Im Rahmen der traditionellen "Mainz bleibt Mainz"-Karnevalssitzung, die vom ZDF live übertragen wird, trat in diesem Jahr auch der Mainzer Humorist Lars Reichow mit einer Art Jahresrückblick auf.
Er sagte unter anderem: "Selbst gewähltes Pech hatten auch unsere Nachbarn in Polen – ich weiß nicht, was die vorher genommen hatten, Wodka umsonst in der Wahlkabine oder was – jetzt sind sie aufgewacht mit einer Regierung, angeführt von der nationalkonservativen PiS-Partei, die Abgeordneten nennen sich vermutlich PiSser. Der mächtigste Mann in Polen ist Jarosław Kaczyński, ein eineiiger Zwilling – das andere Ei ist vor ein paar Jahren abgestürzt."
Dazu muss man wissen: Die Partei, die in Polen die Regierung führt, heißt "Recht und Gerechtigkeit", auf Polnisch "Prawo i Sprawiedliwosc", abgekürzt PiS. Sie wurde 2001 von Lech und Jaroslaw Kaczyński gegründet. Lech Kaczyński, seit Ende 2005 polnischer Präsident, kam am 10. April 2010 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, mit seiner Frau und 94 weiteren Passagieren. Sie waren unterwegs nach Smolensk, um an einer Gedenkfeier zum 70. Jahrestag des Massakers von Katyn teilzunehmen. Weiter

Sehr geehrter Herr Broder, Sie lassen sich ja niemals die Laune so richtig vermiesen. Darum beneide ich Sie - insgeheim, versteht sich. Was Lars Reichow als Comedien-Darsteller im ZDF abgeliefert hat, hat mir die Laune gründlich verdorben. Sowas gehört im Staatsfernsehen mittlerweile zum guten Ton. Es gibt offenbar Personen und Parteien, die zum Abschuss durch derlei Entgleisungen freigegeben sind. Das machen die Heute-Show (ZDF), die "Anstalt" (ZDF) und "Extra3" (NDR) vor, wann es nur geht. Jeder, der talent- und skrupellos genug ist, hat dann einen Schuss frei. Mut gehört nicht dazu, denn es ist politisch korrekt, sich am Bashing-Kanon abzuarbeiten. Das demonstrieren Journalisten, die ihrer Angela noch die Treue halten, täglich auf ihre Art. Wir müssen damit leben, weil wir uns nicht dagegen wehren können...
Die Einmischer : Ob Polen,Türken,Russen oder Ungarn wählten,stets sind die deutschen Medien u speziell Brüssel äußerst besorgt ! Über Boris Johnson natürlich auch,und da lautstark die "Perle des Nordens,ein Herr Stegner",trotz Eton-u Oxford Studium,Buchautor,2-maliger Bürgermeister einer 8 Millionen Stadt.Äußerst besorgniserregend auch die große Anzahl der Trottel,welche für Brexit waren u Trump sind : Wir wissen alles besser ! Es folgt der nächste Blick in den Kummerkasten : Österreich muß nochmals wählen,nachdem laute Zurufe aus Brüssel u Berlin dem Grünen Professor genug Rückenwind für einen hauchdünnen Vorsprung brachten. Wer gewinnt die Revanche ? Natürlich ist man in beiden Städten über ein solch epochales Ereignis wieder äußerst besorgt ! Und ? Der Wähler wird durch solches renitent u entscheidet auch hier,nicht die vorgekaute Meinung !
Der möchte gerne Satiriker Riechow, der sich über ein Flugzeugabsturz mit 94 Toten lustig macht ist nur ein Beispiel für die deutsche Arroganz und Besserwisserei. Deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat durch ihre Flüchtlingspolitik Europa tief gespalten und kräftig zum Brexit beigetragen. Deutsche Politiker, deutsche Medien belügen das eigene Volk sein einem Jahr, genauso wie das kommunistische Regime in Polen vor 30 Jahren. Frau Merkel paktiert und schließt Abkommen mit einem Tyranen, der eigenes Volk unterdrückt und IS unterstützt. Und die Deutschen zeigen mit dem Finger auf die Polen, den Kaczynski und PIS. Arroganter geht nicht!
Dieses Mal haben Sie aber bei aller Liebe für Polen, vergessen zu erwähnen, dass Kaczynski in Polen den Gay-Pride verboten hatte offen ausgelebte Homosexualität unter Strafe stellen wollte.
Wie wahr: Ihre Statements sitzen wie der Treffer auf den Solarplexus! Ich vermute, dass hinter den heutzutage immer noch ungefragt abgelassenen saudummen Sprüchen über Polen/"Polacken" nur die uneingestandene Erkenntnis für die eigene Feigheit/eigenes (individuell-bürgerliches) Versagen steckt. Wohingegen die polnische Geschichte - gerade auch in brandgefährlich-ungemütlichen Zeiten - verdammt mutige Leute zuhauf hervorgebracht hat. Ein Vorgang, der in Deutschland bekanntlich seinesgleichen sucht. Bis zu diesem Zeitpunkt!