Sie haben es wirklich getan: Auch ganz ohne Bedrohungslage ist der Entwurf für ein neues „Infektionsschutzgesetz“ vom Bundestag beschlossen worden. Antikörper, Durchseuchung, Herdenimmunität – das sind Begriffe für den Rest der Welt.
Auf seiner postpandemischen Geisterfahrt gibt Deutschland noch einmal richtig Gas: Während unsere europäischen Nachbarn dem Maßnahmenterror längst gänzlich entsagt haben, zwingt die Ampel-Koalition, maßgeblich auf Betreiben des Endemieleugners Karl Lauterbach, den Bürgern ein weiteres halbes Jahr mit wieder verschärften Corona-Regeln auf.
(Einschub: Hier können Sie sich im Detail anschauen, wie die einzelnen Fraktionen abgestimmt haben. Zusammengefasst: SPD, Grüne und FDP stimmten fast geschlossen für das Gesetz, CDU/CSU, AfD, Linke und die fraktionslosen Parlamentarier fast geschlossen dagegen. Einschub Ende.)
Es ist natürlich nur zu unserem Besten, was Lauterbach und Justizminister Marco „Alle Maßnahmen enden am 20. März 2022“ Buschmann ausgekungelt haben:
FDP2-Maskenpflichten in Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen, und nun auch im Fernverkehr, in Pflegeheimen und Kliniken muss ein negativer Test vorgelegt werden; Landesparlamente können (und werden, darauf können wir Gift nehmen) darüber hinaus Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Geschäften und Restaurants verhängen, an Schulen und Kitas sollen Tests vorgeschrieben werden können. Auch Maskenpflichten in Schulen sind wieder möglich, ebenso wie bei Outdoor-Veranstaltungen, dazu „Hygienekonzepte“ für Betriebe und andere Einrichtungen sowie Besucher-Obergrenzen für Innenveranstaltungen. Sollte der Bundestag noch einmal eine „pandemische Lage von nationaler Tragweite“ feststellen, gern auch wieder eine gefühlte, sind laut § 28a und § 28b IfSG auch wieder – entgegen Buschmanns Beteuerungen – Schulschließungen und Lockdowns möglich.
Das alles komplett auf evidenzfreier Grundlage unter Verweis auf den fortgesetzten „Schutz“ der Bevölkerung vor einem Virus, gegen das 99 Prozent der Bevölkerung inzwischen immun sind und das denen, die es erwischt, gerade mal – wie dem Gesundheitsminister selbst – Fieber, Husten und eine laufende Nase beschert. Freiheit und Eigenverantwortung spielen in Deutschland ohnehin eine untergeordnete Rolle, für Lauterbachs „Vorbereitung“ überhaupt keine, aber auch wer darauf hoffte, dass die FDP das Schlimmste verhüten möge, war schief gewickelt.
Beispielhaft sieht man das an dem Kuhhandel, die Maskenpflicht im Flugzeug (vorerst) abzuschaffen, in Zügen jedoch beizubehalten respektive – nunmehr mit FDP2-Maske – sogar zu verschärfen. Wissenschaftlich ist das so wenig begründbar wie alle anderen nun wieder möglichen Maßnahmen. Lauterbach versuchte es mit der wenig überzeugenden Erklärung, in Zügen seien deutlich mehr Menschen unterwegs (Nonsens, weil in einem ICE-Großraumwagen deutlich weniger Passagiere sitzen als in einem Flieger), sein Bruder im Geiste, Janosch Nostra-Dahmen, sagte heute im Bundestag auf Anfrage, man wolle sich den internationalen Standards im Flugverkehr anpassen. Dass man im Ausland auch längst auf die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen verzichtet, übersieht der Grüne geflissentlich.
Zahlreiche Wissenschaftler halten das neue Ifsg für überflüssig, aber es geht ja ohnehin schon lange nicht mehr um medizinische Fragen, wenn es denn je darum ging. Corona bleibt ein Ring, uns zu knechten. Lauterbach mag jubilieren, es geht in die Corona-Verlängerung, jedenfalls für uns, für niemanden sonst. Über ihn und alle Abgeordneten, die für das Gesetz der Schande gestimmt haben, wird man eines Tages jedoch anders urteilen, als sie es sich derzeit vorstellen können.

Herr Boehnke, interessanter Gedanke!
Ich nutzte Juli und August 9€-Fahrscheine (wobei ich beim Kauf am Automaten im August belustigt feststellte, dass die Bahn weiterhin den Verkauf der Tickets für die vergangenen zwei Monate anbot – jedenfalls öffnete sich bei Auswahl der Geldeinzug mit einem „klack“).
In beiden Monaten bei 99% Fahrten ohne Hund- und Hasenschmutztuch (hallo Helge, liest du wieder mit? verpfeif mich doch, Kartoffelkäfer).
Bei zwei Fahrten musste ich aber die S-Bahn so schnell wie möglich wieder verlassen. Einmal erkannte ich am sortierenden Blick der begleitenden DB-„Wärterin“ noch vor der Abfahrt, dass sie es eskalieren lassen würde und stieg sofort wieder aus. Das andere Mal eskalierte ein vollkommen faschistoides Arschloch ohne jeden Respekt für meine Person, wodurch die DB-Wärterin Notiz nahm und kurz darauf mit einem Security-Buddy zurück kam. Leider waren wir da schon an der nächsten Haltestelle, aber nicht ohne dass ich an die Umstehenden eine kleine Ansprache gehalten hätte und ich entwich auf die Plattform, während die beiden Gestalten mir durch den Türrahmen sehnsüchtig nachäugten, bis die Abteiltür sich wieder schloss und die S-Bahn mit all ihren Maskierten davonrauschte. Mittelfinger.
Letzte Woche fuhr ich mit dem Zug von Frankfurt nach Paris. Kurz vor der Landesgrenze machte der Zugbegleiter eine Durchsage : In Deutschland sei die Maske im Zug Pflicht, in Frankreich unterlege das Maskentragen der persönlichen Einschätzung. Direkt nach Überqueren der Grenze war der Waggon maskenfrei. Man sah den Menschen die Erleichterung an. Auf der Rückfahrt, ein paar Tage später, fehlte nicht nur den französischen Fahrgästen der Wille, sich die Maske selbst nach Überqueren der Grenze nach Deutschland erneut anzutun. Reisen bildet.
Gelbe Weste anziehen, hinten fett mit schwarzem Edd.ng z.B.
„NEIN!“ oder „Scheiß‚ auf Covid!„ oder “Covid kotzt mich an!„ o.ä. drauf schreiben und zum einkaufen gehen. Kostet sicher etwas Überwindung…
Wie sagte doch in etwa Bert Brecht: „Noch fruchtbar ist der Schoß, aus dem dies kroch“. Leider fühlen sich die Deutschen in Diktaturen besonders wohl. Vor über 40 Jahren bin ich mit meiner damals ausländischen Frau nach Deutschland gezogen. Heute bereue ich es, es war wohl mit Abstand der größte Fehler in meinem 70jährigen Leben. Wir werden vermutlich, wie viele vor uns, dieses Land verlassen. Leider kann ich sie alle bzgl. dieses Statements, welches mir nicht leicht gefallen ist, nicht verschonen.
Leider war von diesen durchgeknallten Faschisten nichts anderes zu erwarten. Sie haben sich mit ihrem sogenannten ‚Infektionsschutzgesetz‘ ein sehr vielseitiges Werkzeug geschaffen, welches sie nicht mehr aus der Hand geben werden. Vor allem aber haben sie gemerkt, daß sie dem Volk jeden, aber wirklich absolut jeden noch so schwachsinnigen Blödsinn verkaufen können, um dieses Werkzeug ganz nach Wunsch einsetzen zu können. Und wenn sie morgen behaupten, daß wir einen Lockdown, strengste Ausgangssperren, rosa Gasmasken und sieben verschiedene Zyankali-Impfungen brauchen, weil der böse Putin im Kreml einen Sud aus Froschzehen, Fledermaushaaren, Otterzungen und Eidechspfoten gebraut hat, an dem in Bergamo schon zehn Millionen Kinder gestorben sind, dann glauben die Leute das auch noch – und werden mit geiferndem Gebrüll auf jeden eindreschen, der das zu bezweifeln wagt. „Juckend sagt mein Daumen mir: etwas Böses naht sich hier…“
Das größte Freiluft – Irrenhaus der Welt.
@Joachim König -
Maskenpflicht in Flugzeugen abgeschafft….. warum wohl? Weil es das beliebteste Verkehrsmittel der Polit-ticker ist und man sich ja sonst selbst einschränken würde. Maskenpflicht für den Pöbel, der Rest, geschenkt. ------- jemanden des Flugzeugs zu verweisen ist auch etwas schwieriger, als den Widerborstigen aus dem Zug zu befördern.