter Mann und ich habe in meinem ganzen Leben bisher, einschließlich in 40 Jahren DDR, noch NIE in massenhaft von purem Hass gezeichnete Augen gesehen, wie bei Euren Jagden auf “Corona-Verbrecher”. Auf die vielen Videos im Netz, auf dem Euer Terror gegen Alte, Frauen und Kinder dokumentiert ist, will und kann ich hier gar nicht eingehen, mir genügen meine eigenen Erfahrungen. Der Großteil dieser abgerichteten, gefühlslosen Büttel sind im Alter meiner Enkel. Wenn Gesetze oder gar bloße Verordnungen ganz augenscheinlich Menschenrechte, Menschenwürde und Grundrechte nach der Verfassung außer Kraft setzen, haben Sie Remonstrationsrecht und sogar Remonstrationspflicht, wenn Ihnen Einsätze gegen die, die diese Rechte wahrnehmen und verteidigen wollen, befohlen werden. Wer das nicht tut und auf friedliche Demonstanten (gewalttätige habe ich persönlich IMMER nur auf einer ganz bestimmten Seite gesehen, die Sie und Ihre Kollegen schon mal wohlwollend begleiten) einschlägt, WILL das so und hat seinen Spaß daran.

Hannah Meier / 15.02.2021

Mein Mann ist auch vom Richter auch unfreundlich angeranzt worden, als er nach einer zufällig beobachteten tätlichen Auseinandersetzung als Zeuge vor Gericht seine Worte kurz abwog, um keinem der unbekannten Kontrahenten Unrecht zu tun. Er hat danach die Schlussfolgerung gezogen, beim nächsten Mal eben nichts gesehen zu haben. Tja, und die regelrecht feige Gewalt gegenüber einzelnen Maskenverweigerern sagt auch viel aus. Durchschnittlich 10 durchtrainierte bewaffnete Leute schleichen sich an einen älteren Herrn, eine Jugendliche oder eine eher zarte Frau langsam und zum teil von hinten heran, umringen unter Anforderung von Verstärkung denjenigen, der es gewagt hat, sich gegen Maskenverbot oder willkürlichen Hausarrest auszusprechen, und obwohl die Leute eindeutig überhaupt keinen Widerstand leisten,  tritt man ihnen von hinten ins Knie, damit sie stürzen und auf dem Boden liegend mit Handschellen fixiert werden können. Ist das widerwärtig. Aber bei solchen Bildern wird auch verständlich, warum Polizisten schon zu anderen Zeiten jegliche bösartige Maßnahme gegenüber der Zivilbevölkerung durchgesetzt haben. Sie sind eben willfährige Büttel der Herrschenden. Zum Glück habe ich keinen in meiner Familie.

Hans Hofer / 15.02.2021

Danke Herr Öder, das sehe ich mittlerweile ganz genauso. Das war mal anders.

Heiko Stadler / 15.02.2021

Nicht nur Richter und Staatsanwälte sollten Polizisten in Brennpunkten begleiten, sondern auch Politiker und Journalisten. Ein Tag pro Monat sollte verpflichtend sein.

Ferdinant Katz / 15.02.2021

In der letzten Zeit habe zunehmend Probleme meinen Respekt für die Polizei zu wahren. Gerade da die Polizei sich mehr und mehr zum Büttel einer irrsinnigen Politik degradiert und lieber Kinder und alte Menschen drangsaliert als offensichtlich kriminelle Elemente unserer Gesellschaft aus dem Verkehr zu ziehen. Mir ist bewusst das es nicht Sache der Polizei ist Gesetze zu erlassen, aber gesunden Menschenverstand den kann ich doch wohl von meinem Freund und Helfer erwarten. Zumindest so viel als das verfassungswidrige Maßnahmen von der Gewerkschaft der Polizei und leitenden Beamten aufs schärfste Verurteilt und zurückgewiesen werden. Warum wird auch bei der Polizei"brav” mitgespielt? Warum wird dem wachsenden Vorurteil des Feigen Polizisten immer weiter Vorschub geleistet anstatt deutliche Kritik an ihren Dienstherren zu üben? Vielleicht kann der Autor mich hier aufklären.

Marc Jenal / 15.02.2021

Danke für diesen Erfahrungsbericht auch wertvoll für alle, die kaum je einen Gerichtssaal von innen sehen! Etwas an diesem Bericht macht mich allerdings fassungslos: „Aggressiver-Anwalt-und-zurückhaltender-Richter“-Konstellation. Ich bezweifle nicht, dass ein Verteidigeranwalt auch aggressiv auftreten können und dürfen muss. Was aber absolut unglaublich ist, ist ein Richter, der unfähig/unwillig ist, einen solchen Anwalt nicht mindestens so aggressiv auf seinen Platz oder aus dem Gericht zu verweisen und die Zeugen angemessen zu schützen. Man hat den Eindruck, dass diese für die erfolgreiche Ausübung der Richtertätigkeit absolut grundlegende Fähigkeit beim Berufungsverfahren eines Richters gar nicht berücksichtigt wird und ein Richter während seiner Tätigkeit auch nie auf diese Fähigkeit überprüft werden wird. Die Folgen sind wohl verheerend. Ein Land, dass nicht mehr fähig/willig ist seine Straftäter angemessen zu bestrafen sowie seine Bürger insbesondere seine Polizei/Beamten in ihrer Tätigkeit zu schützen, führt langfristig zwangsläufig zu einem Schattensystem: Entweder man erledigt die Bestrafung als Geschädigter direkt vor Ort oder durch Auftrag an Dritte (beides unzulässige Selbstjustiz) oder man lässt es gleich bleiben, weil man weiss “ausser Spesen nichts gewesen”, mit der entsprechenden Wirkung auf Berufs- und Gewohnheitskriminelle. In der Statistik heisst es dann die Anzahl Verbrechen ist gesunken. Frage an die Juristen: Gibt es kein Gesetze, welche die Gerichte selbst vor solcher Verwahrlosung durch unfähige/unwillige Richter schützen (z.B. Strafvereitelung im Amt, § 258a StGB)?

Tobias Schlüter / 15.02.2021

Soll ich jetzt Mitleid mit Ihnen und Ihren Kollegen haben? Von mir bekommen Polizisten lediglich meine ganze Verachtung “geschenkt”. Früher war das nicht so. Bedanken Sie sich bei Ihren Kollegen, die Eltern und ihre Kinder beim Schlittenfahren gängeln, Altenpflegerinnen und Kindergeburtstage kujonieren, alte Damen brutal verhaften oder Leuten die ordnungsgemäße Geschwindigkeit zum Essen eines Apfels vorschreiben wollen.

Karla Kuhn / 15.02.2021

Markus Öder ?? Echt ?.. Aber ansonsten bin ich ganz Ihrer Meinung, was ich persönlich schade finde, weil ich früher die Polizei auch als “Freund und Helfer” kennengelernt hbe. Aber die RODLER haben bei mir das Maß voll gemacht. Was zuvor schon fast voll war wegen den WASSERWERFERN !  WARUM REMONSTRIEREN denn die Polizisten nicht, die u.a. auch den Auftrag bekommem gegen RODLER, vor allem rodelnde Kinder vorzugehen ? Polizist hin oder her, die sind doch keine Roboter ! WAS wäre, wenn in Bälde der Kommunismus einziehen würde und mit ihm Typen wie MIELKE? Würden die dann auch alle Befehle ausführen ? Es ist erschreckend, WAS, besonders seit 2005, sich wieder in Deutschland ereignet. Bei den Schah Demos prügelten die alten NAZIS bei der Polizei mit. Wie ist das mit den alten STASIS ??

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Gastautor / 14.07.2024 / 20:00 / 0

Wer hat’s gesagt? (Auflösung)

Von Klaus Kadir. Unter dem Titel „Wer hat’s gesagt?“ konfrontieren wir Sie am Sonntagmorgen mit einem prägnanten Zitat – und Sie dürfen raten, von wem…/ mehr

Gastautor / 14.07.2024 / 16:00 / 8

Ein Ball hat mehr Durchschlagskraft als 1.000 Raketen

Von Klaus-Erich Strohschön. Zum Endspiel-Tag der Fußball-Europameisterschaft: Ein Loblied auf das friedliche Zusammenspielen der Völker. Mehr Eigentore als von Stürmern geschossene, lauter Tore in der…/ mehr

Gastautor / 14.07.2024 / 09:00 / 7

Wer hat’s gesagt? „Energiepolitik Ausgangspunkt der Deindustrialisierung” 

Von Klaus Kadir. Unter dem Titel „Wer hat’s gesagt?“ konfrontieren wir Sie am Sonntagmorgen mit einem prägnanten Zitat – und Sie dürfen raten, von wem…/ mehr

Gastautor / 12.07.2024 / 06:25 / 76

Die ganz große Corona-Koalition bremst die Aufarbeitung

Von Norbert Häring. Ein Antrag auf Rehabilitierung derer, die gegen Corona-Auflagen verstoßen haben und dafür bestraft wurden, stieß im Bundestag auf Ablehnung von den Parteien,…/ mehr

Gastautor / 11.07.2024 / 06:00 / 64

Der mit den Grauen Wölfen reult

Von Peter Hemmelrath. Seit Monaten muss sich Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) im nordrhein-westfälischen Landtag immer wieder deutliche Kritik für seine Islamismus-Politik anhören. Warum tut er…/ mehr

Gastautor / 07.07.2024 / 20:00 / 0

Wer hat’s gesagt? (Auflösung)

Von Klaus Kadir. Unter dem Titel „Wer hat’s gesagt?“ konfrontieren wir Sie am Sonntagmorgen mit einem prägnanten Zitat – und Sie dürfen raten, von wem…/ mehr

Gastautor / 07.07.2024 / 09:00 / 17

Wer hat’s gesagt? „Wir sind pleite. Verstehen Sie das bitte, wir sind pleite!“

Von Klaus Kadir. Unter dem Titel „Wer hat’s gesagt?“ konfrontieren wir Sie am Sonntagmorgen mit einem prägnanten Zitat – und Sie dürfen raten, von wem…/ mehr

Gastautor / 04.07.2024 / 13:00 / 15

Das Land Brandenburg schenkt den Juden eine Synagoge

Von Shimon Nebrat. Was lange währt, wird nicht immer gut. Potsdam - bzw. das Land Brandenburg - bekommt die erste staatseigene Synagoge in der Geschichte…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com