Gastautor / 10.10.2020 / 16:00 / Foto: Yann / 14 / Seite ausdrucken

Politischer Islam: Ein Stresstest für Deutschland

Von Sylke Kirschnick.

Es gibt Bücher, auf die man ungeduldig gewartet hat, weil ihr Gegenstand längst einer Klärung bedurfte. Susanne Schröter hat mit „Politischer Islam, Stresstest für Deutschland“ ein solches Buch geschrieben. Wie der Titel verrät, geht es nicht um Muslime und auch nicht um die spirituelle Seite der Religion. Unter „politischem Islam“ versteht die Leiterin der „Frankfurter Forschungsstelle Globaler Islam“ einen religiös fundierten „Gegenentwurf“ zur westlichen Moderne mit ihrem Säkularitätsprinzip sowie ihren individuell einklagbaren Freiheits- und Bürgerrechten. Statt letzterer sollen Islamische Werte und Normen die Gesellschaft, die Politik, die Justiz und die Kultur bestimmen. Das bedeutet, dass sämtliche Lebensbereiche nach Maßgaben religiöser Regularien gestaltet werden, die festlegen, was erlaubt oder verboten ist, wie man sich kleiden soll, wie die Geschlechter einander begegnen sollen und welchen Stellenwert Frauen im privaten und öffentlichen Raum einnehmen dürfen. Im Zugriff auf den ganzen Menschen besteht der totalitäre Charakter des politischen Islam, den Schröter klar benennt.

Man könnte einwenden, dass der Islam anders als das Judentum und das Christentum, die ebenfalls fundamentalistische Strömungen aufweisen, keine Trennung zwischen weltlicher und religiöser Sphäre kennt und folglich das Attribut „politisch“ eine Tautologie darstellt. Doch zeigt die innermuslimische Islamkritik, dass eine Säkularisierung unter Muslimen nicht nur nötig, sondern auch möglich ist. Als Ethnologin legt Schröter das Augenmerk auf die Religionspraxis. Darum verwundert es nicht, dass sie sich die Islamverbände in Deutschland genauer anschaut, die zusammengenommen lediglich etwa 15 Prozent der hier lebenden Muslime repräsentieren.

Wohl nur wenige werden die Akteure und die politisch-ideologische Agenda der islamischen Dachorganisationen, Vereine, Kulturzentren und Moscheegemeinden kennen, geschweige denn die auch durch wiederholte Umbenennungen immer komplizierter gewordene, bundes- und europaweite Netzwerkstruktur des politischen Islam. Schröters Quellen sind eigene Forschungen, Interviews, Gespräche, ferner islam-, politik- und sozialwissenschaftliche Studien, Verfassungsschutzberichte, publizistische Arbeiten und die Berichterstattung in Qualitätsmedien. In zehn übersichtlich gegliederten Kapiteln behandelt die ebenso schnörkellos wie differenziert argumentierende Frankfurter Wissenschaftlerin den Aufstieg des politischen Islam auf globaler wie auf (west-)europäischer Ebene. Schröter belegt, wie die Islam-Funktionäre die liberale Demokratie der Bundesrepublik erfolgreich herausfordern.

Globale und lokale Verflechtungen

Um die Wechselwirkungen beider Ebenen zu beschreiben, umreißt Schröter maßgebliche historische und aktuelle Entwicklungen in der islamischen Welt von Saudi-Arabien über den Iran bis hin zur Türkei und Indonesien. 1979 war ein Schlüsseljahr: Im Iran hatten Ajatollah Chomeini und seine Anhänger eine Theokratie (Gottesstaat) errichtet, im saudischen Mekka wurde die große Moschee durch Islamisten besetzt und in Afghanistan mobilisierte der Einmarsch sowjetischer Truppen einheimische Mudschaheddin (Gotteskrieger) sowie internationale Dschihadisten wie den Palästinenser Abdallah Azzam oder den Saudi Osama bin Laden, der das Terrornetzwerk Al-Qaida ins Leben rief.

In der Türkei begründete Necmetin Erbakan – der Mentor Recep Tayyip Erdogans – in den siebziger Jahren die islamistische Milli-Görüs-Bewegung, später mehrere islamistische Parteien und von einer von ihnen spaltete sich im August 2001 die heutige Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) Erdogans ab. Sie wiederum steht der im Jahr 1928 in Ägypten von Hassan al Banna begründeten antidemokratischen und antisemitischen Muslimbruderschaft nahe, die als Initiator des modernen politischen Islam gelten kann. Wahhabismus und Salafismus bilden historisch ältere Formen des islamischen Fundamentalismus, üben aber heute international einen vergleichbar verheerenden Einfluss aus wie die Bruderschaft. Mit ihr kooperieren sie seit 1962 in der „Islamischen Weltliga“ (gegründet gegen den sowjetischen Einfluss und den Panarabismus in Nahost).

Schröters Aufbereitung dieser komplexen Verzweigungen ist für die Leserschaft ausgesprochen hilfreich, zumal diese fundamentalistischen Strömungen in der islamischen Verbände- und Vereinslandschaft der Bundesrepublik wiederkehren. Was sie bei aller Verschiedenheit eint, hat Schröter gut belegt: Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Judenhass, der Hass auf die westliche Welt, anders gesagt, die Gegnerschaft zur rechtsstaatlich verfassten demokratischen Ordnung und zur offenen, pluralen Gesellschaft. Trotz gegenteiliger Beteuerungen und Lippenbekenntnisse, ziehen die Islamverbände das religiöse Regelwerk der Scharia dem bundesrepublikanischen Grundgesetz vor, das sie (ähnlich den Rechts- und Linksextremisten) mit der Verabsolutierung der positiven Religionsfreiheit nur taktisch und strategisch zu ihren Gunsten auslegen, sonst aber ablehnen, weil es ihre totalitären Ansprüche einschränkt. Schröter gelingt es, das zu verdeutlichen.

Vereinslandschaft des politischen Islam in Deutschland

Etabliert haben sich Islamisten Schröter zufolge in der Bundesrepublik bald nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Islamische Zentrum München entstand ursprünglich als Moscheebau-Projekt vor allem für die muslimischen SS-Veteranen aus Zentralasien, die mit ihren deutschen Waffenbrüdern gemeinsam auf dem Balkan gekämpft und den Warschauer Aufstand niedergeschlagen hatten. Konnte der Münchner Moscheebau erst in den Siebziger Jahren realisiert werden, so dominierten das Zentrum seit Ende der fünfziger Jahre vor allem ägyptische Muslimbrüder und deutsche Konvertiten, die das Schlagwort von den Muslimen als den neuen Juden verbreiteten und die Behauptung in Umlauf brachten, Muslime würden in Deutschland verfolgt und unterdrückt.

Rassismus- und Islamophobievorwürfe – sie trafen im Jahr 2019 auch die Buchautorin – waren und sind ein altes Kritikabwehrmanöver des politischen Islam. Wie die später entstandenen islamischen Zentren in Aachen – wo vor allem syrische Muslimbrüder das Sagen hatten –, in Köln, Nürnberg oder Erlangen, ist die Münchner Einrichtung im „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ (ZMD) organisiert, der als Dachverband gleichfalls den Muslimbrüdern nahesteht. Der mitgliederstärkste Verein des „Zentralrats“ ist ATIB, eine türkische islamistisch-nationalistische Vereinigung, die aus den „Grauen Wölfen“ hervorging, mithin den türkischen Rechtsextremisten zuzuordnen ist, und der wie die Muslimbrüder und das Münchner Zentrum vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Beides gilt auch für das Islamische Zentrum Hamburg (IZH), dessen Leiter immer der amtierende Stellvertreter des Obersten Revolutionsführers im Iran ist. Es betreibt die Imam-Ali-Moschee an der Außenalster, hat den Dachverband der Gemeinschaft der Schiiten in Deutschland gegründet und die jährlichen Al-Quds-Märsche gegen den Staat Israel in Berlin organisiert. Als Mitglied der Hamburger Schura, dem Rat der islamischen Gemeinden, ist das Zentrum offizieller Partner des Hamburger Senats und ausgezeichnet in der SPD vernetzt.

Große Sympathie für Terrorgruppen wie die Hamas

Mit dem Verein der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) hat auch Erbakans Bewegung Mitte der neunziger Jahre in Deutschland Fuß gefasst. Lange war der Verein ein Fall für den Verfassungsschutz und zählt heute zum Netzwerk Erdogans in der Bundesrepublik. Milli Görüs ist eng verbunden mit der DITIB, dem deutschen Ableger der türkischen Religionsbehörde Dyanet, von welcher sie ihre Imame, die Inhalte ihrer Freitagspredigten, die nationalistische Propaganda, das Liebäugeln mit dem Dschihadismus (einschließlich IS) sowie das militaristische Kulturprogramm bezieht. Ihr Ziel ist laut Schröter die Segregation und Desintegration ihrer Mitglieder aus der deutschen Gesellschaft.

Die große Sympathie für Terrorgruppen wie die Hamas teilt sie mit der ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachteten Neuköllner Begegnungsstätte (NBS), die eine überwiegend von palästinensischen Muslimen besuchte Moschee betreibt. Ihr Schachzug, sich vom Antisemitismus zu distanzieren, um desto offensiver den Antizionismus zu predigen, ist eine in Deutschland jahrzehntelang eingeübte, gut funktionierende judenfeindliche Propagandamasche. Schröter zufolge zelebrieren alle genannten Verbände und Vereine eine in der Regel mit starken antiisraelischen Reflexen gepaarte Palästinasolidarität, die angesichts der panislamischen Orientierung wenig erstaunt. Wie die Verbände und Vereine sich und ihre Projekte finanzieren, wer als Imam predigt und Kinder unterweist, zählt zu den wichtigsten Fragen, die Schröter wiederholt aufwirft.  

Scharf kritisiert Schröter Wissenschaftler wie Werner Schiffauer, Yasemin Shooman oder Wolfgang Benz für ihre Weigerung, das Segregationsbestreben und den islamischen Antisemitismus wahr- und ernst zu nehmen, womit sie dem politischen Islam Schützenhilfe leisten. Schröters unnachgiebiger Blick trifft auch die unkritische Förderpraxis und Kooperationsbereitschaft bundesdeutscher Verwaltungsbeamter und Politiker mit ausgewiesenen Islamisten auf Länder- und Bundesebene. Die Frage, weshalb von der Bundesrepublik ausgerechnet jene Akteure und Strukturen gefördert werden, die ihre Institutionen auszuhöhlen anstreben, mag sich auch Susanne Schröter beim Schreiben ihrer Studie auf Schritt und Tritt gestellt haben. Sie zu beantworten ist Aufgabe der Parlamentarier, auf deren Arbeitstisch Schröters Buch unbedingt gehört.

Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Judenhass, Demokratiefeindlichkeit und der Hass auf die westliche Welt stehen auch auf den Agenden von AfD, Rechtsextremisten und mit Ausnahme von Frauenfeindlichkeit und Homophobie von Linksextremisten. Zu begreifen, dass man die einen nicht durch die Förderung der anderen schwächt und in Schach hält, sondern stärkt, weil sie einander gegenseitig radikalisieren, sollte im Rückblick auf die vergangenen hundert Jahre niemandem mehr allzu schwerfallen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Literaturkritik.

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Thorsten Maverick / 10.10.2020

Leider hat Frau Schröter es auch nicht verstanden, oder sie will sich nicht angreifbar machen. Es gibt keinen Islamismus, das ist einfach authentischer Islam, und der Islam ist durch und durch politisch. Im Koran gibt es jede Menge Rechtsvorschriften. Aus ihnen und der Überlieferung ergibt sich die Sharia, das islamische Gesetz. Über der ganzen Auseinandersetzung hängt das Damoklesschwert des § 166 StGB (Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen) und des § 130 StGB (Volksverhetzung). Außerdem wird jeder, der den Islam kritisiert und Mißstände aufdeckt, sofort als Nazi diffamiert und zersetzt (so hieß das in der DDR). Das bedeutet soziale Ausgrenzung und Existenzverlust. Und natürlich wollen die ganze Verbände die Einführung der Sharia. Eigentlich müßte der Islam als verfassungsfeindliche Ideologie und diese Organisationen als verfassungsfeindlich sofort verboten werden. Dazu muß man nicht studiert haben, es braucht kein Forschungsprojekt, es reicht einfach mal etwas Koran zu lesen und die Biographie des Propheten, der Vorbild alles Muslime ist. Sein Handeln ist nicht mit unserer Ordnung vereinbar, also auch nicht, im nachzustreben. PS: Die AfD ist die einzige Partei, die gegen diese “Religion” ist, leider nicht radikal genug. Ich habe dazu genug gelesen, daß ich den Islam hier nicht haben will. Lang lebe Israel!

Rasio Brelugi / 10.10.2020

Zitat: “Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Judenhass, Demokratiefeindlichkeit und der Hass auf die westliche Welt stehen auch auf den Agenden von AfD, Rechtsextremisten und mit Ausnahme von Frauenfeindlichkeit und Homophobie von Linksextremisten.” (Zitatende) Was für eine unverschämte, weil wahrheits- und faktenwidrige Behauptung über die AfD! Die AfD ist die einzige Partei Deutschlands, die sich konsequent von Leuten trennt, die grundgesetzwidrig handeln oder reden. Wie ist das denn in der CDU, die sogar eine Kanzlerin dulden, die unser Grundgesetz und unsere Gesetze bricht? Wie ist das mit der FDP, die eine verfassungskonform durchgeführte Ministerpräsidentenwahl “rückgängig” macht? Wie ist das mit der SPD, die kommentarlos einen Beschluss der Jusos zur legalen Kindstötung (Abtreibung bis zum 9. Schwangerschaftsmonat) hinnimmt, die eine Ministerpräsidentin hat, die das gewalttätige (und daher: faschistoide) “Antifa”-Gesindel zu Anti-Merkel-Demonstrationen hinkarrt, um die dortigen friedlichen Demonstranten (grundgesetzwidrig) zu schikanieren? Wie ist das mit den Grünen, die unsere Demokratie fundamental hinterfragen (“Es gibt ökologische Wahrheiten jenseits von demokratischen Mehrheitsentscheidungen.” Göring-E.) und die die dauerhafte Finanzierung der faschistoiden “Antifa” verlangen? Wie ist das mit den Linken, die im Bundestag (!) den aktiven Förderern der faschistoiden “Antifa” laut johlenden Beifall spenden, die (auf einer “Strategiekonferenz”) überlegen, ob sie die Reichen erschießen oder zur Zwangsarbeit heranziehen will? Ich bin einigermaßen erstaunt, hier auf Achgut einen solchen Satz zu lesen. Zwar weiß ich, dass (ähnlich wie auf TichysEinblick) die AfD eher ungern erwähnt wird. Aber solch ein Satz ... Da geht die Hofierung des juden- und israelfeindlichen Iran durch alle etablierten Parteien, umfasst die Regierung und das Bundespräsidentenamt - und nur die AfD bezieht eine konsequent pro-israelische und pro-jüdische Stellung ... nun, ja ...

sybille eden / 10.10.2020

” Es gibt keinen Islamismus, es gibt nur den Islam !” =  Erdogan. Es wäre gut wenn man die Worte dieses Mannes endlich mal ernst nehmen würde. Das gilt auch für eine akademische Wissenschaftlerin.                                                                           Lesen sie doch mal das Parteiprogramm !

F. Auerbacher / 10.10.2020

Ähnlich wie schon andere Leser vor mir, bin ich erbost über die Passage “Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Judenhass, Demokratiefeindlichkeit und der Hass auf die westliche Welt stehen auch auf den Agenden von AfD ...” Nachweise bitte! Das will ich belegt wissen! Ansonsten: Widerruf, ohne wenn und aber!

Sabine Lotus / 10.10.2020

@N. Schneider, diese Belege würde ich auch gerne mal sehen. Aber irgendeine untergeschobene Chatgruppe in einem U-Boot Kreisjugendverband der AFD wird sich schon finden, die sich mal feixend über die Körbchengröße der politischen Gegnerinnen lustig macht und schon kann man die kreischende Kreissäge wieder anschmeißen. Hach, sind wir nicht alle glücklich, in unserem AFD-Verleumdungs-Hinrotz-Superdeutschland? Völlig abgekapselt von dem letzten kleinen bißchen Opposition lebt sich’s doch gleich viel harmonischer. .Haben wir nicht wieder schön die Debatte gerettet und den ‘Populisten’ einen reingewürgt? Mensch, dieses demokratische Aufeinanderzugehen und dieser Austausch von Argumenten, toll. Und diese ganzen Lösungsansätze, ich krieg mich gar nicht mehr ein. Und das heißt nicht, daß ich keine AFD Kritik lesen will. Ganz im Gegenteil. Wenn die Mist bauen, grillt sie. Aber doch nicht diesen Framingmüll. Oder muß das jetzt per Quote sein?

Frank Müller / 10.10.2020

Kann mir jemand erklären warum jetzt jeder und immer vom - politischen - Islam redet?! M. Stürzenberger und hier auch Frau Professor Schröter und auch einige andere wählen diesen Begriff zunehmend. Meine Vermutung:  M. Stürzenberger prägte in einem seiner unendlich vielen Gerichtsverhandlungen diese Bezeichnung um sich deutlich von religöser Islamkritik zu distanzieren? Sich sozusagen unangreifbarer und gerichtsfester zu machen. Gab es da einen, dies auslösenden Gerichtsprozess?

Rainer Niersberger / 10.10.2020

Weil 2 Punkte fehlen: In Sachen Antisemitismus erliegt die Autorin ganz offensichtlich einer leicht gestörten Wahrnehmung. Sie verwechselt Merkel und ihre rotgruenen Spiessgesellen mit ihrer Sympathie fuer die islamischen Theokratien und dem entsprechenden (Abstimm) Verhalten gegenüber Israel mit der AfD. Ein verstorbener, jüdischer Modeschöpfer war da weitsichtiger. Und die Forderung nach plebiszitaeren Elementen in einer von Merkel voellig pervertierten ” repraesentativen” (Fassaden) Demokratie wuerde ich nicht gerade als demokratiefeindlich bezeichnen. Wie geschrieben :Hier besteht ein erheblicher Aufklaerungsbedarf.

Harald Unger / 10.10.2020

“Die Frage, weshalb von der Bundesrepublik ausgerechnet jene Akteure und Strukturen gefördert werden, die ihre Institutionen auszuhöhlen anstreben, mag sich auch Susanne Schröter beim Schreiben ihrer Studie auf Schritt und Tritt gestellt haben.”  - - - Es ist die große ideologische Schnittmenge der beiden Totalitarismen, Islam und Globalismus. Beiden ist die Bürgergesellschaft von Grund auf fremd, beide kennen einzig ein sehr kleines politisches Oben, in der absoluten, d.h. rechtsfreien Herrschaft über ein unterschiedsloses Restunten. Beide wollen die Nationalstaaten des Westens auflösen, No Borders - No Nations, in einer “One World” der “Global Governance”. - - - Den Herrschern der Globalisierung ist der Islam damit der geborene, kongeniale Partner zur wunschgemäßen Unterwerfung und Terrorisierung der Massen. Außer in China, irgendwie.

R. Lichti / 10.10.2020

“Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Judenhass, Demokratiefeindlichkeit und der Hass auf die westliche Welt stehen auch auf den Agenden von AfD, ......” Bis zu diesem Satz war ich mit dem Artikel einverstanden. Wer aber der einzigen Partei der deutschen Parteienlandschaft, die sich dem totalitären Sozialismus offen entgegenstellt, Demokratiefeindlichkeit bescheinigt, der einzigen Partei, die für die Werte der westlichen Welt eintritt “Hass auf die westliche Welt” unterstellt (neben den sonstigen unsinnigen Unterstellungen) - wie kann man den noch ernst nehmen? Oder ist das nur der übliche Zusatz so nach dem Moto “Wenn nicht die AfD mindestens eine Breitseite abkriegt, sind Sie für die Merkelbegleitmedien nicht mehr tragbar”?

Manfred Bühring / 10.10.2020

Falls Susanne Schröter Mitglied der SPD sein sollte, droht ihr natürlich jetzt ein Ausschlußverfahren, ganz in der Tradition der Causa Sarrazin. Der Islam ist in D ja sakrosankt. Im Gegensatz zu Schweden und Frankreich, wo nun doch Nachdenklickeit über den Einfluss des (politischen) Islam auf die bürgerlichen Freiheitsrechte einsetzt, wird bei uns weiterhin jede kritische Diskussion mit dem Bannstrahl der Fremdenfeindlichekeit, AfD und Nazi geächtet. Man kann sich nur noch verschreckt wundern, wohin unsere freiheitliche Demokratie, unser liberales Gesellschaftssystem in der Merkel-Zeit abgedriftet ist.  Die Entwicklung verheisst neben den diversen anderen Katastrophenszenarien für die Zukunft nichts Gutes.

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