Orit Arfa, Gastautorin / 26.03.2021 / 12:00 / 10 / Seite ausdrucken

Orit Arfa in Hebron

Nach einem faszinierenden Besuch mit Chaim Noll im Haus des palästinensischen Reformers Ashraf Jabari, einem mutigen Mann, der zur Zusammenarbeit mit Israel aufruft, machte sich Orit Arfa erneut auf den Weg, um herauszufinden, was die Menschen auf der Straße wirklich über Israel denken. Hebron, die industriestärkste palästinensische Stadt, ist Teil der "Area A" unter voller palästinensischer Kontrolle, in die Israelis nicht einreisen dürfen. Begleitet wurde sie von einem deutschen Presseausweis und Jabari, der versprach, für ihre Sicherheit zu sorgen. Als einzige Jüdin und eine der wenigen Frauen in Hebron ohne muslimisches Kopftuch hatte Orit durchaus Angst, aber sie genoß auch die Freiheit: "Immerhin musste ich, nachdem ich geimpft worden war, keine Angst vor Corona haben".

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Eckhart Diestel / 26.03.2021

Frau Arfa: “Immerhin musste ich, nachdem ich geimpft worden war, keine Angst vor Corona haben“. Wenn Sie vorher Angst hatten, dann belesen Sie sich. Angst ist keineswegs gerechtfertigt. Ich empfehle die Äusserungen von Prof Püschel, Hamburg, zu diesem Thema. Wenn Sie meinen eine Impfung schütze Sie vor viralen Kontaminationen, dann irren Sie sich. Ich kann die Ignoranz hinter der Aussage nicht verstehen.

Werner Liebisch / 26.03.2021

Sehr interessant und amüsant… Die Einstellung der Leute in Hebron bezüglich Corona finde ich sympathisch… deren Vakzin heißt Allah.

Caroline Neufert / 26.03.2021

Video hat mir wieder gefallen. Es zeigt, dass Corona nicht die Gefahr darstellt, die uns von Politik und Medien suggeriert wird ... Nur zwei Anmerkungen zu den Interviews. Orit Arfa lässt glauben, dass es extrem gefährlich ist, als Israelin nach Hebron zu fahren, als wären Araber “Menschenfresser” ... und die Frage per Video, ob die Menschen lieber unter israelischer oder unter der Autonomiebehörde leben wollen, ist natürlich nicht so sinnvoll. Wenn man in Deutschland vor laufender Kamera die Corona-Politik hinterfragt, muss man Reaktionen verkraften können ...

Wolfgang Pfeiffer / 26.03.2021

Wenn ich die Geschichte richtig erinnere, haben West-Bank Palästinenser, die selbstbewusst und gut gelaunt vor ein oder zwei Jahren vor laufender Kamera bekannt gegeben haben, dass sie lieber unter Israelischen Gesetz als unter palästinensischer Kontrolle leben würden, danach Probleme mit den palästinensischen Behörden bekommen. Ganz klar: als Araber in der West-Bank würden Sie von mir, wäre ich Israel-Fan, nicht so ohne weiteres eine ehrliche Antwort bekommen. Zumindest nicht vor laufender Kamera. Einfach weil ich nicht scharf auf Ärger bin + + + Ansonsten: Schöner Bericht: ich kann nicht genug davon kriegen. Danke dafür! + + + Und wie leben Araber in der West-Bank? Lassen sie es bei Hochzeiten - like: “Welches Corona??!” - auch so krachen wie Araber in Israel selbst? Eine Bekannte, Israeli, hat mir erzählt, dass beispielsweise die Coronaprobleme in Israel in den vergangenen Monaten auch auf schwer feiernde Araber und Orthodoxe Juden zurückzuführen seien. Generell scheinen Israelis nicht so schnell mit der Hand an der Hosennaht stramm zu stehen, wenn ihre Regierung das gerne hätte + + + PS: Es gibt da diesen Bericht von vor einigen Jahren (ich finde die URL dazu nicht mehr, leider), als die Israelis eine Mauer ums Kernland Israels gezogen haben - zum Schutz vor Terrorismus. Als Arabische Bewohner der Grenzregionen zwischen Israel und West-Bank das damals mitgekriegt haben, sind sie anscheinend zu den Israelis gegangen und haben darum gebeten, dass, wenn der Zaun denn schon gebaut würde, man doch dafür sorgen sollte, dass die Arabischen Ortschaften auf der Israelischen Seite der Mauer verbleiben: “Palästinensische” Zeitungen, Behörden etc. haben damals wegen dieser Arabischen Wünsche von Zionistischen Verschwörungen geredet, wäre alles gar nicht wahr, das übliche Blabla halt. D.h. ausserhalb der üblichen Schlagzeilen aus der Region, abseits der Scheinwerfer sind die Berichte anscheinend deutlich spannender als man das vielleicht erwarten würde.

Harald Unger / 26.03.2021

Lieber @Martin Ruehle, Sie sagen es. Genau so wird es kommen bzw. ist es schon. Alles, was von der europäischen Linken für Israel vorgesehen war, nämlich enteignet, vertrieben oder besser gleich ermordet zu werden - ereignet sich nunmehr, als blutiger Treppenwitz der Geschichte, bei uns. - - - Während Israel blüht und gedeiht, hat Westeuropa den Gang in die arge Finsternis angetreten.

Volker Voegele / 26.03.2021

Bitte folgende Zusatzinformation zu dem aufschlussreichen Video. Es gibt einen YouTube-Kanal eines nach Israel eingewanderten Kanadiers namens Corey Gil-Shuster. Er bringt wöchentliche Kurzvideos in Englisch, meist mit Untertiteln, in denen jüdische, muslimische, christliche und auch drusische Israelis und ebenfalls die israelischen, christlichen und muslimischen Bewohner der Westbank interviewt werden. Das ganze nennt sich ‘The Ask Project’. Die Fragen, die meist auf die Lebensumstände und Historie der jeweils interviewten Gruppen abzielen, kommen von interessierten Leuten in und außerhalb Israels. Die schillerndsten Antworten zu den einfachen, manchmal banalen, gelegentlich auch hintergründigen Fragen geben diejenigen „muslimischen Palästinenser“, die weiter von ihrem „Groß-Palästina“ ohne Israel(is) träumen, und das ist die Mehrheit der Menschen in der Westbank.

Richard Loewe / 26.03.2021

Orit, Du bist so mutig! Schön, daß Ihr den Hass des letzten Ladenbesitzers nicht übersetzt habt. Das war gefährlich und ich hoffe, daß die anderen das Video überleben.

Frank Holdergrün / 26.03.2021

Meine Güte, genauso werde ich auch das erste Eis des Jahres zu mir nehmen. Viel sagen sie ja nicht, die Palästinenser.

Rolf Mainz / 26.03.2021

Keine Angst vor Corona infolge Impfung? Na, dann sollte Frau Arfa darauf hoffen, dass erstens die Impfung bei ihr auch wirkt und zweitens dass sie keine der Mutationen begegnet, gegen welche bisher kein Impfstoff verfügbar ist. Und wir dürfen hoffen, dass ihre journalistische Arbeit weniger naiv ausfällt als es solche Aussagen nahelegen könnten.

Martin Ruehle / 26.03.2021

Ich fürchte es wird kaum 30 Jahre dauern, bis Deutsche in ehemals deutschen Großstädten in der gleichen Situation sind, wie es Orit Arfa bei ihrem Besuch in Hebron war. Allerdings werden Rote, Grüne und Schwarze darauf hinarbeiten, dass dieser Zustand bereits deutlich früher erreicht wird.

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