Richard Herzinger
Chinas hysterische Reaktion auf die Preisverleihung an einen Mann, der sich nichts zu Schulden kommen ließ als seine von der Regierung abweichende Ansichten in Wort und Schrift zu äußern und dafür mit elf Jahren Haft büßen muss, erinnert an finsterste Zeiten stalinistisch-maoistischer Propagandakampagnen. Liu wird als „Krimineller“ denunziert, in- und ausländische Kritiker der chinesischen Repressionspolitik werden als „antichinesische Clowns“ verhöhnt, Abweichler ohne Begründung unter Hausarrest gestellt – selbst nach chinesischem Gesetz ein Akt blanker Willkür.
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article11507716/Pekings-Angst-vor-der-Macht-der-Menschenrechte.html