Am frühen Morgen des 7. Oktober 2023 wurde Israel von einem barbarischen Angriff erschüttert, dessen Brutalität bis heute kaum fassbar ist. Terroristen der Hamas und mehr als tausend aus Gaza stammende Zivilisten überrannten die Grenze zu Südisrael. Sie ermordeten, folterten, vergewaltigten, verbrannten Menschen bei lebendigem Leib und filmten ihre Gräueltaten, als wären sie Trophäen. Während Israel über 1000 Tote beklagte, formierten sich nur einen Tag später weltweit Solidaritätskundgebungen – jedoch nicht mit den Opfern, sondern mit den Tätern. Der moralische Zusammenbruch in Teilen des Westens entfaltete sich öffentlich und in Echtzeit.
Der Dokumentarfilm „Pogrom(s)“ des französisch-israelischen Regisseurs Pierre Rehov setzt genau hier an. Er geht dahin, wo Worte kaum noch ausreichen und Bilder eigentlich unerträglich werden. Die 90-minütige Produktion des Middle East Studio aus dem Jahr 2024 gibt jenen eine Stimme, die als Erste die Tatorte betraten: Rettungskräfte, Soldaten, Ermittler, Menschen, deren Leben von jenen Szenen gezeichnet bleibt, die sie dort vorfanden. Sie berichten von Zimmern voller Leichen, von ausgebrannten Häusern, von verstümmelten Körpern, von Kindern, für deren Identifikation nicht einmal mehr Familienangehörige ausreichten. Ihre Zeugnisse bilden das Herz des Films und machen aus dem 7. Oktober das, was er war: das größte antisemitisch motivierte Massaker nach der Shoah.
Die deutsche Fassung des Films wurde von Visual Productions produziert, gemeinsam mit Hanspeter Büchi, Liliane Bernet-Bachmann und Marc Villiger. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Dokumentation einem deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen, damit die Realität dieses Tages nicht durch politisierte Narrative überdeckt oder relativiert wird.
Regisseur Pierre Rehov weiß genau, wovon er spricht. Er wurde in Algier in eine jüdische Familie geboren, zu einer Zeit, als Algerien noch ein französisches Departement war. Der Terrorismus prägte seine Kindheit, denn seine eigene Schule wurde Ziel eines Anschlags der algerischen Nationalen Befreiungsfront FLN. 1961 musste seine Familie wie viele andere „Pieds-Noirs“ (in Algerien lebende Franzosen) fliehen, weil nach der algerischen Unabhängigkeit Vergeltungsangriffe gegen nichtmuslimische Bewohner befürchtet wurden. Diese persönlichen Erfahrungen machen Rehov zu einem ungewöhnlich klaren Beobachter von Gewalt, Ideologie und Identitätszerstörung. Seine späteren Dokumentarfilme befassen sich seit Jahren mit dem arabisch-israelischen Konflikt, der dschihadistischen Ideologie und dem Missbrauch der Medien durch terroristische Organisationen.
Wie konnte sich die westliche Öffentlichkeit so schnell von den Fakten lösen?
„Pogrom(s)“ beleuchtet nicht nur das unmittelbare Verbrechen, sondern auch die Ideologien, die zu ihm führten. Rehov zeigt anhand historischer Analysen und zeitgenössischer Befunde, wie sich der Hass der Hamas nicht im luftleeren Raum entwickelte. Der Film verfolgt die ideologischen Linien zurück zu den Verbindungen zwischen nationalsozialistischen Netzwerken und islamistischen Bewegungen in den 1940er-Jahren. Er macht deutlich, wie die Muslimbruderschaft über Jahrzehnte hinweg ihre Narrative in muslimische Gesellschaften einpflanzte und wie die Hamas diese Ideologie in den 1990er-Jahren zu einer totalitären und blutigen Vision ausformte. Rehov verweist auf die in Gaza gefundenen Exemplare von „Mein Kampf“ und zeigt, dass die antisemitische Motivation der Terroristen nicht zufällig war, sondern tief in dieser jahrzehntelang kultivierten Vernichtungsfantasie wurzelt.
Der Film führt den Zuschauer damit zu einer Frage, die auch in Israel selbst in den Tagen nach dem 7. Oktober schmerzhaft offenbar wurde: Wie konnte sich die westliche Öffentlichkeit so schnell von den Fakten lösen? Wie konnte die moralische Dringlichkeit dieses Massakers innerhalb weniger Stunden hinter politischen Parolen verschwinden? Und wie konnten Akademiker, Aktivisten und Teile der Medienlandschaft noch am selben Wochenende beginnen, die Täter als „Widerstandskämpfer“ zu verklären und die Opfer unsichtbar zu machen?
Rehov liefert keine theologischen oder soziologischen Spekulationen, sondern zeigt, was an diesem Tag geschah und welche ideologischen Traditionen diesem Ereignis vorausgingen. Der Film verweigert sich der Relativierung und konfrontiert damit ein globales Publikum, das sich allzu oft an moralische Ausweichmanöver gewöhnt hat.
„Pogrom(s)“ ist deshalb weit mehr als eine Dokumentation. Er ist ein Gegenentwurf zur internationalen Verzerrung, die seit dem 8. Oktober 2023 zu beobachten ist. Er ist ein notwendiges Zeugnis in einer Zeit, in der das Erinnern an die Ermordeten angegriffen wird – nicht durch Schweigen, sondern durch aktive Verdrehung.
Wer verstehen will, was am 7. Oktober wirklich geschah und warum dieser Tag eine historische Zäsur darstellt, kommt an diesem Film nicht vorbei. Er macht die Opfer sichtbar, er bringt ihre Stimmen zurück in den öffentlichen Raum – und er widerspricht dem Versuch, die Wahrheit zu verwässern. „Pogrom(s)“ ist ein filmisches Dokument gegen das Vergessen und gegen die Verharmlosung des Judenhasses, der an diesem Tag seine grausamste Fratze zeigte.
Der Beitrag erschien zuerst bei Audiatur-online.
Hinweis zur Verfügbarkeit und Altersbeschränkung
Die Dokumentation „Pogrom(s)“ ist online in zwei Versionen zugänglich. Auf YouTube ist der Film unter der Adresse youtube.com/watch?v=DZyMzl-2NXw verfügbar, allerdings nur mit Altersbeschränkung. Viele Zuschauer werden erst nach einer Verifizierung Zugriff erhalten, was den unmittelbaren Zugang erschwert. Eine frei zugängliche Version ohne Altersbeschränkung steht hingegen auf Vimeo bereit unter vimeo.com/1110063074.
Die Produzenten weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Film trotz sorgfältiger Redaktion belastendes Material enthält. Empfindsame Menschen könnten durch manche Bilder in der Dokumentation verstört werden. Aus Dutzenden von Stunden Filmmaterial wurden die am wenigsten grausamen ausgewählt. Es ist jedoch schwierig, Zeuge eines Massakers zu sein, ohne ein Minimum an visuellen Belegen zu zeigen.
Dieser Hinweis der Produzenten ist nicht nur eine formale Vorsichtsmaßnahme, sondern ein notwendiger Schutz für Zuschauer, die sich der Realität des 7. Oktober annähern möchten, ohne auf die harte visuelle Wahrheit vorbereitet zu sein.
Es wäre vor allem Aufgabe und Verantwortung des „ Journalismus“, die hier zutreffend angesprochenen „ Verbindungen “ und Linien, die Zusammenhänge bis in die Praxis und Ideologien der aktuell herrschenden Parteien und deren Ziele sehr deutlich zu beschreiben und der Masse näher zu bringen. Davon kann , von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, leider keine Rede sein. Die Linie geht vom Nationalsozialismus nicht zu den „ Rechten“, was auch hier leicht „untergeht“, sondern von den Sozialisten zu den Sozialisten, beide keineswegs national beschränkt. Die Verbindung zum Islam betrifft nicht zufällig die linke Ideologie. Sie ist umso stärker als wie in Schland und teilweise auch anderswo in Europa aus links nun linksextrem wird. Ein offensichtlicher , aber sehr zurückhaltend kommentierter Prozess. Vertreten durch RRG. Eine wenig überraschende, aber unangenehme Entwicklung , denn die deutschen Journos beschäftigten sich natürlich deutlich „ lieber“ mit den „ Rechten “, konkret der AfD. Auch was den Antisemitismus betrifft. Der deutlich dominantere und gefährlichere der Linken und die inhaltliche Nähe von Sozialismus und Islam würden unweigerlich die Frage provozieren, wie es die CDU hält, mit dem Antisemitismus ihrer Freunde von RRG. Ein „ bisschen“ davon erfahren wir durchaus. Aber natürlich wollen wir hier nicht der AfD in die Karten spielen. Der hier vorgestellte Versuch ist ebenso notwendig wie aller Ehren wert. Er deckt aber naturgemäss das „ politische “ Problem in Schland nicht ab, die Frage , wen oder was der Michel zwangsläufig wählt, wenn man eine Kartellpartei wählt. Und die Journos schweigen dazu. Wobei es einstweilen noch m.E. deutlich antisemitischere Gesellschaften in Europa gibt.
Ich kann mir diesen Film nicht ansehen, ich denke meine Vorstellungskraft reicht aus. Ich würde in Tränen ausbrechen und nachher wäre mein Hass auf dieses Moslempack noch größer als es eh schon ist – es reicht doch schon was dieses Gesocks hier in DE bzw. Europa veranstaltet, die (Gruppen-)Vergewaltigungen, die Morde. Was meine verblödeten Landsleute von „unsererDemokratie“ usw. angeht, die diese verfluchten Palästinenser-Demos hier noch unterstützen und gegen Israel hetzen – denen müßte man diesen Film eigentlich zwangsweise vorführen, ob das dann gegen die ideologische Verblendung dieser Vollpfosten helfen würde? Ich weiß es nicht.
Was in der Tube gezeigt werden kann , sollte auch im Audimax der Humboldt oder der FU gezeigt werden
können . Falls nicht , müßte das plausibel begründet werden . Abgesehen davon , daß es sich bei der etwaigen Begründung um ein Dokument der jüngsten Deutschen Geschichte handelt , das man sicher auch am nächsten Holocaust – Gedenktag zitieren KÖNNTE .
Zugegebenermaßen etappenweise wahrlich nichts für Leute mit schwachen Mägen … wer aber beispielsweise beim fiktiven Horror-Thriller „The house that Jack built“ -der für mich das absolute Maximum des gerade noch Erträglichen darstellt – und da irgendwie durchhält- ist Pierre Rehovs Dokumentation durchaus ansehbar, kann also -und sollte mMn- auch von Jenen angesehen werden. Und ja, Erkenntnis ist eben meist schmerzhaft … so auch hier. Aber dieser Film könnte eben dazu beitragen -gerade bei Unschlüssigen- mehr Verständnis für den heutigen Kampf Israels gegen die ja mittlerweile 2.000 Jahre andauernde, meist mörderische Verfolgung der Juden -also sagen wir mal beginnend bei Josephus Flavius – ca 66 aD – bis heute- entstehen zu lassen.
Es gibt einige Ersatzorganisationen im Islam, die offen den angeblich nicht existierenden Antisemitismus zelebrieren und über die die muslimische Welt sich identifizieren kann. Letztlich sind die Palästinenser in der muslimischen Welt nur geduldet. Denn einen eigenen palästinensischen Staat sehen die islamischen Staaten nicht vor (außer auf Territorium Israels), da die Claims im Nahen und MIttleren Osten schon lange aufgeteilt sind (siehe hier auch die Kurden). Die sich verfeindete Fragmentierung des Islams ist zudem ein potentieller Unruheherd innerhalb der muslimischen Welt.
Ein ruhiger, nötiger, aufrüttelnder Film. Vielleicht schaut es sich der eine oder andere Juden-, Zionisten- und Israelhasser an und fängt an umzudenken? Es ist nie zu spät.
Liebe Redaktion, da kann die Antifa sich eine Scheibe abschneiden. Im Ernst: Die deutschen Antifanten hegen heimlich Sympathien mit den Tätern. Weshalb sonst sieht man die ewig auf den einschlägigen Demos? Der soziale Vorwand wird mit Hetze vorgetragen, deshalb sieht man durch den durch.