Der Petitionsausschuss des deutschen Bundestages ist der einzige Ausschuss mit Verfassungsrang. Das Petitionsrecht der Bürger ist im Art. 20, Abs. 2, Pkt. des Vertrags über die Arbeitsweise der EU, sowie im Art. 17 Grundgesetz geregelt. Das heißt, es besteht die besondere Verpflichtung, mit den Anliegen der Bürger gemäß Artikel 1 des Grundgesetzes umzugehen. Das lässt der Petitionsausschuss wieder einmal vermissen.
Es zeichnet sich ein ungutes Muster ab, wie mit unliebsamen Petitionen umgegangen wird, besonders wenn sie das Anliegen tausender Bürger vertreten. Gegen den Globalen Migrationspakt, den unsere Regierung federführend auf den Weg gebracht hat und den sie notfalls als einziger westlicher Staat beizutreten gewillt ist, sollen mittlerweile über dreißig, nach anderen Angaben an die fünfzig Petitionen vorliegen.
Die ersten wurden schon vor einem Monat eingereicht. Allerdings verweigerten die Abgeordneten bis gestern die Veröffentlichung einer Petition, obwohl es sich um ein Anliegen von höchster Dringlichkeit handelt, denn der Globale Pakt soll schon am 11. Dezember in Marokko verabschiedet werden. Das heißt, es ist noch nicht einmal genug Zeit, um innerhalb eines Monats das Quorum für eine öffentliche Anhörung zu erfüllen. Die Zeichnungsfrist endet am 19.12., da ist der Pakt schon unterzeichnet.
Es bleibt auch ohne Folgen, dass der Petitionsausschuss auf mehrfache Anfragen einfach nicht antwortet. Die Taktik, die Bürger auf diese Weise zu zermürben, ist aber nicht aufgegangen. Es hat auch nicht geholfen, dass der Ausschuss offensichtlich eine Petition zur Veröffentlichung ausgewählt hat, von der er annahm, sie sei nicht so öffentlichkeitswirksam, weil nicht bereits von Anfang an hunderte, wenn nicht tausende Unterstützer dahinter stehen, die sich in den vergangenen Tagen für die Veröffentlichung unserer Petition eingesetzt haben.
Wenn das die Absicht war, ist sie gründlich schief gegangen. Innerhalb eines Tages hat die veröffentlichte Petition über 21.000 Unterstützer gefunden. Wenn das so weiter geht, ist das Quorum von 50.000 übermorgen erfüllt. Diese Zahlen zeigen, wie die Stimmung in der Bevölkerung ist.
Um den Ansturm der Unterstützer zu bremsen, treten wieder „technische Störungen“ auf, wie wir sie von der Petition zur „Gemeinsamen Erklärung“ kennen. Die Seite des Petitionsausschusses kann entweder nicht erreicht werden, sie baut sich quälend langsam auf, der Prozess der Unterzeichnung wird mittendrin abgebrochen, es kommt keine Bestätigungsmail. Als wir die 165 000 Unterschriften für die Gemeinsame Erklärung sammelten, hatten wir mit einem 10-Euro-Server keine dieser Schwierigkeiten, die der Server des Bundestages jetzt hat. Vielleicht sollte man dem Ausschuss zu Hilfe eilen und diesen Server anbieten.

Ich wundere mich ja eigentlich über nichts mehr. Habe am 22.11.18, 15:40 Uhr die Petition mitgezeichnet und mein Ausdruck zeigt zu diesem Zeitpunkt 30316 Online Mitzeichner an. Neugierig, wie der Stand der Dinge ist, habe ich mir am 22.11.18, 17:24 Uhr die Seite direkt beim Petitionsausschuss aufgerufen und was sehe ich? Die Anzahl der Online Mitzeichner beträgt 29657. Ist das jetzt wie bei der Hessenwahl? Spuckt ein Zufallsgenerator die Anzahl der Mitzeichner aus oder zählt das System rückwärts? Ich weiß es nicht. Wer kann dazu etwas sagen?
„In kürze wieder für sie da“. Wie beruhigend! Wer Zusammenbruch der Sowjetunion und der DDR erlebt hat, besitzt viel Geduld und Entschlossenheit. Kleine Trickser nach SED Art und vorauseilender Gehorsam der Funktionäre werden Merkel vor Bürger nie mehr retten können! Sie gehört Vergangenheit und den Gerichten!
Danke für Ihre Bemühungen Frau Lengsfeld. Mir sind die gleichen Probleme untergekommen. "Wer das Geld hat hat die Macht und wer die Macht hat hat das Recht!" Von wem stammt wohl dieser Satz? Es scheint als wäre alles auf den Kopf gestellt. Morgen versuche ich es wieder
Anscheinend gibt es auf der Internet-Seite des Bundestags nicht nur Verzögerungen. Viele der Unterzeichner sind sich offensichtlich auch gar nicht so sicher, ob sie die Petition tatsächlich unterstützen möchten, denn die Anzahl der Online-Mitzeichner schwankt doch erheblich. Ich wollte meinen Augen nicht so recht trauen, aber um 16:30 Uhr sah ich 35.910 Unterzeichner auf der ePetitions-Website angezeigt. Eine Minute später hatten es sich wohl einige wieder anders überlegt, und es wurden nur noch 27.346 Mitzeichner vermeldet. Das setzte sich wie folgt fort: um 16:34 Uhr waren es stolze 35.951; 16:35 Uhr war der Stand wieder etwas moderater mit nur 26.770. Zehn Minuten später (16:45 Uhr) gab es dann doch wieder ein paar neue Querulanten: 28.316. Aber auch die hatten dann wohl Zweifel, denn um 9:46 Uhr gab es wieder nur 26.862 Mitzeichner. (Alle Schwankungen sind durch pdf-Ausdruck dokumentiert.) Mangelnde IT-Infrastruktur und -Kompetenz wäre hier sicher noch die wohlwollendste Interpretation…
Wer noch Petitionen für irgendein Anliegen schreibt und für hilfreich hält, tritt gegenüber dem System als 'Bittsteller' auf. Diese kriecherische Haltung zeigt nicht den Hauch von Souveränität, sondern ist der Hinweis darauf, dass der Petitent es gewohnt ist, sich horizontal gegenüber seiner 'Herrschaft' im Staube zu bewegen. Wir dürfen uns nicht wundern, dass dieses Staatskonstrukt keine Souveränität hat, wenn die Mehrzahl der Bürger (= Bürgen) kaum Anzeichen von Souveränität zeigen. Zwischenzeitlich lachen sich die 'Regierenden' scheckig über die Anliegen ihrer Sklaven.
Habe gestern versucht, die Petition zu unterschreiben. Beim Eintragen meiner Daten (bin Unternehmerin und lebe in Finnland) brach die Verbindung ab, nachdem ich meinen Namen und den meiner Firma angegeben hatte. Mein Verdacht: So sammelt man möglichst viele Daten, um beantragende Personen später unter Druck setzen zu können. Oder kann es sein, dass die so viel und laut herbei besungene Digitalisierung ganz einfach hinten und vorne nicht klappen soll?? Ich verstehe einfach nicht, wie geduldig sich die Deutschen alles gefallen lassen. Auch in Finnland ist es mit der Meinungsfreiheit nicht mehr so weit her, aber als Deutsche habe ich absolute Narrenfreiheit und die schöpfe ich voll aus. Ich bitte meine Landsleute von Herzen, doch endlich auf die Barrikaden zu steigen!!!
Liebe Frau Lengsfeld, es wurden etliche screenshots gemacht, die belegen, dass die Zahlen zeitweise runter, statt nach oben gehen. Hier wird offensichtlich manipuliert.