Henryk M. Broder / 14.02.2008 / 16:39 / 0 / Seite ausdrucken

Peymanns Kampf

Das ist es also, das Peymann unter Freiheit der Kunst und Kampf für Menschenrechte versteht: Einzelzimmer für alle! Dass nebenan Schwule an Baukränen aufgehängt werden, ist dagegen halb so schlimm. Es bekommt jeder seinen eigenen Kran:

Die antisemitischen Parolen findet Claus Peymann ebenso erschreckend wie die Darstellung von Juden mit großen Hakennasen. Für die antiamerikanischen Parolen hat er mehr Verständnis, “denn mit Bush können Sie mich auch ums Haus jagen”, wie er später sagt.
Claus Peymann ist in Teheran, und hat hier seinen eigenen Kampf zu führen… Peymanns Kampf ist ein zähes Ringen, und nicht immer hat das etwas mit dem iranischen Regime zutun. Es beginnt gleich bei der Ankunft. Die Festivalleitung hatte für die Berliner Gäste nur Doppelzimmer im Hotel bestellt. Die Truppe meuterte und nach einigen Telefonaten, in denen Worte wie “so können Sie nicht mit uns umgehen” fielen, wurden Einzelzimmer gewährt.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/seite_3/725107.html

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