Henryk M. Broder / 10.01.2016 / 18:39 / 1 / Seite ausdrucken

Peter und seine Brüder

Wenn dies ein Märchen wäre, könnte es so anfangen: Es waren einmal vier Brüder. Günter, Manfred, Peter und Uwe. Mit Nachnamen Ludolf. Sie lebten mit ihrer Mutter Marianne in einem Dorf namens Dernbach im Westerwald, unweit der Autobahn A3, die von Frankfurt nach Köln führt, kauften Schrottautos auf, zerlegten sie und verkauften die Einzelteile an Leute, die dafür nicht viel bezahlen wollten.

Peter war der Chef, sie nannten ihn “das Hirn”, weil er genau wusste, in welchem Haufen das gesuchte Teil zu finden war. Günter ruhte ganz in sich, er saß am Telefon, nahm die Kundenanfragen entgegen und reichte sie an Peter weiter. Manfred und Uwe waren “die Hand” und “die Kraft” des Betriebes. Sie holten die Autos ab und weideten sie aus, bis zur letzten Schraube. Mutter Marianne thronte über allem und sorgte für Frieden unter den Brüdern.

Und so ging alles seinen gewohnten Gang. Bis Peter und seine Brüder eines Tages vom Fernsehen entdeckt wurden. Im Jahre 2002, als Dernbach sein 700. Dorfjubiläum feierte. Von da an ging es bergauf. Aus dem Heimatprogramm des SWR, über die Magazine von Kabel 1, RTL und RTL2 in den Spartensender DMAX, der zum amerikanischen Discovery-Konzern gehört. Dort liefen bis 2010 zur besten Sendezeit acht Staffeln mit insgesamt 99 Folgen über “Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz”. Mehr

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Leserpost (1)
Peter Kammer / 10.01.2016

Lieber Herr Broder, “Der denkt sich Geschichten aus, spricht sie ins Diktiergerät und Jana bringt sie zu Papier. Am Ende sollen es 365 werden, für jeden Tag eine. “Ohne Gewalt, ohne Politik.”” wollen Sie sich daran nicht ein Beispiel nehmen? Sie müssen sich ja nichts ausdenken. Ihre Reiseberichte lese ich gern und kann ihnen hinsichtlich der “Navi”-Frage sogar unumwunden zustimmen. Als ein Buch zusammengefasst würde ich sie sogar eventuell käuflich erwerben, zumindest aber aus der Bücherei ausleihen. Beste Grüße

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