Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, ehrt offen das Andenken des Hitler-Verbündeten und NS-Kriegsverbrechers Großmufti Haj Amin-al-Husseini. Unter der Schirmherrschaft von Abbas legten der Gouverneur von Jericho und dem Jordantal, Hussein Hmaileh, und der Bürgermeister von Jericho, Abdul Karim Seder, am 15. Februar den Grundstein für das Mehrzweckgebäude der Großmufti-Haj-Amin-al-Husseini-Halle.
An der Zeremonie nahmen der stellvertretende Generalsekretär der Arabischen Liga, Saeed Abu Ali, mehrere Mitglieder der Familie Husseini, der Ingenieur Hani Al-Hassan, der Vorsitzende der Handelskammer Taysir Hamida, Leiter von Sicherheitsbehörden, zivilen Institutionen und gesellschaftlichen Organisationen sowie mehrere Geschäftsleute aus der Gouvernementsregion teil, berichtete die englischsprachige palästinensische Nachrichtenagentur Yaffa News Network.
Gouverneur Hmaileh betonte, dass die Benennung der Halle „nach dem nationalen Kämpfer“ Husseini den Anweisungen des Präsidenten entspreche, „nationale Persönlichkeiten in palästinensischen Städten zu ehren“ – als „Anerkennung ihres Kampfes und zur Stärkung der Werte von Opferbereitschaft und Zugehörigkeit“. Er übermittelte die Grüße von Präsident Abbas an die Bevölkerung und hob die „Bedeutung der Loyalität gegenüber nationalen Persönlichkeiten, der Stärkung der nationalen Einheit und der Ablehnung von Spaltungen“ hervor.
Der Bürgermeister von Jericho, Abdul Karim Seder, erklärte, das Projekt sei eine „Botschaft der Loyalität gegenüber einem bedeutenden nationalen Führer“ und eine „Erneuerung des Stolzes auf seine Rolle in der modernen palästinensischen Revolution“. Abdul Qader Al-Husseini, Vertreter der Familie Husseini, betonte, dass das Tragen dieses Namens eine „nationale Verantwortung“ sei. Auch der Ingenieur Hani Al-Hassan wurde für seine Bemühungen bei der Planung und Überwachung des Baus der Halle geehrt.
Die geschätzten Kosten des Projekts belaufen sich auf umgerechnet rund fünf Millionen Euro. Nach seiner Fertigstellung soll das Gebäude ein bedeutendes Zentrum für offizielle, nationale und gesellschaftliche Veranstaltungen im Gouvernement Jericho und Jordantal werden.
Verbündeter Hitlers
Amin al-Husseini spielte seit den 1920er Jahren eine zentrale Rolle bei antijüdischer Gewalt im britischen Mandatsgebiet Palästina. Er hetzte zu Pogromen wie in Jaffa (1921), Jerusalem, Hebron und Safed (1929) sowie während des arabischen Aufstands von 1936–1939 auf. Diese Gewalt trug dazu bei, dass die britische Regierung die jüdische Einwanderung nach Palästina stark einschränkte, besonders durch das Weißbuch von 1939, genau zu einer Zeit, als Juden in Europa vor der Verfolgung und Vernichtung durch die Nationalsozialisten flohen.
Husseini lehnte jeden Kompromiss über die Teilung Palästinas ab und organisierte 1937 eine arabische Konferenz im syrischen Bludan, die einen jüdischen Staat strikt zurückwies. Während des Zweiten Weltkriegs hielt er sich in Berlin auf und arbeitete eng mit dem NS-Regime zusammen.
Er drängte das NS-Regime, die Flucht von Juden nach Palästina zu unterbinden, und schrieb Briefe an die Regierungen der Transitländer Rumänien und Bulgarien, in denen er stattdessen ihre Deportation „nach Polen“ – also in die Vernichtungslager – befürwortete. In seinen über Kurzwelle übertragenen Sendungen in die arabische Welt verband er den verschwörungstheoretischen Antisemitismus des NS-Regimes über die angebliche „jüdische Weltherrschaft“ mit islamisch begründetem Judenhass – und säte so eine Ideologie, die bis heute fortwirkt.
Als arabische Emigranten am 18. Dezember 1942 in Berlin das Islamische Zentralinstitut eröffneten, war Husseini der Hauptredner. In seiner Rede griff er die Juden scharf an und erklärte, der Koran bezeichne sie als „die unversöhnlichsten Feinde der Muslime“. Er prophezeite, die Juden würden „immer ein subversives Element auf Erden sein und dazu neigen, Intrigen zu spinnen, Kriege zu provozieren und die Nationen gegeneinander auszuspielen“. Er behauptete, dass die Juden die Regierungen Großbritanniens, der Vereinigten Staaten und die „gottlosen Kommunisten“ kontrollierten. Mit ihrer Hilfe und Unterstützung habe das „Weltjudentum“ den Zweiten Weltkrieg entfesselt. Er rief die Muslime auf, die notwendigen Opfer zu bringen, um sich von der Verfolgung und Unterdrückung ihrer Feinde zu befreien.
Die NS-Propaganda berichtete ausführlich über die Eröffnung des Islamischen Zentralinstituts und Husseinis Rede. Die deutschen Nachrichten filmten seine einleitenden Worte, und die Presse veröffentlichte seine antijüdischen Angriffe. Am 23. Dezember 1942 strahlte das Auswärtige Amt seine Rede in den täglichen arabischsprachigen Nachrichten für den Nahen Osten aus.
Über die Pläne der „Endlösung“ zur Vernichtung der europäischen Juden war Husseini informiert. Während des Zweiten Weltkriegs besuchte er ein Konzentrationslager bei Trebbin südlich von Berlin, ein Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Der Besuch fand wahrscheinlich im Sommer 1942 statt. Fotos zeigen Husseini zusammen mit hochrangigen NS-Funktionären bei einer Besichtigung des Lagers und der Zwangsarbeiter. Das Lager bei Trebbin war Teil eines SS-Artillerie-Ausbildungsplatzes; Gefangene, darunter auch Juden aus Ungarn, mussten dort Zwangsarbeit leisten.
Zudem half er bei der Aufstellung einer muslimischen Waffen-SS-Division und unterstützte pro-nazistische Bewegungen im Nahen Osten. Nach dem Krieg setzten die Vereinten Nationen ihn auf Antrag Jugoslawiens wegen seiner Rolle bei Kriegsverbrechen auf dem Balkan auf eine Fahndungsliste.
Signal an die Palästinenser
„Die Entscheidung, den Namen einer bestimmten Person an einem öffentlichen Gebäude anzubringen, ist niemals neutral“, sagt die dänische Autorin und Analystin bei Palestinian Media Watch (PMW), Nan Jacques Zilberdik. Sie sei ein bewusstes Bekenntnis zu Werten: „Indem Abbas und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) eine Person wie den Nazi-Verbündeten Al-Husseini auszeichnen, benennen sie nicht einfach nur einen Saal – sie erklären Al-Husseini offiziell zum Helden der gesamten Gesellschaft.“
Sie weist darauf hin, dass Haj Amin Al-Husseini auch im September 2025 bei einer Veranstaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde unter der Schirmherrschaft von PA-Premierminister Muhammad Mustafa und in Anwesenheit zahlreicher PA- und Fatah-Vertreter geehrt worden war. Anlass war die Feier zum 150-jährigen Bestehen des privaten, koedukativen katholischen Gymnasiums Collège des Frères in Jerusalem. Auf einer Großleinwand wurde ein Bild von Al-Husseini gezeigt.
Dieser Beitrag erschien zuerst bei MENA-Watch.
Beitragsbild: Bundesarchiv/ H.Hoffmann CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

Zitat:„Er behauptete, dass die Juden die Regierungen Großbritanniens, der Vereinigten Staaten und die “gottlosen Kommunisten„ kontrollierten. Mit ihrer Hilfe und Unterstützung habe das “Weltjudentum„ den Zweiten Weltkrieg entfesselt.“ Umgekehrt wird ein Schuh draus: Nach dem Wettrüsten des ersten Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise waren im Westen alle Pleite und hatten kaum was zu fressen. Was sich u.A. ja auch daran zeigte, dass man die Deutschen nach dem 1. Weltkrieg mit dem Vertrag von Versailles bis auf den letzten Tropfen ausplünderte. Irgendwo musste das Geld ja herkommen und wenn man selbst wirtschaftlich nicht hochkommt, holt man sich das Geld bei anderen. Das ist dann entweder der berühmte Feind/die Kriegsverlierer oder eben die Banken. Und da sind wir dann bei den jüdischen Banken, die man dann bis auf den letzten Tropfen ausplünderte und den Leichen in den KZs am Ende sogar die Goldzähne rausbrach. Krieg führen kostet Geld. Und damit man weiter Krieg führen kann, braucht man mehr Geld. Und wo holt man es sich? Stichwort: Rothschild. Die Preußen waren daraus schon ausgestiegen als sie den Juden 1812 die vollen Bürgerrechte gaben und ihre Tätigkeit nicht mehr nur auf den Geldverleih begrenzten, sondern ihnen die Tür in die volle Teilhabe öffneten. Und dann kam die Niederlage im Ersten Weltkrieg und darauf die weltweite Pleite, die eben auch bis nach Deutschland durchschlug und alles wieder umdrehte. Was al Husseini, den Draht zu den Nazis und den Judenhass betrifft: Wenn die Nazis angeblich rechts waren und der Judenhass der radikalen Muselmanen von dort kommt, müssten alle Antifas doch eigentlich knallhart pro Israel sein, oder? Zum letzten Absatz des Artikels: Die damaligen Kriegstreiber Europas waren Christen und Hitler bis zu seinem Abdanken Katholik. Ein Zufall ist das nicht. Stichwort: Judas. Und heute schaue man auf die radikalen Christen im US Militär. Die fatale Wechselwirkung zwischen Religion und Finanz existiert dort immer noch…
„Diese Instrumentalisierungsversuche des Islam durch Hitler und den Nationalsozialismus zu kennen, ist für das Verständnis der langen deutsch-islamischen Geschichte fundamental“. deutschlandfunkkultur:/ns-geschichte-wie-die-nazis-den-islam-vereinnahmen-wollten-… . Dort ist auch das Foto des vorliegenden Artikels zu finden. Die Nazis waren hellauf begeistert von Islam: Heinrich Himmler erklärte 1944 in einer Rede vor Parteifunktionären:
„Ich muss sagen, ich habe gegen den Islam gar nichts, denn er erzieht mir in dieser Division seine Menschen und verspricht ihnen den Himmel, wenn sie gekämpft haben und im Kampf gefallen sind. Eine für Soldaten praktische und sympathische Religion!“ Und: „Es war doch klar. Was sollte denn die Muselmanen in Europa und in der ganzen Welt von uns Deutschen trennen? Wir haben gemeinsame Ziele. Es gibt keine solidere Grundlage für ein Zusammenleben als gemeinsame Ziele und Ideale. Deutschland hat seit 200 Jahren mit dem Islam nicht die geringste Reibungsfläche gehabt.“ deutschlandfunk:/islam-im-nationalsozialismus-fuer-fuehrer-und-prophet- im Deutschlandfunk! Daher die proislamische aktuelle Politik?
Der Bezug auf historische Gegebenheiten geht halt meistens schief. So forderte der israelische Journalist und Historiker Yair Kleinbaum vor einigen Tagen: „It’s time to put Fuentes, Owens, Carlson and Uygur inside a WWII-Style internment camp,“ Kleinbaum wrote. „We have reached a point where there is no choice but to take decisive action and arrest them.“
Immerhin nur einsperren.
hi Herr Frank, eine Halle nach dem Obermufti zu benennen ist noch gar nichts. Kinder Mohammed zu nennen ist schon mittelscharf. Wenn aber Regenbogenpriester auf den Namen des „Propheten“ taufen würden, sind wir durch. (Ich glaube aber, das verhindert eine unsichtbare Hand.)
„Amin al-Husseini spielte seit den 1920er Jahren eine zentrale Rolle bei antijüdischer Gewalt im britischen Mandatsgebiet Palästina. Er hetzte zu Pogromen wie in Jaffa (1921), Jerusalem, Hebron und Safed (1929) sowie während des arabischen Aufstands von 1936–1939 auf. Diese Gewalt trug dazu bei, dass die britische Regierung die jüdische Einwanderung nach Palästina stark einschränkte, besonders durch das Weißbuch von 1939, genau zu einer Zeit, als Juden in Europa vor der Verfolgung und Vernichtung durch die Nationalsozialisten flohen.“ – Herr Frank, sie sollten nicht vergessen, daß es die britische Mandatsgebietsverwaltung war, die den damals 26jährigen Al-Husseini gegen den Protest des Hohen Muslimischen Rates, der in ihm einen ungebildeten Ganoven sah, 1921 auf dem Posten des Großmuftis von Jerusalem installierte. Und das gut ein Jahr nachdem ihn die gleiche Verwaltung wegen Extremismus verhaftete und zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilte. Sein zum gleichen Clan gehörender Verwandter Jassir Arafat bezeichnete ihn als „Onkel“, wobei das die Bedeutung „Ziehvater“ hat.
Da wir die palästinensische Autonomiebehörde finanzieren, akzeptieren wir logischerweise auch diesen Großmufti als Vorbild, möglicherweise sogar den Herrn rechts daneben auf dem Sofa. Letzterer kommt mir immer in den Sinn, wenn Frau Strack-Zimmermann über die Befreiung der Ukraine quatscht.
Nach all den hier aufgezählten historischen, aber auch aktuellen Tatsachen wie sich die muslimische Welt gegenüber Juden verhält, gibt es eine Linke, Steinmeier, die Grünen, aber auch die AfD, welche noch immer den Juden als Problem betrachten. Gut, heute ist es Israel. Diejenigen, welche ich bei der Aufzählung nicht erwähnt habe, sind irrelevant. Sie haben eine Null Meinung, heute so, morgen so. Dass es nicht um „Palästina“ geht, auch dem Iran nicht, scheint irgendwie nicht begreifbar.