Kurz vor dem Ende der Olympischen Spiele in Paris gewann der algerische Boxer Imane Khelif in der Nacht zum Samstag eine olympischen Goldmedaille im Frauenboxen. Ein klarer Sieg der Ideologie über die Biologie.
Er durfte in Paris teilnehmen, weil er sich als Frau identifiziert und weil in seinem Pass steht, dass er eine Frau sei. Mit dieser Regelung werden genetisch-biologische Frauen schwerstens diskriminiert, benachteiligt und körperlich gefährdet, findet der Autor. Besonders verheerend offenbarte sich die groteske, woke IOC-Sportpolitik beim Kampf gegen die italienische Boxerin Angela Carini, die von Khelif aus dem Ring geprügelt wurde. Ihr Kampf dauerte nur 45 Sekunden. Khelif traf die Italienerin mit einem schweren rechten Haken (nachzusehen hier).
Nachdem Khelif in diesem Kampf zum Sieger ausgerufen wurde, verweigerte ihm seine Gegnerin den Handschlag. Carini sank zu Boden, weinte und verließ danach den Ring. Sie habe noch nie so einen harten Schlag verspürt, soll die Italienerin nach dem Kampf gesagt haben.
Nach dem Kampf entbrennt in den Medien eine Geschlechterdebatte, die offenbart, dass in dieser Frage so gut wie keine fachliche und wissenschaftliche Diskussion mehr stattfindet. Argumentiert wird nur moralisch, so wie in vor-aufklärerischen Zeiten, auf die wir uns offenbar wieder zubewegen. Manche würden sogar sagen: Wir sind schon mittendrin.
Ist Imane Khelif ein Mann oder eine Frau?
Der Weltboxverband IBA hat zur Personalie Imane Khelif – sowie einem weiteren Boxer, dem Taiwanesen Lin Yu-ting – ausführlich Stellung genommen, veröffentlicht am 5. August auf der IBA-Webseite (die dazugehörige Pressekonferenz zum Nachschauen hier). Zahlreiche Medien hatten der IBA vorgeworfen, „umstrittene Geschlechtstests“ bei Khelif durchführt zu haben. Das liest sich in der Stellungnahme ganz anders.
Am 17. Mai 2022 wurden durch ein Labor in Istanbul sowie am 17. März 2023 durch ein Labor in Neu-Delhi Blutproben von Imane Khelif untersucht, der sich freiwillig testen ließ. Die Ergebnisse sind laut IBA identisch, dürfen aber aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden. Der Sportler hat sie jedoch erhalten. Aufgrund der Testergebnisse wurde Khelif von der Boxweltmeisterschaft der Frauen in Delhi 2023 disqualifiziert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Khelifs Testosteron-Spiegel getestet wurde und auch seine DNA. Das Portal WireSports gibt an, die dreiseitigen Testresultate gesehen zu haben. Auf Seite 1 sei offengelegt worden, dass die Untersuchungen bei Imane Khelif ergeben hätten, dass er einen Chromosomensatz männlicher Prägung habe – “chromosome analysis reveals Male karyotype”.
Dass Blutanalysen zur Bestimmung des Chromosomensatzes und des Hormonstatus durchgeführt werden, ist medizinische Praxis bei einem entsprechenden Verdacht – in diesem Fall auf kongenitale andrenale Hyperplasie. Mehr dazu weiter unten.
Die IBA nennt ihre Kriterien (gemeint ist der Chromosomensatz), nach denen der Verband bestimmt, wann ein Mann ein Mann und eine Frau eine Frau ist:
„Definition of Men/Male/Boy = individual with chromosome XY
Definition of Women/Female/Girl = individual with chromosome XX“
So haben es zumindest die Älteren unter uns auch im Biologie-Unterricht in der Schule gelernt. Der Verband verweist dann auf die IBA-Regel 4.2.1., wonach nur Frauen gegen Frauen und Männer gegen Männer boxen dürfen:
„Boxers will compete against boxers of the same gender, meaning Women vs Women and Men vs Men as per the definitions of these Rules.“
Die IBA war aufgrund der Tests offensichtlich zur Überzeugung gelangt, dass Imane Khelif aus genetischer und hormoneller Perspektive ein Mann ist. Und Männer dürfen bei der IBA nun einmal nicht gegen Frauen boxen. Über alle Vorgänge informierte die IBA – nach eigenen Aussagen – das IOC. Also schon 2023.
Wann ist ein Mann ein Mann?
In der Entwicklungspsychologie hat die Erforschung der Geschlechterentwicklung einen Aufschwung erfahren. Untersucht wird u.a. das Phänomen der sogenannten Intersexualität und den Auswirkungen auf das sogenannte geschlechtertypische Verhalten. Nachzulesen auch bei Siegler und Kollegenschaft in der 5. Auflage „Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter“, Seiten 647/648. Zwei Formen der Intersexualität erscheinen für den Fall Khelif interessant. Man spricht in beiden Fällen auch von Geschlechtsdifferenzierungsstörung.
Zunächst die bereits erwähnte kongenitale andrenale Hyperplasie. Hier werden pränatal durch ein rezessives Gen bzw. ein Enzymdefekt zu viel Androgene produziert. Das kann bei einem weiblichen Fetus (mit 46-XX-Chromosomensatz) u.a. zur Bildung von äußeren männlichen Geschlechtsorganen führen oder einer vergrößerten Klitoris (Klitorishypertrophie), während innere Fortpflanzungsstrukturen (Eierstöcke) ebenfalls ausgebildet sind. Wie Hines 2013 feststellte, hat diese Hyperplasie bei den meisten Mädchen keinen Einfluss auf die Geschlechtsidentität, sie fühlen sich trotz möglicherweise maskulinisierter Genitalien weiter weiblich. Weitere detaillierte Informationen zur kongenitalen adrenalen Hyperplasie gibt es hier.
Die zweite Form ist die Androgen-Insensitivität bzw. das Androgen-Insensitivitäts-Syndrom: Hier führt vorgeburtlich ein rezessives Gen dazu, dass bei einem männlichen Fetus (46-XY-Chromosomensatz) durch eine Fehlfunktion der Androgenrezeptoren die Veränderungen zur sexuellen Differenzierung nicht oder nur eingeschränkt stattfinden. Es werden zu wenige Androgene ausgeschüttet. Die Folge: Genetisch männliche Kinder können durchaus mit äußeren weiblichen Geschlechtsorganen geboren werden, aber ohne Eierstöcke. Hier identifizieren sich Jungen später öfter als Mädchen. Siehe Hines 2013, gleiche Publikation. Weil Geschlechtskörper und Geschlechtsidentität nicht übereinstimmen, kann es zu einer Geschlechtsdiffusion kommen.
2019 lebten in Deutschland ca. 1.600 Intersexuelle, so eine Recherche der Zeit (hinter Bezahlschranke). In Sachsen beispielsweise gab es seit dem 1. Oktober 2023 im Geburtenregister vier Einträge unter der Rubrik „divers“ gemäß Personenstandsgesetz.
Dieselbe o.g. Anfrage ergab, dass sich eine Person von „weiblich“ auf „divers“ ändern ließ.
Die Zahlen sind ein Indiz dafür, dass die Prävalenz von kongenitaler andrenaler Hyperplasie sowie vom Androgen-Insensitivitäts-Syndrom eher gering ist. Tatsächlich handelt es sich um seltene angeborene Erkrankungen bzw. Anomalien.
Keine Transparenz und sportliche Fairness beim IOC
Es erscheint nicht unplausibel, dass Khelif möglicherweise mit einer Androgen-Insensitivität geboren wurde. Schauen wir auf seine äußeren Merkmale im o.g. Video: Er wirkt groß, schlank und muskulös. Eine weibliche Brust ist nicht erkennbar. Stattdessen trägt er auf einem älteren Foto einen Hodenschutz, den eigentlich nur männliche Sportler tragen. Der Algerier, dessen Körper augenscheinlich mehr dem eines Mannes entspricht als dem einer Frau, hat einen strukturellen Vorteil gegenüber Boxerinnen, inklusive seiner anscheinend erheblich größeren Schlagkraft.
Erschütternd ist, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) diese Ungerechtigkeit als Gleichberechtigung verkauft. IOC-Präsdident Thomas Bach verstieg sich sogar zur Aussage, dass nie ein Zweifel daran bestanden hätte, dass Khelif eine Frau sei. Wissenschaftliche Beweise blieb Bach schuldig.
Dass der algerische Boxer Imane Khelif sehr wahrscheinlich ein genetisch-biologischer Mann mit einem 46-XY-Chromosomensatz ist, das ist an und für sich kein Drama. So ist die Natur nun mal. Auch Khelif hat unsere Wertschätzung verdient. Aber für Sportler wie ihn sollte das IOC andere Regularien finden oder eine eigene Kategorie einführen. Das wäre fair und transparent. Beim Frauenboxen hat Khelif nichts verloren.
Stephan Kloss ist freier Journalist. Er lebt bei Leipzig und studiert Psychologie.

Hurah, Frauen verkloppen ist endlich olympische Disziplin, weil die Idioten IOC konnten die XY und XX Chromosomen nicht unterscheiden ….
Aber wahrscheinlich wird der Feminismus aus der Situation das Folgende machen: „Männer verprügeln Frauen nun offiziell!“ Und somit sucht man sich das billigste Feindbild. Seht ihr den lachenden Dritten?
Cassius Clay – Muhammed Ali – bitte erheben Sie sich aus Ihrem Grab/steigen Sie vom Sportlerhimmel einmal kurz herunter und zeigen Sie diesem betrügerischen feigen Frauenverprügler, was eine Harke (ein Haken) ist!
Der würde gegen Sie nicht einmal 45 Sekunden auf der Matte durchhalten – wetten?
Naja. Es ist noch nicht so lange her, da war es nazi, sich gegen den Feminismus zu äussern. Dieser Feminismus wird grade gefressen von der nächsthöheren Version. Es ist jetzt redlich, nicht nur Männer und Frauen zu spalten, sondern man muss jetzt den Spaltpilz auch in sexuelle Präferenzen werfen. Kombiniert ergeben sich da Widersprüchlichkeiten, wie man sieht. Aber das sind Details. Da ist noch viel mehr möglich. Jedoch werde ich nichtmehr als weisser Ritter für Frauenrechte eintreten. Das muss Alice mit ihren Leuten betzt schon selber richten. Hier kommt es nämlich drauf an.
Für diese Art von Morbidität gab’s im ICD-10 einst eine Klassifizierung und nicht selten wurden Probanden dann auch medikamentös behandelt. Es ist zumindest eine Störung; und eine Störung im psychischen Sinne bedarf meist der Therapie. Wenn der Leidensdruck durchaus dazu veranlasst. Heute ist das eine Auszeichnung, mit der ganz gut Geld und Karriere zu machen ist. Keine Spur von Selbstscham. Keinerlei Gewissenswillen bei den Veranstaltenden. Keinerlei Achtung vor religiösen Gefühlen. Stattdessen Huldigungen an obskure, okkulte und äußerst fragwürdige Botschaften und Ehrungen, die jeder Natur und Vernunft hohnsprechen. Der neue Tanz um die goldenen Kälber, die allesamt schon zu heiligen Kühen erklärt werden. Mal sehen, wie lange sich das Natur, Mensch und Gott noch mitansieht.
Im römischen Reich ernannte Caligula sein Pferd zum Konsul, heutzutage wird ein Kinderbuchautor Wirtschaftsminister, eine erwiesene Linksextremistin zur Innenministerin(!!), eine mittelmäßige Trampolinspringerin zur Analpha..äh Außenministerin. Mich wundert nichts mehr. Caligula hatte bezahlt, die anderen werden es auch tun.
„Wenn uns jemand ein wissenschaftlich fundiertes System zur Identifizierung von Mann und Frau vorlegt – wir sind die Ersten, die das tun. Diese Unsicherheit gefällt uns nicht.“ sagt Herr IOC Bach. Dem Manne kann geholfen werden, auch wenn man nicht glauben mag, dass eine so große Institution nicht in der Lage sein soll, sich über den aktuellen Stand der Wissenschaft bezüglich Problemen der sexuellen Differenzierung (im Fachjargon DSD genannt) und den entsprechenden Krankheitsbildern informieren zu können. Das ist schlichtweg gelogen, um sich der Wahrheit nicht stellen zu müssen. Und wenn sie es denn wirklich nicht wissen sollten, könnten Sie sich zum Beispiel an die Universitäts Kinderklinik in Lübeck wenden, dort ist ein international anerkanntes, von der EU gefördertes Forschungsteam tätig, das diese für Laien in der Tat nicht leicht zu verstehen Problematik aufklären kann. Aber wie gesagt, Herr Bach sagt einfach nicht die Wahrheit.