Interview / 19.09.2019 / 06:25 / Foto: Kuebi / 59 / Seite ausdrucken

Politik à la Deutschland erhöht globalen CO2-Ausstoß

Morgen, am 20. September, wird das sogenannte "Klimakabinett" der Bundesregierung tagen, um die Weichen deutscher Klimapolitik für die kommenden Jahre zu stellen. Christoph Kramer sprach im Vorfeld mit Johannes Bachmann über das sogenannte Grüne Paradoxon und Konzepte, die es befeuern. Bachmann ist Volkswirt und Mitglied der Hayek-Gesellschaft. Vor zwei Jahren wurde er beim Hamburger Ökonom und ehemaligen Forschungsdirektor des HWWI Michael Bräuninger promoviert. In seiner Dissertation befasste er sich mit der Wirkung klimapolitischer Maßnahmen auf den CO2-Ausstoß.

Christoph Kramer: Herr Bachmann, wenn man als Laie in Ihre Dissertation hineinschaut, kann es passieren, dass man erst einmal nur Bahnhof versteht. Können Sie bitte kurz erklären, worum es in der Arbeit genau geht und welche Methodik Sie angewandt haben?

Johannes Bachmann: Das kann ich gut verstehen. Zum einen kommen in der Arbeit doch recht viele Fachbegriffe vor, zum anderen viele Formeln. Es handelt sich um eine typische Dissertation: eine Arbeit aus der Wissenschaft für die Wissenschaft.

Das Ziel der Arbeit bestand darin, die Auswirkungen klimapolitischer Maßnahmen auf die Angebotsseite fossiler Energieträger zu untersuchen. Hierzu habe ich berechnet, wie Rohstoffbesitzer infolge von CO2-Steuern oder auch der Subventionierung regenerativer Energien die Förderquoten anpassen, um weiterhin so viele Einnahmen zu generieren wie möglich. Weshalb habe ich den Fokus ausgerechnet auf die Angebotsseite gelegt? Die Antwort lautet: Die Menge an fossilen Brennstoffen, die aus der Erde geholt wird, wird auch verbraucht.

In Ihrer Arbeit fällt der Begriff des „Grünen Paradoxons“, wenn sich nämlich durch Klimapolitik der weltweite Abbau fossiler Energieträger und die Erderwärmung beschleunigen. Wie kann das denn passieren?

Erstmal muss ich dazu sagen, dass der Begriff des Grünen Paradoxons auf Hans-Werner Sinn zurückgeht. Die wissenschaftliche Diskussion hierüber, die vor etwa 10 Jahren angestoßen wurde, hat mich letztendlich zu meiner Promotion bewogen. Sinns Credo ist, dass man in der Klimapolitik nicht „die Rechnung ohne den Wirt“ – also ohne Beachtung der Reaktion der Rohstoffanbieter – machen sollte.

Wie hat man sich das Entstehen eines Grünen Paradoxons vorzustellen? Nun, hierzu muss man sich Folgendes bewusst machen: Im Gegensatz beispielsweise zu einem Güterproduzenten steht ein Rohstoffbesitzer grundsätzlich vor der Entscheidung, ob er einen Teil seiner Rohstoffreserven lieber in der Gegenwart oder in der Zukunft fördern und anbieten soll. Hierzu wird er einkalkulieren, dass eine zunehmende Verknappung oder künftig gesteigerte Nachfrage zu einem Wertanstieg seines Besitzes führt. Geht er von einer hohen Wertsteigerung aus, wird seine gegenwärtige Förderquote vergleichsweise niedrig ausfallen.

Rechnet er allerdings damit, dass klimapolitische Maßnahmen den Wertzuwachs seiner Reserven künftig stark schmälern, wird er seine Förderung hochfahren und den Erlös in Wertpapieren anlegen. Dies führt automatisch zu einer Beschleunigung des CO2-Ausstoßes. Hans-Werner Sinn gelangt zu dem Ergebnis, dass die sukzessive Forcierung klimapolitischer Maßnahmen genau dieses Problem verursachen kann. Klimapolitik kann also Anreize setzen, die genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich beabsichtigt. Deshalb die Bezeichnung „Grünes Paradoxon“. Da ich in meiner Dissertation von anderen Marktkonstellationen als Sinn ausgegangen bin, gelange ich in einigen Teilen zu moderateren Ergebnissen, in anderen allerdings zu drastischeren.

„Löschung der CO2-Zertifikate notwendig“

Können Sie ein Beispiel nennen?

Ich habe zum Beispiel ein Modell entwickelt, in welchem berücksichtigt wird, dass sich der Marktanteil regenerativer Energien bei hohen Preisen für fossile Energieträger schneller vergrößert; die Rohstoffanbieter aber mithilfe einer Ausweitung ihrer Förderquoten die Möglichkeit besitzen, den Anbietern regenerativer Energien das Leben schwer zu machen. Hierbei komme ich zu dem Ergebnis, dass selbst die Erhebung eines festen Mehrwertsteuersatzes auf fossile Energie zu einem Grünen Paradoxon führt. Im Gegensatz dazu bleibt in der Analyse von Sinn eine Mehrwertsteuer grundsätzlich ohne Effekt.

Im Rahmen eines kürzlich gehaltenen Vortrags sind Sie näher auf die klimapolitischen Vorschläge der sogenannten Kohlekommission eingegangen. Wie beurteilen Sie diese?

Zunächst einmal sollte man erwähnen, dass die Kohlekommission durch die Bundesregierung mit der klaren Vorgabe eingesetzt wurde, Vorschläge zur Erreichung des deutschen 2030er Energiesektorziels zu erarbeiten. Dieses Ziel umfasst eine Emissionsreduktion um etwa 60 Prozent im Vergleich zu 1990. Es ist klar, dass dies ohne die beschleunigte Stilllegung von Kohlekraftwerken nicht zu erfüllen ist, was die Kohlekommission ja auch empfohlen hat. Insofern folgen die Vorschläge der Logik ambitionierter deutscher Klimaschutzziele, die im Übrigen weit über denen der EU liegen. Ob sich damit tatsächlich eine CO2-Reduktion erreichen lässt, ist mehr als unklar.

Weshalb?

Da der Energiesektor unter das Europäische Emissionshandelssystem fällt, könnte eine CO2-Reduktion nur dann erreicht werden, wenn Zertifikate entsprechend der Höhe der deutschen Einsparung aus dem Handel genommen würden. Andernfalls entstünde ein Preisdruck, so dass die Zertifikate in anderen Ländern günstiger zu beziehen wären. Dann würde der in Deutschland eingesparte CO2-Außstoß lediglich ins europäische Ausland verlagert. Da es die Erdatmosphäre nicht kümmert, ob ein zusätzliches CO2-Molekül aus Deutschland oder anderswo herstammt, wäre nichts gewonnen. Die Löschung der Zertifikate ist also eine notwendige Bedingung.

Heißt das, dass die Wirkung des deutschen Kohleausstiegs zwar verpuffen, jedoch keinesfalls zu mehr Emissionen führen kann? 

Das ist eben genau die Frage. Um hierauf eine Antwort zu finden, hilft es, wenn man die Angebotsseite genauer unter die Lupe nimmt. Hierbei fällt auf, dass trotz des massiven Ausbaus regenerativer Energiequellen die deutschen Braunkohle-Förderquoten in den vergangenen zwanzig Jahren nahezu unverändert geblieben und damit immer noch die höchsten der Welt sind. Die Folge ist, dass sich Deutschland zum größten Stromexporteur in Europa entwickelt hat und andernorts mit sehr billigem Kohlestrom die Preise drückt. Die niedrigen Strompreise befördern nicht nur einen Anstieg des Energieverbrauchs im Ausland. Sie rufen auch ausländische Betreiber von Kohlekraftwerken auf den Plan, die eigene Stromproduktion hochzufahren, um dem Verlust von Marktanteilen entgegenzutreten. Allein die Ankündigung eines beschleunigten Ausstiegs aus der Kohleverstromung könnte bewirken, dass sich das Ganze noch verstärkt. Letztendlich ist dies ein gutes Beispiel für ein Grünes Paradoxon.

„Wieder mal ein Potpourri an Maßnahmen“

Mal abgesehen hiervon – lassen sich die Vorschläge der Kohlekommission überhaupt praktisch umsetzen?

Auch daran hege ich große Zweifel. Die Kohlekommission empfiehlt beispielsweise den weitgehenden Ersatz von Kohlekraftwerken durch Gaskraftwerke bis 2038. Das allein löst aber nicht das 2050er Langfristziel einer nahezu CO2-neutralen Energiewirtschaft. Hierfür ist die komplette Entkopplung der Stromversorgung von fossilen Brennstoffen – also auch von Erdgas – notwendig. Andererseits ist die Stromproduktion bei Wind- und Solaranlagen witterungsbedingt sehr volatil. Es stellt sich also die Frage, wie langfristig eine CO2-neutrale und gleichzeitig stabile Stromversorgung garantiert werden kann. Die Kohlekommission setzt hier auf die künftige Herstellung synthetischen Erdgases aus überschüssigem Ökostrom. Hiermit ließen sich dann 2050 die Gaskraftwerke betreiben. Für den erwähnten Vortrag hatte ich allerdings ausgerechnet, dass für die Umsetzung eines derartigen Vorschlags die achtfache Anzahl an Wind- und Solaranlagen gegenüber heute nötig wäre. Den geplanten Umstieg im Verkehrssektor auf E-Mobilität beziehungsweise synthetische Kraftstoffe hatte ich hierbei noch gar nicht berücksichtigt.

In letzter Zeit gab es weitere Gutachten mit Vorschlägen für eine verbesserte Klimapolitik. Hierbei sticht besonders das Sondergutachten der fünf Wirtschaftsweisen „Aufbruch zu einer neuen Klimapolitik“ hervor. Was sind die wesentlichen Empfehlungen?

In dem Gutachten wird deutliche Kritik an dem bisherigen Klein-Klein beziehungsweise an dem doch stark konstruktivistischen Ansatz der Energiewende geübt. Darüber hinaus ist eine Kernforderung, dass Deutschland künftig Abstand von seiner klimapolitischen Vorreiterrolle nehmen solle. Es sei besser, so die Gutachter, die EU-Vorgaben umzusetzen und nicht zu versuchen, diese zu übertrumpfen. Diese Empfehlung weist meiner Ansicht nach zumindest in die richtige Richtung. Leider deutet alles darauf hin, dass es sich bei den Vorschlägen, die am 20. September auf dem Kabinettstisch landen werden, wieder um ein Potpourri an Maßnahmen handelt. Eine weitere Kernforderung der Wirtschaftsweisen besteht darin, dass Deutschland auf die Ausweitung des Europäischen Emissionsrechtehandels auf sämtliche CO2-intensiven Sektoren hinwirken solle.

Und so erreichen wir die EU-Vorgaben?

Nehmen wir einmal an, dass dies tatsächlich zügig umgesetzt würde. Dann wäre es so, dass der CO2-Ausstoß mengenmäßig exakt gedeckelt werden könnte. Besäßen Sie kein Zertifikat, müssten Sie Ihr Auto in der Garage lassen. Zur Einhaltung der 2030er beziehungsweise 2050er Ziele wäre die Ausweitung des Emissionsrechtehandels aus staatlicher Sicht sicherlich die planbarste Methode.

Deutsches Beispiel Grund für CO2-Anstieg?

Wo ist also das Problem?

So gut und richtig es auch sein mag, sich an internationale Abmachungen zu halten, darf man eines nicht vergessen: Der europäische Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß liegt gerade einmal bei zehn Prozent. Effektive Klimapolitik heißt nicht, einseitig Maßnahmen in Deutschland oder Europa zum Einsparen von Emissionen durchzusetzen, damit diese in der Folge in anderen Regionen der Erde ansteigen. Und genau das ist der springende Punkt. Zum einen kann ich nicht erkennen, dass eine Ausweitung des Emissionsrechtehandels in Europa Anreize bei den weltweiten Rohstoffproduzenten weckt, ihre Förderquoten zu drosseln. Zum anderen führt eine solche Maßnahme noch lange nicht dazu, dass China, Indien oder andere Schwellenländer dazu bewogen werden, nachzuziehen. Letzteres ist den Wirtschaftsweisen durchaus bewusst.

Woran machen Sie das fest?

Da im Gutachten explizit betont wird, dass ein wesentliches Element erfolgreicher Klimapolitik eine weltweite Koordination sei. Demnach sollten von deutscher Seite sämtliche Anstrengungen unternommen werden, auf eine globale Mindestbepreisung von CO2 zu drängen. Die Chancen stünden hierfür umso besser, wenn Deutschland anstelle einer Vorreiterrolle eine Vorbildfunktion einnehmen würde. Dies wäre der Fall, so laut Gutachten, wenn es einer hoch entwickelten und fossile Energie intensiv nutzenden Volkswirtschaft wie Deutschland gelänge, die international vereinbarten Ziele kosteneffizient und ohne größere gesellschaftliche Verwerfungen zu erreichen.

Heißt das, dass die Kosten der Energiewende eine mögliche Vorbildfunktion Deutschlands gefährden?

Angesichts der Tatsache, dass Deutschland die EU-Klimaschutzvorgaben für 2020 nur teilweise erfüllen wird, obwohl die Energiewende bereits mehrere hundert Milliarden Euro verschlungen hat, muss dies leider bejaht werden. Ich würde der Vorbildfunktion aber gar nicht so viel Bedeutung zumessen.

Weshalb?

Im Gutachten wird fälschlicherweise der Eindruck erweckt, dass die avisierte Vorbildfunktion strikt von einer Vorreiterrolle getrennt werden könne. Dabei befindet sich Deutschland allein aufgrund der internationalen Zusagen der EU bereits in einer weltweiten Pionierrolle. Es besteht somit lediglich die Möglichkeit, diese vorbildlich wahrzunehmen oder nicht. Zwar ist aus ökonomischen Anwendungen der Spieltheorie bekannt, dass die Summe der weltweiten Emissionen infolge des Vorpreschens einer Nation beziehungsweise kleineren Koalition sinken kann. Aber nur dann, wenn durch den Vorreiter zügig nachgewiesen wird, dass eine effektive CO2-Reduktion mit geringen Kosten möglich ist, sodass Anreize bei anderen Staaten zur Nachahmung geweckt werden. „Geringe Kosten“ ist allerdings nicht mit der Bezeichnung „kosteneffizient“ im Gutachten der Wirtschaftsweisen zu verwechseln. „Kosteneffizient“ bedeutet nämlich lediglich, dass das günstigste Instrumentarium zur Erreichung der Klimaschutzziele eingesetzt wird. Es sagt allerdings nichts über die absolute Höhe der Kosten aus.

Ungeachtet dessen, spricht insgesamt nur sehr wenig für eine Strategie des Vorpreschens. Vielmehr deutet die Mehrheit der Ergebnisse der Spieltheorie darauf hin, dass hierdurch bei anderen Nationen eine abwartende Haltung beziehungsweise eine Trittbrettfahrerrolle begünstigt wird. Als Folge ist sogar mit einem Anstieg der weltweiten Emissionen zu rechnen, womit wir wieder beim Grünen Paradoxon wären.

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Volker Kleinophorst / 19.09.2019

@ I. Grimm. Überzeugendes Material halt. Gut, natürlich kann Greta immun gegen Seekrankheit sein. Aber ich denke auch, dass ein Nichtsegler so eine Strapaze nicht so einfach wegsteckt. Verschörungstheorie “Begleitboot” durchaus drin. Aber mit “Sie hat nur gelächelt”, da möchte man “Göttlichkeit” suggerieren. Und es klappt ja. Nur “Klimaleugner” sind gegen Holy-Greta und die kommen ja eh direkt aus der nationalsozialistischen Hölle.

Günter H. Probst / 19.09.2019

Aus meinem Studium ist mir noch bekannt, daß Wirtschaftswissenschaftler gerne mit Modellen unter der Voraussetzung “alles andere bleibt gleich” arbeiten, weil sie dann auch mit mathematischen Formeln rumspielen dürfen. Ein begrenzter Erkenntnisgewinn ist solchen Modellrechnungen auch eigen. Wie aber in vielen anderen Fällen , wäre ein Blick über den Tellerrand, eben weil nicht “alles andere gleich bleibt”, erhellender. Allein die afrikanische Bevölkerung wird sich in den nächsten 30 Jahren noch einmal verdoppeln und dann mit 2,3 Milliarden mehr als viermal so groß wie die EU-Völker sein. Auch wenn sie sich ihr Mittagessen mit Sonnenwärme kochen, werden sie sich, noch ziemlich am Anfang der industriellen Entwicklung stehend, für ihren weiteren Energiebedarf der nächsten Kohlengrube bedienen. Ich meine mich auch zu errinnern, daß China mit Australien eine längerjährige Lieferung von Kohle beschlossen hat, sodaß sich die Erschließung von neuen Kohle-Tagebauen lohnt. Und die Bevölkerungen von Südostasien und Süd- und Mittelamerika wachsen auch munter weiter, und da jeder Mensch allein 1 to Zeh-Oh-Zwei pro Jahr ausatmet, sehe ich der Reduktion des Spurengases in D und der damit verbundenen De-Insdustrialisierung gelassen entgegen. Weltweit wird die Erwärmung, sollte sie menschengemacht sein, schon aufgrund der schieren Menschenmassenvermehrung weiter gehen. Der Feigenbaum in unserem Garten trägt jetzt gute Früchte, was ich nur vom Mittelmeerraum kannte.

Volker Kleinophorst / 19.09.2019

Habe gerade mal ein wenig Demo-Material aus Frankfurt gesehen. Die Autohasser sehen alle aus, wie die Kinder, die mit “Mamma-Taxi” unterwegs sind. Meine Eltern auch ein Auto, die fuhren uns Kinder aber nicht durch die Gegend. “Hast doch ein Fahrrad.” War flächendeckend so. Auffällig auch, alle natürlich mit Smartphone der Energiefresser schlechthin. Natürlich werden Smartphones von “Aktivisten” CO2-neutral ausgeliefert und den Strom hält ja “Kobold Baerbock” im Netz immer vorrätig. Erschreckend aber auch “faszinierend” wie jede Katastrophe: Wie schnell man mit diesem Propagandastück eine Massenhysterie entfachen kann, um die wahren Probleme, die Migrationskatastrophe, Islam, EU-Diktatur…, abzudecken. Und es klappt. Angeführt von einem weiblichen “Sheldon Cooper” (Big Bang Theory) und jede Menge krakelender “Guck mal ich bin im Fernsehen”-Teenies , die sich noch vor kurzen sich bei Justin Bieber ins Koma geschrien haben, entsteht eine “Bewegung” (Bisserl “Soros und Co.-Knete” fließt aber auch). PS.: Hab einen Fotoblog auf Instagram. Das ist ja auch ein Teenie-Medium. Da wird für die Klimakampf getrommelt. Nur noch als Parolen. Fakten sind Oldschool. Heute kommen Kinder wissend auf die Welt. Die “Leugner” dieser gefühlten Wahrheiten sollte man am Besten gleich…  Dann ist das Paradies ruck zuck da. Ich würde ja gerne damit schließen, so kann man nur jungen Leuten den Ring durch die Nase ziehen, aber leider…

HaJo Wolf / 19.09.2019

@Helge-Rainer Decke: Gates hat in seinem Leben mehr Mist erzählt als man auflisten kann “No one will need more than 640 kB of memory for a personal computer” und das beschi**enste Betriebssystem verbrochen, das man sich vorstellen kann. Milliarden Fliegen fressen Kot, ist Kot deshalb gut? Sinn als Agitator zu bezeichnen, das kennzeichnet Sie und Ihre Äusserungen als das, was sie sind: minderbenittelt. Gehen Sie doch zu Ihren linksgrünen Gutmenschen, hier hat man Sie schon längst als Troll entlarvt.

Petra Wilhelmi / 19.09.2019

Ich habe den Artikel nicht fertig lesen können. Warum in aller Welt bezieht sich jeder auf den CO2-Ausstoß? Es ist egal, ob Studien gefälscht sind oder nicht. Wer so argumentiert spielt in die Hände der Klimaterroristen und unterstützt den Klimahype um das CO2. Es geht im Prinzip ja nirgends um CO2 oder das Klima, welches auch immer. Es gibt eben Länder, die den Hype in Europa schamlos für sich ausnutzen und Geld vom Westen fordern. Sie geben dem Westen die Schuld, wenn rund um ihren Inselchen die Wasserhöhe des Meeres steigt. Viele Inseln sind in der Geschichte vom Meer emporgehoben worden und wieder versunken. Das ist der Lauf der Welt. Andere Länder pressen uns Geld ab, weil sie auf die Tränendrüsen drücken, selbst nie etwas auf die Reihe bekommen haben außer Stammeskriege. Wenn ich diese Länder wäre, würde ich die dummen Europäer auch um Geld ihr Geld erleichtern wollen. In Deutschland vor allem interessiert auch niemand das CO2, mal von irgendwelchen dummen Kids abgesehen. Hier will man Geld und zwar unseres. Wir sollen massiv verarmt werden, uns soll alles verboten werden und das Ziel ist eine Diktatur zu errichten, wo alle gleich arm sind außer die Clans, die Mafia, die Parteibonzen und andere Personen dieses Filzes. Die haben dann endlich freie Fahrt für die letzten freien Bürger der westlichen Welt. Sie wollen keine Straßen, keine Autos, keine Flieger mehr mit uns teilen müssen. Wir werden zu den Teil der Bürger, die in “1984” sich auf den Schwarzmarkt die Rasierklingen ergattern oder sich um die gerade eingetroffenen Kochtöpfe schlagen müssen. Die anderen werden in einen “Wandlitz” weit von uns entrückt in Saus und Braus leben und sich über uns dumme Bürger kaputt lachen. Ob der Rattenkäfig für aufmüpfige Bürger dann auch noch kommt? Wer weiß? In “Equilibrium” wurden die Aufmüpfigen einfach in einer Art Hochofen verbrannt. Die goldene Fahrkarte für das Absenken des Lebenstandards von Otto Normalbürger ist das CO2, egal was über dieses Spurengas gesagt wird

henry Liese / 19.09.2019

Herr Decke, Sie sollten nicht Werner Sinns auf Meinung, Strömungen und subjektiven Erfahrungen beruhende und vielen Irrtümern ausgelieferte Wirtschaftswissenschaft mit faktenbasierten, objektiven Naturwissenschaften vergleichen! Leider muss man aber eingestehen, dass fachfremde Wissenschaftler (vom Apotheker bis zum Zoologen) sich nicht zu schade sind, für die Klima-Ideologie zu trommeln.

Reiner Gerlach / 19.09.2019

Da muss ich aber Karla Kuhn widersprechen. Das Volk weiß manchmal überhaupt nicht, was es braucht und was es will. Schau Dir nur mal an, was für eigenartige Typen in manchen Städten als Bürgermeister bezahlt werden. Der Eine fühlt sich berufen, der Andere hat eine Mission usw. Und die sind nicht über eine imaginäre Landesliste auf diesen Stuhl gerückt, sondern sie werden üblicherweise unmittelbar und direkt gewählt. Okay, die Vorschläge kommen oft von den Parteien, aber gewählt werden sie direkt. Manchmal heißt es auch (wie in Görlitz) Nationale Front gegen AfD. Und nun ruft eine Stadt nach der anderen den Klimanotstand aus. Ausgezeichnete Idee, aber ich glaube nicht, dass man damit irgendwelche afrikanischen Flüchtlinge abschrecken kann. Die lächeln nur über dieses Kaspertheater. Und nun nochmal zum letzten Absatz des Interviews: Ich habe gerade zur Auffrischung mal wieder “1984” gelesen. Dort wird in dem Goldstein-Buch der Sinn dieses virtuellen, aber ewig andauernden Krieges erklärt. “Der Krieg ist ein Mittel, Materialien zu vernichten, in die Stratosphäre zu jagen oder in den Tiefen des Meeres zu versenken, die sonst dazu benutzt werden könnten, es den Massen bequem und sie auf lange Sicht intelligent zu machen.” Einen Krieg bekommen wir nicht so richtig hin, also muss eine andere Katastrophe her, die vermutlich genau den selben Zweck erfüllt.

Ilona G. Grimm / 19.09.2019

@Helge-Reiner Decke: Gut, dass Sie immer wieder ein bisschen kühlen Verstand in die CO2-reiche Debatte einbringen.

Hans-Lothar Fischer / 19.09.2019

Grünes Paradoxon Die deutsche Energiepolitik will sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite des deutschen Energiemarktes grundlegend verändern, damit soll der CO2-Ausstoss verringert werden. Zunächst zur Angebotsseite: Die Stromerzeugung aus Kohle- und Kernkraftwerken soll auslaufen und Wind- und Sonnenenergie an ihre Stelle treten. Das wird zwangsläufig zu einer starken Verringerung und Instabilität des heimischen Energieangebots führen. Unter sonst gleichen Bedingungen – also noch ohne die notwendige weitere Betrachtung der Energienachfrageseite – ergeben sich daraus allein schon volkswirtschaftlich außerordentlich bedeutsame Energiepreissteigerungen, die weit reichende Folgen für alle Sektoren der Volkswirtschaft und damit zugleich einen gigantischen Strukturwandel mit explosiven Veränderungen auf den Arbeitsmärkten in einem nicht exakt vorhersehbaren Ausmaß zur Folge haben werden. Die Stromimporte aus europäischen Nachbarländern werden steigen – zunächst werden die Importmengen steigen und gleichzeitig wird es zu massiven Preissteigerungen kommen. Die Auswirkungen auf die europäische CO2-Bilanz sind vorhersehbar. Energieimporte werden zu steigenden CO2-Emissionen europaweit führen. Und nun zur Nachfrageseite: Gleichzeitig plant die Regierung unkalkulierbare Expansion der gesamtwirtschaftlichen Energienachfrage zunächst durch die Umstellung des volkswirtschaftlich bedeutsamen Verkehrs- und Transportsektors auf Stromantrieb und eine in ihrem wahren Ausmaß noch nicht darstellbare Digitalisierung von nicht exakt zu beschreibenden Einsatzbereichen. Auch hier spricht alles für einen europaweiten Anstieg der CO2-Emissionen. Auf allen nachgelagerten Binnen- und Exportmärkten führen diese dramatischen Veränderungen natürlich zu unternehmerischen Reaktionen. Energiepreisinflation wird mit Unternehmensverlagerungen beantwortet. Arbeitslosigkeit in einem nicht vorhersehbaren Ausmaß und politische Instabilität sind die Folge des grünen Paradoxons.

Ilona G. Grimm / 19.09.2019

@Volker Kleinophorst: Würden Sie den Belegen (Video) für Gretas gesegelte Überfahrt etwa glauben? Ich nicht. Da müssten die Videos schon aus ganz verschiedenen Quellen stammen – und das kann nicht sein; es hat ja nur Papas Kameramann gefilmt. Dass Greta nicht reiern musste, halte ich für möglich, weil ich als junges Ding auch komplett seefest gewesen bin. Aber dass sie nach 14 Tagen auf See kein bisschen ausgemergelt aussah, sagt mir, dass sie nur phasenweise zum Shooting auf dem Renn-Segler unterwegs war. Dem Skipper glaube ich übrigens auch kein Wort; bin misstrauisch ohne Ende. Das kommt davon, wenn man pausenlos von dem MSM veräppelt wird. // Der CO2-Kokolores geht mir schwer auf die Nerven. Wer beim Anblick von CO2 Panik bekommt (oder sich machen lässt), sollte moderne für moderne Kernkraftwerke in den Klimastreik treten. Dann müssten wir auch keine Angst vor Blackouts haben.

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