Von Gregg Roman.
Frankreichs Präsident Macron krisiert Israel und setzt auf die Anerkennung eines Staates Palästina. Dabei hat der 7. Oktober doch klar gezeigt, warum die "Pax Israeliana" keine Option, sondern Notwendigkeit ist.
Der Draht war durchschnitten. Die Sirenen verstummten. Dann zerbrach die Welt. Der 7. Oktober 2023 war kein Versagen der Geheimdienste. Es war ein Versagen der Vorstellungskraft. Er war die letzte, blutige Widerlegung einer Doktrin, die Israel fünfzig Jahre lang geprägt hatte: die Doktrin des starken Zauns und des ruhigen Lebens. Die Doktrin der Abschreckung.
Die Doktrin des „Gras Mähens“. Eine Doktrin, die von einem rationalen Gegner ausging. Eine Doktrin, die glaubte, man könne einen Feuersturm mit einem Gartenschlauch eindämmen.
1928 schrieb Ernest Hemingway aus Paris: „Das erste Allheilmittel für eine schlecht geführte Nation ist die Inflation der Währung; das zweite ist der Krieg.“ Der Nahe Osten hat beides versucht. Nichts davon hat funktioniert. Nun tritt eine dritte Option hervor: Pax Israeliana – ein israelischer Frieden. Kein Wunsch, sondern eine Tatsache: geschmiedet in den Feuern von Gaza, bewiesen am Himmel über Iran und nun eingeschrieben in die Erde eines zerbrochenen Syriens.
Die Arithmetik des Scheiterns
Betrachten wir die Bilanz der Eindämmung. Fünfzehn Jahre. Fünf große Militäroperationen im Gazastreifen. Tausende Raketen. Milliarden an Verteidigungsausgaben. Null strategischer Fortschritt. Das war keine Strategie; das war Rasenpflege mit F-16-Kampfjets. Israel nannte es „Gras mähen“, als ob die Hamas Löwenzahn wäre – und nicht ein ideologischer Krebs, der an seiner Grenze Metastasen bildet. Schon die Metapher verriet die Armseligkeit des Anspruchs. Gärten brauchen mehr als nur Mähen. Sie müssen von Grund auf umgegraben werden.
Wie Daniel Pipes und das Middle East Forum mit dem Israel Victory Project seit Langem betonen, lag der fundamentale Fehler darin, den Konflikt verwalten zu wollen, statt ihn zu gewinnen. Jahrzehntelang war Israel der Verteidiger. Es steckte den ersten Schlag ein. Es verwaltete die Eskalation. Es strebte nach Waffenstillständen. Es akzeptierte ein Maß an Gewalt, das keine andere westliche Nation auch nur für einen einzigen Nachmittag tolerieren würde. Dieses Israel gibt es nicht mehr. Es ist begraben – zusammen mit seinen Toten.
Der westliche Geist, insbesondere der bequeme, nachgeschichtliche europäische Geist, ist einer einzigen, tödlichen Illusion verfallen: dem Glauben, dass alle Palästinenser im Kern rational seien – in einer Weise, die der Westen versteht. Man glaubt, jedes Problem ließe sich in einem Seminarraum lösen. Man glaubt, jede Beschwerde könne mit Geld und Zugeständnissen besänftigt werden. Das war das geistige Fundament von Oslo. Es war das Fundament des Rückzugs aus Gaza 2005: Gib ihnen Land, gib ihnen Autonomie, gib ihnen Milliarden an Hilfe – und sie werden ein Singapur am Mittelmeer errichten.
Ein Staat anstelle Israels
Stattdessen errichteten sie eine Festung des Terrors. Sie wählten die Hamas. Sie gruben Tunnel – nicht für U-Bahnen, sondern für Massaker. Sie verwendeten Zement, der für Schulen gedacht war, um Bunker für ihre Anführer zu bauen. Sie nutzten Wasserrohre, die für die Versorgung bestimmt waren, um Raketen zu konstruieren, die auf israelische Kinder abgefeuert wurden.
Clausewitz lehrte, dass der Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist. Für die Islamisten, die Gaza und Teheran beherrschen, gilt das Gegenteil: Politik, Diplomatie und Waffenstillstände sind lediglich die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.
Ihr Ziel ist nicht ein Staat neben Israel. Ihr Ziel ist ein Staat anstelle Israels. Es ist kein politischer Streit um Grenzen. Es ist ein theologisches Gebot.
Der Tod der Abschreckung
Thomas Hobbes, der strenge Philosoph der Macht, schrieb: „Verträge ohne das Schwert sind nur Worte.“ 75 Jahre lang glaubte Israel, das Schwert allein würde genügen. Abschreckung würde wirken. Die Feinde würden Kosten und Nutzen abwägen. Rationalität würde obsiegen.
Der 7. Oktober zerschmetterte diese Illusion mit der Wucht von tausenden Hamas-Terroristen, die über eine Grenze strömten, die Israel für undurchdringlich hielt.
Sie kamen auf Motorrädern und Gleitschirmen, mit GoPros und Kalaschnikows, um Akte mittelalterlicher Barbarei mit modernen Werkzeugen zu begehen. Die Aufnahmen, die sie stolz verbreiteten, sollten ihre Verbrechen nicht verbergen, sondern zur Schau stellen. Das war kein Krieg im Sinne von Clausewitz. Das war Thanatos entfesselt – der Tod als eigene Belohnung.
Wie der Autor unmittelbar nach dem Massaker schrieb: „Dies war eine Invasion, ein orchestriertes Massaker, das im unheilvollen Glanz völkermörderischer Absicht schimmerte.“ Die israelische Reaktion markierte eine Wende, so entscheidend wie jede in der Geschichte des Landes. Frühere Gaza-Operationen trugen Namen, die begrenzte Ziele suggerierten: „Gegossenes Blei“, „Schutzschild“, „Wächter der Mauern“. Defensive Nomenklatur für defensives Denken. Diesmal war es anders. Das Ziel war nicht Abschwächung, sondern Vernichtung. Nicht Verwaltung, sondern Sieg.
Die Krankheit hat einen Namen
Sieg. Das Wort selbst war im israelischen strategischen Vokabular fast fremd geworden – ein Relikt aus dem Jahr 1967, verstaubt in den Museen der Militärgeschichte. Die gängige Meinung lautete: Moderne Demokratien streben keinen Sieg an. Sie suchen Stabilität, Gleichgewicht, „nachhaltige Sicherheitsarrangements“. Der 7. Oktober entlarvte diese Euphemismen als das, was sie waren: raffinierte Formen der Selbsttäuschung.
Der Gaza-Krieg war anders. Eine Nation kämpft anders, wenn sie um ihr Überleben kämpft – und nicht darum, ein Zeichen zu setzen. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte zogen nicht nach Gaza, um „den Rasen zu mähen“. Sie zogen ein, um ihn zu planieren. Die Mission war die vollständige Zerschlagung der Hamas als militärische und politische Kraft.
Über Jahrzehnte beging der Westen – und oft auch Israel selbst – einen weiteren fatalen Fehler: Er behandelte die Symptome, nicht die Krankheit. Die Krankheit hat einen Namen: Die Islamische Republik Iran.
Es ging nie um Widerstand
Hamas, Hisbollah, die Huthis, die Milizen im Irak und in Syrien – sie sind keine unabhängigen Akteure. Sie sind Tentakel. Der Kopf des Oktopus sitzt in Teheran.
Seit vierzig Jahren führt das Regime der Ajatollahs Krieg gegen Israel und den Westen – aber es tut es durch Stellvertreter. Es ließ Andere für sich sterben. Es glaubte, das eigene Territorium sei unantastbar. Das war die zweite große Illusion, die die alte Doktrin tolerierte.
Wie Jonathan Spyer ausführlich dokumentiert hat, ging es bei Irans „Achse des Widerstands“ nie um Widerstand. Es ging um Expansion, Dominanz und die letztendliche Zerstörung Israels. Nach dem Anschlag vom 7. Oktober überschätzte sich der Oktopus. Gestärkt durch das, was er für israelische Schwäche hielt, befahl Iran seinen Stellvertretern eine Offensive an mehreren Fronten. Es sollte ihr Meisterstück werden. Es wurde ihr letzter Fehler.
Die israelische Antwort nach zwei Jahren Krieg war nicht das, was sie erwartet hatten. Es war kein weiterer Schlag gegen ein Hisbollah-Waffenlager in Syrien. Es war ein Krieg von zwölf Tagen.
Die psychologische Wirkung übertraf die physische Zerstörung
In der ersten Nacht erlosch das Licht in Isfahan. In der letzten Nacht traf etwas, das die Welt noch nie gesehen hatte, die tief im Berg verborgene Nuklearanlage von Fordow. Die ersten israelischen Raketen schlugen um 3:17 Uhr Teheraner Zeit am 13. Juni in Natanz ein. Bei Sonnenaufgang brannte Iran. Ein Großteil des nuklearen Programms der Islamischen Republik – jenes Damoklesschwert, das zwei Jahrzehnte über der Region hing – war in zwölf Tagen zu radioaktivem Schutt reduziert.
Irans Reaktion war vorhersehbar in ihrer Verzweiflung: 550 ballistische Raketen, über 1.000 Drohnen, das volle Arsenal aus vier Jahrzehnten militärischen Aufbaus, entfesselt in Krämpfen der Wut. Das Ergebnis? Eine Abfangquote von 86 Prozent durch israelische Verteidigungssysteme. Der Kaiser war nackt. Die regionale Hegemonialmacht erwies sich als Papiertiger – immer noch gefährlich, aber besiegbar.
Die psychologische Wirkung übertraf die physische Zerstörung. Das Regime Khameneis hatte seine gesamte Legitimität auf den „Widerstand gegen die zionistische Entität“ gebaut. Als eben jene Entität die am besten geschützten Anlagen der Islamischen Republik ungestraft vernichtete, starb der Mythos.
Israel wählte den Sieg
Der Zwölf-Tage-Krieg begründete die zweite Säule der Pax Israeliana: Israels Hegemonie ist das neue Ordnungsprinzip des Nahen Ostens. Der amerikanische Sicherheitsschirm ist zerschlissen und unzuverlässig. Die einzige Macht, die handeln kann und wird, um eine regionale Bedrohung zu neutralisieren, ist der Staat Israel.
Es war ein düsteres, hartes Geschäft. Der Feind hatte 15 Jahre lang daran gearbeitet, Gaza in die wohl mächtigste Terrorfestung der Menschheitsgeschichte zu verwandeln: Ein unterirdisches Königreich aus Tunneln, gespickt mit Sprengfallen, errichtet unter Krankenhäusern, Schulen und Moscheen. Jedes Gebäude eine mögliche Falle. Jede Tür ein potenzieller Tod.
Die Welt verurteilte die Kosten – sicher, bequem vor den Bildschirmen. Sie zählte die Toten in Gaza, vergaß aber, die Lebenden in Sderot und Kfar Aza zu zählen, die endlich ohne Angst schlafen konnten. Sie forderte Verhältnismäßigkeit. Doch wie sieht eine „verhältnismäßige Antwort“ auf einen Totenkult aus, der Märtyrertum feiert und die Vernichtung aller Juden anstrebt? Es gibt keine verhältnismäßige Antwort. Es gibt nur Sieg oder Auslöschung. Israel wählte den Sieg.
Von den Abraham-Abkommen zur Abraham-Allianz
Friedensabkommen im Nahen Osten folgten traditionell einem vorhersehbaren Muster: Land gegen Frieden. Anerkennung gegen Rückzug. Wirtschaftliche Anreize gegen politische Zugeständnisse. Die Abraham-Abkommen durchbrachen diese Schablone, indem sie eine einfache Wahrheit anerkannten: Die Feinde Israels waren auch die Feinde der Golfstaaten. Gemeinsame Bedrohungen schaffen stabilere Bindungen als gemeinsame Geschichte.
Doch der 7. Oktober stellte diese neuen Beziehungen auf eine Probe, die ihre Architekten nicht vorhergesehen hatten. Würden die altbekannten Druckwellen der arabischen Straße eine Rückkehr zum reflexhaften Anti-Zionismus erzwingen?
Die Antwort kam nicht in Worten, sondern in Taten: Gemeinsame Marineübungen im Roten Meer. Informationsaustausch während iranischer Raketenangriffe. Stille, aber entscheidende Überflugrechte. Die Teilnahme israelischer F-35-Kampfjets an den griechischen „Iniochos-2025“-Manövern – Seite an Seite mit Mirage-Jets der Emirate und Beobachtern aus Bahrain – sandte eine Botschaft, die stärker war als jedes diplomatische Kommuniqué: Das ist nicht bloß Normalisierung. Das ist Integration.
Die Rüstungsexporte Israels in die Staaten der Abraham-Abkommen erreichten 791 Millionen US-Dollar. Die Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit wurde unter dem Dach des US-Heimatschutzministeriums formalisiert. Die Abraham-Abkommen hatten sich zu einer Abraham-Allianz entwickelt – einem regionalen Sicherheitsverbund mit Israel als technologischem und militärischem Fundament.
Das syrische Labor
Macht schafft Vakuum. Und Vakuum muss gefüllt werden. Das Regime von Baschar al-Assad starb, wie es gelebt hatte – nicht mit einem Knall, sondern mit einem Wimmern. Als die Hisbollah ihre Kräfte nach Libanon zurückzog, um ihre Wunden nach israelischen Schlägen zu lecken, löste sich die syrische Armee einfach auf. Im Dezember 2024 endete über ein halbes Jahrhundert Assad-Herrschaft – und eröffnete die größte strategische Chance und Gefahr seit dem Arabischen Frühling.
Die alte Doktrin hätte dies als Krise betrachtet: Ein gescheiterter Staat. Ein Brutplatz für Dschihadisten. Ein Sumpf. Die neue Doktrin sieht darin ein Labor für den Aufbau einer neuen Realität. Israels Reaktion war schnell und entschlossen. Innerhalb von 48 Stunden hatte die israelische Armee 70 bis 80 Prozent der militärischen Infrastruktur Syriens zerstört. Nicht als Eroberung – das Zeitalter territorialer Expansion ist längst vorbei –, sondern als präventive Architektur. Jedes zerstörte Waffenlager war eines, das nicht in die Hände von Dschihadisten fallen konnte.
Noch wichtiger: Israel bewegte sich, um das Sicherheitsvakuum zu füllen, bevor andere es konnten. Als Überreste des IS und Beduinenmilizen begannen, in das Drusen-Herzland von Dschabal al-Druze vorzustoßen, tat die Welt – nichts. Die UN gab eine Erklärung ab. Washington äußerte „tiefe Besorgnis“. Israel schickte seine Drohnen. Die Drusen im Süden Syriens fanden sich plötzlich unter dem Schutz israelischer Flugzeuge wieder. Kurdische Kräfte im Nordosten erhielten Informationen, die ihnen halfen, ein Wiederaufleben des IS zu verhindern. Christliche Dörfer stellten fest, dass ihre Hilferufe nicht von der UN oder der EU beantwortet wurden – sondern von der IDF.
Das war kein Altruismus. Es war Strategie. Jede geschützte Minderheit war ein potenziell gewonnener Verbündeter – und ein sicher verhinderter Feind. Ein stabiles, freundliches und dankbares Drusen-Gebilde an der Grenze zu den Golanhöhen ist ein weitaus größerer strategischer Gewinn als tausend Kilometer Hightech-Zaun.
Die Doktrin des Garanten
Was sich aus diesen Umwälzungen herauskristallisiert, ist nichts weniger als eine neue regionale Ordnung – Pax Israeliana. Doch dies bedarf einer klaren Definition. Es ist kein Bauplan für ein Imperium. Imperien beuten aus; Garanten schützen. Imperien erzwingen Uniformität; Garanten bewahren Vielfalt. Imperien verfallen unvermeidlich; Garantensysteme können Bestand haben.
Betrachten wir das Beispiel der Pax Britannica: Ein Jahrhundert lang unterdrückte die Royal Navy Piraterie, sicherte Handelsrouten und gewährleistete einen allgemeinen Frieden, der den globalen Handel gedeihen ließ. Großbritannien profitierte – zweifellos –, aber ebenso alle anderen. Die Genialität des Systems lag nicht in britischer Dominanz, sondern in britischer Unentbehrlichkeit.
Die Pax Israeliana beruht auf ähnlichen Prinzipien, jedoch mit entscheidenden Unterschieden: Wo Britannien den Luxus geografischer Distanz besaß, muss Israel strategische Tiefe durch Beziehungen schaffen. Wo Britannien sich in „splendid isolation“ zurückziehen konnte, muss Israel dauerhaft engagiert bleiben.
Wo Britannien Macht exportierte, muss Israel Sicherheit exportieren.
Vier Säulen
Diese neue Architektur ruht auf vier Säulen:
Erstens: militärische Überlegenheit – nicht nur Verteidigungsfähigkeit, sondern offensive Dominanz, die in der Lage ist, jeden Punkt der Region innerhalb weniger Stunden zu treffen. Wie Efraim Inbar feststellt: „Furcht bleibt die wirksamste politische Währung im Nahen Osten.“ Wenn die Feinde wissen, dass Aggression eine schnelle und vernichtende Reaktion garantiert, wird Aggression irrational.
Zweitens: Allianznetzwerke, die bilaterale Friedensabkommen in multilaterale Sicherheitsarrangements verwandeln. Die Abraham-Allianz ist erst der Anfang.
Stellen Sie sich eine regionale Sicherheitsarchitektur vor, die Israel, die Golfstaaten, Jordanien, Ägypten, Marokko, möglicherweise ein post-islamistisches Türkei und ein post-militärisch regiertes Algerien umfasst – eine „Nahost-NATO“, vereint nicht durch Ideologie, sondern durch gemeinsame Interessen an Stabilität und Wohlstand.
Drittens: Minderheitenschutz, der den verletzlichsten Bevölkerungen der Region Sicherheitsgarantien bietet. Seit Jahrhunderten ist der Nahe Osten ein Friedhof seiner Minderheiten. Die Christen, die Drusen, die Kurden, die Jesiden, die Berber, die Alawiten – alle wurden Opfer derselben Intoleranz, die auch den jüdischen Staat ins Visier nimmt. Wie Außenminister Gideon Sa’ar erklärte, sind diese Gemeinschaften Israels „natürliche Verbündete“. Israels Aufstieg zu ihrem expliziten Garanten schafft nicht nur moralisches Kapital, sondern auch strategische Tiefe.
Viertens: wirtschaftliche Integration, die Konflikte ökonomisch irrational macht – dort, wo Länder, anders als Russland oder Iran, bisher nie in einen direkten kinetischen Konflikt mit Israel eingetreten sind. Der geplante Indien-Nahost-Europa-Korridor, in dem Israel eine zentrale Rolle spielt, verkörpert diese Logik. Wenn das Abbrechen von Beziehungen das Abbrechen von Lieferketten bedeutet, wenn Krieg wirtschaftlicher Selbstmord wäre, wird Frieden nicht zur Hoffnung, sondern zur Notwendigkeit.
Das kurdische Paradigma
Kein Element der Pax Israeliana sorgt für mehr Kontroversen als die kurdische Dimension. Vierzig Millionen Menschen, verteilt auf vier Staaten, seit einem Jahrhundert um Selbstbestimmung betrogen – die Kurden stellen die größte ungelöste Frage des Nahen Ostens dar. Sie stellen zugleich Israels größte strategische Chance dar.
Wie Loqman Radpey schreibt, verkörpert die israelisch-kurdische Beziehung eine „asymmetrische Allianz“ – eine Nation-zu-Nation-Beziehung, die traditionelle Staatsgrenzen übersteigt. Ihre Wurzeln reichen zurück in die 1960er Jahre, als der Mossad Mustafa Barzanis Peschmerga ausbildete. Doch Nostalgie ist keine Strategie. Was zählt, ist die gegenwärtige Interessenkonvergenz.
Kurdische Kräfte kontrollieren 40 Prozent des syrischen Territoriums. Sie haben sich als die effektivsten Kämpfer gegen den IS erwiesen. Vor allem aber teilen sie mit Israel die Erfahrung, eine Minderheit unter ständiger Bedrohung zu sein. Israels Unterstützung für kurdische Autonomie dient mehreren strategischen Zwecken: Sie schafft einen Puffer gegen iranische Expansion und türkische neo-osmanische Ambitionen. Sie zeigt, dass ein Bündnis mit Israel greifbare Vorteile bringt.
Kritiker warnen vor türkischer Wut. Sollen sie toben. Erdogans Türkei hat den Weg des islamistischen Revisionismus gewählt – unterstützt die Hamas und beherbergt deren Führung. Eine Türkei, die israelische Interessen bedroht, verdient israelischen Widerstand.
Die amerikanische Frage
Keine Diskussion über Pax Israeliana kann die amerikanische Dimension ausklammern. Drei Vierteljahrhunderte lang ging die israelische Strategie von amerikanischer Unterstützung aus. Doch Annahmen sind gefährliche Dinge.
Amerika steht 2025 vor eigenen Abrechnungen. Washington ist überdehnt – mit gleichzeitigen Verpflichtungen: NATO-Erweiterung, „Asian Pivot“-Strategie und Nahost-Verwicklungen – während die Staatsverschuldung über 35 Billionen Dollar beträgt. Die innere Spaltung ist tiefer als seit den 1960ern, mit fundamentalen Differenzen über Amerikas Rolle in der Welt, quer durch die Parteien. Der „Pivot to Asia“ bedeutet eine grundlegende Umverteilung militärischer Ressourcen, diplomatischer Aufmerksamkeit und strategischer Planung – weg vom Nahen Osten, hin zur Eindämmung Chinas.
Der Aufstieg isolationistischer Strömungen in beiden Parteien ist tektonisch.
Auf der Rechten hinterfragen Anhänger von Präsident Trumps „America First“-Bewegung, warum amerikanische Steuergelder die Sicherheit wohlhabender Verbündeter finanzieren sollen. Auf der Linken framen progressive Aktivisten Israel als Kolonialprojekt, Apartheidstaat und System der Unterdrückung. Eine junge Generation, die in den Fehlschlägen des Irakkrieges sozialisiert wurde, betrachtet Nahost-Engagement grundsätzlich skeptisch. Die Campus-Proteste von 2024, in denen Eliteuniversitäten zu Hochburgen des Anti-Israel-Aktivismus wurden, zeigten, wie vollständig der alte parteiübergreifende Konsens über Israel zerbrochen ist.
Diese Realität erfordert keinen Fatalismus, sondern Anpassung. Pax Israeliana markiert Israels Wandel vom Sicherheitskonsumenten zum Sicherheitsproduzenten – eine Transformation, die amerikanischen Interessen sogar besser dient als das alte Abhängigkeitsmodell.
Betrachten wir die konkreten Manifestationen dieses Wandels: Als Israel Syriens militärische Infrastruktur in 48 Stunden zerstörte, eliminierte es Waffenlager, die andernfalls amerikanische Intervention erfordert hätten. Wenn israelische Geheimdienste frühzeitig vor iranischen Nuklearaktivitäten warnen, sparen sie amerikanische Leben und Ressourcen.
Die Botschaft an Washington
Wenn israelische Technologie die kritische Infrastruktur der Abraham-Staaten schützt, reduziert das den Bedarf an amerikanischer Militärpräsenz. Die erfolgreiche Verteidigung gegen Irans Raketenangriff zeigte, dass israelische Systeme nicht nur Israel, sondern auch amerikanische Assets und Verbündete in der Region schützen können.
Jede israelische Operation, die iranische Fähigkeiten schwächt, ist eine Bedrohung weniger, der sich amerikanische Kräfte stellen müssen. Jede Minderheit, die Israel schützt, ist eine humanitäre Krise weniger, die amerikanisches Eingreifen erfordert. Jede stabile Zone, die israelische Macht garantiert, ist ein gescheiterter Staat weniger, der zum Terroristenhort werden könnte.
Die Botschaft an Washington ist klar: Israel bittet nicht um Almosen, sondern bietet strategischen Mehrwert. Die jährliche amerikanische Militärhilfe an Israel – rund 3,8 Milliarden Dollar – ist weniger, als die USA in Afghanistan einst alle zwei Wochen ausgaben. Im Gegenzug erhält Amerika einen regionalen Stabilisator, der keine US-Soldaten am Boden erfordert, keine amerikanischen Opfer, keine Besatzungstruppen. Israel liefert Geheimdienstinformationen, die amerikanische Dienste nicht beschaffen können, testet US-Waffensysteme unter realen Gefechtsbedingungen und fungiert als unsinkbarer Flugzeugträger in einer kritischen Region.
Der Preis der Führung
Die Kritiker schreien bereits. Sie nennen diese Vision Neokolonialismus, warnen vor imperialer Überdehnung und beklagen den Tod der Zweistaatenlösung. Ihre Argumente verdienen eine Prüfung – schon um ihre fundamentale Realitätsferne im Nahen Osten aufzuzeigen.
Der Vorwurf des Neokolonialismus verkennt grundlegend die Natur der Pax Israeliana. Kolonialmächte beuten Ressourcen aus und errichten Fremdherrschaft. Israel strebt weder das eine noch das andere an. Die Mineralien Syriens reizen nicht; das Öl des Irak ist nicht das Ziel. Israel bietet Sicherheitspartnerschaften für Minderheiten an, die darum bitten – keine koloniale Verwaltung für Untertanen, die sich widersetzen.
Wenn drusische Anführer Schutz vor dschihadistischen Massakern erbitten, wenn kurdische Kräfte um Geheimdienstinformationen bitten, um ein Wiedererstarken des IS zu verhindern, wenn christliche Gemeinden Hilfe suchen, um ihre uralten Wurzeln zu bewahren – dann sind das keine kolonialen Beziehungen, sondern Überlebensallianzen unter Nahost-Völkern, die denselben Bedrohungen gegenüberstehen.
Das Argument der imperialen Überdehnung scheitert an den Fakten: Israels Interventionen sind präzise kalibriert: Luftmacht, keine Bodenbesatzung. Geheimdienstkooperation, keine direkte Verwaltung. Sicherheitsgarantien, keine territoriale Annexion. Die Zerstörung syrischer Militäranlagen erfolgte, ohne dass ein einziger israelischer Soldat die syrische Küste betrat. Der Schutz drusischer Gemeinschaften erfordert keine israelischen Verwaltungsstrukturen. Das ist kein Imperiumsaufbau, sondern Bedrohungsbeseitigung.
Die einzige realistische Zukunft
Was die Zweistaatenlösung betrifft, so wurde ihre Todesurkunde nicht von Israel unterschrieben, sondern von der palästinensischen Führung – 1947, 1967, 1993, 2000, 2008 und in jedem Moment dazwischen. Die palästinensische politische Kultur bleibt durchdrungen von eliminatorischer Ideologie: Schulbücher leugnen die jüdische Geschichte, Fernsehsendungen verherrlichen den Märtyrertod, politische Führer versprechen nicht Staatlichkeit neben Israel, sondern anstelle Israels.
Die einzige realistische Zukunft für die Palästinenser erfordert das, was Deutschland und Japan nach 1945 erlebten: eine vollständige ideologische Niederlage, gefolgt von einer umfassenden Transformation.
Das bedeutet:
- die gesamte Infrastruktur des Hasses abzubauen – die Gefangenenprämien, die Poster, die Märtyrer verherrlichen, die Terrortunnel, die Indoktrination in den Schulen, die religiöse Verherrlichung des Völkermords;
- anzuerkennen, dass die jüdische Souveränität im uralten jüdischen Heimatland dauerhaft und unumkehrbar ist;
- eine politische Kultur zu schaffen, die auf Aufbau statt auf Zerstörung basiert.
Pax Israeliana ist kein Versprechen auf ein ruhiges Leben. Es ist die Annahme einer schweren Last. Die Last der Macht bedeutet, Entscheidungen zu treffen, die über das Schicksal von Millionen bestimmen – Entscheidungen, die von bequemen Beobachtern verurteilt werden, die nie die Konsequenzen des Scheiterns tragen müssen. Es bedeutet, zu akzeptieren, dass jede Handlung unter dem Mikroskop geprüft wird, während die Gräueltaten der Feinde unbeachtet bleiben. Es bedeutet, zu wissen, dass Zurückhaltung als Schwäche ausgelegt wird, während Stärke als Aggression verurteilt wird.
Eine Stählung des nationalen Willens
Die Last der Klarheit erfordert das Ende jener bequemen Zweideutigkeiten, die die israelische Politik so lange geprägt haben: Keine strategische Ambiguität mehr über nukleare Fähigkeiten – die Feinde müssen wissen, dass existenzielle Bedrohungen mit existenziellen Antworten beantwortet werden. Keine beschwichtigende Sprache mehr über Sicherheitsmaßnahmen – eine Nation, die von Kräften umgeben ist, die ihre Vernichtung wollen, muss ihre Wachsamkeit nicht rechtfertigen. Keine defensive Haltung mehr in internationalen Foren – eine Demokratie, die Minderheiten vor Völkermord schützt, muss sich nicht vor Diktaturen verneigen, die Terror finanzieren.
Die Last, der einzige Erwachsene in einem Raum voller Brandstifter zu sein, zeigt sich täglich. Wenn die Vereinten Nationen israelische Verteidigungsmaßnahmen verurteilen, während sie syrische Chemiewaffen, iranische Nuklearprogramme und die türkische Besetzung kurdischer Gebiete ignorieren, muss Israel trotzdem handeln. Wenn europäische Diplomaten „Friedensprozesse“ vorschlagen, die Terrorstaaten an Israels Grenzen schaffen würden, muss Israel ohne Entschuldigung Nein sagen. Wenn amerikanische Progressivisten Zugeständnisse an jene fordern, die Völkermord anstreben, muss Israel standhalten – ohne Rücksicht auf Popularität.
Dies erfordert eine Stählung des nationalen Willens, die über militärische Bereitschaft hinausgeht. Es verlangt ein Ende der moralischen Verwirrung, die den israelischen Diskurs so lange geplagt hat – das endlose Sich-selbst-Hinterfragen, die übermäßige Sorge um feindliche Verluste, den entschuldigenden Ton bei der Erörterung legitimer Sicherheitsbedürfnisse.
Eine Garantiemacht kann sich den Luxus des Selbstzweifels nicht leisten. Wenn es darum geht, drusische Dörfer vor Massakern zu schützen, gibt es keine moralische Ambivalenz. Wenn es darum geht, Iran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern, gibt es keinen Raum für Zögern. Wenn es darum geht, sicherzustellen, dass sich der 7. Oktober niemals wiederholt, darf es keine Unentschlossenheit geben.
Die psychologische Transformation könnte die schwerste Last von allen sein.
Jahrzehntelang feierte die israelische Kultur ihre moralische Überlegenheit durch Zurückhaltung, ihre Aufgeklärtheit durch Selbstkritik, ihre Raffinesse durch das Anerkennen der Narrative des Feindes. Dieser Luxus ist nicht länger erschwinglich. Eine Garantenmacht muss die psychologische Stärke besitzen, entschlossen zu handeln, internationale Verurteilungen notfalls zu ignorieren und strategische Ziele über globale Popularität zu stellen.
Dies ist kein Aufruf zur Brutalität oder zur Aufgabe moralischer Prinzipien.
Es ist die Anerkennung, dass wahre Moral manchmal harte Entscheidungen erfordert; dass der Schutz der Unschuldigen die Niederlage der Schuldigen notwendig machen kann; dass der Aufbau des Friedens den Sieg im Krieg voraussetzen kann. Der Nahe Osten respektiert Stärke und nutzt Schwäche aus. Pax Israeliana bedeutet die Wahl, maßgeblich statt beliebt, sicher statt bejubelt, wirksam statt populär zu sein.
Die Wahl
Die Geschichte kennt Momente, in denen sich der Horizont des Möglichen erweitert, in denen sich die Fesseln der Vergangenheit lösen, in denen neue Ordnungen geboren werden: der Westfälische Friede 1648; der amerikanische Sieg im Unabhängigkeitskrieg 1783; der Fall der Berliner Mauer 1989; der Zusammenbruch der Sowjetunion 1991.
Der Nahe Osten im Jahr 2025 ist ein solcher Moment. Die alte Ordnung – genährt vom arabischen Nationalismus, gestützt auf Petrodollars, definiert durch Feindschaft gegenüber Israel – stirbt. Was an ihre Stelle tritt, ist noch ungeschrieben.
Große Mächte werden nicht geboren; sie werden im Schmelztiegel der Krise geschmiedet. Der 7. Oktober war Israels Schmelztiegel. Aus ihm ging nicht nur das Überleben hervor, sondern eine Transformation. Der Weg nach vorn erfordert drei Arten von Mut:
- den physischen Mut, den Feinden direkt entgegenzutreten,
- den moralischen Mut, die Verantwortung für regionale Führung anzunehmen,
- den intellektuellen Mut, veraltete Paradigmen aufzugeben.
Kein perfekter Frieden
1923 schrieb Jabotinsky: „Der einzige Weg, in Zukunft zu einer Einigung zu gelangen, besteht darin, die Vorstellung aufzugeben, jetzt nach einer Einigung zu suchen.“
Ein Jahrhundert später nimmt diese Einsicht neue Gestalt an: Der einzige Weg, künftig Frieden zu erreichen, ist die Aufgabe der Illusionen des Friedensprozesses – und die Schaffung von Bedingungen, die Frieden nicht zu einem Traum, sondern zu einer Unvermeidlichkeit machen: durch Stärke, durch Schutz, durch Führung. Das ist Pax Israeliana.
Kein perfekter Frieden – Perfektion ist keine nahöstliche Tugend. Sondern ein praktischer Frieden, ein möglicher Frieden, ein Frieden, der nicht aus Dokumenten erwächst, sondern aus Tatsachen vor Ort. Der Frieden des Siegers. Der einzige Frieden, der zählt, ist der Frieden des Besiegten.
Der Draht ist neu gespannt. Die Sirenen haben eine neue Bedeutung. Die Welt ist neu geordnet. Der alte Nahe Osten ist tot. Ein neuer wird geboren. Israel kann seine Hebamme sein – oder sein Opfer. Die Wahl liegt, wie immer, bei Israel.
Doch manche Entscheidungen sind klarer als andere.Und diese ist kristallklar:
Das Zeitalter des Verteidigers ist vorbei. Das Zeitalter des Garanten hat begonnen.
Israel muss ihm gerecht werden.
Dieser Beitrag erschien zuerst im Middle East Forum.
Gregg Roman fungiert als Chief Operations Officer für das „Middle East Forum“, wo dieser Beitrag zuerst erschien. Er ist für das Tagesgeschäft, die Kommunikation und die Entwicklung der finanziellen Ressourcen zuständig. Im Jahr 2014 wurde er von der Jewish Telegraphic Agency zu einem der zehn inspirierendsten jüdischen Führungskräfte weltweit ernannt. Zuvor war er politischer Berater des stellvertretenden Außenministers von Israel und arbeitete für das israelische Verteidigungsministerium.
@Günter H. Probst: Da nach allen vorliegenden Informationen der Genosse Macron kein Zwilling ist und einer allein so dumm nicht sein kann, gibt es auf Ihre Frage nur EINE logische Antwort. Ich gestehe, diese Antwort ist furchtbar – aber diese Antwort ist: ‚JA’! Macron ist ein VERRÄTER! Und es wird Zeit, daß eine tatkräftige Frau den runtergewirtschaften Laden und mit härtester Hand saniert. Ein rücksichtsloses Vorgehen gegen Pali-, Migranten-, Jugend- und sonstige Straßengewalt versteht sich von selber. Israel ist da ein absolutes und großes Vorbild! @Robert Schleif; Ich bin sehr dafür, daß auch Palis in Frieden leben können. Wenn sie sich wie Menschen benehmen, werden sie auch wie Menschen behandelt. Leider haben sie sich unter ihren unseligen Führern, den Massenmördern Arafat, Abbas, einer Cascade von Flugzeugentführern und der von den Chomeinistas ferngesteuerten Hamas-Besatzern für den Weg von Terror und Gewalt entschieden. Seit 1948 geht das so: Bomben- und andere Anschläge, Flugzeugentführungen, Morde, destabilisierte Nachbarstaaten (Libanon, Jordanien – Schwarzer September -, zum Teil auch Syrien). Die Höhe ist, wie sich angebliche Flüchtlinge und Asylanten in Europa benehmen – vorzugsweise in Frankreich und Groß-Berlin. Schaun sie sich die Bilder der Demos an, schaun Sie die Videos von Sarah Maria Sander und lesen Sie im Cicero den Bericht von Karoline Preißler. ICH WILL DIESE PALIS IN DEUTSCHLAND NICHT HABEN; so wie sie sich gegenwärtig benehmen! Und habe JEDES Verständnis dafür, daß Israel sich wehrt – Europa sollte das auch tun!!! Die Palis werden Frieden haben, wenn ihnen die Zukunft ihrer Kinder wichtiger ist, als der Haß auf Juden und die falsche, stolze Trauer auf ihre Märtyrer genannten erschossenen Verbrecher und Terroristen! Und GENAU DAS ist es: Weil nach furchtbaren und leidvollen Jahren Polen und Tschechen und den meisten Deutschen GEMEINSAM an der Zukunft arbeiten wollen; deshalb haben WIR (noch und einigermaßen) Frieden – und die Palis nicht!
Ruhe und Frieden wird Israel erst bekommen, wenn das Problem, welches dem entgegensteht, beseitigt ist, niemals aber, so lange eine Terrororganisation weiter existiert. Ich wünsche es den Israelis, dass es ihnen gelingt, dieses Problem aus der Welt zu schaffen.
@Joerg Machan: Hochmut kommt vor dem Fall. Ihre Reaktion auf die Frage von Herrn Weimar spricht Bände.
Sollen die Franzosen doch mit den Palis nach Israel einmarschieren. Die räumen dann in Paris auf. Die Truppen stehen schon bereit.
Super Text der praktisch alle Punkte behandelt. Hoffentlich wird er auch in Israel von den übriggebliebenen Utopisten und Theoretikern, also Linken, gelesen. Die Sache muss jetzt durchgezogen werden. Auch zum Wohl Aller.
Was die Kurden betrifft, so könnten sie auch eine Option im bedrängten Deutschland darstellen. 40% unserer Türken und knapp 30% unserer Syrer sind in Wahrheit Kurden. Sollten sie in Deutschland einen fairen Sachwalter ihrer ethnischen Interessen erkennen, wären sie ein unüberwindliches Bollwerk gegen die Kalifat- Islamisten. Klonovsky hat rational analysiert, daß wir uns Verbündete suchen müssen, da unsere eigenen Kräfte in Kopfzahl und Kampfkraft nicht genügen. Voraussetzung wäre eine Regierung, die überhaupt nationale Interessen verfolgt, anstatt vom Untergand der eigenen Nation zu träumen, weil danach ja bekanntlich das Paradies ausbräche ( alles genau durchgerechnet, da kannste jeden Kobold fragen).
Eine interessante Perspektive. Die Frage die sich mir stellt ist, wer ist der Feind Israels: Der Islam oder das Streben der Palästinenser nach einem eigenen Staat.