Der Podcast „Wissen Weekly“ klang genau nach dem Richtigen für mich. Doch dann flogen mir im Sekundentakt Gendersternchen-Konstruktionen um die Ohren. Hörer*innen, Wissenschaftler*innen, Expert*innen, Bürger*innen – ich hörte nur noch Gendersterne.
Ich wollte es wirklich. Ich war motiviert. Neugierig. Ich hatte mir extra eine neue Playlist erstellt. Wissen Weekly – klang nach genau dem Richtigen für meine Sportrunde: fundiert, kompakt, wöchentlich. Schon nach den ersten Minuten dachte ich: Ja, das ist sehr gut gemacht, spannend, gut recherchiert. Aber dann kam sie – die Realität. Oder besser gesagt: die Realität:innen.
Im Sekundentakt flogen mir Gendersternchen-Konstruktionen um die Ohren. Hörer*innen, Wissenschaftler*innen, Expert*innen, Bürger*innen – ich hörte nur noch Sterne. In meinem Kopf tanzten sie längst Conga: Politiker*innen, Konsument*innen, Nutzer*innen, Patient*innen, Steuerzahler*innen. Manchmal war ich mir nicht sicher, ob ich noch einem Podcast lauschte oder einem Tonexperiment aus dem akustischen Genderlabor.
Ich versuchte, mich zu konzentrieren. Immerhin war ich gerade joggen, draußen, Fokus auf Atmung, Haltung, Schrittfrequenz. Aber ich kam aus dem Takt. Und zwar gründlich. Nach drei, vier Minuten war Schluss. Ich verlor die Spur – im Kopf wie auf dem Weg. Dabei wollte ich nur etwas lernen. Etwas mitnehmen. Ich hätte dem Podcast gerne gelauscht. Wirklich. Inhaltlich stark, Stil angenehm, Stimme (Lisa-Sophie Scheurell) sympathisch. Aber dieser sprachliche Dauer-Asthma-Anfall, bei dem man jedes zweite Wort künstlich aufbläst, hat es für mich einfach unmöglich gemacht.
Ich frage mich: Ist das noch Kommunikation oder schon Ritual? Wer spricht hier eigentlich noch für wen? Und hören das alle anderen wirklich freiwillig – oder nur mit hochgezogenem innerem Augenbrauen-Smiley? Sprache soll verbinden. Doch was hier passiert, trennt. Trennt Satz von Rhythmus. Gedanke von Fluss. Inhalt von Aufmerksamkeit. Und mich – leider – von einem Podcast, der mein täglicher Begleiter hätte werden können. Vielleicht gibt es irgendwann eine Version für Hörer:innen mit Sprachfluss-Bedürfnis. Bis dahin höre ich lieber wieder Musik. Ohne Doppelpunkte.
Ahmet Refii Dener ist Türkei-Kenner, Unternehmensberater, Jugend-Coach aus Unterfranken, der gegen betreutes Denken ist und deshalb bei Achgut.com schreibt. Mehr von ihm finden Sie auf seiner Facebookseite und bei Instagram.

@Lutz Liebezeit / 05.07.2025 -
„Studierende, Reisende, Autofahrende – der fahrende Zug. Der studierende Peter und die reisende Elizabeth. Niemand spricht so. Das sind adjektivistisch vergurkte Verben, die zu Substantiven erhoben worden sind. Die Sprache verweigert sich der neuen Gattung des Diffusen. Die Redaktionen möchten aber über das Geschlecht hinaus steigern – wissen bloß nicht wie. Das sind unklare Begriffe, die unklaren Gedanken entspringen.“ --- Die „unklaren Gedanken“ sind Teil der gewollten Zersetzung der gewachsenen Sprache.
Einer der gendert hat sicher nichts intelligentes zu sagen. Wer auf so eine seichte Ideologie herein fällt, kann nur ein sehr dummer Mensch sein. Einer der aus Opportunismus gendert ist keine vertrauenswürdige Informationsquelle. Was haben dumme Opportunisten mir zu sagen?
Ein gendernder Universitätsprofessor ist ein IDIOT. Ein Chef der seine Angestellten zum Gendern nötigt ist ein FASCHIST. Bildung, Wissenschaft, Kultur, Medien, Politik, die gesellschaftliche Elite besteht aus FASCHISTISCHEN IDIOTEN. Habe ich auch jeden beleidigt?!?! Niemanden vergessen?!
Nun, man könnte versucht sein, das Thema zu belächeln. Dies sollte man vermeiden, denn diese Sprache hat sich bereits bei etlichen Unternehmen als obligatorischer Codex durchgesetzt. Beispiel: die Vorgabe, bei Reden das vorangestellte „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu vermeiden, damit sich „Non-Binäre“ nicht ausgeschlossen fühlen. Vom Gender-Stern ganz zu schweigen, der unbedingt anzuwenden sei. Kein Scherz, sondern verpflichtend im Unternehmen einzuhalten. Missachtung kann bis zur Abmahnung führen. Sprache als Kampfmittel zur Ideologie-Durchsetzung. Westeuropa im Jahre des Herrn 2025.
Herr Dener, daß ist weder Kommunikation noch Ritual. Das ist phonetische Folter! Zeit zum Abschalten.
Der Genderkauderwelsch ist das Gleiche, wie die Regenbogenflagge am Balkon, oder die Teilnahme an einer „Demo gegen Rechts“: Ein Herrschaftszeichen der Gut- und Bessermenschen und ihrer vielen Mitläufer, dass Andersdenkende nicht geduldet werden.
Das Gendern ist das Erhöhen der Sprache zur religiösen Predigt. Die sanfte Form des Genderns wandte Hitler an, indem er von Volksgenossinnen sprach. Er war der erste Politiker, der bewusst genderte. Die heutigen rot-grünen Sozialisten haben Hitlers Gendern vervollkommnet.