Papst Franziskus war ein Impfdiktator mit Ex-cathedra-Anspruch. Denn wer die Glaubenssubstanz schleift, braucht ein Surrogat: Corona-, Klima- oder Kriegsreligion.
Zufall ist ein Pseudonym Gottes. Rund um Tod und Trauerfeier von Papst Franziskus gibt es bemerkenswerte Ereignisse. Wie in einem Brennglas liegt der wahre Zustand der Kirchen vor aller Augen. Der Wochenend-Weihrauch von Rom vernebelt die Realität. Ja, es war eine schicke Show. Ein prächtiges sakrales Schaufenster mit royalem Unterhaltungswert. Doch was ist in den Regalen hinter dem Ladentisch?
Die deutsche Filiale musste ins Insolvenzverfahren. Kurz vor dem Papst-Tod eine vernichtende Bilanz für 2024: Weiterhin flüchten Heerscharen aus den beiden Kirchensteuer-Kirchen. Erstmals sind die Christen im Land der Reformation und Ratzingers statistisch in der Minderheit. Inzwischen sind es streng Gläubige, die diesen beiden Mainstream-NGOs den Rücken kehren. Die Laufkundschaft ist ja längst weg. Auch der glaubensklamme Katholizismus verliert an Substanz.
Ausgerechnet die neue Bundestagspräsidentin Julia Klöckner rechnete zu Ostern mit „ihrer Kirche“ ab. Nur wenige Worte. Knallhart und kompromisslos. Das wünschte man sich von der CDU-Frau auch in ihrem politischen Amt. Als Zuständige verbannt sie die riesige neue AfD-Fraktion in die Besenkammer des Reichstages. Unwürdig! Undemokratisch! Unchristlicher geht’s nicht. Jesus hatte in Bethlehem wenigstens noch einen geräumigen Stall.
Klöckners konsequente Kirchenkritik kulminiert im BamS-Interview in dem Satz: „Klar kann sich Kirche auch zu Tempo 130 äußern, aber dafür zahle ich jetzt nicht unbedingt Kirchensteuer.“ Die Kirchen seien ihr viel zu beliebig geworden. Damit fasste sie vorab das Lebenswerk des Mannes zusammen, der Stunden später in Rom sterben sollte.
Corona-, Klima- oder Kriegsreligion
Zu Corona, Klima oder Migration hat Franziskus erschreckend naive, staatshörige und wenig biblisch-seelsorgerliche Statements abgegeben. Wer duldet, ja befördert, dass Menschen millionenfach ungetröstet und unbegleitet sterben müssen, hat jeglichen Anspruch auf die Jesus-Nachfolge verwirkt.
„Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid ...“ – dieses Jesus-Wort gilt auch Leuten, die „falsch“ wählen. Einzig bei Abtreibung blieb Franziskus hart. Während CDU und CSU das Lebensrecht für Küken und die Frauenquote thematisieren.
Und ein weiterer „Zufall“: Ausgerechnet Trumps Vize J.D. Vance war der letzte Staatsbesucher dieses Papstes. Der übrigens Trump offiziell das Christsein absprach. Trump zeigt wenigstens seinen Prunk. Der Papst machte auf arm. „Alles Show“, erläuterte die romtreue Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Und radikal-realistisch wünschte sie sich „endlich wieder eine Kirche, in der Jesus Christus gepredigt und nicht Greta und Co gehuldigt wird“.
Auch Vatikan-Kenner David Berger ließ bei Kontrafunk wenig Gutes an dem Mann, „der aus Corona-Panik Desinfektionsmittel ins Weihwasser kippen ließ“. Und der beförderte, dass „die Heilige Kommunion durch die mRNA-Spritze vertauscht wurde“. Scharfzüngiger Klartext! Ein Impfdiktator mit Ex-cathedra-Anspruch. Denn wer die Glaubenssubstanz schleift, braucht ein Surrogat: Corona-, Klima- oder Kriegsreligion. Kein Wunder, dass jene Klima-Ikone Luisa Neubauer den Oberklerus „unsere Verbündeten“ nennen konnte.
„Herr Hahne, sind Sie etwa immer noch evangelisch?!“
Noch schlimmer im Protestantismus. Nur noch Fassade. Passend zu den beiden C-Parteien und ihren Führern. Ausverkauf! Apostel der Apokalypse und des Asylmissbrauchs. Zu besichtigen auf dem Hannoverschen Schwurbel-Kirchentag. Ein Eldorado von woken Verschwörungstheorien und grüner Polit-Folklore. Dafür wurde mit Hochglanz-Plakaten, schulfrei in Niedersachsen und folgenden Rednern geworben: Neubauer, Eckart von Hirschhausen, Bodo Ramelow, Ricarda Lang, Hubertus Heil, Margot Käßmann. Noch Fragen?!
Zu Benedikts Zeiten rief mir mal dessen Privatsekretär Erzbischof Georg Gänswein entgegen, und es hallte durch die Hallen des Vatikans: „Herr Hahne, sind Sie etwa immer noch evangelisch?!“ „Ich bin und bleibe Christ“, war meine Antwort. Wichtig ist nicht, in welcher Kartei einer Kirchensteuer-Kirche man steht. Der Eintrag ins „Buch des Lebens“ entscheidet alles. Und ob ich den Worten von Jesus Christus folge. Und dem Heiligen Geist Vorfahrt gebe vor dem woke-queeren Ungeist.
Apropos Benedikt: Dessen drei hoch intellektuelle Reden beim Deutschlandbesuch 2006, von bildungsfernen Politikern und Klerikern in Grund und Boden kritisiert, sind echte Prophetie. In seiner Analyse von Islam, Kirche und Staat hat er eher unter- als übertrieben. Hatte er nicht im Bundestag recht mit seinem Augustinus-Zitat einer Regierung als Räuberbande?! Kirche muss zu ihrem Markenkern zurück. Sonst „isch over“ (Schäuble). Nur das, was Christen konkurrenzlos wichtig macht, kann Inhalt der Botschaft sein: Hoffnung über den Tod hinaus, Vergebung und Versöhnung um Gottes Willen. Keine Kriegstüchtigkeit, sondern Friedensfähigkeit. Nach innen und nach außen. Brandmauern und Aufrüstung sind das Gegenteil von christlich.
Ein Afrikaner könnte das Evangelium zurückbringen
Hoffentlich begreift das wenigstens der nächste Papst. Make Sancta Ecclesia great again! Sie wächst und wächst in Afrika und Lateinamerika. Evangelikal oder katholisch-charismatisch. In der wohlstands- und bildungsverwahrlosten westlichen Welt verdunstet der Glaube. Ähnlich in der Politik: Der Mann mit der Kettensäge sorgt für Wachstum. Seine deutschen Pendants sind Abbruchunternehmer.
Wir brauchen keinen Sozialarbeiter mit Kuschelkurs auf dem Stuhl Petri. Ein Afrikaner könnte das zurückbringen, was europäische Missionare einst auf den Schwarzen Kontinent brachten: das Evangelium. Abendländische Kultur und Bildung. Den Regenbogen als Zeichen der Treue Gottes und nicht einer aberwitzigen queer-woken Trans-Ideologie. Denn wer den Begriff christliches Abendland als „ausgrenzend“ (Kardinal Marx) diffamiert, hat sich selbst längst aufgegeben. Wer den wachsenden Islamismus im Lande verharmlost, erst recht.
Unfassbar, wenn das Onlineportal der katholischen Bischöfe zum CDU/CSU/SPD-Koalitionsmanifest einzig moniert, es „fehle völlig eine positive Wertschätzung muslimischen Lebens in Deutschland.“ Da bleibt einem nur noch das testamentarische Wort meines damaligen ARD-Kollegen in den 1970er Jahren, Peter Scholl-Latour: „Ich fürchte. nicht die Stärke des Islams, sondern die Schwäche des Christentums.“ Oder der Bittruf: Kyrie eleison – Herr erbarme dich!
Dieser Beitrag erschien zuerst in der Jungen Freiheit.
Peter Hahne, geb. 1952, war Moderator der ZDF-Hauptnachrichtensendung „heute“.
Benedikt, Franziskus, genau zwei Dekaden, zwei als bescheidene und auf christliche Werte rückbesinnt beschriebene Päpste, eine nach wie vor erzkonservative Kirche die weder die eigenen Verfehlungen aufgearbeitet hat noch die Mitglieder halten kann. ein Kardinal mit Wurzeln in Afrika und erzkonservativen Ansichten, der vermutlich ein privilegiertes Leben in diesem hohen Status genießt, der soll jetzt was, wie, warum daran ändern?
Als Agnostiker ist es mir eigentlich egal, wer im Vatikan als Chef herumtanzt, solange dieser sich nicht in die jeweils angesagte Mainstream-Politik einmischt. Dieser letzte , von uns gegangene Urenkel Petri hat in seiner Kirchengemeinde sicher viel irreparablen Schaden angerichtet.
Grad wieder ne Omma hier vorbei. Handy in der Hand. Der heilige Gral… wer glaubt noch an die Kirchendeppen, die nur Kinder f….. ???
Spätestens seither die drei Heuchler ihre Kreuze bei dem besuch in Jerusalem abgelegt haben, sollte man sich überlegen, ob man dieser Institution eigenes Geld schenken sollte. Ihre Rolle erfühlen wohl die kleinere Versionen. Man hat ja die Wahl.
Viele kennen Orwell und Huxley, die in der heutigen Zeit auf verblüffende Weise fast wie Propheten wirken. Kaum jemand kennt allerdings den geistlichen Hugh Benson, auch einen Briten. Er schrieb bereits im Jahre 1906 „Der Herr der Welt“. Der Roman gilt als Vorläufer der bekannten Dystopien Orwells und Huxleys und ist nicht weniger spannend, prophetisch und erschreckend. Auch dieses Werk hat erstaunliche Anklänge zu heutigen Zuständen. Es taucht hier eine totalitäre Macht mit dem Anspruch der Weltherrschaft auf, die zuerst das Christentum infiltriert, um es dann komplett auszurotten. Erst charismatisch, scheinbar friedlich und menschenfreundlich, dann offen bestialisch, mörderisch. Genau wie Hitler, Mao, Lenin, Stalin und Ihresgleichen, die ebenfalls das Christentum verachteten. Der „Der Herr der Welt“ ist eine viel zu wenig beachtete Perle, eine absolute Leseempfehlung!
Vor rund 10 Jahren bin ich aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Eigentlich hätte ich erwartet, daß der Pastor erscheint und mich fragt, was mir eigentlich einfällt! Aber nichts davon! Es war denen offensichtlich vollkommen egal. Mir ist es auch egal.
Aber trotzdem bin ich Christ. Heimatlos zwar, aber Christ!
Und das bleibt auch so.
Es gibt tatsächlich einige in der evangelischen Kirche, die nach wie vor Respekt verdienen. Darf ich Namen nennen? Traugott Giesen vielleicht, der als Pastor in Keitum auf Sylt immer „volles Haus“ hatte. Sommer und (!) Winter. Und eine sehr klare Meinung zur Abtreibung. Oder Bischof Dr. Hans Christian Knuth aus Schleswig, der sich oft genug auch außerhalb der Kirche zu Wort gemeldet hat und dem ich gerne gefolgt bin.
Beide schon lange im Ruhestand….
Die Nachfolger? Belanglos. Die Namen muß man sich nicht merken.
Wenn man seinen Glauben verliert, heißt es, glaubt man nicht an gar nichts mehr, sondern man glaubt jeden Mist!
Was man täglich sehen kann.
Der Glaube bewahrt uns auch davor, dem Totalitarismus auf dem Leim zu gehen. Diejenigen, die glauben und diejenigen, die ihn schon einmal erlebt haben, sind resistent gegen den (neuen) Totalitarismus.
Lieber Herr Hahne, Sie sind ja Protestant und haben natürlich auch noch auf ganz andere Dinge hinzuweisen Vor der eigenen Tür, sozusagen????. Aber da Sie genau das sowieso schon unermüdlich tun. (KLASSE!!!), bin ich ehrlich: Als eigentlicher Katholik gebe ich Ihnen zu 1000% recht: Es ist unfassbar und vollkommen unerträglich, was in der katholischen Amtkirche passiert ist und wahrscheinlich weiter passieren wird. Mir fällt dazu Umberto Eco ein (Der Name der Rose): „Der Antichrist wird kommen. Aber er wird nicht sagen; Ich bin der Antichrist. Er wird sagen: Ich bin der Christ (-Vertreter auf Erden: Klammerergänzung von mir)“. Herzliche Grüße ihnen! Meinen tiefsten Respekt!
Wegen meines Zweitnamens hier immer als Benedictus Zweifel kommentiert…