News-Redaktion / 01.07.2022 / 09:18 / 0 / Seite ausdrucken

PayPal sperrt Konten regierungskritischer Seiten

Nächster Angriff auf die Meinungsfreiheit: Reitschuster.de und ScienceFiles dürfen PayPal nicht mehr nutzen und werden so von den Spenden ihrer Leser abgeschnitten. Lapidare Begründung: Einige Ihrer Produkte oder Dienstleistungen verstoßen gegen die PayPal-Nutzungsrichtlinie“.

Vor wenigen Stunden berichtete reitschuster.de darüber, dass PayPal das Konto „dauerhaft eingeschränkt“ hat. Gerade für Medien, die durch die Spenden ihrer Leser, Hörer und Zuschauer finanziert werden, ist PayPal ein wichtiger Dienstleister. Wenn dieser plötzlich und willkürlich das Konto sperrt, ist das ein Angriff auf die Existenz der Seite. Reitschuster zitiert in seinem Bericht u.a. aus dem PayPal-Schreiben:

„’Sie können PayPal nicht mehr nutzen

Bei einer Überprüfung Ihrer Kontoaktivitäten wurde festgestellt, dass Sie gegen die Nutzungsrichtlinien von PayPal verstoßen. Aus diesem Grund wurde Ihr Konto dauerhaft eingeschränkt und Sie können keine weiteren Geschäfte mit PayPal durchführen.

Weiter schreibt der Konzern:

Wenn Sie über Geld auf einem PayPal-Guthaben verfügen, behalten wir es für bis zu 180 Tage ein….Danach informieren wir Sie per E-Mail darüber, wie Sie an Ihr verbleibendes Geld kommen.

Und dann:

Einige Ihrer Produkte oder Dienstleistungen verstoßen gegen die PayPal-Nutzungsrichtlinie. Aus diesem Grund können Sie keine weiteren Geschäfte mit PayPal tätigen.

Ich habe nur ein „Produkt“ und nur eine „Dienstleistung“: kritischen Journalismus.

Ich schrieb dann den Kundenservice an. Im Chat kam folgende Antwort:

Ich habe dein Konto geprüft. Aufgrund der Art deines Unternehmens und des damit für PayPal verbundenen Risikos können wir dir unsere Services derzeit leider nicht weiter anbieten. Weitere Informationen findest du in den PayPal-Nutzungsbedingungen.

Was genau falsch sein soll an meiner Arbeit, wo genau sie gegen die PayPal-Nutzungsrichtlinie verstoßen soll, wird mir nicht mitgeteilt. Es ist wie bei Kafka: Ich erfahre gar nicht, was mir vorgeworfen wird. Und das Urteil wird gefällt, ohne mich auch nur vorher anzuhören.

Gleichzeitig berichtet ScienceFiles von der Konten-Kündigung durch PayPal.

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